AT148996B - Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier.

Info

Publication number
AT148996B
AT148996B AT148996DA AT148996B AT 148996 B AT148996 B AT 148996B AT 148996D A AT148996D A AT 148996DA AT 148996 B AT148996 B AT 148996B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steam
paper
glue
steam chamber
chamber
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Kodak Ges M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kodak Ges M B H filed Critical Kodak Ges M B H
Application granted granted Critical
Publication of AT148996B publication Critical patent/AT148996B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren und Vorrielhtung zum Leimen   von Papier. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine   Vorriehtung zum Leimen   von Papier, ein Vorgang, der eine der schwierigsten Stufen der Papierherstellung bildet. Wenn man konzentrierten Leim verwendet, um das Papier in einem   einzigen Arbeitsgang im gewünschten   Ausmass zu leimen, so zeigt sich, dass konzentrierter Leim mir wenig in das Innere des Papiers eindringt. so dass das behandelte Blatt nicht sehr fest ist. Wird anderseits dünner oder verdünnter Leim verwendet, so können wohl die Blätter durch und durch befeuchtet werden. aber die Fasern werden nicht hinreichend miteinander verklebt, so dass das Blatt auch in diesem Falle nicht die Festigkeit aufweist, die es haben sollte. 



   Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die in der Papierbahn eingeschlossene Luft das Hindernis gegen das vollständige Eindringen konzentrierten Leimes in die Bahn bildet. Gemäss der Erfindung wird die Luft durch die Einwirkung von Dampf   unmittelbar,   bevor die Papierbahn in das Leimbad taucht, ausgetrieben, so dass sie nicht wieder in die Papierbahn eindringen kann. Vorzugweise wird eine in Bewegung befindliche Papierbahn der Einwirkung eines im Gegenstrom zur Papierbahn strömenden Dampfes ausgesetzt. 



   Es wurde schon vorgeschlagen, Papierbahnen im Laufe der Herstellung mit Dampf zu behandeln. 



  Dies allein genügt jedoch noch nicht, um die Aufnahmsfähigkeit der Papierbahn für Leim zu erhöhen : es muss auch verhindert werden, dass Luft zwischen der Dampfbehandlung und der Leimung in die Papierbahn eindringt. 



   Vorzugsweise wird die Papierbahn durch eine   Dampfkammer   geführt, die oberhalb des Leimbades angeordnet ist. Die Kammer kann einen Kanal enthalten, der eine oder mehrere Öffnungen aufweist, durch welche der Dampf aus der Dampfkammer eintreten kann. Die Kammer ist zweckmässig mit Tauchwänden ausgestattet, die in das Leimbad tauchen, um die Luft von der Papierbahn auf dem Wege von der Kammer in das Leimbad abzuhalten. 



   Die   Durchführung   des Verfahrens kann dadurch vereinfacht werden, dass   man   die   Dampfkammer   aus zwei Teilen herstellt, die fest miteinander verbunden werden können und von denen jeder eine Kanalhälfte enthält, so dass eine frische Papierbahn durch Öffnen der Dampfkammer in den   Führungskanal   eingezogen werden kann. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Vertikalschnitt nach der Linie   lI-lI   der Fig. 1 in vergrössertem Massstab und Fig. 3 einen Querschnitt durch die Dampfkammer nach Fig. 1 in vergrössertem Massstab zeigt. 



   Die Vorrichtung weist einen Behälter   1,   der den Leim   2   enthält, auf. Die Papierbahn P wird über Entwässerungswalzen 11 und über eine Leitwalze 10 geführt, die in auf der Oberseite der   Dampfkammer 4   befestigten Ständern 9 gelagert ist, und gelangt durch diese Dampfkammer in das Leimbad 1. In diesem Bad wird sie durch die Walzen 12 und   1. 3   geführt und nach ihrem Austritt aus dem Bad zwischen den Druckwalzen 14 und   15   und über die Trockenwalzen 16 geleitet. 



   Die Dampfkammer 4 besteht aus zwei   Teilen 17 und 18,   die bei 19   aneinandergelenkt   sind und durch Bolzen 20 fest verbunden werden können, welche Flanschen 21 und 22 an den Teilen 17 und   zu   durchsetzen. Die   Dampfkammer   ist von einer isolierenden Hülle 64 umgeben. 



