AT145505B - Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen. 



   Es wurde gefunden, dass man zum Drucken mit Küpenfarbstoffen mit Vorteil Betaine als Zusatzmittel verwenden kann. Die Betaine bewirken eine erhöhte Gleichmässigkeit der Druckpasten, Verbesserung der Druckfähigkeit, ferner Verbesserung der Fixierung des Farbstoffes und damit Sicherung gegen schwankende Dampfverhältnisse, gleichmässigen Ausfall des Druckes und in vielen Fällen eine wesentliche Erhöhung der Farbstärke. Ferner erreicht man durch die Verwendung der Betaine einen besseren Durchdruck und eine Verbesserung der Echtheit der Drucke. Besonders hervorzuheben ist, dass Drucke auf Kunstseide, die sich schwer gleichmässig bedrucken lässt, in Farbtiefe und Gleichmässigkeit sehr günstig beeinflusst werden.

   Es kommen für diesen Zweck ausser Betaine selbst insbesondere solche substituierte Betaine in Frage, deren   N-Substitutionsprodukte   teilweise ringförmig konstituiert sind und bei denen der Stickstoffsubstituent selbst am Ring teilnimmt, ferner Substitutionsprodukte, die Hydroxylgruppen enthalten. Es seien beispielsweise genannt :   Betain, Triäthylbetain, Äthyldimethyl-   betain, Tributylbetain, Benzyldibutylbetain, Dimethylisohexylbetain, Trioxyäthylbetain, das Betain der   Trimethylaminobenzoesäuren   oder der Tributylaminobenzoesäuren, ferner Pyridinbetaine, die sich beispielsweise aus   N-Alkyl-pyridinearbonsäuren   ableiten. 



   Der Zusatz der Betaine kann zu Druckansätzen beliebiger Zusammensetzung erfolgen. Ferner können Druckpasten, die Farbstoffverdünnungsmittel und Betaine enthalten, aufgedruckt werden, worauf man das Material dann durch eine alkalische Lösung von Formaldehydsulfoxylat oder Hydrosulfit klotzt, abquetscht und dämpft. Die Zusätze können auch beim Direktdruck, Ätzdruck und Reservedruck erfolgen. Die Produkte können auch den Farbstoffteigen oder-pulvern oder andern Präparaten zugesetzt sein und auf diese Weise in die Druckfarbe gelangen. Die Menge der Zusätze richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen unter Berücksichtigung des chemischen Aufbaues des zur Verwendung kommenden Farbstoffes. 



   Beispiel 1 : Man setzt eine Druckfarbe an mit : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 60 <SEP> Gewichtsteilen <SEP> des <SEP> Farbstoffs <SEP> Nr. <SEP> 1228 <SEP> (Schultz, <SEP> Farbstofftabellen <SEP> 1931, <SEP> Band <SEP> 1),
<tb> 100"Glyzerin,
<tb> 120 <SEP> " <SEP> Pottasche,
<tb> 100 <SEP> " <SEP> Formaldehydsulfoxylat,
<tb> 20"Betain. <SEP> Das <SEP> Ganze <SEP> wird <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Stärke-Tragantverdickung <SEP> auf
<tb> 1000 <SEP> Gewichtsteile <SEP> aufgefüllt.
<tb> 
 



  Man erhält eine sehr schöne zügige Druckfarbe, die sich gut verarbeiten lässt. Die Fixation ist auch bei kurzer Dämpfzeit wesentlich stärker als die eines entsprechenden Druckes gleicher Zusammensetzung, aber ohne den Zusatz an Betain, und die Nuance ist satter, lebhafter und weist auf Baumwolle und Kunstseide einen stärkeren Durchdruckeffekt auf. 



   Beispiel 2 : Man bereitet, wie in Beispiel 1 beschrieben, eine Druckpaste und verwendet an Stelle des dort genannten Farbstoffes,
150 Gewichtsteile des Farbstoffes Nr. 1314 (Schultz-Julius 1931, Band 1) und an Stelle von 20 Gewichtsteilen Betain 40 Gewichtsteile Betain. 



  Man erhält einen gleichmässigen Druck. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Beispiels : Man'bereitet, wie in   Beispiel 1 beschrieben, eine Druckpaste aus 150 Gewichtsteilen einer   10% igen   wässerigen Paste des Farbstoffes folgender Formel : 
 EMI2.1 
   und setzt an Stelle von 20 Gewichtsteilen Betain 50 Gewiehtsteile Betain pro 1000 Gewichtsteile Druckfarbe hinzu. Man erhält auf Baumwolle gleichmässige Drucke, die aber, infolge des wesentlich stärkeren     Durchdruckes,   eher schwächer erscheinen als der Normaldruck ohne Zusatz von Betain, wogegen auf Kunstseide, trotz verstärkten Durchdruckes und erhöhter   Gleichmässigkeit,   eine volle Ausnutzung der Farbstärke erzielt werden kann. 



   Beispiel 4 : Bei Verwendung einer Druckfarbe, die 70 Gewichtsteile des Farbstoffes Nr. 1228 
 EMI2.2 
 des Farbstoffes auf Baumwolle und Kunstseide wesentlich gesteigert und die Fixationsgeschwindigkeit verbessert, wenn man der Druckfarbe 20   Gewichtsteile Triäthylbetain   oder Dimthylisohexylbetain zusetzt. 



   Beispiel 5 : Bei Verwendung einer Druckfarbe, die 150 Gewichtsteile des nach D. R. P. Nr. 558443 erhältlichen Farbstoffes pro 10Q0 Gewichtsteile Druckfarbe enthält, zeigt sich bei einem Zusatz von 20 Gewichtsteilen Betain oder Triäthylbetain eine wesentliche Steigerung der   Ausgiebigkeit auf Baum-   wolle und Kunstseide bei merklich verbesserter   Fixationsgesehwindigkeit.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man hiebei Betaine als Zusatz verwendet.
AT145505D 1934-05-05 1935-04-29 Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen. AT145505B (de)

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