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Fahrrad mit veränderlicher Übersetzung.
Es sind bereits Fahrräder mit veränderlicher Übersetzung bekannt geworden, bei denen die Hinterradnabe Kettenräder verchiedener Grösse trägt und die Radachse in den Führungssehlitzen der hinteren Gabel verstellbar ist. Bei diesen bekannten Konstruktionen ist jedoch die bei jedem Übersetzungswechsel notwendige Zentrierung des Hinderrades nach Verschiebung des Rades in den Schlitzen der Hinderradgabel schwierig und erfordert einen beträchtlichen Zeitaufwand.
Dieser Nachteil wird dadurch vermieden, dass erfindungsgemäss die in einer Hohlwelle angeordnete Achse an dem einen Ende ein sehraubbares Einstellorgan und an dem andern Ende ein mittels eines Exzenters verstellbares Klemmorgan aufweist.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die Hinterradgabel eines Fahrrades mit veränderlichem Übersetzungverhältnis, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Nabe des Hinterrades, Fig. 3 eine Seitenansicht des Endes eines der Schenkel der Hinterradgabel und die Fig. 4-6 zeigen Längs- und Querschnitte durch das Kopfende der Hinterradachse, u. zw. in zwei verschiedenen Stellungen.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Rad 4 zwischen den beiden Ästen 2, 2'der hinteren
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Lauf angeordnet, welche verschiedene Zähnezahlen und dementsprechend verschiedene Durchmesser aufweisen, um das Übersetzungsverhältnis wechseln zu können. Natürlicherweise ist es. wenn man die Kette von einem beispielsweise 18 Zähne aufweisenden Rad auf ein Rad mit 20 Zähnen auflegt, nötig, das Hinterrad dem mit den Pedalen verbundenen Kettenrad etwas zu nähern. Diese Bewegung muss in paralleler Weise vorgenommen werden, damit das Rad seine zentrierte Lage behält. Zu diesem Zweck sind die zur Aufnahme der Enden der Achse bestimmten Schlitze 19 (Fig. 3) am Ende der Hinterradgabelschenkel mit einer Zahnstange 9 ausgestattet, in welche entsprechende Zähne 9'eingreifen, mit welchen die beiden Enden der Hohlwelle 12 seitlich versehen sind.
Diese Ausbildung hat zur Folge, dass die Verstellung der Hohlwelle in den Schlitzen 19 nur zusammen mit einer Drehbewegung dieser Hohlwelle vorgenommen werden kann und die beiden Zahnstangen die Hohlwelle zwingen, sich bei Vorwärtsoder Rückwärtsverstellung parallel zu verschieben. wobei die Zentrierung des Rades beibehalten bleibt.
Es ist selbstverständlich nötig, dass nach erfolgter Längseinstellung des Rades zwischen den Gabelarmen die Achse an Ort festgelegt wird. Zu diesem Zweck können die in Fig. 2 dargestellten Mittel verwendet werden. Gemäss dieser Ausbildung ist eine Achse 3 vorgesehen, deren eines Ende mit Gewinde versehen ist, wogegen das Kopfende verdickt ist und ein transversal verlaufendes ovales Loch 13 aufweist. Auf das das Gewinde aufweisende Ende ist eine einstellbare Überwurfmutter 6 aufschraubbar.
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mit einem exzentrisch angeordneten Loch 11 gelagert. Auf die Achse 3 ist die Hohlwelle 12 aufgeschoben, deren Enden Gewinde aufweisen, in die die mit den Zahnstangen 9 der hinteren Gabel kämmenden Zähne 9' eingefräst sind.
Auf diese Hohlwelle sind gegen die beiden Enden der Nabe 15 zwei in ihrer zentralen Bohrung ein Gewinde aufweisende Scheibchen 20 (Fig. 4) aufgeschraubt, um die Nabe in der richtigen Lage halten zu können. Diese Scheiben 20 sind so ausgebildet, dass sie auf ihrer die Innenfläche der Gabelschenkel berührenden Aussenseite nach innen eingezogen sind und am Rand bzw. Umfang eine Aufrauhung, z.
