DE705155C - Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln

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Publication number
DE705155C
DE705155C DED73917D DED0073917D DE705155C DE 705155 C DE705155 C DE 705155C DE D73917 D DED73917 D DE D73917D DE D0073917 D DED0073917 D DE D0073917D DE 705155 C DE705155 C DE 705155C
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DE
Germany
Prior art keywords
ztr
feed
meal
production
concentrated feed
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Expired
Application number
DED73917D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Draude
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Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE705155C publication Critical patent/DE705155C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/20Animal feeding-stuffs from material of animal origin
    • A23K10/22Animal feeding-stuffs from material of animal origin from fish

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln Bekanntlich zeigen unsere besten Kraftfuttermittel einen hohen Eiweißgehalt, z. B. Palmkernmehl 36%, Sojaschrot 460'o, Erdnußkuchen 50% usw. Abgesehen davon, daß diese Stoffe aus dem Auslande eingeführt werden müssen, werden sie leicht ranzig, erwärmen sich dadurch selbst und fangen unter Umständen nach einige Zeit dauernder Lagerung an zu schimmeln.
  • Es ist nun schon vorschlagen worden, zur Herstellung solcher Kraftfuttermittel auch Inlandsausgangsstofle zu verwenden. Bekannt ist z. B. ein Futterbrot, das durch Backen eines .aus Schrot, Kleie, Melasse und Hefe bereiteten Teiges hergestellt wird. Bekannt ist es des weiteren, sog. Mischfuttermittel zu verwenden, denen z. B. Fischmehl beigemischt wird. Durch Zusatz dieses Stoffes kann an sich der Eiweißgehalt erhöht werden. Die Verwendung desselben hat jedoch folgende Nachteile Die Fütterung von Fischmehl bzw. solches enthaltenden Futtermitteln bringt den großen Nachteil mit sich, daß das Fleisch bzw. die Erzeugnisse der mit diesen Mitteln gefütterten Tiere, beispielsweise Milch oder Eier usw., tranigen Fischgeschmack annehmen, so daß sie teilweise sogar ungenießbar werden.
  • Es ist nun schon vorgeschlagen worden, Tierfuttermittel, z. B: Gerste, mit etwa der gleichen Menge Fischmehl zu vermischen und dem Gemisch Anis zuzusetzen. Dadurch soll die Freßlust der Tiere angereizt werden. Bekannt ist es des weiteren, Frischfleisch und Abfälle von Seetieren mit Melasse zu vermischen, um diese Futtermittel geschmacklich zu verbessern. Durch diese Verfahren werden jedoch die oben geschilderten Nachteile nicht vermieden.
  • Es wurde ferner vorgeschlagen, die dem Fischmehl eigentümlichen Geruch- und Geschmackstoffe dadurch zu entfernen, daß dieselbe bei etwa 8o bis 9o' r bis 2 Stunden unter kräftigem Rühren mit Wasserstoffsuperoxyd behandelt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die dem Fischmehl eigentümlichen Geruch- und Geschmackstoffe auf einfachste Art dadurch endgültig beseitigen kann, daß man das Fisch-
    mehl mehrfach finit Wasserdampf buliandch.
    Hierbei. nitib entweder für ständige Zti- uncl
    Abführung des Dampfes gesorgt werden, oder
    aber man führt den Dampf in einen gc-
    schlosseilen Ofen ein, wo die Schwaden auf
    das Fischmehl einwirken können, und läUlt
    ihn dann nach einigen -Minuten wieder ab,
    worauf das Verfahren wiederholt wird. Gute
    Ergebnisse wurden z. B. bei viermaliger
    Wiederholung der Dampfeinwirkung erzielt.
    Auf jeden Fall inti13 die Behandlung jeweils
    so lange durchgeführt bztv. wiederholt wer-
    den, bis die abzielictlden Dämpfe nicht mehr
    riechen und schmecken.
    Das so hergestellte Fischmehl kann mit
    ausgezeichnetem Ergebnis beispielsweise eincin
    aus Schrot, Kleie. 1lelasse und Hefe be-
    reiteten 1`eiä zugetuischt und mit diesem zu-
    sammen auf an sich bekannte Art, z. B. nach
    dem Verfahren der Patentschrift .1y.300,
    verbacken %%-erden. Dein Teig können ge-
    gebenenfalls auch getrocknete Kartoffeln zu-
    gegeben werden, die z.13. durch Dämpfen
    von ganzen, geschälten Kartoffeln und nach-
    folgende Trocknung auf etwa i3e;o Wasser-
    gehalt erhalten «-erden.
    Ein auf die beschriebene Weise herge-
    stelltes Kraftbrot zeigt eine feste Beschaffen-
    heit und kann jahrelang gelagert werden,
    ohne daß es schimmelt oder brandbeschädigt
    wird. Je nach den l\Iischungsverhältnissen
    der Ausgangsstoffe -neigt es einen Eiw-eiß-
    gelialt von 30 bis 700o. Es kann in aus-
    gezeichneter Wirkung zur Fütterung von
