AT143936B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen.

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AT143936B
AT143936B AT143936DA AT143936B AT 143936 B AT143936 B AT 143936B AT 143936D A AT143936D A AT 143936DA AT 143936 B AT143936 B AT 143936B
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Kapsch Telephon Telegraph
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Description


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  Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sehaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Verbindungseinrichtungen zur Herstellung von verschiedenwertigen Verbindungen zu Einzel- oder   Mehrlachanschlüssen.   



   Bei Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb ist es bekannt, für verschiedenwertige Verbindungen dieselben Verbindungseinrichtungen zu verwenden, derart, dass für die hochwertigen Verbindungen (Fernverbindungen) in den Verbindungseinrichtungen besondere Schaltvorgänge erforderlich sind, wie z. B. aufeinderfolgend Umschaltung der Verbindungseinrichtung für die Fernverbindung, Prüfen, Auf- schalten zwecks Mithorehens, Trennen von bestehenden niederwertigen Verbindungen (Ortsverbindungen) und Rufen des gewünschten Teilnehmers. 



   Es ist bekannt, diese besonderen   Schaltvorgänge   über beide oder nur eine Sprechader von der die Fernverbindung aufbauenden Stelle einzuleiten, und es wurden zu diesem Zwecke entweder für jeden
Schaltvorgang ein besonderes Schaltmittel oder ein gemeinsames Schaltmittel (z. B. Taste) für alle Schaltvorgänge verwendet. Der Nachteil von besonderen Schaltmittel für jeden einzelnen Schaltvorgang ist ohne weiteres erkennbar. Die Anordnungen mit nur einem Schaltmittel besitzen den Nachteil, dass die einzelnen Schaltvorgänge zwangsläufig aufeinanderfolgen müssen, damit jede neuerliche Betätigung des gemeinsamen Schaltmittel den nächst folgenden   Sehaltvorgang   einleitet. Es ist daher eine Wiederholung bestimmter Schaltvorgänge nicht möglich. 



   Die Erfindung vermeidet diese Nachteile durch die Verwendung von lediglich zwei Schaltmittel (Tasten), von denen das eine an die eine Sprechader Spannung und an die andere   Sprechader   Erde legt, während das andere Schaltmittel nur an eine Sprechader Spannung legt. Durch diese beiden Schaltmittel werden sämtliche besonderen   Schaltvorgänge   durchgeführt. Hiebei kann durch das erste Schaltmittel das Aufschalten zwecks Mithorehens nach vorhergegangener Prüfung beliebig oft wiederholt werden, bevor der nächste Schaltvorgang (Trennen) eingeleitet wird. Überdies kann ein einmal eingeleiteter automatischer Ruf durch das erste Schaltmittel abgestellt und durch das zweite Sehaltmittel neuerlich eingeleitet werden. 



   Das eine Schaltmittel der Vermittlungsstelle dient für die Einleitung der Prüfung, für das Absuchen eines Mehrfaehanschlusses, das Aufsehalten zwecks   Mithorehens   und für die Abstellung des Rufes, wogegen das andere Schaltmittel das Trennen niederwertiger Verbindungen, das Rufen selbst bzw. die Einleitung des automatischen Rufes bewirkt. 



   Überdies werden gemäss der Erfindung einzelne der den Verbindungseinrichtungen an und für sich zugeordneten Relais, u. zw. das Impulsrelais, das Speiserelais für den gerufenen Teilnehmer und das Rufrelais für die Einleitung der besonderen   Schaltvorgänge   für die hochwertigen Verbindungen (Fernverbindungen), mitverwendet : das Impulsrelais für die Einleitung des Prüfvorganges, der Aufsehaltung zwecks Mithorehens und der Rufabsehaltung, das Speiserelais des gerufenen Teilnehmers für die Einleitung der Umschaltung für die hochwertige Verbindung und   schliesslich   das Rufrelais für das Trennen und für den   Ferruf.   



