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Flachdruckplatte.
Die Erfindung bezieht sich auf Flachdruckplatten mit einer Druckfläche aus Pergamentpapier, die, auch wenn sie mit Wasser gesättigt ist, das auf sie in trockenem Zustand aufgedruckte Fettbild zurückzuhalten vermag, beim späteren Anfeuchten mit Wasser oder sauren Anfeuehteflüssigkeiten aber fettabstossend ist.
Die Druckplatte ist ferner gekennzeichnet durch eine vorzugsweise wasserdichte Unterlage gleicher Ausdehnung, welche mit der Druckfläche durch eine gleichgrosse Schicht aus wasserfestem, thermoplastischem und vorzugsweise zelluloseartigem Bindemittel verbunden ist, so dass das Quellen der Druckfläche zufolge des Anfeuchten auf eine zur Druckfläche senkrechte Richtung beschränkt wird, wodurch eine seitliche Verzerrung des Druckbildes vermieden wird. Die Druckplatte
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liegende Zeichnungen im durchfallenden Licht zu erkennen, und lässt auch vorzugsweise Führungskennzeichen auf der Unterlage leicht durch das auf die Druckfläche auffallende Licht erkennen.
Es ist bereits bekannt (D. R. P. Nr. 294783), Pergament als Flachdruckplatte zu verwenden wobei von der Eigenschaft der Wasserdurchlässigkeit Gebrauch gemacht wird, woraus hervorgeht, dass es sich hiebei um sogenanntes tierisches Pergament und nicht um Pergamentpapier, wie bei der vorliegenden Erfindung, handelt. Hievon abgesehen, gestattet das bekannte Verfahren nur jeweils die Herstellung von wenigen Abdrucken.
Aber auch die Verwendung von Pergamentpapier als Flachdruckplatte ist bekannt (D. R. P.
Nr. 548066). Diese bekannte Platte erfordert aber die nämlichen Vorbehandlungen mit Chemikalien vor und nach Aufzeichnung des Bildes, wie metallische Flachdruckplatten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Flachdruckplatte mit Pergamentpapierdruckschicht, welche keine derartige chemische Behandlung weder vor noch nach Aufbringung des Druckbildes benötigt, so dass dieses unmittelbar auf die Platte aufgebracht und letztere in üblicher Weise verwendet werden kann, wobei Auflagen von mehreren tausend Abzügen herstellbar sind.
Es bildet überraschenderweise einen der Vorteile von Druckplatten gemäss der Erfindung, dass sie vergleichsweise unempfindlich gegen die üblichen oberflächlich aufgebrachten bildformenden Feststoffe sind, so dass Radierungen und Korrekturen ohne Aufwendung jenes hohen Grades an Geschicklichkeit möglich sind, welcher zur erfolgreichen Beseitigung und Korrektur von Druckbilder auf Stein und Metallplatten erforderlich ist. Endlich werden jene Platten wegen ihrer im angefeuchteten Zustand bestehenden Unempfindlichkeit gegen Fettfarbe weniger leicht im Handhaben beschädigt als die viel höher fettempfindlichen Metallplatten.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass, nachdem auf die Druckfläche der Platten gemäss der Erfindung ein direktes Bild in zufriedenstellender Weise aufgezeichnet worden war, die Bildsubstanz fest mit der Druckfläche durch ein noch zu beschreibendes einfaches Mittel verankert werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Druckplatten gemäss der Erfindung beim Beschreiben nicht nachteilig eingeprägt werden, wie es bei den üblichen dünnen Metallfolien oder damit belegten Platten der Fall ist, und überdies braucht die Typenfläche der Schreibmaschine nicht in so vollkommener Einstellung zu liegen, wie es für gute Eindrücke auf Metallplatten erforderlich ist.
Ein Vorteil der Druckplatten gemäss der Erfindung besteht ferner in der Möglichkeit der Aufzeichnung von Druckbilder zufolge ihrer Durchsichtigkeit von darunter liegenden Originalen.
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welche mit den eingepressten Führungs-und Kennmarken auf dünnen Metallfolien oder damit über- zogenen Platten verknüpft sind.
Unter den andern Vorteilen gemäss der Erfindung sei noch kurz erwähnt das geringe Gewicht, die Abwesenheit scharfer Kanten, wie bei dünnen Metallplatten oder damit belegten Platten, und die sehr niedrigen Gestehungskosten.
