<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Riefeln abgenützter Pneumatikreifen von Fahrzeugen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Riefelung von zu glatten Gummireifen abgenutzten Pneumatiks von Fahrzeugen. Pneumatikfahrzeugreifen werden in bekannter Weise so hergestellt,
EMI1.1
den Gummigrundkörper verteilt, wobei die Rippen während des Giessens des Reifens ausgebildet werden. Der Gummigrundkörper wird, wie bekannt, auf dem gebräuchlichen., Canvas"-Leinen aufgebracht. Während des Fahrens werden die Rippen, welche insbesondere zur Verminderung des Sehleuderns dienen, bis zur Oberfläche des Grundkörpers abgeschliffen, so dass der Reifen in diesem Zustand glatt erseheint.
Nunmehr trägt zwar der Gummigl11ndkörpl'r wenig zur Widerstandsfähigkeit des Reifens bei, doch wird diese Funktion grösstenteils durch die feste Canvas-Leinenfütterung erfüllt. Es ist daher zu bemerken, dass zwar einem glatten abgefahrenen Reifen noch immer eine ansehnliche Laufzeit zugemutet werden könnte, dass es jedoch gefährlich erscheint, eine weitere Benutzung eines solchen Reifens mit einer wesentlich vermehrten Gefahr des Scleuderns zu erkaufen.
Der Erfindungsgegenstand ist eine Einrichtung zum Erneuern glatt abgefahrener Reifen zum Zwecke der Erhöhung ihrer Laufzeit. Der Ausdruck.. erneuern" bedeutet hier die Neuausbildung von Nuten in dem Teil des Reifens, der bei normalem Lauf mit dem Boden in Berührung kommt.
Demgemäss sieht die Erfindung eine Einrichtung zur Riefelung eines Reifens vor, bei welcher eine an einem Rahmengestell befestigte Schneidvorrichtung Nuten in die Lauffläche eines Reifens schneidet, welcher durch am Rahmengestell vorgesehene Rollen oder Walzen abgestützt und in drehende Bewegung versetzt wird. Ausserdem sind am Rahmengestell Mittel zur Sicherung des Reifens in der Drehungsebene vorgesehen.
Im folgenden sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung zum Nuten von Fahrzeugreifen beschrieben und in den Zeichnungen veranschaulicht, wobei die Fig. 1-6 das Beispiel einer Einrichtung darstellen, welche zum Nuten von auf einem Fahrzeugrad befestigten Reifen verwendet wird, und die Fig. 7-10 eine entsprechende Einrichtung zum Nuten von nielit auf einem Fahrzeugrad befestigten Reifen zeigen. Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Maschine. Fig. 2
EMI1.2
sind, Fig. 3 ist eine Rückansicht der Fig. 1 und zeigt das Schneidmesser in der Arbeitsstellung.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Sclneidvorriehtung. Fig. 5 ist eine Seitenansicht der in Fig. 4 dargestellten Schneidvorrichtung, Fig. 6 ist eine Einzelansicht einer Reifenführungsrolle, Fig. 7 ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform des Nutenschneidapparates, welche als Zusatz zu der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung verwendet werden kann, Fig. 8 ist eine Ansieht in der Pfeilriehtung des in Fig. 7 dargestellten Rahmenteiles, Fig. 9 ist eine Detailansicht eines in Fig. 7 gezeigten Rahmens, und Fig. 10 ist eine Teilansicht der Stütze nach Fig. 7.
Die in den Fig. 1-6 mit besonderer Beachtung der Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Einrichtung enthällt hauptsächlich ein Rahmengestell, welches aus zwei an jedem Ende durch Verbindungsstangen 11 miteinander verbundenen Seitenständern 10 besteht, und zwei geriefelte Treib-und TragroIIen jfS für den
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
EMI2.2
ein im Innern des röhrenförmigen Gehäuses befestigtes Gleitstück. 36 angeordnet ist.
Im unteren Ende des Gehäuses 26 ist eine drehbare Hülse 37 eingesetzt, welche durch das Handrad 38 gedreht wird und in ihrer Lage im Gehäuse 26 durch eine in eine Ringnut 40 der Hülse eingreifende Wurmschraube 39 gehalten wird. Der obere Teil der Hülse 37 ist innen bei 41 mit Gewinde versehen, welches dem Aussengewinde des Werkzeughalters 33 angepasst ist, und es sei bemerkt, dass die durch das Handrad 38 bewirkte Drehung der Hülse 37 den gegen Drehung durch das Gleitstück 36 im Gehäuse 26 gesicherten Werkzeughalter 36 axial in dem Gehäuse 26 fortbewegt. Dies ermöglicht die Einstellung der Schnittiefe des Schneidwerkzeuges 32.