   In der Abbildung ist ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung gezeichnet. Die hochwertigen Verbindungen sind Fernverbindungen, welche beispielsweise von einer Fernvermittlungsstelle FV zu einem an einen Leitungswähler   LW   eines Selbstanschlussamtes angeschlossenen Teilnehmer   T   hergestellt werden. 



   Niederwertige Verbindungen sind   Ortsverbindungen,   welche z. B. zwischen den beiden Teilnehmern   Ti     und T   hergestellt werden sollen. 

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   Die Leitungswähler   Lu sied   in   dem Ausführungsbeispiel   als Drehwählersystem ausgebildet. Es ist bekannt, einen 100teiligen Leitungswähler aus mehreren kleinen 10teiligen Drehwählern zusammenzusetzen. In den bekannten Anordnungen besteht solch ein 100teiliger Leitungswähler aus einem Zehner- 
 EMI2.1 
 naehgeordneten Ferngruppenwähler   FGW, wodurch   das Relais CC anspricht und mit seinem Kontakt gel den Prüfstromkreis zum   Leitungswähler LIF vorbereitet.   



   Bei der nun folgenden   Nummernwahl   legt der   Wählscheibenkontakt   ik impulsmässig Erde an die   I (-Ader   und erregt das Relais FA im Fernrelaissatz FRS :
1. Erde, ik, St, Kl, FA im FRS, Minus. 



   Während jeder Impulsserie spricht das Verzögerungsrelais FV an :
2.   Erde, c 4. J. FT'. Minus.   



   Die   Zählimpulse   werden durch   Kontakte In.   7 auf die abgehende Leitung La übertragen:
3. Erde, fe1, fb1, fa7. La. 



   Die erste Impulsserie gelangt zum FGW, welcher sich nach Beendigung derselben auf einen freien LW einstellt und diesen belegt. 



   Im   Li spricht   das Relais C an : 
 EMI2.2 
 



   Im   FRS spricht   das hoehohmige Relais S an und hält sieh mit s 7 parallel zu h1: das Relais Y ist niederohmig und spricht nicht an. 
 EMI2.3 
 
8. Erde, fc4. g1. G, Minus. 



   Das Relais H wird durch den Kontakt g 7 durch Kurzschluss seiner Wicklung verzögert zum Abfall gebracht und kann nicht mehr ansprechen. Vorher wurde mit den Kontakten   nod 9 2   eine vorübergehende Stromerhöhung eingeleitet, wodurch im LW das Relais Y anspricht :   9.   Minus, g2, h8, fe2, Lb, EW 2, Y, t7, c2, Erde. 



   Durch diese Erregung des Speiserelais Y des gerufenen Teilnehmers in LW wird die Umschaltung des LW für den Fernbetrieb eingeleitet, und es spricht das Fernrelais Fan :
10. Erde, e2, p5, q1, (r1), FI, y7, Minus, und hält sieh über :
11. Erde, e2, 05, q1 (r1), FI f2, Minus. 



   Das Relais   If wird erregt über   :   12.   Erde, e2, TrII, a 8, 12, Minus. Das Relais W dient, wie später beschrieben wird, als Rufabschalterrelais bei niederwertigen (Orts-) Verbindungen. 



   Der erste für die Herstellung hochwertiger Verbindungen erforderliche besondere Schaltvorgang (Umschaltung) ist also selbsttätig bei Belegung der umzuschaltenden Verbindungseinrichtung (LW) vor der Wahl durch eine im Verbindungsweg angeordnete Einrichtung (FRW) eingeleitet worden. Jetzt ist der erreichte   Leitungswähler   derart umgeschaltet, dass er nach der später vollzogenen Wahl unter den Einfluss der an der Fernvermittlungsstelle FV angeordneten Schaltmittel (Tasten AT, TRT) kommt, bei deren Betätigung mit Hilfe des Fernrelaissatzes FRS alle noch erforderlichen besonderen Schaltvorgänge eingeleitet werden können. 
 EMI2.4 
 kreis für den Zehnerwählermagneten DZTV gebildet :
13. Erde, e2, a2, VI, u7, EW3, DZW, Minus. 