Andere Zwecke und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
Die Erfindung stützt sich auf die neue Erkenntnis, dass Pergamentpapier von hohem Feuchtig-
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Sättigung mit Wasser ein Fettbild zurückzuhalten vermag, wenn dieses vorher auf das im wesentlichen trockene Pergamentpapier unmittelbar aufgebracht und gegebenenfalls mit dem Papier verankert worden ist, so dass die sonst bekannte bildverdrängende Neigung von Wasser oder sauren Anfeuehteflüssigkeiten während des Druckens ohne Wirkung bleibt, während die nichtdruckenden Flächenteile der Druckplatte nach dem Anfeuchten in hohem Grade fettabstossend sind, u. zw. lediglich durch das Befeuchten mit Wasser oder den sauren Anfeuchteflüssigkeiten, also ohne Behandlung dieser Flächen mit Gummiarabikum od. dgl. Die Auswahl eines für die Zwecke der Erfindung im höchsten Grade geeigneten Pergamentpapiers geschieht auf Grund nachstehender Feststellungen :
1.
Das Zellulosematerial muss so einheitlich sein, dass es der Zerstörung durch Wasser widersteht, d. h. es muss auch bei Sättigung mit Wasser eine hohe Kohäsion aufweisen und beibehalten.
2. Das Zellulosematerial soll vorzugsweise aus Zellulose und deren Regeneraten oder nur aus Amyloidderivat bestehen und keine wasserlöslichen Leimbestandteile oder irgendwelche andern Leimoder sonstigen Bestandteile oder Verunreinigungen enthalten, die vorzugsweise fett empfänglich und wasserabstossend sind.
3. Es muss leicht von Wasser benetzbar und wasserabsorbierend sein.
4. Es muss im wesentlichen eben und von praktisch gleichmässig hoher Dichte und entsprechender Durchsichtigkeit sein.
5. Das Zellulosematerial muss, wenn es im wesentlichen trocken ist, leicht von Fett benetzbar
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festhalten ; es muss, falls es bereits von Wasser benetzt ist, fettabstossend sein. Mit andern Worten, es soll Fett, welches mit dem trockenen Zellulosematerial verankert ist, nicht leicht von dem später zur Einwirkung kommenden Wasser entfernt werden ; aber Fett, welches mit dem vorher durch Wasser angefeuchteten Zellulosematerial in Berührung gelangt, das keiner andern Vorbehandlung unterworfen worden war, soll leicht von dem später zur Einwirkung kommenden Wasser wieder entfernt werden.
Da nicht alle Zellulosederivate, damit behandelte Faserstoffgebilde und Amyloidpergamente für die Zwecke der Erfindung physikalisch geeignet sind und da es nicht möglich ist, durch Angabe der Zusammensetzung, Art der Herstellung oder physikalischen Eigenschaften die brauchbaren von den unbrauchbaren zu unterscheiden, ist es erforderlich, einfache Prüfverfahren anzugeben, vermittels welcher sich jene Produkte, die für den genannten Zweck geeignet sind, leicht von den ungeeigneten unterscheiden lassen.
Die besonderen Prüfverfahren, welche die Eignung von zelluloseartigen Stoffen für die Druckfläche der Platten gemäss der Erfindung in Übereinstimmung mit den oben aufgeführten allgemeinen Kriterien erkennen lassen, sind folgende :
1. Die Beständigkeit der Zellulosematerialien gegen die Zerstörung durch Wasser kann dadurch festgestellt werden, dass man eine Probe des betreffenden Materials in Wasser bei Zimmertemperatur während einer Stunde untertaucht und dann auf eine glatte harte Fläche ausbreitet, beispielsweise auf eine Glasfläche, das oberflächliche Wasser mit saugendem Material, z. B. Löschpapier, beseitigt und dann die Oberfläche mit dem Daumenballen unter schwerem Druck reibt.
Wenn die Probe ein fünfmaliges Hinwegführen des Daumens unter diesen Umständen aushält, ohne dass eine Aufrauhung oder Zerreibung der Oberfläche bemerkbar ist, erweist sie sich als in dieser Hinsicht geeignet.