Um z. B. einen abgenutzten, glatten Reifen des Vorderrades eines Motorfahrzeuges wieder zu nuten, wird die Vorderradachse gehoben und die Vorrichtung so unter das zu bearbeitende Rad geschoben, dass der Reifen zwischen die vertikalen Führungsrollen 18, 19 zu liegen kommt. Hierauf wird die Vorderachse so weit gesenkt, bis der Reifen fest auf den Treibrollen 12 aufsitzt. Die Vertikalführungsrollen. 18, 19 werden in der Querrichtung zur Sicherung der Reifenseitenwände verstellt und sodann in der geeigneten Stellung festgeklemmt. Die Schneidvorrichtung wird nun über jenen Teil des Reifens gebracht, der zu riefeln ist, und das Schneidmesser wird hierauf mittels des Handrades 38 auf die entsprechende Schnitttiefe eingestellt.
Durch Drehung der Welle 15 wird das Vorderrad und dessen Reifen in Drehung versetzt und eine saubere regelmässige Rinne in den glatten Reifen eingeschnitten. Hierauf wird die Sehneidvorrichtung quer zur Lauffläche weiter verstellt in eine entsprechende Stellung zur Bildung einer weiteren Rinne, worauf das Nutenschneiden so lange fortgesetzt wird, bis die Wiederinstandsetzung des Reifens durch eine genügende Anzahl von Nuten vollendet erscheint.
Die in den Fig. 7-10 veranschaulichte Abänderung des Erfindungsgegenstandes ist für das Nuten von nichtaufgezogenen Reifen bestimmt. Um den Verwendungsbereich der nach den Fig. 1, 2 und 3 beschriebenen Maschine zu vergrössern und diese Maschine nicht nur für in üblicher Weise auf Rädern aufgezogene Reifen, sondern auch für nicht aufmontierte Pneumatik zum Nuten verwenden zu können, ist eine Abänderung des Rahmengestelles notwendig.
Es ist klar, dass im Falle des nicht auf einem Fahrzeugrad aufmontierten Reifens in einer vertikalen Ebene eine Stütze vorgesehen werden muss, um während des Schneidvorganges unerwünschte Bewegungen quer zur Reifenebene zu verhindern ; ebenso ist eine Unterstützung in der Vertikalebene gegen unerwünschte Bewegungen in der Reifenebene während des Schneidens an der Lauffläche notwendig. Zum Zwecke der Unterstützung des Reifens gegen unerwünschte Querbewegungen senkrecht zur Reifenebene sind die Seitenwände 10 des Rahmengestelles zur Aufnahme von Seitenstützrollen zusätzlich zu den Rollen 18, 19 abgeändert. Ein weiteres Paar Rollen 42, von welchen nur eine in Fig. 7 gezeichnet ist, ist mit den Seitenwänden 10 verbunden.
Diese Rollen 42 sind in gleicher Weise wie die Rollen 18, 19 quer verstellbar ; zu diesem Zwecke ist eine weitere Verbindungsstange 11 a (Fig. 10) zwischen den Seitenwänden 10 eingesetzt und bildet einen Zweipunktträger für einen Schlitten 43, welcher an den Verbindungsstangen 11 und 11 a verschiebbar und an denselben in jeder Lage mittels der Knebelschrauben 44 festklemmbar ist. Die Rollen 42 sind abnehmbar ausgebildet, zu welchem Zweck der Schlitten 43 an seinem oberen Ende bei 43a eine Bohrung aufweist, in welche der die Rolle 42 tragende
<Desc/Clms Page number 3>
Bolzen 45 eingepasst ist. Am gleichen Ende der Seitenwände 10, an welchem die Rollen 42 angebracht sind, ist ein Ansatz 46 für eine Strebe 47 ausgebildet.
An diese Strebe 47 ist bei 48 ein U-förmiger Rahmen 49 angelenkt, dessen freie Enden in den Verbindungsstücken 50 mittels der Knebelschrauben 51 befestigt sind. Die Verbindungsstücke 50 besitzen Bohrungen, in welche die Enden von Hakenstangen 52 eingeschraubt sind, deren hakenförmig gekrümmte Enden 58 in die Querstange 77 eingehängt sind, welche zur Sicherung der Hakenstange 52 bei 17a vierkantig ausgebildet ist. Zwischen den in Fig. 8 gezeichneten
Hakenstangen 52, welche an den beiden Seiten des Rahmens befestigt sind, ist ein Joch 54 angeordnet, welches mittels der Handräder 55 längs der Stangen 52 verschiebbar ist.
