DE671996C - Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen

Info

Publication number
DE671996C
DE671996C DEI50530D DEI0050530D DE671996C DE 671996 C DE671996 C DE 671996C DE I50530 D DEI50530 D DE I50530D DE I0050530 D DEI0050530 D DE I0050530D DE 671996 C DE671996 C DE 671996C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
printing
weight
parts
dye
addition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI50530D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Nuesslein
Dr Otto Nicodemus
Dr Walter Schmidt
Dr Bernhard Schacke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI50530D priority Critical patent/DE671996C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE671996C publication Critical patent/DE671996C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Drucken mit Küpenfarbstoffen Der Verteilungsgrad des Farbstoffs spielt beim Drucken mit Küpenfarbstoffen für den gleichmäßigen Ausfall der Drucke eine große Rolle. Im wesentlichen begnügt man sich bei der Arbeit auf diesem Gebiet damit, die für Druckzwecke bestimmten Pulver weitgehend mechanisch unter Zusatz von stark wirkenden Verteilungsmitteln in einen feinen Verteilungszustand zu überführen. Derartige Pulver lassen sich wohl -unter Umständen auch ohne Anteigen mit Wasser - in die in Niasser gelöste Verdickung einrühren, liefern aber im Druckergebnis im Vergleich zu den wäßrigen Teigen keine nennenswerten Unterschiede. Zur Erzielung einer guten Fixierung und hoher Ergiebigkeit des Farbstoffs und gleichmäßiger Drucke müssen Zusätze, wie Glycerin, Thiodiglykol, naphthalinsulfonsaures Natrium, verwendet werden. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, für diesen Zweck Betaine oder Glucamine zu verwenden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man beim Drucken mit anthrachinoiden Küpenfarbstoffen durch Zusatz von Verbindungen, welche durch Einwirkung von Halogenalkylsulfonsäuren, die nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome in gerader Kette enthalten, auf organische Basen mit tertiärem Stickstoff, z. B. tertiäre Amine oder heterocyclische Veroindungen mit Stickstoff, als Glied des Ringes entstehen, Wirkungen erzielen kann, die denen der obengenannten Verbindungen in der Regel erheblich überlegen sind. Die aus den bezeichneten Basen und Halogenalkylsulfonsäuren, bei denen das Halogen und der Sulfonsäurerest in i, a- oder i, 3-Stellung stehen, entstehenden Kondensationsprodukte sind als Sulfobetaine anzusehen, die sich unter Halogenwasserstoffabspaltung bilden, z. B. bei der Kondensation von r-Chlor-a-oxyprop,an-3-s'ulfOs,äure mit Pyridin, eine Verbindung von der Zusammensetzung Diese Verbindungen werden zur Druckpaste oder zu den für die Verwendung im Zeugdruck bestimmten Präparaten zugesetzt, die neben dem fein oder gleichmäßig verteilten Farbstoff gegebenenfalls noch Verteilungsmittel oder andere Zusätze enthalten. Dabei ist in der Möglichkeit, diese Zusatzmittel in Pulver einzuarbeiten, ein besonderer Vorteil zu sehen, da nunmehr Farbstoffe in der fü1= die Verbraucherschaft so wichtigen Pulverform in einer technisch bisher nicht erreichbaren Vollkommenheit geliefert werden können. Durch die Mitverwendung dieser Verbindungen, sei es neben dem Farbstoff, sei es als Zusatz zu den Druckpasten, erzielt man eine gute Verteilung der Farbstoffe, eine glatte, oft sehr tiefgehende Aufnahme durch die Gewebe und Gespinste, eine rasche und echte Fixierung der Farbstoffe bei egalem Druck, hoher Ausbeute und guter Nuance.- Oft ist es wünschenswert, Gemische mehrerer der Verbindungen unter sich oder mit schon bekannten Stoffen anzuwenden. Je nach der Zusammensetzung des Farbstoffs schwankt auch ebenso wie bei Anwendung der bekannten Verteilungsmittel ihre Wirkung oft beträchtlich.
  • Das beanspruchte Verfahren ist auf allen Gebieten des Zeugdruckes reit anthrachinoiden Küpenfarbstoffen oder unter Verwendung dieser Küpenfarbstoffe oder deren Leukoverbindungen anwendbar, also auch für fitz- und Reservedruck auf den verschiedenen Faserstoffen.
  • Als Verbindungen, welche die vorbeschriebenen Eigenschaften besitzen, seien genannt: Die Verbindung, welche durch Kondensation von i-Chlor-2-oxypropan-3-sulfosäure mit Pyridin entsteht (Pyridiniumoxypropansulfobetain) von der Zusammensetzung die Verbindung, welche durch Kondensation von. Chinolin mit i-Chloräthan-z-sulfonsäure entsteht (Chinoliniumäthansulfobetain) von der Zusammensetzung die Verbindung, welche aus Triäthanolamin und i-Chlor-2-oxypropan-3-sulfonsäure entsteht (Triäthanolaminoxypropansulfobetain) von der Zusammensetzung Beispiele i. Ein Zusatz von 2o Gewichtsteilen Chinolinoxypropansulfobetain zu einer Druckpaste, die auf iooo Gewichtsteile i5o Gewichtsteile des nach Beispie12 der Patentschrift 448286 erhältlichen Farbstoffs enthält, bewirkt eine wesentliche Steigerung der Ausgiebigkeit der Färbung auf Baumwolle und in noch stärkerem Maße auf Kunstseide aus umgefällter Cellulose sowie eine bessere Fixierungsgeschwindigkeit des Farbstoffs.