2. Die Fähigkeit des Zellulosematerials, leicht von Wasser benetzt zu werden und es zu absorbieren, wird durch das nachstehende übliche Verfahren der Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes von Papieren festgestellt. Wenn der Unterschied zwischen dem Papier im trockenen Zustand, d. h. im Gleichgewicht mit der Atmosphäre, und dem Papier im angefeuchteten Zustand eine Gewichtszunahme von 2% oder mehr zeigt, dann ist das Produkt in dieser Hinsicht geeignet.
3. Das Fettzurückhaltungsvermögen von feuchten Zellulosematerialien für Fett, welches mit diesen im trockenen Zustand vereinigt worden ist, ändert sich angenähert mit der Dichte oder umgekehrt mit der Undurehsiehtigkeit, und das bevorzugte Zellulosematerial ist eines, welches eine wesentlich gleichförmige Dichte entsprechend einer Opazität von zwischen 0-45 und 0-55 aufweist, gemessen bei einer Dicke von 0. 102 mm in einem Bauseh-und Lomb-Opazimeter ; derartiges Zellulosematerial ist auch hinsichtlich seiner Durchsichtigkeit zufriedenstellend.
4. Das relative Fettzurüekhaltungsvermögen und Fettabstossungsvermögen von feuchten Zellulosematerialien kann dadurch festgestellt werden, dass man eine fette lithographische Druckfarbe auf eine beschränkte Fläche des im wesentlichen trockenen Zellulosematerials aufträgt (d. h. wenn das Material sich im Feuchtigkeitsgleiehgewicht mit der Atmosphäre bei den üblichen relativen Feuchtig-
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keitsgraden befindet) und die Verankerung des Fettes durch Erwärmen auf 500 C während zehn Minuten bewirkt, worauf die nicht eingefärbten Flächen mit Wasser benetzt werden und nach völliger Durchtränkung des Zellulosematerials in diesen Flächen das oberflächliche Wasser mittels Losehpapiers od. dgl.
wieder entfernt und unmittelbar danach die benetzte Fläche mit der Druckfarbe eingewalzt wird. Wenn die Oberfläche unzureichend von Wasser befreit worden war, kann sie die Druckfarbe abweisen. In diesem Fall ist sie erneut mit trockenem, sauberem Löschpapier oder anderem saugfähigem Papier zu behandeln. Sobald die zu prüfende Fläche die Druckfarbe annimmt, sollte die Farbwalze wiederholt über das Papier in verschiedenen Richtungen geführt werden, u. zw. vorzugsweise in senkrecht zueinander liegenden Richtungen, bis die eingefärbte Fläche völlig mit Farbstoff überzogen ist. Eine Pfütze der Ätz- und Anfeuchtelösung, welche Ammoniumdihydrophosphat, Nickel-oder Kobaltnitrat, Glyzerin und Wasser enthält, wird dann auf die eingefärbte Fläche aufgegossen und während etwa zehn Minuten ruhig darauf stehen gelassen.
Falls der geprüfte Stoff bezüglich seiner Fähigkeit, ein im trockenen Zustand aufgebrachtes und mit ihm vereinigtes Fett zurückzuhalten, geeignet ist, findet man bei Beendigung der obigen Prüfung, dass die Druckfarbe auf der ursprünglich eingefärbten Fläche im wesentlichen unverändert geblieben ist und nicht merklich von der Ätz-und Anfeuehteflüssigkeit beeinflusst wurde. Wenn das zu prüfende Pergament in bezug auf seine farbabstossende Eigenschaft in feuchtem Zustand geeignet ist, d. h. frei von irgendwelchen Bestandteilen oder Verunreinigungen ist, die vorzugsweise fettempfänglich sind, findet man, dass das Material in jenen Teilen der von der Flüssigkeitspfütze bedeckten Fläche frei oder im wesentlichen frei von Druckfarbe ist, die nicht im trockenen Zustand eingefärbt worden waren.
Pergamentpapiere, welche für die Druckfläche der Platten gemäss der Erfindung geeignet sind, müssen, wie bereits erwähnt, wasserabsorbierend sein und dehnen sich zufolge einer solchen Absorption aus. Im allgemeinen ist es sehr erwünscht, dass die Abmessungen des Druckbildes, so wie es aufgebracht wurde, im wesentlichen während des Druckens unverändert bleiben, d. h. wenn die Druckfläche mit der Anfeuchteflüssigkeit getränkt wird. Bei den bevorzugten Ausbildungsformen der Druckplatten gemäss der Erfindung wird die Ausdehnung des die Druckfläche bildenden zelluloseartigen Materials auf eine Richtung senkrecht zur Druckfläche beschränkt. wodurch die Abmessungen des Druckbildes im wesentlichen ungeändert bleiben.