   Das Relais V zieht während der Impulsserie an und hält verzögert : bei Beendigung der Impulse fällt V ab und schaltet das Relais U ein :
14. Erde, e3, ZW2, EWe (0-Stellung), v7, U, Minus. 



   Die nachfolgende Einerimpulsserie stellt den durch den Zehnerwähler ZW gekennzeichnten Einerwähler EW ein :
15. Erde, e2, t   a 2, VI. M 7. Z, DEW, Minus.   



   Das Relais V spricht wieder an, hält sich verzögert, so dass das Relais   U   weiterhält über :
16. Erde, e3, ZW2, EWe (Nullbahn), q8, u2, n7, U, Minus. 



   Nach Beendigung der Einerwahl fällt V und danach U ab. Das Priifrelais P kann jedoch nicht prüfen, da der Kontakt 14 geöffnet hat. 



   Der Leitungswähler LW ist jetzt vorbereitend eingestellt. Von der Fernvermittlungsstelle wird nun die Prüfung durch Drücken der Aufschaltetaste AT eingeleitet. Dadurch wird durch den Tasten- 

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 EMI3.1 
 



   Das Relais FV wird durch ta 4 erregt. 



   Die vom FRS abgehenden Leitungen La und Lb werden an Erde über FD bzw. Minus über SI gelegt. Im Leitungswähler   L Yr ist   aber nur die Erdung der La-Leitung wirksam, da der Kontakt a 2 im LIT öffnet, bevor auf die Lb-Leitung der Minuspol angelegt wird, was durch die Taste AT, wie erwähnt, bewirkt wird. Im Leitungswähler LW wirkt sich also nur die Erdung der a-Ader (La) aus und dient das Impulsrelais A des LW in diesem Falle zur Einleitung des Prüfvorganges, indem es das   Fernprüfrelais Q   an die e-Ader legt. 
 EMI3.2 
 mittlungsstelle   beeinflusst,   zwecks Prüfeinleitung vom Impulsrelais (Kontakt a 2) an die Prüfader angeschaltet. 



   Wenn der gewählte Teilnehmer frei oder ortsbesetzt ist, so spricht das Relais Q durch die Spannungsverteilung auf der e-Ader an. Ist dagegen der Teilnehmer schon fernbesetzt, so kann das Q-Relais nicht ansprechen, da die c-Ader geerdet ist. In diesem Falle (fernbesetzt) wird das Besetztzeichen eingeschaltet über :
21. Erde, BZ. ZW1, c3, m1, w4, u4, p4, AII, K6, C3, Erde. 



   Beim Ansprechen des Relais A ist nämlich das Relais   IF abgefallen,   weil der Kontakt a 8 den Stromweg für die   WII-Wicklung   geöffnet hat. 
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23. Erde, e3. VII, q4, c 5, Minus. 



   Durch das Ansprechen aller Kontakte von Q ist ein   Aufsehalte-und Mithorchweg   hergestellt, da auch das W-Relais durch Kontakt a8 des Impulsrelais A abgefallen   ist. * Die   Fernvermittlung kann nun 
 EMI3.4 
 b-Ader, MT. 



   Beim Loslassen der Aufschaltetaste AT wird im LW das Relais A zum Abfallen gebracht, der Kontakt a 8 bringt wieder das W-Relais zum Ansprechen und der Mithorchstromweg 24 wird unterbrochen, da die Kontakte w3 und w7 öffnen. 



   Ein neuerliches Drücken der Aufschaltetaste   11' erregt   wieder das Impulsrelais A im LW dauernd. das If-Relais fällt ab und der Mithorchweg ist wiederhergestellt. 



   Es ist somit das eine Ziel der Erfindung erreicht ; in diesem Zustand ist der zur Herstellung der hochwertigen Verbindungen (Fernverbindungen) erforderliche besondere Sellaltvorgang (Aufschaltung zwecks Mithorchens) nach vorhergegangener Prüfung beliegig oft wiederholbar. Gleichzeitig wird ein für andere Zwecke dienendes und vorhandenes Relais   fImpulsrelais. 1)   zur Einleitung dieses besonderen Schaltvorganges mitverwendet. 