B. eine Sternzahnung, aufweisen, so dass sie eine scharfkantige Anlagefläche erhalten, welche die Festlegung des Rades erleichtert.
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Zur Betätigung des Knebels 14 dient im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Stange 1, welche durch ein Gelenk 16 mit einem in seinem mittleren Teil einen viereckigen Querschnitt aufweisenden
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die exzentrisch angeordnete viereckige Bohrung 11 des Knebels 14 und durch ein unteres Loch der Büchse 10 durchgesteckt ist und auf dessen ein Gewinde tragendes Ende eine Schraubenmutter 21 befestigt ist
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seite des Gabelschenkel 2 und bildet eine Reibungsfläche, welche die Drehung der Achse verhindert.
Die Überwurfmutter 6, die auf das mit Gewinde versehene Ende der Achse. 3 aufgesehraubt ist, kann vermittels zweier Klemmschrauben 7, 7'fixiert werden. Um eine Beschädigung des Gewindes der zentralen
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beweglicher Druckkissen, die auf ihren der Achse 4 zugewandten Flächen mit dem Gewinde der Achse entsprechenden Nuten versehen sind, auf die Achse übertragen. Die Überwurfmutter dient dazu, um die gesamte Anordnung an Ort zu fixieren, nachdem das Rad in transversalem Sinn genau zentriert worden ist.
Zwecks Zusammenbaues der Vorrichtung wird wie folgt vorgegangen :
Nachdem das Rad in der gewöhnlichen Weise auf der Hohlwelle 12 montiert worden ist, wird die Hohlwelle in die Schlitze 19, die in den hinteren Gabelenden vorgesehen sind, derart eingeführt, dass die Zähne 9'in richtigem Eingriff mit den beiden Zahnstangen 9 stehen ; sodann wird die Achse 3 durchgesteckt, auf der mit gewisser Vorspannung die Mutter 6 aufgesehraubt wird. Nachdem man sieh vergewissert hat, dass die Betätigungsstange 1 sich in einer solchen Stellung befindet, dass der Kopf 3'der Achse. 3 soweit als möglich vom Rand der Büchse 10 entfernt ist, wird die Mutter 6 endgültig bis zum Aufsitzen angezogen, wobei sie an Ort vermittels der Schrauben 7, 7'gesichert wird. Dadurch ist das Rad fixiert.
Um einen Wechsel der Übersetzung durchführen zu können, ist es nötig, das Rad freizugeben. Man dreht mit der Hand die Stange 1, wodurch eine Verschiebung der Büchse 10 nach aussen (von der Stellung in Fig. 6 nach derjenigen in Fig. 5) und eine Lockerung des Rades bewirkt wird. Sodann kann, nachdem das Rad nach vorwärts oder rückwärts in den Schlitzen 19 verschoben wurde, die Kette von einem Kettenrad auf ein anderes gelegt werden ; zufolge der Wirkung der mit der Zahnstange 9 in Eingriff stehenden Zahnstange 9'bleibt das Rad zentriert. Hierauf wird durch Drehung der Stange 1 im entgegengesetzten Sinn die Büchse 10 wieder in die Stellung gemäss Fig. 6 gebracht, in welcher sie das Rad sichert.
Der Antriebsstange 1 kann ein Hebel zum Verstellen der Kette zugeordnet werden. Die Stange 1 kann durch einen auf der Büchse 10 angeordneten Schlüssel ersetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrrad mit veränderlicher Übersetzung, bei dem die Hinterradnabe Kettenräder verschiedener Grösse trägt und die Radachse in den Führungsschlitzen der hinteren Gabel verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in einer Hohlwelle (12) angeordnete Achse (3) an dem einen Ende ein schraub- bares Einstellorgan (6) und an dem andern Ende ein mittels eines Exzenters (14) verstellbares Klemmorgan (10) aufweist.