   Innerhalb der Dampfkammer ist ein Kanal vorgesehen, der durch zwei Wände 24 und   25   gebildet wird, die an den Flanschen 26 und   27   der Teile 17 und   zu   befestigt sind und. wie Fig. 3 zeigt, konvergieren. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Die Papierbahn gelangt durch eine Einlassöffnung, die aus den zwei L-förmigen   Winkeln : J6 und : J7   besteht, in die Dampfkammer ; der Winkel : 36 ist gegenüber dem Winkel   37   verstellbar und kann durch eine Klemme 38 festgestellt werden. Das Papier tritt aus der Dampfkammer zwischen den Flanschen   4. 3   
 EMI2.1 
 Flanschen   45 und 44   tritt der Dampf in den Kanal und strömt im Gegenstrom zu der abwärts laufenden Papierbahn nach aufwärts. 



   Die eintretende Papierbahn enthält eine beträchtliche Menge eingeschlossener Luft, die durch den einwirkenden Dampf beim Durchwandern des Kanals entfernt wird. Es hat sich im Betrieb gezeigt, dass eine sehr kurze Dampfbehandlung genügt, um dem Papier die Fähigkeit zu verleihen, mehr Leim aufzunehmen, als dies ohne Behandlung möglich ist, vorausgesetzt, dass der Wiedereintritt von Luft nach der Dampfbehandlung verhindert wird. Da die Dampfbehandlung sehr kurz sein kann, ist es möglich, das Papier mit einer relativ hohen Geschwindigkeit, z. B.   0'6 luísek. (120 Fuss   pro Minute), durch eine   ungefähr 30 cm (12 Zoll) lange Dampfkammer zu führen. Die Dauer der tatsächlichen Dampfbehandlung   beträgt in diesem Falle nur ungefähr eine halbe Sekunde.

   Zweckmässig wird verhindert, dass sich in der Dampfkammer ein nennenswerter   Überdruck   bildet, damit der Dampf nicht mit dem Papier durch den Papierauslass austritt, sondern durch den Kanal strömt. Bei Verwendung von Dampf von   1'4 Atm.   



  (20 Pfund pro Quadratzoll) weisen die Rohre 5 und 6 einen Durchmesser von   6'3o   mm (· Zoll) auf. Sollte sich Dampf in der Dampfkammer kondensieren, so wird er durch die   Abfliisssttitzen   abgelassen. 



   Um das Wiedereintreten von Luft in die Papierbahn nach der Dampfbehandlung zu verhindern, ist die Dampfkammer mit   Tauchwänden   46 ausgestattet, die in das Leimbad eintauchen. Die Papierbahn nimmt eine kleine Dampfmenge in das Leimbad mit, wo der Dampf kondensiert wird. Diese Kondensation hat praktisch keine nachteiligen Folgen, sofern das Leimbad genügend gross gemacht wird. Beim Eintritt in das Bad wird das Papier von dem Leim vollständig durchdrungen, selbst wenn der Leim konzentriert ist, d. h. eine hohe Viskosität hat. Während die bisher übliche Leimlösung eine Konzentration von   2%   aufweist, kann gemäss der Erfindung eine zufriedenstellende Leimung mit Hilfe einer   6% igen Leimlösung durchgeführt werden.

   Tatsächlich   ist es gemäss der Erfindung möglich, eine Papierbahn so stark zu leimen. dass das erzeugte Papier infolge der übermässigen Leimaufnahme nicht mehr entspricht. Um dies zu verhindern, muss die Konzentration der   Leimlösung   entsprechend gewählt werden. Wenn sieh herausstellt. dass eine gegebene Lösung nicht voll entspricht, so wird die   Dämpfung   
 EMI2.2 
 Einstellung des Papiereinlasses mit Hilfe des verstellbaren   Winkels 56   bewirkt werden. Durch eine solche Regelung ist es   möglich,   die auf die Papierbahn durch den Dampf ausgeübte   Wirkung zu   beeinflussen. 



   Die Erfindung bietet den Vorteil, dass die Vorrichtung mit grosser Geschwindigkeit betrieben werden kann, ohne die Leimung zu beeinträchtigen. Ferner hat sich ergeben, dass das erzeugte Papier viel fester ist als das nach bekannten Verfahren hergestellte. So wurde in einem Falle eine Erhöhung der Festigkeit um ungefähr   500o nach dem Mullenversuch festgestellt, während   sie ungefähr das Zehnfache nach dem Falzversueh (Schopperversuch) betrug. 



   Die Erfindung ist nicht auf die Behandlung von ungeleimten Papierbahnen   beschränkt : auch   ungenügend geleimtes Papier kann durch eine weitere Leimung gemäss der Erfindung verbessert werden. 



  Der   Ausdruck,, Papierbahn",   der in der Beschreibung verwendet wurde, soll daher nicht nur ungeleimte Bahnen, sondern auch ungenügend geleimt Papierbahnen einschliessen. 