   Ist jedoch der gewählte Teilnehmer frei. so wird auch beim erstmaligen Drücken der Aufschaltetaste AT das Relais Q ansprechen und den Mithorehweg 24 herstellen. Beim Loslassen der Taste AT wird das Relais P (da die e-Ader frei ist) sofort ansprechen, den Teilnehmer prüfen und fernbesetzen. 
 EMI3.5 
 diesem Stromkreis spricht DEW nicht an. 



   Die e-Ader wird direkt an Erde gelegt (fernbesetzt) über :
27. Erde, c2, p5, w9, m7, a1, e-Arm EW; bzw. auch über :
28. Erde,   c2. pJ. m./, c-. \rm. 611'.   



   Es seien noch kurz die Vorgänge für einen   Mehrfaehanschluss   beschrieben, wobei vorauszuschicken ist, dass in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel die Auswahl von   Mehrfaehanschlüssen   nur für den 
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   Der Beginn des   Absuchens     aller Mehrfachansehlüsse   setzt ein, wenn in der Fernvermittlung FV die Aufschaltetaste AT gedruckt wird. Es spricht wieder das Relais   A   an und legt das   Femprüfrelais   Q an die e-Ader. Gleichzeitig öffnet der Kontakt a 8, wodurch das Relais W verzögert abfällt. So wird erreicht, dass der erste   Mehrfachanschluss   durch das prüfende Relais Q erfasst wird, falls kein Vorkontakt vorgesehen ist. Erst wenn das   W-Relais   abgefallen ist,   schliesst   der Kontakt w 1 den Weiterschaltekreis zwecks Absuchens der   Mehrfachanschlüsse   und erregt das Relais M über :
29. Erde,   EWd     (Mehrfachkontaktbank),   MI, MII, w1, v2, c7, p1, EW1 (Nullbahn), DEW,
Minus.

   Das Relais M spricht an, schliesst mit Kontakt   m 2   seine hochohmige Wicklung MII als Ver- 
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 I tätigt die Kontakte   ew 1   und   pw 2.   Der Kontakt ew2 dient als Sicherheitskontakt für die Mehrfach-   konta1. -tbank EWd,   während der Kontakt   ew 1   das Relais V erregt :
30. Minus,   c5, e, VII, cj, Erde.   Es wird nun wieder das Relais   IF erregt über   :
31. Erde, e2, WII, m 6, v 5, f 2, Minus. 
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 öffnet, s fällt V und nachher   W   ab. Dadurch wird wieder der DEW eingeschaltet usw., solange bis ein freier   Mehrfachansehluss   erreicht ist (P zieht an) oder bis an der Mehrfachkontaktbank EWd keine Erde mehr angeschlossen ist.

   Das Relais U wird während der ganzen Zeit durch Kontakt m 4 weitererregt. 



   Die Relais V und   TV   zusammen arbeiten also mit DEW als   Unterbrecher.   Der Einerwähler wird bei Fernbetrieb verhältnismässig langsam weitertransportiert ; im Gegensatz zum Ortsbetrieb, bei dem das Relais W nicht mitarbeitet und nur das Relais V in Funktion steht, also der Einerwähler rasch weitertransportiert wird. Dies ist für den nicht gezeichneten Fall wichtig, dass auch zwischen orts-und fernbesetzten Mehrfachanschlüssen geprüft wird. Es muss dann die Prüfung dem Fernprüfrelais Q übertragen werden, da nur dieses zwischen orts-und fernbesetzt unterscheiden kann ; das normale Prüfrelais P unterscheidet nur zwischen frei und besetzt. Da aber das Fernprüfrelais Q, wie beschrieben, auf den Zu- 
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 die des normalen Prüfrelais P.

