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Die Erfindung betrifft die Ausbildung von Verschlüssen für Blechdosen, insbesondere für Kon servenbüchsen, u. zw. so, dass der Verschluss mittels eines Schlüssels geöffnet werden kann.
Die bisherigen Verschlüsse dieser Art sind Sonderkonstruktionen, welche für die Herstellung und das Verschliessen der Dosen besondere Arbeitsgänge, Vorrichtungen und Maschinen erfordern. Dieser Umstand verteuert die Büchsen und erschwert ihre Einführung. Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen Nachteil, indem sie die Verschlüsse der bisher nur mittels Konservenöffners durch Aufschneiden zu öffnenden Dosen so ändert, dass einerseits leichtes Öffnen mittels eines jeder Dose beizugebenden Schlüssels möglich ist, anderseits weder Herstellungs-noch Versehliessvorgänge wesentliche Änderungen erleiden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. Fig. 1 ein Beispiel für Büchsen, deren Deckel aufgelötet wird. In dieser Abbildung ist der angesetzte Schlüssel durch dünne strichpunktierte Linien im Längsschnitt angedeutet. Fig. 2 zeigt den dazugehörigen Schlüssel.
Der Deckel 2 wird z. B. wie bisher auf dem Rumpf 1 der Büchse dadurch befestigt, dass sein Rand mit dem Rumpf 1 verlötet wird. Erfindungsgemäss wird vor dem Verlöten zwischen den Rand. 3 und den Rumpf 1 ein winkelförmiges Zwischenstück 4 aus dem gleichen Material wie Deckel und Rumpf eingese, hoben, so dass ein Schenkel desselben unter dem Rand. 3 parallel mit diesem liegt, während der andere als Zunge 4"vorsteht. Die Zunge 4" wird erfindungsgemäss so ausgebildet, dass der angesetzte Schlüssel gezwungen wird oder die Möglichkeit hat, mit der Längsrichtung des abzutrennenden Deckelrandes. 3 einen spitzen Winkel a einzuschliessen. Dies kann z.
B. dadurch geschehen, dass die Zunge 4", wie Fig. 1 veranschaulicht, so geformt wird, dass sie unter einem Winkel von 1350 bis 1500 bzw. 300 bis 450 hervorsteht. Der eingelötete Schenkel erhält zweckmässig eine Länge gleich der 4-bis 5fachen des Deckelrandes 3, damit die Lötverbindung genügend Festigkeit besitzt und sich beim Öffnen nicht löst. Nach dem Einschieben des Stückes 4 wird der Deckel wie bisher verlötet, wobei der unter dem Rand 3 liegende Schenkel mit eingelötet wird. Das Zwischenstück 4 kann auch auf andere Art am Deckelrand befestigt oder die Zunge 4"mit dem Deckel aus einem Stück hergestellt werden.
Der Schlüssel hat erfindungsgemäss möglichst nahe am Griff 5 einen so breiten Schlitz 6, dass die Zunge 4" in diesen Schlitz gesteckt werden kann. Der Schaft 7 des Schlüssels wird in Durchmesser und Länge so bemessen, dass der sich beim Öffnen vom Deckel"abtrennende und also als Abreissstreifen dienende Rand 3 sich darauf in einer Lage aufwickeln kann.
Will man die Büchse öffnen, so setzt man zuerst den Schlüssel dadurch an, dass man die Zunge 4" in den Schlitz 6 des Schlüssels einführt. Die Längsachse des Schlüssels schliesst dann mit der Längsrichtung des Deckelrandes. 3 einen spitzen Winkel a ein (s. Fig. 1). Hierauf dreht man den Schlüssel, wobei der spitze Winkel weiter eingehalten wird, was bewirkt, dass der Abreissstreifen einseitig und schräg gegen die Deckelkante 3" hin gezogen wird und dadurch das Blech gegen die Mitte des Deckels hin zu reissen bestrebt ist. Dies wird indessen durch die Kante 3" verhindert, und der Abreissstreifen trennt sich längs dieser Kante vom Dosendeckel ab. Auf diese Weise wird ein Reissen des sich abtrennenden Streifens vermieden.
Bei dem geschilderten Vorgang wickelt sich der Abreisssteifen 3 auf dem Schaft 7 des Schlüssels
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