Das Joch 54 ist in der Mitte bei 56 mit einer Öffnung versehen, durch welche eine Stange 57 durchgesteckt ist, die einen Fixierungstift 58 zur Verhinderung des Herausfallens aus der Bohrung 56 trägt. Das untere Ende der Stange 57 ist in einem Rollenträger 59 eingeschraubt, an welchem vier Rollen 60 befestigt sind. Diese Rollen 60 dienen dazu, die Innenfläche des Reifens zu halten und ein Ausweichen von der in den Fig. 1-3 dar- gestellten Schneidvorrichtung unmöglich zu machen. Um zu verhindern, dass das Messer zu tief in die
Lauffläche des Reifens eindringt, sind die Rollen 60 mittels einer Feder 61, die sich mit einem Ende gegen das Joch 54 und mit dem andern Ende gegen den Rollenträger 59 stützt, gegen die Innenseite des Reifens angepresst.
Zur Verhinderung einer Drehung der Stange 57 in ihrer Längsachse ist ein im Verbindungs- stück vorgesehenes Gleitstück 54a vorhanden, welches in eine Nut an der Stange 57 eingreift.
Die Verbindungsstücke 50 halten auch die freien Enden des U-förmigen Rahmens 62, welcher in Fig. 9 dargestellt ist. Dieser U-förmige Rahmen ist mittels einer Knebelschraube 68a an den Verbindungsstücken 50 festgeklemmt. Zwei Seitenstützrollen 6'3 sind an den Querstangen 64 verschiebbar angebracht, welch letztere am Rahmen 62 verschiebbar und in jeder Lage mittels der Flügelschrauben 65 festklemmbar sind. Die Rollen 63 können gegeneinander eingestellt und in jeder Lage an den Quer- stangen 64 mittels der Flügelschrauben 66 festgeklemmt werden. Zur Unterstützung des Rahmens 62 in seiner hauptsächlich senkrechten Stellung sind die Streben 47 an den Seitenwänden 10 mit den Vertikalschenkeln des Rahmens durch die, Flügelmutter 67 verbunden.
Es sei bemerkt, dass die Rollen 18, 19, 42 und 6. 3 eine Dreipunktunterstützung für die Seitenwände des abgenützten Reifens bilden, wodurch unerwünschte Bewegungen quer zur Drehungsebene vermieden werden. Bei dieser Abänderung ist die Konstruktion der Reifentreibrollen 12 und der Schneidvor- richtung 20 gleichgeblieben ; es dienen aber naturgemäss die Rollen 60 zur Vermeidung unerwünschter Bewegung in der Drehungsebene des Reifens. Überdies sind diese Rollen 60 auch zur Unterstützung der Lauffläche an der Arbeitsstelle des Schneidmessers während des Schneidvorganges da.
Es soll noch erwähnt werden, dass Abänderungen in der oben beschriebenen Konstruktion sowie im Material und Einzelheiten gemacht werden können, ohne über den Schutzbereich der hier beschriebenen
Erfindung hinauszugehen. So z. B. wird in gewissen Fällen die Anbringung einer wellenförmigen Nut an der Lauffläche gewünscht ; in diesem Falle können die Führungsrollen 18, 19 exzentrisch ausgebildet werden, so dass die Lauffläche während ihrer Drehung gegenüber dem Schneidmesser eine schwingende
Bewegung ausführt. Zur Anbringung einer gewellten Nut an einem am Fahrzeugrad montierten Reifen wird es vorgezogen, dem Messerhalter an den Führungsstangen 11, 17 eine hin-und hergehende Bewegung zu verleihen, während der Reifen sich dreht.
Überdies kann der Reifenantrieb während des Schneidvorganges maschinell erfolgen, sei es durch den Motor selbst oder durch Batterien. Es kann auch gleichzeitig eine beliebige Anzahl Nuten geschnitten werden, u. zw. entweder beispielsweise an allen vier Rädern eines Kraftwagens zu gleicher Zeit oder auch bei einer beliebigen Anzahl von nicht an einem Fahrzeugrad aufmontierten Reifen. An Stelle der Treib- und Tragrollen können naturgemäss auch endlose Bänder verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Riefelung der Lauffläche von abgenützten Pneumatikreifen, gekennzeichnet durch eine an einem Rahmengestell (10) vorgesehene nicht angetriebene Schneidvorrichtung (20), welche mit am Rahmengestell (10) gelagerten, die Reifen abstützenden, mechanisch oder von Hand aus angetriebenen Stütz- bzw. Treibrollen (12), Walzen, endlosen Bändern od. dgl. derart zusammenwirkt, dass während der Drehbewegung des Reifens durch die Schneidvorrichtung (20) in der Drehungsebene verlaufende kreisförmige Nuten in die Lauffläche des Reifens geschnitten werden.