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Vorrichtung zum Gruppieren der Steine bei selbsttätigen Tonstrang-Absehneidevorriehtungen.
Es sind Gruppierungsvorrichtungen bekannt, die mit Hilfe von Bändern oder Platten die
Gruppierung bewirken. Indessen besteht bei diesen Vorrichtungen der Nachteil, dass die Bildung des für die Gruppierung nötigen Zwischenraumes ruckartig, d. h. sehr plötzlich erfolgen muss, u. zw. deshalb, weil das Nachschieben der nächsten Steingruppe auf das Gruppierungsorgan lediglich durch die Bewegung der Strangkette erfolgt und demgemäss etwa zwei Drittel der Zeit benötigt, die insgesamt für den Gruppierungsvorgang zur Verfügung steht. Damit bleibt für das eigentliche Gruppieren nur sehr wenig Zeit.
Ferner besteht der Nachteil, dass der Weg, den das Gruppierungsorgan bei der Gruppierung zurückzulegen hat, im Verhältnis zu der zur Verfügung stehenden Zeit recht gross ist, so dass bei entsprechend grosser Press- bzw. Schneidleistung sich eine unzulässig hohe Geschwindigkeit für das Gruppierungsorgan ergibt, so dass ein Umkippen der Steine sich praktisch nicht mit Sicherheit vermeiden lässt.
Hier verbessert nun die Erfindung dadurch, dass ein gesteuertes Gruppierungsorgan in ein
Gestell eingebaut ist und dass dieses Gruppierungsorgan beim Beginn eines Gruppierungsvorganges mit dem Tonstrang vorwärts bewegt und nach Beendigung desselben entgegen der Bewegungsrichtung des Tonstranges wieder zurückbewegt wird.
Diese erfindungsgemässe Einordnung des eigentlichen Gruppierungsorgans in ein Gestell, das während der Gruppierung zwangläufig mit dem Tonstrang vorwärts bewegt wird, ergibt den Vorteil, dass bei der entgegen der Bewegungsrichtung des Tonstranges erfolgenden Rückbewegung des Gestelles die Aufnahme der neuen Steingruppe aus der Strangkette wegen der Gegenläufigkeit in einem Bruchteile der Zeit erfolgen kann, die sonst für das Absetzen einer neuen Steingruppe aus der Strangkette nötig ist. Durch diesen Zeitgewinn ist es nun möglich, mit der Gruppierung selbst schon früher zu beginnen, so dass ein genügender Zeitraum zur Verfügung steht und die Bewegung bei der Gruppierung mit entsprechend niederer Geschwindigkeit erfolgen kann.
Das Gruppierungsorgan kann gegenüber dem Gestell neigbar ausgebildet sein und so gesteuert werden, dass es beim Gruppieren eine Vorwärtsbewegung erfährt, so dass damit die Gruppe von der Strangkette abgebrochen wird, oder aber es kann dem Gruppierungsorgan über eine bestimmte Strecke relativ zum Gestell eine Vorwärtsbewegung erteilt werden.
Mit besonderem Vorteil wird das Gruppierungsorgan und dessen Steuerung so ausgeführt, dass es beim Gruppieren zunächst eine Vorwärtsneigung erhält und dass dann die zusätzliche Vorwärtsbewegung über eine bestimmte Strecke derart einsetzt, dass bei der plötzlichen Beendigung der Vorwärtsbewegung die gruppierten Steine infolge der Massenträgheit noch weitergleiten und damit den Abstand gegenüber dem Ende der Strangkette noch vergrössern, wodurch die ganze Gruppierungsvorrichtung noch wirkungsvoller wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen lotrechten Schnitt durch die Gruppierungsvorriehtung, wobei die nur angedeutete Schneidvorrichtung in Ansieht gezeichnet ist, Fig. 2 eine Aufsicht zu Fig. 1, wobei die Führungsstangen für den Schneidbalken geschnitten dargestellt sind, Fig. 3 eine Seitenansicht der Gruppierungsvorrichtung, u. zw. in der Stellung kurz nach dem Einsetzen der Gruppierung, und Fig. 4 die Gruppierungsvorrichtung in der vorderen Endlage.
