AT144496B - Saiteninstrument. - Google Patents

Saiteninstrument.

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AT144496B
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August Zemsauer
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August Zemsauer
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  Saiteninstrument. 



   Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, ein aus einem gitarrenartigen Resonanzkörper und einer Harfenbespannung bestehendes Saiteninstrument mit einer durch im Spielbereich der Saiten am Instrument angebrachte Tasten betätigbare Vorrichtung auszustatten, mit der es möglich ist, jede Saite während des Spiels vorübergehend um einen halben bzw. ganzen Ton höher zu stimmen. 



   Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Saiten mittels am Resonanzkörper quer zum Saitenfeld angeordneter Stege und mehrerer je einer der Saiten zugeordneter Klemmelemente zur Erhöhung ihres Tones um einen halben oder ganzen Ton einklemmbar sind, wobei die Klemmelemente aller   c-Saiten,   d-Saiten usw. durch Verbindungsglieder zu je einer Elementengruppe zusammengeschlossen sind, von denen jede mittels einer im Bereiche des Saitenfeldes angeordneten Taste unabhängig von der andern Elementengruppe zur Erhöhung des Tones um einen halben oder ganzen Ton betätigbar ist. 



   Das erfindungsgemäss ausgestaltete Instrument ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 das Instrument im teilweisen Längsschnitt nach der Linie   I-I   der Fig. 2 und in Ansicht auf die Bespannung. Die Fig. 3 und 4 zeigen den Mechanismus im Längsschnitt und im Schaubild. 



   Das Instrument besteht aus dem gitarrenartigen Resonanzkörper   1,   einem auf diesen in geeigneter Weise befestigten rahmenartigen hohl ausgebildeten Hals 2, der Harfenbespannung und einem durch Tasten, Pedale od. dgl. betätigbaren Mechanismus zum Ändern der Tonlage der Saiten. 3. Die Saiten 3 sind mittels Stiften 4 der Halsleiste und des   Stockbrettes   über den an der Decke 5 befestigten Normalsteg 6 gespannt. Innerhalb der Ausnehmung 7 des Halses 2 sind am gitarrenartigen Resonanzboden Tasten 8 zur Betätigung des   Mechanismus   derart angeordnet, dass sie während des Spiels mit dem Handballen betätigt werden können.

   Ausser dem Normalsteg 6 sind auf der Decke des Instrumentes noch zwei weitere Stege   9, 10   mit verschiedenem Spiel quer unter allen   Saiten. 3   in einem solchen Abstand voneinander und vom Normalsteg 6 angebracht, dass die Saiten bei Berührung des einen oder beider Stege um ein bestimmtes Mass verkürzt und dadurch um einen halben bzw. ganzen Ton höher gestimmt werden. 



   Um nun diese Tonerhöhung der Saiten zu erreichen, sind jeder Saite zwei Häkchen 11, 12 zugeordnet, welche auf einem gegen die Saite beweglich gelagerten Element 13 befestigt sind und mit deren Hilfe die Saite 3 entweder gegen einen oder beide Stege 9, 10 gezogen und dadurch um einen halben oder ganzen Ton höher gestimmt werden kann. Es sind daher so viele Elemente 13 vorgesehen, als das Instrument Saiten 3 hat. Diese Elemente   13   werden nun unabhängig voneinander durch Federn 14 in der in den Fig. 1 und 3 der Zeichnung dargestellten Grundstellung gegen die Deckenunterseite gehalten, in welcher Stellung die   Häkchen   11, 12 die Saiten 3 mit Spiel umgeben, so dass diese frei schwingen können.

   Die Elemente 13 sind in der Nähe der Häkchen   11,   also in ihrem ersten Drittel, mit je einer Öse 15 versehen, in welche je ein um eine Öse 17 schwingender Winkelhebel16 mit einem Arm eingreift und bei seiner   Verschwenkung   das ihm zugeordnete Element 13 entgegen der Wirkung seiner Feder 14 zum Einklemmen der Saite nach abwärts zieht. Die abstehenden Arme der Winkelhebel 16 sind entsprechend der Anzahl der Tonleitern   c,   d, e usw. verschieden lang ausgeführt und am Ende abgebogen, so dass z. B. die abgebogenen Armteile der allen c-Saiten zugeordneten Winkelhebel16 über den abgebogenen Armteilen der allen d-Saiten zugeordneten Winkelhebel usw. frei schwenken können.