   Aus diesem Grund muss die Geschwindigkeit der Weiterschaltung beim Absuchen von Mehrfachanschlüssen im Fernverkehr kleiner als die im Ortsverkehr sein. Dies wird eben durch die geschilderte Betriebsweise des Leitungswählers für Mehrfaehanschüsse im Fernbetrieb erreicht. Das bei niederwertigen Verbindungen vorhandene Ruf-Abschalte-Relais W, bei hochwertigen Verbindungen unter dem Einfluss des mehreren Zwecken dienenden Impulsrelais stehend, dient zur Herstellung des Mithorchstromweges sowie mit verminderter Suchgeschwindigkeit zur Einleitung und Durchführung des Absuchens von   Mehrfachansehlüssen.   



   Ist also ein freier   Mehrfaehansehluss   erreicht, so spricht das dauernd durch den Kontakt   1n   5 prüfende Prüfrelais P an und setzt den   Einerwähler   durch Kontakt p1 still : 
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   Es fällt nun das Relais   111   ab, wodurch das   Fernprüfrelais   Q anspricht über :
33. Erde,   e 2, a 2, VI, u 7, EW 3   (Nullbahn), QI f7, m8, f8, c-Arm EW bzw sich sofort über seine Wicklung   QII   und das P-Relais über q 5 hält usw., wie schon beschrieben. Die   c-Ader   des erreichten Anschlusses wird direkt an Erde gelegt und fernbesetzt über :
34. Erde, c 2, p   5,   m 8, f8, c-Arm EW. 



   War jedoch kein   l\1ehrfachanschluss   frei, so gelangt der Einerwähler bis zum letzten Mehrfachanschluss (an der Mehrfachbank EWd ist keine Erde mehr angeschlossen) und bleibt dort stehen, das M-Relais fällt ab, und das Besetztzeichen wird eingeschaltet (Stromweg 21). 
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 dienen also im Fembetrieb nicht nur für die Einleitung des Prüfvorganges, für die Aufschaltung und zum Mithorchen, sondern sie dienen auch zur Einleitung und Durchführung des   Absuchens   von Mehr-   fachanschlüssen   ; denn es ist klar, dass beim Loslassen der Aufschaltetaste AT der Suchvorgang unterbrochen und durch neuerliche Betätigung   der Aufschaltetaste   bis zum Ende durchgeführt werden kann. 



   I Falle, dass der Teilnehmer ortsbesetzt ist, wird nach dem Prüfen, Aufschalten und Mithorchen von der Fernvermittlung FV aus durch Drücken der Ferntrennruftaste TRT das bestehende Ortsgespäch getrennt. Die Trennung erfolgt in dem Ausführungsbeispiel dadurch, dass die a-, b-, c-Adern des gewünschten Teilnehmers alle an Erde gelegt werden, wodurch die Auslösung der Ortsverbindung in bekannter Weise vor sieh geht. Durch die Ferntrennruftaste TRT wird die b-Ader an Minus gelegt und im LW spricht das Rufrelais R zum erstenmal an : 
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   Bei Herstellung hochwertiger Verbindungen wird demnach zwecks Trennung einer niederwertigen Verbindung die Erdung der Sprech-und Prüfadern vom Rufrelais bei seiner ersten Erregung im Zusammenwirken mit dem Fernumschaltrelais und dem Fernprüfrelais bewirkt. 



   Beim Loslassen der Taste   TRT   fällt das Relais R ab ; es verschwindet die Erdung der   c-Ader   und das Relais P spricht an :
40. Erde,   c 3, ZW 2,   EWe (Nullbahn), q8, PII, w9, m7, a1, c-Arm EW. Relais P spricht an, hält sich und erregt neuerlich das Relais F über :
41. Erde, e 3, ZW 2, EWe (Nullbahn), q FIII, PIIII, p1, EW1 (Nullbahn), DEW Minus. Die c-Ader liegt nun direkt an Erde (fernbesetzt) :
42. Erde,   c2, q 5, m 8, S, c-Arm EW.   