Es ist 1 der Schneidwagen, dessen Laufrollen 2 von einer, an den beiden Seitenrahmen. 3 gebildeten Fahrbahn getragen werden. Der Sehneidwagen erhält in bekannter Weise von einer Steuerkurve 4 durch einen Winkelhebel J und einen Lenker 6 seine Bewegung, u. zw. wird er durch einen Riemen-
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mit einer zusätzlichen Kraft angetrieben, d. h. so, dass die Winkelgeschwindigkeit der Antriebswelle der jeweiligen Geschwindigkeit des Tonstranges entspricht. Der Tonstrang bewegt sich in der Richtung des Pfeiles 10 vorwärts und gelangt in den Bereich der Schneidvorrichtung. Die Sehneidvorriehtung besteht aus den Schneidbalken 11, die von zwei Paaren von lotrechten Führungsstangen 12 getragen
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Vor dem Schneidwagen ist die Gruppierungsvorrichtung für die dort schon in einzelne Steine unterteilte Tonstrangkette angeordnet. Es ist 16 das Gestell, das mittels Rollen 17 auf einer etwas erhöhten Fahrbahn der Seitenplatten 3 beweglich ist. Dieses Gestell trägt das eigentliche Gruppienmgs-
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schwingbare Tragplatte 19 ausgebildet ist. Die Achse. 18 der Platte 19 ist in einem Schlitz 20 des Gestells 16 verschiebbar gelagert, u. zw. derart, dass sie durch eine besondere Steuerung relativ zum Gestell 16 zum Zwecke der Gruppierung sowohl eine Schwing-als auch eine Vorwärtsbewegung erhalten kann.
Die Steuerung dieser Bewegung geschieht von einer Kurvenscheibe 21 aus, die von der Welle 15 aus durch Zahnräder 22, 23 angetrieben wird, welche beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein'Übersetzungsverhältnis 4 : 3 aufweisen.
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auf einen Lenker 26, der am Arm 27 eines Winkelhebels 27, 28 angreift, dessen anderer Arm 28 durch einen Lenker 29 an einem Steuerbolzen 30 angreift. Dieser Steuerbolzen 30 liegt in einem winkelförmig ausgebildeten Schlitz 31 des Gestells 16. Am Gestell greift noch ein Lenker 32 an, der von dem einen Arm 33 eines Hebels bewegt wird, dessen anderer Arm 34 durch eine Rolle 35 von einer Steuerkurve 36 bewegt wird, die auf einer Welle 41 sitzt.
Durch diese Steuerkurve erhält das Gestell 16 eine Bewegung im Rhythmus der Strangkette, während die Relativbewegung der Platte 19 zum Gestell 16 durch die Steuerkurve 21 bewirkt wird. Zum Überleiten der Steingruppe vom Schneidwagen 1 zur Gruppierungsvorriehtung kann an dessen Ende eine U-förmig ausgeschnittene Tragplatte 37 vor-
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun wie folgt :
Sobald die zu gruppierenden, d. h. gemeinsam abzubefördernden Steine, z. B. drei, die mit 42, 43, 44 bezeichnet sind, ganz auf der Platte 19 angelangt sind, erhält diese von der Kurvenscheibe 21 aus zunächst eine Schwingbewegung um ihre Achse 18 und anschliessend daran eine Voreilbewegung, durch die die Steingruppe von der nachfolgenden Strangkette abgebrochen wird.
Dieser Vorgang
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so lange, bis die in Fig. 4 dargestellte Endstellung erreicht ist, worauf die Steingruppe durch das plotz, liche Anhalten der Vorwärtsbewegung auf der Platte 19 entsprechend deren Neigung noch um eine entsprechende Strecke weiter gleitet und dann von Hand aus abgenommen oder auf eine Fördervorrichtung, z. B. Rahmen oder Band, übergeführt werden kann.
Damit ist die Endstellung beim Gruppierungsvorgang erreicht, und es beginnt dieTragplatte 19, in ihre waagrechte Lage zurückzukehren, wonach das Gestell 16 mit der Platte 38 und dem nunmehr
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der Steuerkurve 36 sowie durch den Hebelarm 33, 34 in die Anfangsstellung zurückbewegt wird (vgl.
Fig. 1). Nunmehr wird eine neue Steingruppe, einerseits durch die Vorwärtsbewegung der Strangkette, anderseits durch die Rückbewegung des Gestells 16, das das Gruppierorgan 19 trägt, in kürzester Zeit auf dieses letztere übergeführt.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Übersetzungsverhältnis zwischen der Welle 15 und der Welle 41, die die Bewegung des Gestells und die seines Gruppierungsorgans steuert, deshalb
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Wenn die Steinzahl in einer Gruppe der Zahl der Schneidedrähte des Schneidwagens entspricht, so muss das Übersetzungsverhältnis der beiden Wellen 15 und 411 : 1 sein. In diesem Falle könnte das Gestell 16 mit dem Schneidwagen vereinigt werden. Damit kämen die besonderen Steuerungsteile für die Bewegung des Gestells in Wegfall. Praktisch werden aber Steine über 701n1n Schnittstärke nur in Gruppen von zwei Steinen abgenommen.
Wenn dann, wie vorerwähnt, das Gestell 16 mit dem Schneidwagen 1 gekuppelt würde, so
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doch in den meisten Fällen der unabhängigen Steuerung des Gestells der Vorzug zu geben ist.
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