   Die abgebogenen Armteile der   Winkelhebel16, z.   B. aller c-Saiten. sind durch einen Verbindungsstab 18 untereinander verbunden, an welchen eine Lenkerstange 19 der Taste 8 angreift. Auf die gleiche Weise sind die Willkelhebel 16 aller d-, e-usw. Saiten miteinander verbunden und in voneinander unabhängig betätig- 

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 bare Gruppen unterteilt, von denen jede mit je einer Taste 8 durch eine Lenkerstange 19 verbunden ist. 



  Im Bewegungsbereiche der Elemente 13 ist auf der Seite der Winkelhebel 16 eine Leiste 20 angebracht, gegen welche die Elemente 13 unter dem Zug der   Winkelhebel. M   mit dem sieh senkenden Teil (s. Fig. 3, strichpunktierte Linie) in dem Augenblick auftreffen, als die Häkchen 11 die Saiten 3 vollkommen auf den Steg 9 niederhalten, so dass die betreffenden, z. B. alle c-Saiten um einen halben Ton höher gestimmt sind. Das Auftreffen der Elemente 13 auf die Anschlagleiste 20 ist am Handballen   fühlbar, wodurch   ein unbeabsichtigtes Überschreiten der Halbtonstellung ausgeschaltet ist. Sollen gewisse Saiten jedoch während des Spieles um einen ganzen Ton höher gestimmt werden, dann wird die gewünschte Taste vollständig niedergedrückt.

   Dadurch werden die betreffenden Elemente 13 entgegen der Federwirkung zuerst mit dem einen Teil gegen die Anschlagleiste   21   und hierauf auch mit dem andern Teil so weit   heruntergezogen,   bis die Häkchen 11 und 12 die Saiten 3 auf den Stegen 9 und 10 niederhalten. 



   Die Spielart ist auf dem Instrument die gleiche wie bei der Harfe mit dem einzigen Unterschied, dass beim Spielen die rechte Hand tiefer und die linke Hand höher zu halten ist und dass der Mechanismus für die Tonänderung nicht durch Pedale, sondern durch Tasten zu betätigen ist. Zum Spielen ist das Instrument auf einem entsprechenden Stativ 21 angebracht, so dass es ganz frei steht und der Spieler sich frei bewegen kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Saiteninstrument mit einem gitarrenartigen Resonanzkörper und einer Harfenbespannung, dadurch gekennzeichnet, dass die Saiten mittels am Resonanzkörper quer zum Saitenfeld angeordneter Stege   (9,   10) und mehrerer je einer der Saiten zugeordneter Klemmelemente   (1 : 3)   zur Erhöhung ihres Tones um einen halben oder ganzen Ton einklemmbar sind, wobei die Klemmelemente   (1   aller c-Saiten, d-Saiten usw. durch Verbindungsglieder   (16,   18) zu je einer Elementengruppe zusammengeschlossen sind, von denen jede mittels einer im Bereiche des Saitenfeldes angeordneten Taste   (8)   unabhängig von der andern Elementengruppe zur Erhöhung des Tones um einen halben oder ganzen Ton betätigbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Saiteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Klemmelement (13) zwei an einer Saite (3) im Bereiche der Stege (9, 10) angreifende Häkchen (11, 12) aufweist, die in der Normalstellung des Klemmelementes (13) die Saite (3) mit Spiel umgeben, bei Betätigung desselben durch eine der Tasten (8) hingegen nacheinander auf ihre Saite (3) einwirken und diese zuerst gegen EMI2.1 -Steg (10) für die Erhöhung des Saitentones um einen ganzen Ton andrückt.
    3. Saiteninstrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente f) auf Federn (14) lagern und von diesen in ihrer Grundstellung, in welcher die Häkchen (11, 12) die Saiten (3) mit Spiel umgeben, erhalten werden.
    4. Saiteninstrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (16) im wesentlichen unter dem einen Häkchen (11) am Element (13) angreifen und dieses entgegen dem Druck seiner Feder (14) zuerst zur Erzielung einer halben Tonerhöhung einseitig gegen einen festen Anschlag (20) ziehen und hierauf zur Erzielung einer ganzen Tonerhöhung auch auf der andern, dem zweiten Häkchen (12) zuge- ordneten Seite herabziehen.
AT144496D 1935-01-11 1935-01-11 Saiteninstrument. AT144496B (de)

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