Dieser Widerstand gegen die zeitliche Ausdehnung wird dadurch erzielt, dass man entweder in die Plattenstruktur eine nicht ausdehnungsfähige Unterlage für die eigentliche Druckfläche einverleibt oder das die Druckfläche bildende blattförmige Material mit einem nicht ausdehnbaren Druckelement festhaftend verbindet.
Da die Druckplatten gemäss der Erfindung besonders zu direkten Beschriftungen mittels der Schreibmaschine geeignet sind, ist eine hohe Biegsamkeit erwünscht. Zu diesem Zweck werden Platten von einer Dicke zwischen 0-127 und 0. 254 mm bevorzugt.
Ein ungeleimter Bogen von Papier mit einem Riesgewicht von etwa 11. 34 kg, welcher pergamentiert und in festhaftende Verbindung mit einem Bogen von Papier mit etwa 15. 87 kg Riesgewicht, der mit einem wasserfesten thermoplastischen Klebstoff getränkt ist, gebracht wurde, ergab eine Druckplatte von befriedigender Dicke. Eine derartige Platte kann nach dem Aufbringen des Druckbildes vermittels Klebstoffes mit einer Unterlage vereinigt werden, welche sich für die Befestigung auf dem Druckzylinder der Presse eignet.
Es ist manchmal erwünscht, in die Druckplatte ein Zugelement einzuverleiben, welches die Zug- spannung aufzunehmen vermag, die von den Plattenhaltern der üblichen Druckzylinder ausgeübt wird. In diesem Falle sollte die Unterlage für die Druckfläche ein grösseres Gewicht als das oben genannte aufweisen. Ein Papier von 27-22 bis 36. 29 leg, welches mit einem biegsamen wasserfesten Harz getränkt oder mit der Zellulosefläche durch ein wasserfestes thermoplastisches Bindemittel vereinigt ist, wird hiefür empfohlen.
Bei einer Ausbildungsform der Erfindung umfasst eine Druckplatte ein Blatt aus dichtem Amyloidpergament von etwa 27. 22 kg Riesgewicht (etwa 600 x 900 wem == 500 Blatt) und von angenähert 0-1016 mm Dicke, welches mit einem Blatt aus Kraft-od. dgl. Papier von etwa 20. 42 leg Gewicht und angenähert 0. 1016 mm Dicke mittels einer Klebstoffzwisehenschicht von angenähert 0-0127 mm Dicke verbunden ist und so eine Druckplatte von zufriedenstellender Dicke (etwa 0. 2159 rem) ergibt. Die Zwischenschicht ist ein wasserunlösliches thermoplastisches, durchsichtiges Zellulosederivat, wie z. B.
Zelluloseacetat oder-nitrat, welches mit Harz plastiziert wurde und eine Adhäsion an der Fläche des mit Wasser getränkten Pergaments von mindestens 55. 81 g pro Millimeter aufweist. Bei Herstellung der Druckplatte wird zunächst die Klebstofflösung auf das Pergament aufgebracht, das Lösungsmittel verdampft und die Vorder-und Rückfläche durch Wärme und Druck geglättet. Unter solchen Bedingungen und nach Sättigung mit Wasser wird eine Adhäsion von etwa 100 bis 112 g per Millimeter erreicht.
Die Unterlage wird durch die Zwischenschicht gegen die Einwirkung der Anfeuchteflüssigkeit geschützt, welche während des Druckens in üblicher Weise auf die Druckfläche aufgebracht wird, und daher, obgleich die Pergamentdruckfläche zufolge der Absorption der Anfeuehtelösung quillt, ist diese Quellung auf eine Richtung senkrecht zur Druckfläche beschränkt. Irgendwelche Neigung zu einer wesentlichen seitlichen Ausdehnung der Platte wird mithin vermieden, und die seitlichen Abmessungen des Druckbildes werden im wesentlichen konstantgehalten.
