AT146835B - Einrichtung und Verfahren zur Deckung verwischbarer Schriften und Ducke mit einem Schutzstaub. - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zur Deckung verwischbarer Schriften und Ducke mit einem Schutzstaub.

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AT146835B
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Alfred Barth
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung und Verfahren zur Deckung   verwischbarer   Schriften und Drucke mit einem Schutzstaub. 



   Um verwischbar Schriften (Schriften, im   Durchschreibe-Kopier-Verfahren   mittels eines Pauspapieres-bei Drucken Karbonpapier-hergestellt) zu fixieren, werden sie mit Talkumpulver bedeckt. 



   Bis jetzt geschieht dies in der Form, dass entweder mit einer Puderquaste das Talkumpulver auf die Schrift aufgetupft wird, oder man wischt mit einem Säckchen oder Beutel aus durchlässigem Stoff, in welchem sich das Pulver befindet, über die zu fixierende Schrift. 



   Beim Auftupfen des Pulvers mit der Puderquaste wird nicht nur die feuchte Schrift bedeckt, sondern zwangsläufig auch die nicht beschrifteten Stellen (z. B. der Raum zwischen den Zeilen), und dieses   überschüssige   Pulver muss dann entfernt werden. Dies macht man durch Abklopfen oder Schütteln des Papieres-was aber sehr staubt-oder man wischt das Pulver mit einem Tuch am Rand des Papieres zusammen und schüttet es von dort ab. Das Tuch ist aber nach ganz kurzem Gebrauch so mit Pulver getränkt, dass es selbst kein Pulver mehr aufnimmt, sondern im Gegenteil selbst schon Pulver abgibt (was ja nur die vorher verwendete Puderquaste tun soll), weshalb dann oft ein zweites, reineres Tuch zum Abwischen verwendet werden muss. 



   Ausser der Puderquaste zum Auftupfen des Schutzstaubes und den Tüchern zum Wegwischen des überschüssigen Pulvers, verwendet man auch Säckchen oder Beutel aus   durchlässigem   Stoff, in welchem sich das Pulver befindet. Mit diesem Säckchen oder Beutel wischt man über die zu fixierende Schrift. Schon mit einem ganz frischen Säckchen oder Beutel über verwischbar Schriften oder Drucke zu wischen, ist nicht sehr einwandfrei-besonders, wenn es kräftige, daher leichter verwischbar Schriften sind-besonders aber, wenn nach einigem Gebrauch der Stoff dieser   Säckchen   oder Beutel selbst schon Farbstoffe der feuchten Schriften angenommen hat, ist es leicht möglich, dass man die Farbe der Schriften verwischt-oder direkt Farbe aufwischt. 



   Diese beiden Verfahren sind ausserdem sehr   umständlich   und unrein. 



   Bei der eingereichten Einrichtung treten alle diese Übelstände nicht auf. 



    Eine mit Filz (Zylindertuch usw. ) überzogene Handwalze nimmt entweder von einer porösen Fläche (gelochter Karton, Pressspan usw. ), unter der sich das Talkumpulver befindet, oder von einer festen,   trockenen Masse, in der Talkumpulver mit Gips in einem bestimmten Verhältnis gebunden ist, etwas Fixierpulver ab. Führt man dann die Walze über eine verwischbar Schrift, so nimmt nur diese feuchte Schrift von der Walze den Schutzstaub ab. 



   Die Einrichtung besteht demnach aus einer Kassette mit einem Einsatz aus Karton, Fiber, Pressspan u. dgl., der so porös oder gelocht ist, dass er nur wenig von dem darunter befindlichen Schutzstaub durchlässt. Der Einsatz ist an den Rändern mit einem Rahmen aus Holzleisten gut abgeschlossen, selbst aber elastisch, so dass er beim   Auf-und Niederdrücken durch   die Poren Schutzstaub aufsaugt. 



   Ferner aus einer Handwalze, die mit Filz usw. überzogen ist. Dicker, weicher Filz eignet sich am besten hiezu. Der Filz usw. nimmt den Schutzstaub von der porösen Fläche ab und gibt ihn durch Aufwalzen auf die feuchte Schrift ab und bedeckt sie so schützend. 



