AT143236B - Elektrische Stromerzeugungsanlage mit Leistungsregler. - Google Patents

Elektrische Stromerzeugungsanlage mit Leistungsregler.

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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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  Elektrische Stromerzeugungsanlage mit Leistungsregler. 



   Es ist bekannt, Stromerzeugungsanlagen mit einem selbsttätigen Regler auszurüsten, welcher auf konstante Leistung der elektrischen Maschine regelt, so dass die Leistungsfähigkeit der elektrischen Maschine ausgenutzt wird. Unter Voraussetzung, dass sich die Betriebs-bzw. Netzverhältnisse nicht ändern, schützt so ein Regler auch die elektrische Maschine. Bekannt ist ferner, dass es erforderlich wird, für als abnormal   anzusprechende,   ausserhalb der normalen Betriebs-bzw. Netzverhältnisse fallende Extremfälle eine zusätzliche Schutzeinrichtung vorzusehen, welehe die selbsttätige Regelung dann wirkungslos macht, wenn trotz gleicher Leistung eine Überlastung eintreten kann,   d.   h. wenn bei Ver- 
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 überschritten wird. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf die Ausgestaltung des Leistungsreglers mit einer Zusatzeinrichtung, die den Regler derart   beeinflusst,   dass er anstatt der abgegebenen Leistung eine die Ausnutzung der Masehinengruppe bedingende Grösse, z. B. die thermische Beanspruchung des Stromerzeugers oder die Beanspruchung (Leistung) des nicht elektrischen Antriebsmotors, möglichst konstant hält. Zur Anpassung an verschiedene Betriebsbedingungen wird vorteilhafterweise die Grösse der Zusatzwirkung einstellbar gemacht. 



   Im Beispiel Fig. 1 stellt 1 einen nicht elektrischen Antriebsmotor vor, der von einer durch Flieh-   kraftregler     g   beeinflussten Steuerung geregelt wird. Dieser Motor treibt einen Drehstromgenerator 3 an, welcher die erzeugte elektrische Energie in ein Drehstromnetz liefert, dessen Frequenz in gewissen Grenzen schwankt. Um trotz der schwankenden Frequenz die Leistung konstant zu halten, wird ein beispielsweise nach dem Ferrarisprinzip arbeitender   elektriseher   Leistungsregler 4 verwendet, der durch 
 EMI1.2 
 Netz gelieferte Wirkleistung auch bei schwankender Frequenz konstant bleibt. Jener Leistungswert, welchen der Regler konstant hält, kann durch den Vorwiderstand 6 verändert werden.

   Bei Sinken der Netzspannung würde aber, da die Erregung fix eingestellt ist, der vom Drehstromgenerator erzeugte Strom trotz gleichbleibender Wirkleistung steigen und für den Generator gefährlich werden können. 



  Der Regler besitzt daher noch ein zweites, vom Strom beeinflusstes Ferrarissystem 4c, welches ein mit dem Strom stetig wachsendes, dem Drehmoment des Leistungsreglers gleichsinniges Drehmoment erzeugt und somit jenen Leistungswert, auf den das Leistungsrelais anspricht, herabsetzt, so dass die Leistung des Antriebsmotors auf jenen tieferen Wert gesteuert wird, welcher der vom Generator noch ohne Überlastung abgebbaren Scheinlast (Kombination aus Wirk-und Blindlast) entspricht. An Stelle des vom Strom durchflossenen Ferrarissystems kann auch eine auf anderm Prinzip beruhende zu-   sätzliche   Einrichtung, etwa eine Zusatzfeder, deren Zugkraft von einem Solenoid 4c geändert wird (strichliert gezeichnet), verwendet werden.

   Die vom Regler konstant zu haltende Leistung kann mit dem Vorwiderstand 6, die Grösse der zusätzlichen Strombeeinflussung durch den Nebenwiderstand 7 ver- ändert werden. 



   Fig. 2 zeigt als Beispiel die Regelung eines Gleichstromerzeugers. Hier wird die Belastung des Gleichstromgenerators 8 durch Änderung des Erregerstromes mittels des Regulierwiderstandes 9a geregelt, welcher einen   elektrischen Fernantrieb ?   besitzt. Dieser Fernantrieb wird von einem elektrischen Leistungsregler 10 gesteuert, dessen Stromspule 10a von dem vom Generator erzeugten Strom'durch- 

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 flossen ist.   ln   dem Luftspalt des vom Generatorstrom erregten Magnetfeldes ist an einem Dreharm   10c   die bewegliche, an der Maschinenspannung liegende Spule lOb angeordnet. Das Drehmoment entspricht dem Produkt von Spannung und Strom, also der abgegebenen Gleichstromleistung. Dieser Regler steuert mit seinem Kontaktapparat 10d den Antrieb 9b des Widerstandes.