   Die Erfindung ist insbesondere auf die Herstellung von hochwertigem Papier hoher Festigkeit anwendbar, welches im Gebrauch befeuchtet oder benetzt wird, was insbesondere bei Papier der Fall ist, das in der Photographie. Lithographie usw. verwendet wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Leimen von Papier, bei dem eine Papierbahn der Einwirkung von Dampf ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierbahn der Einwirkung eines   Dampfstromes,     11Il-   mittelbar bevor sie in das Leimbad eintritt, ausgesetzt wird und das Wiedereintreten von Luft in die Papierbahn nach der Dampfbehandlung verhindert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf im Gegenstrom zur Papierbahn strömt.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Dampfkammer (4), die unmittelbar ober dem Leimbad (1) angeordnet ist. EMI2.3 kammer in das Leimbad tauchen.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch einen Kanal 24, 23. 4. ?. 44. der innerhalb der Dampfkammer angeordnet und mit Öffnungen versehen ist, durch welche der Dampf aus der Dampfkammer eintreten kann. <Desc/Clms Page number 3>
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Kanals ( : 34, 25) gegen den Papiereinlass (36, : 17) abnimmt.
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6. gekennzeichnet durch Ablenkplatten (42), welche den Dampf gleichmässig in der Dampfkammer verteilen.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfkammer (4) in zwei Teile (17, 18) geteilt ist, von denen jeder eine Kanalhälfte enthält.
    9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Weite des Papiereinlassschlitzes (36, 37) einstellbar ist. EMI3.1
AT148996D 1935-03-12 1936-02-27 Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier. AT148996B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US148996XA 1935-03-12 1935-03-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT148996B true AT148996B (de) 1937-03-25

Family

ID=21768439

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT148996D AT148996B (de) 1935-03-12 1936-02-27 Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier.
AT157727D AT157727B (de) 1935-03-12 1938-02-15 Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier.

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT157727D AT157727B (de) 1935-03-12 1938-02-15 Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier.

Country Status (1)

Country Link
AT (2) AT148996B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT157727B (de) 1940-01-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE719074C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlich geformten Gebilden aus tierischen Elastin- und bzw. oder Kollagenfasern oder solche Fasern enthaltenden Stoffen
DE646957C (de) Verfahren zur Herstellung von weichem, zaehem und saugfaehigem Papier
DE102004036276A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines Auftragmediums in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
AT148996B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier.
DE638406C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Leimen von Papier
DE69316579T2 (de) Einrichtung für die Reduktion des Verbrauchs an Harnstoff und/ oder wasseraufnehmenden chemischen Substanzen in pastösen Materialien zum Bedrucken von Baumwolle und Viskosefaser enthaltenden Geweben
DE10195585B3 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung des Verwerfens von Papier oder Pappe
DE3145342A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum impraegnieren eines bahnfoermig gefuehrten substrates
DE10052187B4 (de) Verfahren zum Glätten einer Materialbahn sowie Kalander zur Durchführung des Verfahrens
DE670960C (de) Vorrichtung zum ein- oder beidseitigen Mustern von Geweben, Tuell, Papier, Leder, Kautschuk, Metall- und anderen Folien o. dgl. durch Aufblasen von Fasern
EP0065158B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auswaschen von Lauge aus bahnförmigem Textilgut
DE692058C (de) Verfahren zur Herstellung von Druckpapier
DE547630C (de) Jigger mit dreieckartiger Anordnung der Fuehrungswalzen im Trog
DE601135C (de) Vorrichtung zur Entwicklung von Lichtpausen
DE593700C (de) Vorrichtung zum Pergamentieren, Streichen, Kleben oder zur aehnlichen Behandlung von einer oder mehreren Papier- oder Gewebebahnen
DE820851C (de) Verfahren und Anordnung zum Auftragen einer Feinstoffbahn auf eine feuchte Faserstoffbahn
DE439187C (de) Verfahren und Vorrichtung zum UEberziehen oder Traenken von Papier oder aehnlichen Stoffbahnen
DE271314C (de)
DE574648C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Feuchtigkeit aus schlauchfoermigem Textilgut
AT221945B (de) Vorrichtung zum Herstellen von Photokopien nach dem Silbersalz-Diffusionsverfahren
DE503954C (de) Saeurepartie einer Stoffveredelungsmaschine, insbesondere einer Pergamentiermaschine oder Vulkanfibermaschine
DE300381C (de)
DE681768C (de) Verfahren zur Herstellung von fuellstoffhaltigem Papier, insbesondere Druck- oder Kunstdruckpapier
AT86550B (de) Mit Oberflächenkanälen versehene Preßwalze zum Auspressen von Holzstoff, Zellulose u. dgl.
DE588003C (de) Verfahren zur Herstellung von fuellstoffhaltigem Papier, insbesondere Druck- oder Kunstdruckpapier