   Der jetzige Zustand ist derselbe wie nach dem Prüfvorgang bei einem freien Teilnehmer. Durch neuerliches   Drücken   der Taste TRT bei der Fernvermittlung   FV   wird nun der Fernruf eingeleitet. Es wird wieder die b-Ader an Minus gelegt, wodurch der Fernrelaissatz FRS die abgehende Leitung   Lb   an Minus legt und im LW das Relais R erregt wird. Gleichzeitig wird im Fernrelaissatz FRS das Rufrelais FR 
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 unmittelbar unter dem Einfluss der Ferntrennruftaste TRT und durch seine Wicklung   PBII   unter dem Einfluss der automatischen Rufeinrichtung LU 1. Durch die Betätigung von TRT können also beliebig lange Rufe ausgesendet werden. Das Rufrelais R im LW wird nach Stromweg 36 vom Fernrelaissatz FRS aus eingeschaltet und sendet zum Teilnehmer Rufstrom über :
46.

   Erde, Wechselstrom RM, r 7, Y, p   8,   b-Arm EW, Teilnehmer, a-Arm EW, p   7,'w 5,   y   1,   Minus. 



  Der Kontakt r 2 öffnet, so dass über die Kondensatoren K.   3 und K2   ein Teil des Rufwechselstromes als Freizeichen zur Fernvermittlung FV gelangt. 



   Wird während des automatischen Fernrufes bei der Fernvermittlung FV die Aufschaltetaste AT gedrückt, so wird der Fernruf abgestellt. Durch neuerliches Drücken der Ferntrennruftaste TRT kann er jedoch wieder in der beschriebenen Art und Weise in Gang gesetzt werden. Die Abschaltung wird wie folgt durchgeführt. Durch das Drücken der Taste AT wird zuerst die a-Ader geerdet und kurz darauf die b-Ader an Minus gelegt. Es wird dadurch einerseits im FRS durch den Kontakt fat und anderseits im LW durch den Kontakt   a2   das Relais   S im FRS zum   Abfall gebracht. Dadurch öffnet der Kontakt s 1 den Haltestrom für das   Femrufrelais   FR (Stromweg 44), wodurch auch der Stromweg 45 für den automatischen Fernruf des Fernrufschalters LU 1 unterbrochen wird. 



   Das Rufrelais R des Leitungswählers LW ist nur abhängig vom Fernrelaissatz. Die Wicklung RII, welche für einen normalen Ortsruf dient, ist nämlich durch den Kontakt w 2 des W-Relais bzw. v 4 des V-Relais abgeschaltet, so dass der Ortsrufschalter LU 2 unwirksam bleibt. Es dient demnach das an 
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 niederwertigen Verbindung bzw. für den Fernruf selbst. 



   Die Ferntrennruftaste TRT dient zur Trennung einer Ortsverbindung bzw. für den Fernruf ; die Aufschaltetaste AT dient ausser zu den schon beschriebenen Vorgängen im Zusammenwirken mit dem auch für andere Zwecke verwendeten Impulsrelais   A   des LW auch für die Abstellung des schon in Gang befindlichen automatischen Fernrufes. 



   Somit ist auch das andere Ziel der Erfindung erreicht, wonach ein einmal in Gang gesetzter automatischer Fernruf abgestellt und neuerlich eingeleitet werden kann. 



   Hebt der gerufene Teilnehmer Tn 2 ab, so spricht in der Sprechschleife das Y-Relais und danach das Impulsrelais   A   an, wodurch der Kontakt   a2 öffnet, im FRS   das S-Relais abfällt und der Fernruf abgestellt wird. 
 EMI5.3 
 hält, da Kontakt a 8 öffnet, weiter über :
47. Erde,   e 2, WI,'W 8, Y 7,   Minus. 



   Der Sprechweg verläuft nun über : 
 EMI5.4 
 p 8, r 2, K 2, Lb, K 8, Kl, St, b-Leitung im FV. 