   Damit aber einerseits im   Bereieh   grosser Stromstärken, in denen der Wirkungsgrad des Gleichstromgenerators wesentlich kleiner ist als bei kleinen und mittleren Strömen, der Antriebsmotor nicht Überlastet wird, anderseits aber im Bereich der kleinen und mittleren Ströme trotzdem die Leistung des Antriebsmotors voll ausgenutzt 
 EMI2.1 
 den verschiedenen Wirkungsgrad berücksichtigende Einwirkung kann etwa erfolgen ; 
A) Durch ein   zusätzliches,   vom Strom gesteuertes System. 



   1. Durch Erzeugung eines Zusatzdrehmomentes auf das bewegliche System durch ein gesondertes, vom Strom durchflossenes System, etwa in sinngemässer Abänderung der Zusatzeinrichtung von Fig. 1 in Anpassung an Gleichstrom. Es genügt jedoch auch, das bewegliche System ausser mit einer Spannungspule mit einer zusätzlichen Stromspule zu versehen. 



   2. Es können aber auch durch eine vom Strom durchflossene Magnetspule das bewegliche System samt den Gegenkontakten oder die Gegenkontakt allein derart verschoben werden, dass die Mittellage der beweglichen Spule im Feld derart geändert wird, dass bei grösseren Stromstärken die bewegliehe Spule in einem stärkeren Teil des Feldes schwingt, wodurch der Regler bei grösseren Stromstärken auf entsprechend geringere Leistung regelt. Diese Anordnung ist in Fig. 2 angedeutet, in welcher sowohl der Dreharm 10c samt der das Gegendrehmoment erzeugenden Feder als auch die Gegenkontakt 10d 
 EMI2.2 
 spule des Relais und damit zum magnetischen Feld durch die vom Solenoid   10e   erzeugte Kraft ver- ändert wird. 



   B) Ohne Zuhilfenahme eines Zusatzsystems. 



   1. Durch Ausnutzung der   Eisensättigung,   z. B. der Sättigung eines als magnetischen Nebenschluss verwendeten Eisenstüekes. In Fig. 3 tritt wieder die am Dreharm   10c   befestigte Spannungspule lOb in Wechselwirkung mit dem von der Stromspule 10a erzeugten magnetischen Feld. Von diesem Feld wird jedoch ein Teil durch den magnetischen Nebenschluss   1M abgelenkt,   so dass jener Feldteil, mit dem die Spannungsspule in Wechselwirkung tritt, als Streufeld anzusprechen ist.

   Bei grossen Strömen wird infolge der steigenden Sättigung im   Nebenschluss   der perzentuelle Teil des Streufeldes grösser sein als bei kleinen Strömen und wird das Relais entsprechend dem verschiedenen Sättigungszustand im   Nebenschluss   bei höheren Stromstärken auf einen niedrigeren Leistungswert regeln als bei kleinen Stromstärken. 



   2. Durch Anbringung eines   Eisenstückes   oder eines permanenten Magneten am beweglichen System im Bereich des von der fixen Stromspule erzeugten Magnetfeldes. In Fig. 4 tritt wieder die bewegliche   Spannungsspule j Ob mit dem von   der fixen Stromspule   10a   erzeugten Feld in Wechselwirkung, jedoch wirkt auf den Dreharm ausser der Kraft dieser Wechselwirkung auch noch eine Anziehungskraft zwischen dem Streufeld und dem   Eisenstück     10e".   Da aber das Streufeld desto grösser wird, je grösser das Feld ist, ist diese zusätzliche Kraft nicht konstant, sondern abhängig vom Feld und damit von dem das Feld erzeugenden Strom. 



   In allen Fällen wird zur Anpassung an die zu regelnde Maschine vorteilhafterweise die Grösse der Beeinflussung einstellbar gemacht. Bei den Einrichtungen nach A wird etwa der Strom des Zusatzsystems durch einen einstellbaren   Nebenschluss 7   in (Fig. 1 und 2) geschwächt. Bei Punkt   B 1   wird das den magnetischen Nebenschluss bildende   Eisenstüek   10e' (Fig. 3) verschiebbar angeordnet, das gleiche gilt für das in Wechselwirkung mit dem Streufeld tretende Eisenstüek   10e" bei   der Einrichtung B 2   (Fig.   4).

   Bei geeigneter Ausbildung der Einstellvorrichtung lässt sich nicht nur die Grösse der Beeinflussung für einen Punkt verändern, es ist vielmehr auch möglich, die Grössenverteilung der Beeinflussung über den Bereich der Kurvenform einer gegebenen Maschine anzupassen. 