   An Stelle der gelochten Fläche, unter der sich der Schutzstaub befindet, kann auch eine feste, trockene Masse verwendet werden, in der Talkumpulver mit Gips im ungefähren Verhältnis von 3 Gips : 7 Talkumpulver gebunden ist. Das Verhältnis Gips zu Talkumpulver wechselt je nach der Verwendung für Drucke (weicher, daher mehr Talkumpulver) oder für Schriften (härter, daher mehr Gips). Diese Masse wird mit Wasser angerührt und nachdem das Wasser verdunstet, entsteht eine feste, trockene Masse. 

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   Führt man über diese Masse eine Handwalze od. dgl. aus Filz (mit Filz belegte Löschwiege), so nimmt der Filz von dieser Masse Pulver auf und kann, wie oben geschildert, dann auf feuchte Schriften und Drucke aufgewalzt (aufgetragen) werden. 



   Die bereits bekannten Ablöschrollen aus Gips oder ähnlichen Massen unterscheiden sich von der vorgenannten Einrichtung dadurch, dass ihre Funktion darin besteht, dass sie die feuchten Farbstoffe in sich aufnehmen, während die Walze der vorgenannten Einrichtung nichts aufnimmt, sondern abgibt (Pulver). 



   Nach der durch das amerikanische Patent Nr. 1986047 bekannten Einrichtung nimmt man mittels einer Walze, die direkt im Staub rotiert, Schutzstaub auf und eine Bürste bürstet sie wieder ab und lässt den Staub frei auf die darunter über Walzen laufenden Schriften oder Drucke fallen. Das Pulver wird dadurch aufgewirbelt und deshalb muss die ganze Vorrichtung in einem Kasten eingeschlossen sein. 



   Nach dem englischen Patent Nr. 14636 ad 1903 rotiert ebenfalls eine Walze direkt im   Schutstaub   und gibt diesen über mehrere Zwischenwalzen auf die zu bestäubenden Schriften oder Drucke ab, die ebenfalls über Walzen geleitet werden müssen. Auch zu diesem Verfahren ist ein Kasten gegen die Staubentwicklung notwendig. 



   Die Verfahren dieser beiden Patente wirken dem im eingereichten Verfahren angestrebten Ziel, möglichst rein und staubfrei zu sein, gerade entgegen, weshalb sie ja eben in einem Kasten untergebracht werden müssen. Während in beiden Verfahren der Schutzstaub in Bewegung gesetzt wird und im direkten Arbeitsgang auf die Schrift gelangt, liegt der Schutzstaub nach der erfindungsgemässen Einrichtung ruhig, ja sogar geschützt durch eine poröse   Fläche, oder   gebunden in einer Masse. 



   Das Unzulängliche und der Hauptunterschied zwischen den beiden Patenten und der eingereichten Einrichtung aber ist, dass nach den genannten Patenten nur lose Blätter verwendet werden können ; auf keinen Fall bei Büchern, was besonders in der modernen Durchschreibebuchhaltung vielfach gebraucht wird. 



   Die Handwalze der eingereichten Einrichtung ist hingegen für alle Möglichkeiten geeignet, ob es sich nun um lose Blätter oder Bücher handelt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Deckung verwischbarer Schriften und Drucke mit einem Schutzstaub, bestehend aus einer mit Filz u. dgl. überzogenen Handwalze u. dgl., die den   Schutzstaub   in genügender Menge aufzunehmen und auf die zu deckende Schrift wieder abzugeben vermag, und in einer Einrichtung, mit deren Hilfe der Schutzstaub auf die Walze u. dgl. aufgetragen werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Deckung verwischbarer Schriften und Drucke mit einem Schutzstaub nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Auftragen des Sehutzstaubes auf die Handwalze aus einer für den Schutzstaub durchlässigen Schichte (gelochter Karton, Fiber, Pressspan u. dgl.) besteht, unter der sich der Schutzstaub befindet, 3. Einrichtung zur Deckung verwischbarer Schriften und Drucke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Übertragen des Schutzstaubes auf die Handwalze aus einer festen, trockenen Masse, aus 7 Teilen Talkumpulver und 3 Teilen Gips, besteht.
    4. Verfahren zur Deckung verwischbarer Schriften und Drucke mit einem Schutzstaub nach An- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzstaub mit einer mit Filz u. dgl. überzogenen Hand- walze u. dgl. auf die verwischbaren Schriften und Drucke aufgewalzt (aufgetragen) wird.
AT146835D 1935-11-11 1935-11-11 Einrichtung und Verfahren zur Deckung verwischbarer Schriften und Ducke mit einem Schutzstaub. AT146835B (de)

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