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Eisenbahnrad mit Verschleissregulierstegen.
Die Erfindung bezieht sich auf die aus dem Hauptpatent bekannten Eisenbahnräder mit durch Rillen in dem äusseren Teile der Lauffläche des Radreifens bzw. Rades gebildeten Verschleissregulierstegen, deren Höhe und Breite mit zunehmendem Abstande vom Spurkranz abnehmen. Durch diese Stege soll die Abnutzung der Lauffläche selbsttätig so geregelt werden, dass das ursprüngliche Profil der Lauffläche während der ganzen Dauer der Abnutzung möglichst unverändert erhalten bleibt.
Versuche mit solchen Rädern haben ergeben, dass durch geeignete Formgebung der die Stege bildenden Rillen, hauptsächlich der dem Spurkranz zunächst gelegenen Rille, ausser der dauernden Erhaltung des ursprünglichen Laufflächenprofils erreicht werden kann, dass sich der Spurkranz fast nicht abnutzt. Der Radsatz wird also dann in ähnlicher Weise wie bei neuen Radsätzen fast allein durch die im allgemeinen schwach kegeligen Laufflächen der beiden Räder, also durch einen Doppelkegel, geführt.
Die fraglich Formgebung besteht erfindungsgemäss im wesentlichen darin, dass die Breite der dem Spurkranz zunächst gelegenen Rille, die von der unversehrten Lauffläche mit einer geneigten Flanke nach dem etwa in Richtung der Lauffläche liegenden Rillengrund abfällt, etwa ein Viertel der Gesamtbreite der Lauffläche beträgt.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung durch Fig. 1, 2 und 3 an einem im Querschnitt dargestellten Radreifen erläutert.
Der Radreifen 1 (Fig. 1) hat eine Gesamtbreite von 135 mm. Die 90 mm lange Lauffläche 2 wird von der Stelle 3 bis zur Stelle 4 durch einen Kegelmantel mit der Neigung 1 : 20 und von der Stelle 4 bis zum Aussenrande 5 durch einen andern Kegelmantel mit der Neigung 1 : 10 gebildet. Den Spurkranz 6 verbindet eine Hohlkehle 7 mit der Lauffläche 2.
Zwischen der Stelle 4 und dem Aussenrande 5 sind zwei Verschleissregulierstege 8 und 9 vorgesehen, die dadurch gebildet sind, dass aus dem ursprünglichen, unversehrten Radreifen 1 drei ringsum laufende Rillen 10, 11, 12 herausgearbeitet, z. B. herausgedreht, worden sind. Die Höhe und Breite der Stege 8 und 9 nehmen vom Aussenrande 5 des Radreifens 1 nach dem Spurkranz 6 hin zu. Der Grund der die Stege 8, 9 bildenden Rillen 10, 11, 12 liegt auf einem Kegelmantel 13, dessen Halbmesser an der Stelle 4 etwa 10 mm und am Aussenrande 5 etwa 6 mm kleiner ist als der Halbmesser des ursprünglichen Laufflächenprofils 2 im gleichen Bereich.
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fernt liegt, fällt die Lauffläche 2 im Querschnitt geradlinig unter einem spitzen Winkel von < x 45 bis zur Stelle 16 ab.
Die Projektion der Stelle 16 auf die Lauffläche 2 liegt 10 mm von der Stelle 14 entfernt. An das Ende der so gebildeten geneigten Flanke 17 schliesst der Grund 18 der Rille 10 auf eine Breite von 13 mm bis zur Stelle 19 an. Von da geht der Rillengrund 18 mit einer Ausrundung in die Flanke 20 des dem Spurkranz 6 zunächst gelegenen Steges 8 über. Die auf die Gesamtbreite der
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der Lauffläche 2. Wesentlich für die Erfindung ist, dass die dem Spurkranz 6 zunächst gelegene Rille 10 genügend gross ist und allmählich von der Lauffläche 2 abfällt. Der Winkel oe der geneigten Flanke 17
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kann zwischen 30 und 600 schwanken ; seine Grösse hängt natürlich von der Härte und Dehnung des
Radreifenbaustoffes ab.
Die Form der Stege 8 und 9 ist so gewählt, dass diese sich, soweit sie nicht abgenutzt werden, in sich zusammendriieken können, ohne die Rillen 10, 11 und 12 mit abgeblättertem Werkstoff auszufüllen und ohne überkragende Schichten zu bilden. Der Querschnitt der Stege 8 und 9 ist im wesentlichen rechteckig ; es sind jedoch die freien Ecken der Rechtecke stark abgerundet.
Die Regelung des Verschleisses der Lauffläche 2 erfolgt in der Hauptsache durch den dem Spurkranz 6 zunächst gelegenen Steg 8 in Verbindung mit der Rille 10. Der andere in der Nähe des Aussenrandes 5 des Radreifens 1 gelegene Steg 9 könnte sogar entbehrt werden.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der vorher beschriebenen nur dadurch, dass die Stelle 14 etwa 15 mm vom mittleren Laufkreis 15 entfernt ist und dass der Grund 18 der Rille 10 nur 10 mm lang ist.
Die Ausführung nach Fig.. 3 unterscheidet sich von den beiden vorher erläuterten hauptsächlich dadurch, dass die geneigte Flanke 17 von der unversehrten Lauffläche 2 mit einer allmählichen Abrundung in den Grund 18 der dem Spurkranz 6 zunächst gelegenen Rille 10 übergeht, ähnlich wie ein Schienenkopf in seine Flanken übergeht. Die Breite der abgerundeten Flanke 17 erstreckt sich ungefähr über die halbe Breite der Rille 10. Wesentlich für diese Ausführung ist also die mit grossem Übergangsbogen r versehene Flanke 17 (Abschrägung) der Lauffläche 2, mit der diese in den Grund 18 der ersten Rille 10 abfällt. Hiedurch entsteht eine kugelige Abrundung der Lauffläche 2, die dem Abblättern von Werkstoff entgegenwirkt.
Die Erfindung ist sinngemäss anwendbar, wenn der zwischen den Stellen 3 und 4 befindliche Teil der Lauffläche 2 nahezu zylindrische Gestalt hat. Sehr wichtig ist die Erfindung für einstellbare Radsätze, insbesondere für Drehgestelle. Als Folge des Erhaltens des ursprünglichen Radreifenprofils während der Abnutzung und der geringfügigen Benötigung bzw. Abnutzung des Spurkranzes ist noch die beruhigende Wirkung auf die Eigenschwingungen des Zuges als Fortschritt des Erfindungsgegenstandes zu erwähnen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eisenbahnrad nach Patent Nr. 140886 mit Verschleissregulierstegen, die durch Rillen in dem äusseren Teile der Lauffläche gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der dem Spurkranz (6) zunächst gelegenen Rille (10), die von der unversehrten Lauffläche (2) mit einer geneigten Flanke (17) nach dem etwa in Richtung der Lauffläche (2) liegenden Rillengrund (18) abfällt, etwa ein Viertel der Gesamtbreite der Lauffläche (2) beträgt.