   Legt der Teilnehmer   Tn   2 bei Gesprächsschluss auf, so fallen die Relais   A   und Y des Leitungs-   wählers   LW ab. Der Leitungswähler wird jedoch nicht ausgelöst, sondern es wird nur das   Schlusszeichen   
 EMI5.5 
 

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 wodurch der Kontakt te 3 den belegten Ferngmppenwähler   FGIF und durch   diesen über den Kontakt   oc   1 den belegten   Leitungswähler N7 freigibt.   Im Fernrelaissatz FRS schaltet das Relais FC die noch angeschalteten Relais ab. Im Leitungswähler   LW fällt   das Relais C ab. Durch die Kontakte c 2,   c.   5 fallen die Relais P. F, Q, V,   If ab.   



   Es wird daher folgender Heimlaufstromkreis für den Einerwähler geschlossen : 
 EMI6.1 
 in der Ruhestellung, so erhält der Zehnerwähler Heimlaufstrom über :
52. Erde. RU, c7, p1, EW 1 (Ruhestellung), ZW3 (Nullbahn), DZW, Minus,
Die   Schaltvorgänge   bei Herstellung einer Ortsverbindung unterscheiden sich dadurch, dass bei Belegung des Leitungswählers LIV von einem Gruppenwähler (I. GW) keine vorübergehende Erregung des Relais Y erfolgt. Es sprechen daher auch nicht die Relais Fund Wan. Der rufende Teilnehmer   Tn   1 belegt beim Abheben einen   Anrufsueher   AS (Relais T und AC angezogen), erhält Speisestrom über   CJ.   
 EMI6.2 
 



   Die vom rufenden Teilnehmer ausgesendeten Wählimpulse betätigen das Relais   6L4, welches   dieselben durch den Kontakt ga 1 zum Relais A im LW überträgt. Die Einstellung des   Zehner-und     Einerwählers   erfolgt in der bereits früher beschriebenen Weise. Nach der Einerimpulsserie fällt das Relais V und danach verzögert das Relais U ab. In dieser Zeit wird. da der Kontakt f4 nicht geöffnet hat. das normale Prüfrelais P angeschaltet über :
53. Erde, e3, ZW2, EWe (Nullbahn), q8, u2, v1, f4, PII, PI, c-Arm EW usw. 



   Ist der Teilnehmer besetzt, so spricht das Relais P nicht an, und das Besetztzeichen wird in Stromweg 21 eingeschaltet. 



   Ist jedoch der Teilnehmer frei, so spricht das Relais P an und hält sich über seine niederohmige Wicklung PI : 
 EMI6.3 
 



   Mit dem Kontakt   1'7 wird   wieder der Wechselstrom   (KM)   zum gewünschten Teilnehmer angeschaltet. 



   Hebt der gerufene Teilnehmer ab, so spricht zuerst das Relais Y, dann das   Rufabschalterrelais     R'   und schliesslich das Relais   A   an. 
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  57. Erde, e2, WII, a8, y7, Minus. W hält sich über : 58. Erde,   c2, If7, M8,/2, Minus.   



  Der Kontakt w5 5 wird umgelegt, so dass jetzt auch das Relais A anspricht : 
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   Der Kontakt   M'2 unterbricht   den Stromkreis 54 für das Relais R. 



   War der gewählte Anschluss ein besetzter Mehrfachanschluss, go wird der Einerwähler bis zu einem freien   Anschluss   weitergesehaltet, indem nach der Einerimpulsserie das abgefallene Relais V mit t'2 den Stromweg für das Relais M herstellt und der DEW Strom erhält. Der Kontakt ew. 1 erregt wieder das Relais V, dieses unterbricht   mit v 1   den Stromweg für den DEW usw. Das Relais W sprieht jetzt. im Gegensatz zum Fernbetrieb, nicht an, da der Kontakt ' 5 durch den nicht   umgeschalteten   Kontakt f2 unwirksam ist. 



