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Waschverfahren mit gleichzeitiger Klärung der Waschflüssigkeit und Vorrichtung zu dessen Durchführung.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Waschen von Kleidern, Stoffen u. dgl. mittels Benzin oder Chlorderivaten, wie Triehloräthylen u. dgl., wobei das Waschmittel während des Waschvorganges im Kreislauf durch eine Destillationseinrichtung geführt wird und zwischen dem zur Destillationseinrichtung geleiteten Waschmittel und den von der Destillation abziehenden Destillationsprodukten ein Wärmeaustausch stattfindet, und besteht das Verfahren darin, dass der Zulauf des kondensierten Waschmittels zum Waschgutbehälter und der Zulauf des zu reinigenden Waschmittels zur Destillationseinrichtung in Abhängigkeit von den Veränderungen des Flüssigkeitsstandes im Waschgutbehälter und in der Destillationseinriehtung geregelt wird.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es ermöglicht, in ununterbrochenem Arbeitsgange zu waschen, ohne dass Regulierungen von Hand aus vorgenommen werden müssten, bei welchen bisher bei Unachtsamkeit des Bedienungspersonals oftmals Waschgut verdorben wurde.
Zwischen dem Kondensationskessel und dem Waschgutbehälter ist ein Sehwimmergehäuse zwischengebaut, dessen Schwimmer bei Überschreitung eines bestimmten Flüssigkeitsstandes im Wasehgutbehälter den Zulauf zum Waschgutbehälter verschliesst. Weiters ist an die Destillationsblase ein Schwimmergehäuse angeschlossen, dessen Schwimmer beispielsweise eine Schaltvorriehtung für den Antriebsmotor der den Flüssigkeitsumlauf bewirkenden Pumpe derart betätigt, dass bei Erreichung eines niedrigst zulässigen Flüssigkeitsstandes in der Destillationsblase der Motor ein-und bei Erreichung eines höchst zulässigen Flüssigkeitsstandes in der Destillationsblase der Motor ausgeschaltet wird.
In der Zeichnung ist schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, an Hand welcher das Verfahren nachfolgend beschrieben wird.
Vom Wasehgutbehälter t führt eine Rohrleitung a zu einem Flockenabseheider B und von diesem eine Rohrleitung b zur Pumpe C, die das aus dem Waschgutbehälter A abgeführte Waschmittel durch die Rohrleitung c in die inneren Rohre d'eines Doppelrohr-Gegenstromwärmeaustausehers D, welcher aus den inneren Rohren d'und den diese umgebenden äusseren Rohren d besteht, drückt. Von hier gelangt das Waschmittel durch die Rohrleitung e zum Schwimmergehäuse E und aus diesem durch die Rohrleitung g in die Destillationsblase G.
Das Destillationsprodukt steigt durch das Rohr h aufwärts, durchströmt die äusseren Rohre d des Wärmeaustauschers D, gibt dortselbst einen Teil seines Wärmeinhaltes an das die Rohre d'durchströmende verunreinigte Waschmittel ab und gelangt sodann in den Kondensationskessel H, woselbst es wieder verflüssigt wird.
Durch die Rohrleitung h strömt das gereinigte
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Flüssigkeitsniveau 1-1 im Schwimmergehäuse K ist, da dieses durch das Rohr m mit dem Waschgutbehälter A in kommunizierender Verbindung steht, stets das gleiche wie im Waschgutbehälter. Steigt das Flüssigkeitsniveau II im Wasehgutbehälter über das gewünschte Mass, so verschliesst der Ventilkegel L'das Rohr k und unterbricht den Flüssigkeitszulauf aus dem Kondensationskessel H für so lange, bis der Flüssigkeitsspiegel ll im Wasehgutbehälter wieder unter das zulässige Höchstniveau gesunken ist.
Der Flüssigkeitsstand im Schwimmergehäuse E ist gleich hoch wie der Flüssigkeitsstand in der Destillationsblase, da das Schwimmergehäuse E mit der Destillationsblase durch das Rohr g kommuniziert. Der im Gehäuse E spielende Schwimmer F trägt ein Kontaktstüek f, das zwischen zwei Schienen
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sich bewegt und über die elektrischen Kontakte f udn f' bei seiner Auf- und Abwärtsbewegung schleift.
Die Kontakte l'liegen in einem elektrischen Hilfsstromkreis 1, der, wenn er geschlossen ist, den die Pumpe C antreibenden Elektromotor in Betrieb setzt und die Kontakte fin einem zweiten Hilfsstromkreis 2, welcher, wenn er geschlossen ist, den die Pumpe C betreibenden Elektromotor ausser Betrieb setzt.
Die Kontakte/''und/*"sind derart an den Schienen, zwischen welchen das Kontaktstück f schleift, vorgesehen, dass das Kontaktstück die Kontakte f' dann berührt und damit den Stromkreis 1 schliesst, wenn im Gehäuse E und in der Destillationsblase G der zulässige niedrigste Flüssigkeitsstand Il-11 erreicht ist, während die Kontakte f"durch das Kontaktstück dann verbunden werden und mithin der Stromkreis 2 dann geschlossen wird, wenn das zulässige Flüssigkeitshöehstniveau III-III im Gehäuse E und in der Destillationsblase G erreicht ist.
Die beschriebene Schaltung durch die beiden Schwimmer L und P stellt nur eine beispielsweise Ausführungsmögliellkeit des Erfindungsgedankens dar und kann natürlich das Verschliessen des Rohres k bei Überschreitung des zulässigen Flüssigkeitsstandes im Waschgutbehälter und die Ein-und Ausschaltung des Pumpenmotors bei Erreichung des niedrigst und höchst zulässigen Flüssigkeitsstandes in der Destillationsblase auch durch andere an sich bekannte Sehaltungseinrichtungen erreicht werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Waschverfahren mit gleichzeitiger Klärung der Waschflüssigkeit, bei welchem das Waschmittel während des Waschvorganges im Kreislauf durch eine Destillationseinriehtung geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Zulauf des kondensierten Waschmittels zum Wasehgutbehälter und der Zulauf des zu reinigenden Waschmittels zur Destillationsvorriehtung in Abhängigkeit von den Ver- änderungen des Flüssigkeitsstandes im Waschgutbehälter und in der Destillationsblase geregelt wird.