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Schaltung für Fernsehsender.
Die Erfindung befasst sich mit Trägerwellensendern für Fernsehzwecke, u. zw. hauptsächlich mit Sendern, bei denen die Synchronisierimpulse, die auch der Bildträgerwelle als Modulation aufgeprägt sind, eine Grösse besitzen, die klein ist, verglichen mit irgendeinem Trägerwellenwert zwischen den Synchronisierperioden.
Bei solchen Sendern hat sich die völlige Unterdrückung der Trägerwelle während der Syn- chronisierimpulse für den Empfang als günstig erwiesen ; dies lässt sich aber mit den bekannten Verfahren nicht ohne weiteres erreichen.
Bei den gebräuchlichsten modulierten Trägerwellensendern besitzt die Modulationskennlinie - z. B. die statische Kennlinie der Modulationsstufe-einen geraden Abschnitt S, wie die Fig. 1 darstellt, der durch die Krümmungen Bi und B2 begrenzt wird. Diese Kurve, die den Zusammenhang zwischen der hochfrequenten Ausgangsspannung (auf der Ordinate) mit der Gittergleichspannung (auf der Abszisse) in der modulierten Stufe zeigt, weist anfänglich eine schwache Krümmung auf, die aber allmählich zunimmt, dann über eine bestimmte Länge geradlinig verläuft, um darauf wieder in eine leichte Krümmung überzugehen.
Bei einem Fernsehsender, dessen Modulationsstufe eine derartige Kennlinie hat, wird die Abnahme der Trägerwellen während der Synchronisierimpulse nicht bis auf Null erfolgen können, falls nicht die Impulse eine unerwünscht grosse Amplitude besitzen bzw. die Spannung der Synchronisier- impulse gross genug gewählt wird, um den unteren Knick zu erreichen.
Beim Auftreten von Synchronisierimpulsen normaler Grösse wird daher die Trägerwelle infolge des Einflusses der unteren Krümmung der Kennlinie während der Synchronisierperioden nicht bis auf Null absinken, sondern nur einen unteren positiven Wert erreichen, der stets die Abstrahlung einer bestimmten Trägerwellenamplitude zur Folge hat.
Die Erfindung sieht Vorkehrungen am Sender vor, die es gestatten, die Trägerwelle während der Synchronisierperioden auf Null herab zudrücken, ohne unerwünscht starke Synchronisierimpulse hiezu aufbringen zu müssen.
Erfindungsgemäss wird hiezu am Sender eine Verformungsstufe vorgesehen, die den Einfluss der unteren Krümmung der statischen Kennlinie der Modulationsstufe kompensiert. Die Verformungstufe bewirkt, dass die Intensität der Trägerwelle für Modulationssignale, die über dem Schwarzpegel liegen, unverhältnismässig mehr vermindert wird als für Impulse, die unter dem Schwarzwert liegen.
Die Erfindung ist in der Fig. 2 dargestellt, die schematisch eine Ausführungsform zeigt. Die Schaltung in Fig. 2 weist im Anodenkreis einer Modulationsröhre (oder einer Reihe von Röhren) eines Senders die zur Kompensation dienende Diode auf, welche mit dem üblichen Modulationswiderstand in Serie geschaltet ist.
Es mögen, wie beispielsweise dargestellt, drei parallel geschaltete Modulationsröhren MVj, MV2, MV3 vorgesehen sein, deren Anoden mit dem Gitteranschluss eines Verstärkers für die Trägerfrequenz (nicht in der Zeichnung enthalten) verbunden sind, dem die Modulation zugeführt werden soll. Die Kathoden Ci, C2, C3 der Modulationsröhren führen zum negativen Pol der Anodenbatterie, deren positiver Pol geerdet ist. Die Anoden der Modulationsröhren sind ebenfalls über den üblichen Modulationswiderstand MR, mit dem die Diode D in Serie liegt, an Erde geschaltet.
Die Synchronisierimpulse rufen in den Modulationsröhren hohe Anodenströme hervor, denn bei dem dargestellten Modulationsverfahren wird der Spannungsabfall am Anodenwiderstand MR dem
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Gitter der modulierten Verstärkerstufe (auf der Zeichnung nicht dargestellt) zugeführt, so dass Anodenstromschwankungen der Modulationsröhren entsprechende Gitterspannungsschwankungen in der Verstärkerstufe hervorrufen. Hiebei ist dieselbe Seite des Modulationswiderstandes, die mit den Anoden der Modulationsrohre, verbunden ist, auch an das Gitter der modulierten Verstärkerstufe angeschlossen ;
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über der andern.
Hieraus folgt, dass die'Zunahme des Anodenstromes in den Modulationsröhren eine entsprechende Zunahme der negativen Vorspannung des Modtilationsverstärkers und eine Abnahme der hochfrequenten Ausgangsenergie dieser Stufe hervorruft.
Da aus den oben beschriebenen Gründen die Synchronisierimpulse hohe Anodenströme in den Modulationsrohren auslosen und es durch geeignete Dimensionierung der Schaltelemente möglich ist, die Diode D als nichtlinearen Widerstand zu verwenden, so besteht auch die Möglichkeit, die Verstärkung der Synchronisierimpulse hinreichend grosser zu machen als die der Bildimpulse, um dadurch die erwünschte Nichtlinearität in der Modulation zu erhalten, wodurch die Trägerwellenamplitude während der Dauer dieser Impulse auf Null herabgedriickt wird.
Die Diode D muss einen niedrigen inneren Widerstand aufweisen und so weit vorgespannt sein, dass der Sättigungsstrom der Diode bei einem etwas höheren Wert erreicht wird als dem Schwarzwert entspricht.
Die Bildsignale werden linear wiedergegeben, dass die Synchronisierimpulse unterhalb des Schwarzpegels liegen ; beim Eintreffen der kräftigeren Synchronisiersignale aber wird die Trägeramplitude auf Null zurückgehen. An Stelle der Diode kann für diese Schaltung auch jeder andere nichtlineare Widerstand Verwendung finden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernsehsender, bei dem Bildeinheit und Synchronisierungsimpulse der gleichen Trägerwelle als Modulation aufgedrückt sind, wobei der Trägerwellenwert während der Synehronisierungsimpulse klein ist verglichen mit irgendeinem Trägenvellenwert zwischen den Synchronisierungsperioden. dadurch gekennzeichnet, dass die untere Krümmung der Modulationskennlinie durch einen zusätzlichen nicht-
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