  • 2. Eine Druckpaste, enthaltend i 5o Gewichtsteile des durch Kondensation von i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon mit 5-Benzoylamino-i-chloranthrachinon und weitere Behandlung des so entstehenden Dianthrimids mit Wasser entziehenden Mitteln nach Patentschrift 239 544 erhältlichen Farbstoffs auf iooo Gewichtsteile, liefert bei einem Zusatz von 2o Gewichtsteilen des in vorigem Beispiel erwähnten Betains bedeutend vollere Drucke auf Baumwolle und Kunstseide aus umgefällter Cellulose bei wesentlich besserer Fixierungsgeschwindigkeit des Farbstoffs als ohne diesen Zusatz.
  • 3. Ein Zusatz von 4o Ge`vichtsteilen Pyridiniumoxypropansulfobetain zu einer Druckpaste, die auf iooo Gewichtsteile i5o Gewichtsteile des Farbstoffs nach Beispiel :2 der Patentschrift 448 286 erhältlichen Farbstoffs enthält, bewirkt eine wesentliche Steigerung der Ausgiebigkeit auf Baumwolle und Kunstseide aus umgefällter Cellulose sowie eine bedeutend bessere Fixationsgeschwim digkeit als eine Druckpaste, die an Stelle des genannten Betains die gleiche Menge an benzols,ulfonsaur:em Natrium, 4-Methylbenzoli-sulfonsäure, i-Aminobenzol-2-sulfonsäure und i-naphthalinsulfonsaurem Natrium enthält.
  • 4. 4o Ge-,vichtsteile Pyridiniumäthansulfobetain werden zu einer Druckpaste, die auf iooo Gewichtsteile 6o Gewichtsteile des Farbstoffs Nr. i 265 (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage) enthält, hinzugefügt. Dadurch wird die Ausgiebigkeit auf Baumwolle und Kunstseide aus umgefällter Cellulose außerordentlich gesteigert und die Fixation wesentlich verbessert (nach 3 Minuten Dämpfzeit ist die Fixation praktisch beendet) gegenüber Drucken, die ohne Zusatz oder unter Zusatz der gleichen Menge von benzolsulfonsaurem Natrium, i-Aminobenzol-2-sulfonsäure und i-naphthalinsulfonsaurem Natrium zur Druckpaste erhältlich sind.
  • 5. Bei einem Zusatz von q.o Gewichtsteilen I'yridiniumoxypropansulfobetain zu einer Druckpaste, die auf iooo Gewichtsteile 120 GewichtsteiledesFarbstoffs Nr.1y62 (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage) enthält, werden vollere Drucke auf Baumwolle und in verstärktem Maße auf Kunstseide aus umgefällter Cellulose bei wesentlich verbesserter Fixationsgeschwindigkeit erhalten als bei Verwendung von Druckpasten, die an Stelle des genannten Betains die gleichen Mengen von benzolsulfonsaurem Natrium, q.-Methylbenzoli-sulfonsäure, i-Aminobenzol-2-sulfonsäure und i-naphthalinsulfonsaurem Natrium enthalten.
  • 6. Mit Zoo Gewichtsteilen des in der britischen Patentschrift 29 352 vom Jahre igio, Beispiele, beschriebenen Farbstoffs auf je iooo Gewichtsteile Druckpaste erhält man bei einem Zusatz von 3o bis 6o Gewichtsteilen N - Oxäthyldiäthylamino - o - oxypropansulfobetain zur Druckpaste auf Baumwolle und Viscoseseide sowohl in tiefen als auch in hellen Tönen bedeutend vollere Drucke als ohne diesen Zusatz.
  • 7. Ein Zusatz von 30 oder 8o Gewichtsteilen N-Oxäthyldiäthylamino-o-o-zypropansulfobetain zu einer Druckpaste, die auf iooo Gewichtsteile 8o Gewichtsteile des unter Nr.123q. in den Farbstofftabellen von Schultz, 7. Auflage, beschriebenen Farbstoffs enthält, bewirkt eine wesentliche Steigerung der Ausgiebigkeit der'-Färbung auf Baumwolle und Kunstseide aus umgefällter Cellulose.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII: Verfahren zum Drucken mit anthrachinoiden Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen -mitverwendet, welche durch Kondensation von Halogenalkylsulfonsäuren, die nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome in gerader Kette enthalten, mit organischen Basen mit tertiärem Stickstoff entstehen.
DEI50530D 1934-09-08 1934-09-08 Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen Expired DE671996C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI50530D DE671996C (de) 1934-09-08 1934-09-08 Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI50530D DE671996C (de) 1934-09-08 1934-09-08 Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE671996C true DE671996C (de) 1939-05-12