    Milchvieh und Schafen, zur Schnell- und
    Dauermast von Schweinen, zur Fütterung
    von Zugvieh verwendet werden. Selbstver-
    ständlich muß es hierbei je nach den in Be-
    tracht _ kommenden Fütterungszwecken ent-
    sprechend zusammengesetzt sein.
    Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Futterbrot läßt sich für alle Fütterungszwecke verwenden, ohne daß durch das in dein Futtermittel enthaltene Fischnielil das Fleisch bzw. die Erzeugnisse der-mit dem Futter gefütterten Tiere Fischgeschmack bzw. tischähnlichen Geruch annehmen.
  • Das Futtermittel gemäß der Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß trotz des hohen erreichbaren Eiweißgehalts nur inländische Rohstoffe verwendet zu werden brauchen.
  • Ausführungsbeispiele 5oo kg Fischmehl üblicher Handelsart werden in einen geschlossenen Ofen eingebracht. In den Ofen führt man zweckmäßig von unten Dampf von etwa i oo ein und läl >t die Dampfschwaden etwa j -Iinuteil einwirken, worauf
    man den Dampf wieder abbläst. Diese Be-
    lrLndltiiig mit Dainpfscllwziden wird so häufig
    wiederholt, bis die abziehenden Dämpfe nicht
    mehr riechen und schmecken. Im allgemeinen
    ist dies nach etwa drei- bis viermaliges
    liebandlung der Fall.
    Das so behandelte Fischinchl wird bei-
    spielsweise in folgenden Mischungsverhält-
    nissen mit Schrot, Kleie, Melasse und Hefe
    zu einem Teig angerührt und mit diesem zu-
    sammen verbacke n
    i. Futtermittel, inslxsondere für Milch-
    vich und Pferde, -Mutterstuten und Fohlen.
    .1 Ztr. Schrot (oder 2 Ztr. Lupinenmehl
    und 2 Ztr. Luzernemehl), i Ztr. Klei,
    i Ztr. Hefe, i Ztr. Melasse (flüssig), i Ztr.
    getrocknetes Zuckerschnitzelmchl, i Ztr. ge-
    ruch- und geschmacklos gemachtes Fisch-
    mehl gemäß der Erfindung.
    2. Futtermittel, insheso iclerc für Milch-
    kühe, Schafe. Ziegen. .
    :1 Ztr. Schrot Moder 2 Ztr. Lupinenmehl
    und 2 Ztr. 1_tizernenlelll), 2 Ztr. Kleie, 2 Ztr.
    Hefe, .1 Ztr. nach dein Verfahren der Erfin-
    dung behandeltes Fischmehl, 2 Ztr. Melasse
    (fiiissig), 2 Ztr. Zuckerschnitzel, 2 Ztr.
    Trockentreber.
    3. Futtermittel, insbesondere für Zucht-
    sauen, Ferkel und Jungschweine.
    2 Ztr. nach dem Verfahren der Erfin-
    dung behandeltes Fischmehl, 2 Ztr. Trocken-
    treber, 2 Ztr. Zuckerschnitzel, i Ztr. Luzerne-
    mehl, i Ztr. Molke (getrocknet). Ztr. Me-
    lasse (flüssig), i Ztr. Knochenmehl, 1,'.i Ztr.
    Hefe.
    Futtermittel, insbesondere zur Steige-
    rung der Milchleistung bei Kühen, Schafen,
    Ziegen und sonstigen Muttertieren.
    :1 Ztr. Kartoffelmehl, das durch Dämpfen
    von ganzen, ungeschälten Kartoffeln auf etwa
    i 3 0fo Wassergehalt und anschließende Quet-
    schung und Kühlung erhalten wird, i Ztr.
    Kleie, i Ztr. Hefe, i Ztr. Melasse (flüssig),
    i Ztr. getrocknetes Zuckerschnitzelmehl, i Ztr.
    nach dem Verfahren der Erfindung geruch-
    und geschmacklos gemachtes Fischmehl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln ohne Fischgeschmack aus einem aus Schrot, Kleie, Melasse, Hefe und gegebenenfalls getrockneten Kartoffeln bestehenden Teig, dadurch gekeimzeichnet, daß dieser Teig mit Fischmehl vermischt wird, das vorher mehrfach mit Wasserdampf behandelt worden ist, worauf das Gemisch in üblicher Weise zu Futterbrot verbacken wird.
DED73917D 1936-11-14 1936-11-14 Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln Expired DE705155C (de)

Priority Applications (1)

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DED73917D DE705155C (de) 1936-11-14 1936-11-14 Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln

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DED73917D DE705155C (de) 1936-11-14 1936-11-14 Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln

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Publication Number Publication Date
DE705155C true DE705155C (de) 1941-04-18

Family

ID=7061513

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DED73917D Expired DE705155C (de) 1936-11-14 1936-11-14 Verfahren zur Herstellung von Kraftfuttermitteln

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DE (1) DE705155C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132788B (de) * 1957-10-14 1962-07-05 Christiansen & Meyer Vorrichtung zur Sterilisierung von Fisch- oder Fleischmehl

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1132788B (de) * 1957-10-14 1962-07-05 Christiansen & Meyer Vorrichtung zur Sterilisierung von Fisch- oder Fleischmehl

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