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Die Druckplatte ist mit Zeichen versehen, wie z. B. Leitmarken, welche auf die Innenfläche der Unterlage aufgebracht und vom Pergament sowie der thermoplastischen Schicht bedeckt sind. Wenn, was vorgezogen wird, das Pergament durchscheinend und die Zwischenschicht durchsichtig ist, dann sind die Zeichen leicht bei auffallendem Licht erkennbar, werden aber natürlich beim Druck nicht wiedergegeben, zufolge des vom Pergament gebildeten Überzuges. Gewünschtenfalls können jedoch die Zeichen direkt auf die Pergamentfläche mit einer bekannten Druckfarbe aufgedruckt werden, welche entweder niehtdruckend, d. h.
für lithographische Druckfarbe nicht empfänglich, oder wasserlöslich ist und leicht von der Anfeuchteflüssigkeit entfernt und nicht beim Drucken zugleich mit dem Bild übertragen wird. Die Merkzeichen können in Form von Marken ausgebildet sein, um die richtige Anordnung der Maschinenschrift oder anderer Druckbilder auf die Druekfläehe zu erleichtern, oder in Form von Hinweisen oder Warenzeichen. Das Wesen dieses Merkmals besteht darin, dass die Zeichen keinen Anteil nehmen bei Verwendung der Platte zum Drucken.
Die Platte kann, u. zw. vorzugsweise wesentlich, durchscheinend sein, so dass Zeichen auf die Druckfläche mit geeignetem farbempfänglichem Bildmaterial unter Führung der Originale aufgezeichnet werden können, welche auf der Druekfläehe vermittels die Platte durchsetzenden Lichtes sichtbar gemacht werden können, obgleich die Originale nicht notwendigerweise bei auffallendem Licht sichtbar sein müssen. Die Lichtdurchlässigkeit der Unterlage kann gewünschtenfalls in bekannter Weise verbessert werden, etwa durch Tränken mit wachs-oder harzartigen Stoffen.
Wie bereits gesagt, war es bekannt, Druckbilder von einer Papierunterlage auf Flachdruckplatten zu übertragen ; aber derartige Papiere waren stets mit eiweissartigen oder andern niehtzellulose-
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Flächen nach der Bildauftragung mit Gummiarabikum oder andern lyophilen Kolloiden bedeckt, und es ist zweifelsohne richtig, dass fast jedes Papier von nennenswerter Nassfestigkeit nach dem Aufzeichnen eines Fettbildes benetzt werden kann, worauf das Fettbild eingefärbt und ein oder sogar mehrere Drucke
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Sinne, weil die Flachdruckplatte imstande sein muss, mindestens mehrere hundert Kopien zu liefern, ohne dass das Druckbild eine nennenswerte Zerstörung und/oder Verschlechterung erleidet.
Demgegenüber stützt sich die Erfindung auf die neue Erkenntnis, dass Papiere oder Zellulosegewebe, welche mit einem Zellulosederivat verbunden oder überzogen sind und die beschriebene netzartige Zellulosestruktur aufweisen, bei hinreichendem Gewicht und genügender Nassfestigkeit und Dichte geeignet sind, in wirtschaftlicher Weise praktische Ergebnisse unter den Bedingungen des üblichen Flachdruckes zu liefern.
Da die praktische Lebensdauer einer Zelluloseflaehdruekplatte gemäss der Erfindung proportional ihrem Widerstand gegen Reibungszerstörung in feuchtem Zustand ist, kann man die Eignung irgendeines für die Zwecke der Erfindung vereinheitlichten Zellulosematerials durch den einfachen oben beschriebenen Prüftest vorher bestimmen. Dagegen ist es nicht möglich, auf diese Weise mit Genauigkeit die Grösse einer Druckauflage anzugeben, welche mit solchen Druckplatten erzielbar ist, da dies zum Teil von einer Anzahl unabhängiger Variablen abhängt, wie der Eigenschaft des das Bild liefernden Stoffes, der Eigenschaft der Druckfarbe und vor allem der Einstellung der Presse, wovon die auf die Platte ausgeübte Reibung abhängig ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flachdruekplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckschicht aus Pergamentpapier besteht, die in unpräpariertem, trockenem Zustand ein aufgebrachtes Fettbild auch nach dem Anfeuchten festzuhalten und dagegen im feuchten Zustand Fett abzustossen vermag, und die auf einem gleich grossen, biegsamen, mit einem wasserfesten Bindemittel getränkten, die Quellung der Drucksehicht beim Anfeuchten nur in senkrechter Richtung gestattenden Träger aufgeklebt ist, so dass eine seitliche Ausdehnung der Platte und Verzerrung des Druekbildes vermieden wird.