Family

ID=7192853

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI50530D Expired DE671996C (de) 1934-09-08 1934-09-08 Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE671996C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970073C (de) * 1953-02-03 1958-08-21 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zum Faerben mit Kuepenfarbstoffen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970073C (de) * 1953-02-03 1958-08-21 Cassella Farbwerke Mainkur Ag Verfahren zum Faerben mit Kuepenfarbstoffen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0258586B1 (de) Oxidationshaarfärbemittel auf der Basis einer gelförmigen Trägermasse und Verfahren zur Färbung von Haaren
DE1444216C3 (de) Haarfärbemittel auf der Basis von Nitroaminobenzolfarbstoffen
DE3701044A1 (de) Faerbeverfahren fuer keratinfasern mit 5,6-dihydroxyindol und wasserstoffperoxid, welchem eine behandlung mit einem jodid vorausgeht oder nachfolgt, sowie vorrichtungen zur verwendung in dem genannten verfahren
DE671996C (de) Verfahren zum Drucken mit Kuepenfarbstoffen
DE671126C (de) Verfahren zum Bleichen von Tabak
DE722258C (de) Verfahren zum Mercerisieren
CH479302A (de) Haarfärbemittel
CH188860A (de) Präparat für den Küpenfarbstoffdruck.
DE1617713A1 (de) Verfahren zur Behandlung von lebenden menschlichen Haaren und Mittel zur Durchfuehrung desselben
DE958765C (de) Seifenfreies Mittel zum Faerben menschlicher Haare
DE3442861A1 (de) 4-(n-ethyl, n-2'-hydroxyethyl)-amino-1-(2"-hydroxyethyl)-amino-2-nitro-benzol und mittel zur faerbung von haaren
DE954911C (de) Lichtschutzmittel
DE626626C (de) Verfahren zum Drucken von Textilprodukten
DE571596C (de) Verfahren zur Herstellung von Leukoverbindungen von Anthrachinonkuepenfarbstoffen
DE626627C (de) Verfahren zum Drucken von Textilprodukten
DE946102C (de) Motten- und Kaeferschutzmittel
DE607974C (de) Verfahren zur Herstellung von Celluloseloesungen bestimmter Viscositaet
AT137650B (de) Verfahren zur Veredelung von aus Zellulose hergestellten oder diese enthaltenden, zusammenhängenden Textilien.
DE1939255A1 (de) Loesungsmittelfaerbung
DE937224C (de) Verfahren zum Fixieren von wasserloeslichen Acylderivaten schwer- bis unloeslicher Farbstoffe
DE2816983A1 (de) Stabile, fluessige, hochkonzentrierte farbstoffzubereitungen, ihre herstellung und verwendung
DE626862C (de) Verfahren zum Drucken von pflanzlichen Fasern
DE742573C (de) Verfahren zum Bedrucken von Cellulosefasern mit Leukoestersalzen von Kuepenfarbstoffen
DE627468C (de) Verfahren zum Drucken von pflanzlichen Fasern
DE556477C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen