AT143318B - Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels.

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AT143318B
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Hans Fattinger
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Hans Fattinger
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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Das Verfahren hat zum Gegenstande, sowohl den bei Verwendung eines   Kalküberschusses   als auch den beim Arbeiten mit wenig Kalk nach den üblichen Verfahren der Zuckerfabrikation erhaltenen Scheideschlamm, der bisher als wertloses Abfallprodukt angesehen worden ist, als Futtermittel nutzbar zu machen. Die Tiere weigern sich ihn, so wie er normalerweise in den   Zuckerfabriken   abfällt, aufzunehmen. 
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 saftung so wie er ist, bloss getrocknet, als Futtermittel oder als Beifutter zu   eiweiss-und phosphorsäure-   armen Futtermitteln verwendet werden können.

   Abgesehen auch davon, dass dieser Schlamm nur bei sorgfältigster Überwachung der Arbeitstemperatur und des Gehaltes an gelöstem Kalk im Safte in einer genügend filtrierbaren Beschaffenheit gewonnen werden kann, ist die allgemeine Einführung dieses Verfahrens offensichtlich deshalb unterblieben, weil es den Hauptzweck der Rübenzuckerfabrikation zugunsten eines Nebenproduktes opfern will. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung   hingegen   vermeidet, auf die in der Zuckerfabrikation allgemein üblichen Vorgänge   Einiluss   zu nehmen, es verzögert und verteuert sie nicht, gestaltet sie vielmehr rentabler, indem es den in der Zuckerfabrikation bei normaler Betriebsweise in grossen Mengen anfallenden Scheideschlamm oder den   Saturationssehlamm   bzw. den in einem einzigen Verfahrensgange erhaltenen   Scheidesaturationsschlamm   durch eine einfache Zubereitungsart nutzbar macht, u. zw. in der Weise, dass man ihn vorerst von seiner pressgutartigen Beschaffenheit befreit, indem man ihn mit einem Beifutter wie Getreidekleie, Heumehl, Ölkuchenmehl u. dgl.

   vermischt, das seinen, das Aufnehmen seitens der Tiere   hindernden   ungewohnten Geschmack und Geruch verdeckt, worauf das 
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 zwecke für die verschiedenen Nutztiergattungen Rücksieht zu nehmen. 



   Beispielsweise haben die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Futtermittel folgender Zusammensetzung in mehreren   Zuehtbetrieben     ausnahmslos   sehr gute Resultate ergeben : Für Mastrinder   10%   Schlamm,   50 %   Kleie,   40% Ölkuchenmehl,   Für Jungvieh   15%   Schlamm,   50%   Kleie,   35ago   Kleeheumehl, 
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Durch die erfindungsgemässe Zubereitungsmethode der   Rohschlämme   der Zuekerfabrikation, die eine eigenartige Kombination von Massnahmen in sich schliesst, die zwar teilweise an sich auch bei der Herstellung anderer Futtermittel   üblich   sind,

   wird nicht nur die Heranziehung der bei normalem Betrieb anfallenden Rohschlämme zu Fütterungszwecken ermöglicht und ein neues wertvolles Futtermittel gewonnen, sondern auch erreicht, dass es unbegrenzte Haltbarkeit sowie beste Transport-und 

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 dass es von den Tieren gerne aufgenommen und gut ausgenutzt wird. Auch von Knochenerweichung befallene Tiere erholen sich nach Fütterung mit dem erfindungsgemäss hergestellten Kraftfuttermittel in ganz auffallend kurzer Zeit und entwickeln sich zu gesunden und kräftigen Tieren, was offenbar auf die bisher unerkannte gute Assimilationsfähigkeit insbesondere der mineralischen Bestandteile des normalen Scheidesaturationssehlammes zurückzuführen ist. 



   Bei Vorhandensein von zirka 10 bis 15% Schlamm in der Gesamtfutterration ist der Bedarf des Organismus der Nutztiere an Mineralstoffen gedeckt und sie erhalten je nach Alter und Fütterungszweck mit der diesen entsprechenden geringeren oder grösseren Futterration die jeweils angemessene 
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 achtet, entgegen der bisherigen Anschauung, wonach die Verwertung des normalen   Seheidesehlammes   zufolge der Gegenwart grösserer Mengen kohlensauren Kalkes für   Futterzwecke unmöglich   sei, dass selbst 
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 bereiteten Schlammfutters als zur Deckung des Kalkbedarfes erforderlich ist, irgendwelche gesundheitliche Nachteile, z. B.

   Verdauungsstörungen, wie solche bei Verfütterung übermässiger Mengen von   Schlämmkreide   auftreten, sich nicht einstellen, sondern dass der   überschüssige   Kalk mit den Exkrementen glatt abgeht, was auch insofern ein weiterer Vorteil ist, als hiedurch eine Anreicherung des Düngers mit den für alle landwirtschaftlichen Kulturpflanzen erforderlichen Kalksalzen erfolgt. 



   Je nach der Betriebseinriehtung der den Abfallstoff liefernden Zuckerfabriken und dem Fütterungs-   zweck können   den Rohschlämmen vor ihrer Zubereitung auch die unverdorbenen Rückstände in den   Pülpe-und Eiweissfängern   der Zuckerfabriken einverleibt werden, die bekanntlich Schnitte, Fasern u. dgl. 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.

   Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels, dadurch gekennzeichnet, dass man den in der Zuckerfabrikation bei normaler, auf hohe Zuckerausbeute gerichteter   Betriebsführung   anfallenden Scheide-oder den Saturationsschlamm bzw. den in einem einzigen Verfahrensgange erhaltenen Scheidesaturationsschlamm vorerst mit einem den Geschmack und Geruch desselben verdeckenden Beifutter und   zweckmässig   mit wenig Wasser zu einem homogenen, knetbaren Brei verrührt, diesen sodann in eine krümelige, körner-,   blättchen- oder griesartige   Form bringt und hierauf vorteilhaft bis auf 10% Wassergehalt trocknet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass dem Scheide-oder dem Saturationsschlamm bzw. dem Scheidesaturationsschlamm der Rückstand der Pülpefänger oder der Eiweissfänger der Zuckerfabriken zugesetzt wird.
    3. Tierfuttermittel oder Beifutter, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Scheide-oder Saturationssehlamm bzw. den in einem einzigen Verfahrensgange erhaltenen Scheidesaturationssehlamm. der auf hohe Zuckerausbeute abzielenden Zuckerfabrikation.
AT143318D 1933-05-22 1933-05-22 Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels. AT143318B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747259C (de) * 1938-05-31 1944-09-18 Sangerhausen Ag Maschf Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels
DE747450C (de) * 1941-08-26 1944-10-02 Hans Fattinger Verfahren zur Verhuetung der Selbsterhitzung von vollwertigen Zuckerruebenschnitzeln und von Steffenschnitzeln unter gleichzeitiger Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747259C (de) * 1938-05-31 1944-09-18 Sangerhausen Ag Maschf Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels
DE747450C (de) * 1941-08-26 1944-10-02 Hans Fattinger Verfahren zur Verhuetung der Selbsterhitzung von vollwertigen Zuckerruebenschnitzeln und von Steffenschnitzeln unter gleichzeitiger Herstellung von hochwertigen Futtermitteln

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