<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Gewinnung von Tonaufzeichnungen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Bestimmung der Entwieklungsbedingungen von Tonaufzeichnungen, die nach dem Intensitätsverfahren mit veränderlicher Ruhelichtstärke aufgenommen werden. Bei Tonaufnahmen mit veränderlicher Ruhelichtstärke wird bekanntlich in der Weise gearbeitet, dass man das Ruhelicht derart ändert, dass die Ruhelichtstärke bei geringerer Lautstärke kleiner und bei grösserer Lautstärke grösser ist.
Es ist bereits bekannt, bei normalen Bild- und Tonaufzeichnungsverfahren zwecks Bestimmung der Entwicklungsbedingungen der verwendeten Photomaterialien mit dem zur Aufnahme bestimmten Film oder einem separaten Filmstück Probebelichtungen vorzunehmen und diese zu entwickeln. Diese Probebelichtungen wurden zumeist an einzelnen Stellen des Films, z. B. am Anfang, in der Mitte und
EMI1.1
genommen werden, derartige Probebelichtungen aber nicht, da während der gesamten Aufnahmedauer die Ruhelichtstärke sich ändert, so dass eine laufende Kontrolle während der Entwicklung nicht möglich ist.
Erfindungsgemäss wird daher vorgeschlagen, zwecks Bestimmung der Entwicklungsbedingungen von Tonaufzeichnungen, die mit veränderlicher Ruhelichtstärke nach dem Intensitätsverfahren aufgenommen werden, gleichzeitig mit der eigentlichen Tonaufzeichnung auch eine Kontrollaufzeichnung mit gleichbleibender Ruhelichtstärke vorzunehmen, worauf man die eigentliche Tonaufzeichnung und die Kontrollaufzeichnung entwickelt und die letztere zur Kontrolle für die Entwicklung bzw. das Kopieren der eigentlichen Tonaufzeichnung verwendet. An Hand der Kontrollaufzeichnung können Faktoren, die den Verlauf des Entwicklungsprozesses beeinflussen, wie z.
B. Änderungen in der Zusammensetzung des Entwicklerbades, Temperaturänderungen u. dgl., jederzeit, also beispielsweise noch während der Entwicklung, berücksichtigt werden, während auf Grund der mit wechselnder Ruhelichtstärke aufgenommenen eigentlichen Tonaufzeichnung der Einfluss derartiger Faktoren nicht kontrolliert werden kann.
Zweckmässigerweise kann mittels der zur Tonaufzeichnung dienenden Lichtquelle gleichzeitig auch die Kontrollaufzeichnung vorgenommen werden. Es ist jedoch auch möglich, getrennte Lichtquellen zu verwenden, die voneinander elektrisch abhängig sind, z. B. zwei in Serie geschaltete und an die gleiche Stromquelle angeschlossene Lichtquellen.
Das Verfahren nach der Erfindung kann beispielsweise mit der aus der Zeichnung ersichtlichen Anordnung in folgender Weise durchgeführt werden :
Mittels der Aufzeichnungslampe wird in an sich bekannter Weise eine Tonaufzeichnung mit ver- änderlicher Ruhelichtstärke vorgenommen. Dies erfolgt derart, dass das Licht der Tonaufzeichnungslampe 1 über die zur Veränderung der Ruhelichtstärke dienende Vorrichtung 2 und die zur Tonmodulation dienende Vorrichtung 3 auf den Filmstreifen 4 zur Einwirkung gebracht wird, wodurch dort die Aufzeichnung 5 mit veränderlicher Ruhelichtstärke erzeugt wird.
Gleichzeitig mit dieser Aufzeichnung wird während der gesamten Aufnahmedauer oder gegebenenfalls auch während bestimmter Abschnitte derselben durch die gleiche Lichtquelle auf demselben Filmstreifen 4 die Kontrollaufzeichnung 6 ohne Ver-
<Desc/Clms Page number 2>
änderung der Ruhelichtstärke vorgenommen. Dies kann beispielsweise in der Weise gesehenen, mats das 'Licht der Lichtquelle mittels eines Prismas in zwei Komponenten geteilt wird, wobei die eine Komponente für die Herstellung der Hilfsaufzeiehnung und die andere Komponente für die eigentliche Tonaufzeichnung verwendet wird. Es ist möglich, auf dem Filmstreifen sowohl die Tonaufzeiclmung als auch die Kontrollaufzeichnung zu erzeugen. Gegebenenfalls kann die Kontrollaufzeichnung gleichfalls von den Sprechströmen moduliert werden.
Da durch die Modulation die mittlere Schwärzung der Hilfsaufzeichnung, die für die Kontrolle der eigentlichen Tonaufzeichnung massgebend ist, nicht geändert wird, gibt auch die modulierte Hilfsaufzeichnung ein Mass für die unveränderte Ruhelichtstärke.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann in der verschiedensten Weise ausgeführt werden. So ist an sich möglich, die eigentliche Tonaufzeichnung und die Hilfstonaufzeichnung auf getrennten Filmstreifen aufzunehmen, die Hilfsaufzeichnung vorweg zu entwickeln, die Entwicklungsbedingungen zu vermerken und an Hand dieser probeweisen Entwicklung die für die eigentliche Tonaufzeichnung erforderlichen Entwicklungsbedingungen festzustellen und zu verwerten.
Die Tonaufzeichnung und die Kontrollaufzeichnung können mit Vorteil aber auch auf gemeinsamen Streifen aufgenommen werden. Bei der Auswertung der Hilfsaufzeichnungen ist es ferner möglich, den Streifen der Länge nach zu teilen, so dass die bei der Entwicklung der Hilfsaufzeichnung gewonnenen Resultate anschliessend unter Zuhilfenahme z. B. von Schwärzungsmessern der Entwicklung der eigentlichen Tonaufzeichnung zugrunde gelegt werden können. Diese Teilung des Filmstreifens ist aber an sich nicht erforderlich, da u. a. auch beim Kopieren an Hand des Negativs der Hilfsaufzeichnung die Bedingungen für das richtige Kopieren der eigentlichen Tonaufzeichnung ermittelt werden können.
Ausserdem ist auch die Möglichkeit gegeben, an Hand eines Filmstückes, das aus dem gleichen Filmmaterial besteht wie das zur eigentlichen Aufnahme verwendete Material, festzustellen, auf welche Schwärzung entwickelt werden muss. Unter Zugrundelegung der so ermittelten Schwärzung wird dann der eigentliche Film derart entwickelt, dass die Hilfsaufzeiehnung die gleiche mittlere Schwärzung wie das Probestück aufweist. Wenn man die Hilfsaufzeichnung auf diese Weise entwickelt hat, dann hat auch die eigentliche Tonaufzeichnung ohne weiteres die richtige Entwicklung erfahren.
Erfolgt die Aufnahme der Hilfsaufzeichnung auf einem Film, der neben der eigentlichen Tonaufzeichnung auch eine Bildaufzeichnung aufweist, so ist es zweckmässig, die Hilfsaufzeiehnung ausserhalb der Perforation anzuordnen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von Tonaufzeichnungen bei Tonaufnahmen mit veränderlicher Ruhelichtstärke, z. B. Klartonaufzeichnungen, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit der Tonaufzeichnung eine Kontrollaufzeiehnung mit gleichbleibender Ruhelichtstärke vorgenommen wird.