AT148166B - Verfahren zur Herstellung eines temperaturbeständigen Kunststoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines temperaturbeständigen Kunststoffes.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines temperaturbeständigen Kunststoffes. 



   Die bekannten Polymerisate aus polymerisierbaren, ungesättigten organischen Verbindungen leiden unter dem Mangel, dass sie entweder bei tiefer Temperatur von z. B.   0  und   darunter oder aber bei der Erwärmung ihre Elastizität stark verringern. Die Produkte sind in der Kälte spröde oder aber sie erweichen in der Wärme, so dass sie nicht allen Anforderungen gewachsen sind, welche beispielsweise in der bekannten Anwendung auf Verbundgläser an sie gestellt werden. 



   Es hat sich nun herausgestellt, dass gerade durch die Verwendung polymerer Gemische aus dem Acrylsäureester des Butylalkohols mit Vinylacetat diese Mängel zu beheben sind und Produkte mit besonders wertvollen Eigenschaften entstehen, was deshalb um so bemerkenswerter ist, weil nach den bisherigen Erfahrungen die mechanischen Eigenschaften von Polymerisaten aus Estern der höheren Alkohole im allgemeinen als ungünstig gelten. Mit Hilfe dieser Polymerisationsgemische bzw. Mischpolymerisate entsteht ein hartes, festes Produkt von guter Zugfestigkeit, welches in einem breiten Temperaturintervall seine elastischen Eigenschaften beibehält. Trotz der besonderen Festigkeit besitzt es auch bei tiefer Temperatur eine vorzügliche Schlagfestigkeit. 



   Dieser Kunststoff kann sich zusammensetzen aus dem genannten Gemisch von Vynilacetat und Acrylsäurebutylester ohne weitere Zusätze. Der Anteil der einzelnen Komponenten der Mischungen ist beliebig, zweckmässig bewegt er sich für den einzelnen Teil zwischen 30 und 70 vom Hundert. Für normale Zwecke sind   35-45% Acrylsäurebutylester   besonders günstig. Vorteilhaft ist es auch, die Mischung mit einem der beiden niederen   Polyacrylsäureester,   dem Polymethyl-oder dem Polyäthylester, zu verbinden. 



  Besonders gute Ergebnisse werden erhalten, wenn auf 75-90 Teile der Mischung   25-10   Teile einer der beiden niederen Polyacrylsäureester zur Anwendung kommen. 



   Die Ester können in monomerer Form gemischt und durch gemeinsame Polymerisation, z. B. durch Belichtung oder durch Einwirkung von Katalysatoren, wie Benzoylsuperoxyd, auf ein Mischpolymerisat verarbeitet werden. Es ist aber auch möglich, die einzelnen Komponenten für sich zu polymerisieren und dann zu mischen oder einzelne teilweise, andere fertig polymersiert zu mischen und, soweit erforderlich, nachträglich zu polymerisieren. 



   Ausser mit Lösungsmitteln können die Produkte auch mit Weichmachungsmitteln verarbeitet werden. Auch die üblichen sonstigen Zusätze, wie Farbstoffe, Füllstoffe und Trübungsstoffe, können zugegeben werden. 



   Die beschriebenen Eigenschaften dieser Massen wirken sich ganz besonders vorteilhaft in der Anwendung auf Zwischenschichten zur Herstellung von Verbundgläsern aus. Es werden Verbundgläser erhalten, welche auch bei tiefen Temperaturen vorzüglich verwendbar sind, ohne bei Zimmertemperatur   oder auch bei höheren Temperaturen eine gute Festigkeit vermissen zu lassen. Gegenüber allen praktisch   in Frage kommenden Beanspruchungen zeigen diese Gläser eine hohe Unempfindlichkeit. 



   Soweit es sich um die Herstellung von Filmen handelt, kann die Zugfestigkeit durch den Zusatz von Celluloseverbindungen, wie Celluloseester und Celluloseäther, erhöht werden. Gut geeignet sind hier insbesondere Cellulosetriacetat und Cellulosetripropionat, u. zw. vorzugsweise in Mengen bis zu   20%.   



   Beispiel1 : 70 Teile Vinylacetat und 30 Teile Acrylsäurebutylester werden vermischt und nach Zugabe von   0'5   Teilen   Benzoylperoxyd   bei   60-800 C zwischen   zwei Glasplatten polymerisiert, so dass ein etwa   0'5-1   mm dicker Film entsteht. 

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   Beispiel 2 : 43 Teile   Acrylsäurebutylester,   37 Teile Vinylacetat und 20 Teile Acrylsäuremethylester werden mit   0. 5   Teilen   Benzoylperoxyd   versetzt und zwischen zwei Glasplatten bei   60-90  C   polymerisiert, so dass eine etwa   0'5-1   mm dicke Zwischenschicht entsteht. Es wird ein Sicherheitsglas erhalten, das bei Temperaturen unter 0  C, z.   B. -50   C, eine ähnliche gute Durchschlagfestigkeit besitzt wie bei Zimmertemperatur. Aber auch bei Zimmertemperatur zeigt die Zwischenschicht eine gute Festigkeit, auch ist die Zwischenschicht absolut lichtbeständig. Die Haftfestigkeit ist vorzüglich und lässt im Laufe der Zeit nicht nach.

   Es tritt somit eine Vereinigung günstiger Eigenschaften ein, wie sie bisher für keine andere Zwischenschicht für Sicherheitsglas bekannt sind. 



   Beispiel 3 : 40 Teile   Acrylsäurebutylester,   40 Teile Vinylacetat und 20 Teile Acrylsäureäthylester werden bei Gegenwart von 100 Teilen Essigester unter Zusatz von   0'5   Teilen   Benzoylperoxyd   polymerisiert. Durch Zugabe von Essigester wird dann eine   20-25%ige Lösung   hergestellt und diese Lösung zur Filmherstellung verwendet. Die Filme zeichnen sich neben guter Biegungsfähigkeit bei Temperaturen unter 00 C durch gute Zugfestigkeit bei normaler Temperatur aus. Die Filme können aber auch zur Herstellung von Sicherheitsglas entsprechend Beispiel 2 usw. verwendet werden. Bei der Verwendung zur   Sicherheitsglasherstellung   empfiehlt es sich, mit einer möglichst geringen Menge an Weichmachungsmitteln die Filme zwischen Glas zu kleben. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines temperaturbeständigen Kunststoffes, gekennzeichnet dadurch, dass Polymerisate von Vinylacetat und   Acrylsäurebutylester   mit oder ohne Zusatzstoffe miteinander vermischt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine gemeinschaftliche Polymerisation der Komponenten.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von polymerisiertem Acrylsäuremethyl-oder-äthylester in Mengen von 10 bis 25%.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, insbesondere zur Filmherstellung, gekennzeichnet durch den Zusatz von Celluloseverbindungen, wie Celluloseester und Celluloseäther.
AT148166D 1934-12-29 1935-11-25 Verfahren zur Herstellung eines temperaturbeständigen Kunststoffes. AT148166B (de)

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