   Es erfolgt also. wie schon erwähnt, eine bedeutend raschere Fortschaltung des Einerwählers beim 
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   Die Auslösung des Leitungswählers erfolgt im Ortsverkehr, wenn der rufende und angerufene Teilnehmer auflegen. Dadurch fallen die Relais   C, J, Y und   in der Folge auch die Relais P und W ab. Dadurch sind die Heimlaufstromkreise für den Zehner- und Einerwähler hergestellt. wie sie bereits im Fernverkehr beschrieben wurden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sehaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Verbindungseinrichtungen zur Herstellung von verschiedenwertigen Verbindungen zu Einfach- und Mehrfachanschlüssen über für hoch-und niederwertige Verbindungen geeignete Verbindungseinriehtungen. wobei die für die Herstellung von hochwertigen Verbindungen erforderlichen besonderen Schaltvorgänge (Umschalten, Prüfen.
    Aufschalten zwecks Mithorehens, Trennen, Rufen) in der notwendigen Reihenfolge durchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass an der die besonderen Schaltvorgänge einleitenden Stelle ('V) durch lediglich zwei Sehaltmittel (Tasten AT und TRT), von denen das eine fAT) an die eine Sprechader Spannung und an die andere Sprechader Erde legt. das andere (TRT) nur an eine Sprechader Spannung legt.
    sämtliche besonderen Sclmltvorgänge durchgeführt werden und hiebei das Aufschalten zwecks Mithorehens nach vorhergegangener Prüfung mit Hilfe des ersten Schaltmittels UT) beliebig oft wiederholbar ist, bevor der nächste Schaltvorgang (Trennen) durchgeführt wird, und ein einmal eingeleiteter automatischer Ruf durch das erste Schaltmittel (AT) abgestellt und durch das zweite Schaltmittel (TRT) neuerlich eingeleitet werden kann. <Desc/Clms Page number 7>
    2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass der erste für die Herstellung hochwertiger Verbindungen erforderliche besondere Schaltvorgang (Umschaltung) selbsttätig bei Belegung der umzusehaltenden Verbindungseinrichtung fLI durch eine im Verbindungsweg angeordnete Einrichtung (FYRS) eingeleitet wird.
    3. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass von den den Verbindungseinrichtungen (LW) an und für sich für andere Zwecke zugeordneten und für die Einleitung der besonderen Schaltvorgänge für die hochwertigen Verbindungen mitverwendeten Relais das Impulsrelais 4J für die Einleitung des Prüfvorganges, der Aufschaltung zwecks Mithorchens und der Rufabschaltung, das Speiserelais (Y) des gerufenen Teilnehmers für die Einleitung der Umschaltung für die hochwertige Verbindung und endlich das Rufrelais (R) für das Trennen einer niederwertigen Verbindung und für den Fernruf dienen.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellung hochwertiger Verbindungen das Fernpriifrelais (Q) zwecks Prüfeinleitung vom Impulsrelais an die Prüfader angeschaltet wird.
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass bei Herstellung hochwertiger Verbindungen zwecks Trennung einer niederwertigen Verbindung die Erdung der Spreeh-und Prüfadern vom Rufrelais bei seiner ersten Erregung bewirkt wird.
    6. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein bei niederwertigen Verbindungen zur Rufabschaltung dienendes Relais on bei hochwertigen Verbindungen. unter dem Einfluss des Impulsrelais (4) stehend, zur Herstellung des Mithorchstromweges sowie mit verminderter Suchgeschwindigkeit zur Einleitung und Durchführung des Absuehens von Mehrfachanschlüssen dient.
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung hoch- EMI7.1 Prüfung, für das Absuchen eines Mehrfaehansehlusses. das Aufschalten zwecks Mithorchens und für die Abstellung des Rufes dient, wogegen das andere Schaltmittel (TRT) das Trennen niederwertiger Verbindungen, das Rufen selbst bzw. die Einleitung des automatischen Rufes bewirkt.
AT143936D 1934-06-23 1934-06-23 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen. AT143936B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT143936T 1934-06-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT143936B true AT143936B (de) 1935-12-10

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ID=3642891

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AT143936D AT143936B (de) 1934-06-23 1934-06-23 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen.

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