   Durch eine weitere zusätzliche Einrichtung, welche ebenfalls die im vorstehenden beschriebenen Mittel benutzt, kann ausser der vorbeschriebenen stetigen Beeinflussung auch noch bei extrem hohen Strömen ein Steuern im Sinne einer Leistungserhöhung überhaupt verhindert werden, ohne hiefür einen besonderen Apparat anzuwenden. Im Beispiel Fig. 1 erhält der Magnetkern des die Zusatzfeder spannenden Solenoids 4c'einen Arm 4d', welcher   bei normalen Strömen   eine Drehung der Reglerwelle zulässt, jedoch von einer bestimmten extremen Stromstärke an in die Bahn des auf der Welle befestigten, kurbelartigen Anschlages   4e'tritt   und damit eine weitere Steuerung im Sinne der Leistungserhöhung überhaupt verhindert.

   Im Beispiel Fig. 3 ist ein Anschlag   M/' aus magnetischem Material   vorgesehen, welcher bei normalen Strömen durch die Feder lOg so hoch gehalten wird, dass er das Spiel der bewegliehen Spannungsspule nicht hindert. Bei Ansteigen des Stromes über einen bestimmten einstellbaren 

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   Wert ist das Streufeld, in dem sich der Anschlag befindet, so gross, dass die Federkraft überwunden wird und sich der Anschlag so weit senkt, dass er die Aufwärtsbewegung der beweglichen Spannungsspule, welche einer Leistungserhöhung entsprechen würde, überhaupt verhindert. 



  Die beschriebenen Einrichtungen können für die verschiedensten Zwecke von Vorteil sein, insbesondere für automatische Unterstationen oder kleine Zusatzkraftwerke, die die Leistung der Antriebsmotoren soweit als möglich ausnutzen sollen, ohne jedoch zu einer Überlastung des Antriebsmotors bzw. des Generators bzw. beider Maschinen zu führen. Ferner ist die Einrichtung von Vorteil für alleinarbeitende Stromerzeugungsanlagen, bei denen ebenfalls sowohl die Ausnutzung der Antriebskräfte, als auch der Schutz der Maschinen verlangt ist wie bei den Stromerzeugungsanlagen für Schiffe, Schienenfahrzeuge od. dgl. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Stromerzeugungsanlage mit einem auf die Antriebsmaschine oder auf den Stromerzeuger einwirkenden elektrischen Regler, welcher von der abgegebenen elektrischen Leistung des Stromerzeugers gesteuert wird und eine angenähert konstante Leistung einregelt, dadurch gekennzeichnet, dass dieser von der abgegebenen elektrischen Leistung des Stromerzeugers gesteuerte Regler von einer zweiten, den Belastungszustand, insbesondere den Leistungsfaktor oder den Wirkungsgrad des Generators, kennzeichnenden Messgrösse derart beeinflusst ist, dass sich jene elektrische Leistung einstellt, bei welcher keine Überlastung des Generators bzw. des Antriebsmotors oder beider eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Stromerzeugungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beeinflussung nur bis zu einem bestimmten Grenzwert stetig erfolgt, darüber hinaus jedoch, wie an sich bekannt, ein Regelvorgang überhaupt verhindert wird.
    3. Stromerzeugungsanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als zweite, den Wirkungsgrad des Generators kennzeichnende zusätzliche Messgrösse die abgegebene Stromstärke verwendet wird.
    4. Stromerzeugungsanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Zusatzgrösse gesteuertes gesondertes System oder zumindest eine gesonderte Magnetspule ein Zusatzdrehmoment erzeugt.
    5. Stromerzeugungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein gesondertes, von der Zusatzgrosse gesteuertes Organ auf das bewegliche System des Leistungsreglers derart einwirkt, dass die Mittellage der beweglichen Spule in dem (inhomogenen) Feld der festen Spule verschoben wird.
    6. Stromerzeugungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für die Erzielung der zusätzlichen Beeinflussung die Stromspule des elektrischen Leistungsreglers selbst herangezogen wird.
    7. Stromerzeugungsanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen magnetiscneu Nebenschluss (10e') jener Feldteil, welcher mit dem beweglichen System (lOb) in Wechselwirkung tritt, derart verändert wird, dass er bei Steigen des Stromes mehr als proportional anwächst.
    8. Stromerzeugungsanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem beweglichen System (lob) ein vorteilhafterweise in seiner Lage einstellbares Eisenstück (10e") verbunden ist, das in zusätzliche Wechselwirkung mit dem Feld des festen Teiles (lOa) tritt. EMI3.1
AT143236D 1934-04-26 1934-11-27 Elektrische Stromerzeugungsanlage mit Leistungsregler. AT143236B (de)

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