AT142265B - Brennstempelvorrichtung, insbesondere zur Stempelung von Briefmarken, Stempelmarken und Schriftstücken. - Google Patents

Brennstempelvorrichtung, insbesondere zur Stempelung von Briefmarken, Stempelmarken und Schriftstücken.

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AT142265B
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Suess Nandor Praecisios Mechan
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Description


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    Brennstempelvorrichtung,   insbesondere zur Stempelung von Briefmarken, Stempelmarken und Schritt- stücken. 
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 greift unter die Spindel   li   und ist zu einem Kopf 19 ausgebildet, der die unter der Wirkung der Feder 18 stehende Prellplatte 17 aufnimmt. Auf der Welle 15 sitzt lose ein Plattenpaar 20, das aus zwei als zweiarmige Hebel ausgebildeten und voneinander in einer gewissen Entfernung befindlichen, gleiehgestalteten Platten besteht, die durch den Drehzapfen 21 mit dem Arm 22 gelenkig verbunden sind. Der Arm 22 ist mittels des Bolzens 24 mit dem Arm   2.'3   verbunden, der auf die Querwelle   25   gekeilt ist. Diese Welle steht unter Einwirkung der Feder 27 und ihr aus dem Behälter 1 herausragende Ende ist mit einer Kurbel 49 versehen. 



   In den Raum zwischen den beiden Platten des Plattenpaares 20 ist ein als zweiarmiger Hebel wirkender Hemmarm   28,   29 angeordnet   (Fig.-3   und 4), der durch den   Bolzen-j'l   an das Plattenpaar 20 angelenkt ist, wobei eine diesen Hemmarm mit dem Plattenpaar 20 verbindende   Feder 30   den Hemmarm in der Richtung des Pfeiles I der Fig. 3 zu drehen trachtet. Der Arm 29 ist hakenförmig und liegt an einen aus der Welle 15 herausragenden Bolzen 32 an. Zwischen den beiden Platten des Plattenpaares 20 ist noch ein mit der Drehwelle. 3. 3 versehener zweiarmiger   Hebel 3±"35   angeordnet, in dessen hakenförmig ausgebildeten Arm   33 das   Ende des Arms 28 eingehängt ist.

   Die Spannkraft der den Hebelarm 33 mit dem Plattenpaar 20 verbindenden Feder 36 trachtet den Arm   35   in der Richtung des Pfeiles II der Fig. 3 zu drehen. 



   Im Innern des Behälters 1 ist ein in eine Kapsel. 37 eingeschlossenes Uhrwerk oder eine andere beliebige Zeiteinstellvorrichtung angeordnet, wobei auf der aus der Kapsel herausragenden Welle 38 (Fig. 1 und 3) der gekrümmte Arm. 39 befestigt ist. Das freie Ende dieses Armes trägt eine Rolle 40. Aus 
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 Arm   41   eine Feder 42 gespannt ist. Am Arm   41   ist noch eine Stange 44 befestigt, deren Ende über den Arm, 39 greift und mit einem in der Längsrichtung verlaufenden Führungssehlitz 45 versehen ist, in den ein aus dem Arm 39 herausragender Bolzen 46 eingreift. 



   Zur Einstellung der Arbeitszeit des in der Kapsel 37 angeordneten Uhrwerkes oder der Zeiteinstellvorrichtugn ist in einer in der Wand des Behälters 1 ausgebildeten Vertiefung eine Kurbel 47 angeordnet (Fig.   l),   die von aussen durch einen Deckel, der geöffnet werden kann, verdeckt ist. Mit der Vorrichtung wird folgendermassen gestempelt :
Die Zeitdauer des Brennens hängt davon ab, welches Material gestempelt werden soll und es wird vorher durch entsprechendes Einstellen des Stellarms   47 die   Arbeitszeit des in der Kapsel. 37 befindlichen Uhrwerkes oder der Zeiteinstellvorriehtung eingestellt. Hierauf wird der entsprechende Stempelkörper 4 in der Fassung 3 des am Tragarm 2 befindlichen Heizkörpers befestigt, sodann im vorliegenden Falle mittels des Stromschalters 48 der Strom eingeschaltet und der Heizkörper erhitzt.

   Nach Erhitzung des Heizkörpers bzw. des Stempelkörpers wird das zu stempelnde   Schriftstück   auf die Unterlagsscheibe gelegt, worauf die Kurbel 49 im Sinne des Pfeiles   III   der Fig. 1 niedergedrückt wird. Hiedurch verdreht sich die Welle 25 gegen die Wirkung der Feder 27, demzufolge mittels des auf diese Welle gekeilten Armes   2.'3   und des mit diesem gelenkig verbundenen Armes 22 das Plattenpaar 20 um die Welle   15   im Sinne des Pfeiles I der Fig. 1 und 3 verdreht wird. Während dieser Drehung bewegt sich der zweiarmige Hebel   28,   29 mit dem zweiarmigen Hebel.   34, : 15,   da diese Hebel mittels der   Bolzen.'31 bzw..'3.'3 mit dem   Plattenpaar 20 verbunden sind.

   Der Hebelarm 29 stösst während seiner   Drehung mit dem   Plattenpaar   20   an den aus der Welle 15. herausragenden Zapfen 32 und nimmt die Welle   15   mit, so dass diese sich gleich- 
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 mehr auf die Begrenzungswand des Führungsschlitzes   45   der Stange 44 stätzt, demnach die Verriegelung des   Arms 3.

   9 aufhört.   Der Arm-39 wird durch den Arm   41   mittels der Feder 42 um seine Welle 38 in der 
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 an den   Hebelarm 34 stösst.   Die Welle 15 dreht jedoch nicht nur den Arm 41, sondern auch den Hebelarm   16,   wodurch die an dessen Ende angebrachte Prellplatte   17   die Spindel   li   in der Führung 14 in lotrechter Richtung aufwärts drückt, so dass die mit dem Asbestfutter 11 versehene Scheibe 12 mit dem 
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 Stempelkörper 4 gepresst, bis die Welle 15 aus ihrer verdrehten Lage in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt. Dies erfolgt, wenn die am Ende des   Arms.'39 befindliche   Rolle 40 an den Hebelarm 4 stösst (Fig. 4).

   In diesem Augenblick verdreht sich nämlich infolge des Anstosses der Hebelarm 34, 35 um die   Welle 3. 3   in dem Pfeil II entgegengesetzter Richtung und. es kommen die Arme 35 und 28 ausser Eingriff. 



  Der Hebelarm 28 wird nun durch die Spannkraft der Feder   30   in die Lage gemäss der Fig. 4 gedreht, so dass der Arm 29 sieh vom Zapfen 32 entfernt und die Welle 15 frei wird. Diese Welle wird nun durch die Spannkraft der Feder 26 stossweise in ihre   ursprüngliche   Lage zurückgedreht, während welcher Rück- 
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 dieses Zapfens in seine frühere Lage   zurückgedreht   wird.   Nach Rückdrehung   der Welle 15 entfernt sich das Ende des Arms 16 von der Spindel   13,   so dass die Scheibe 12 infolge ihres Eigengewichtes in ihre frühere Lage   zurückfällt.   Die Welle   25   wird nach Loslassen der Kurbel 49 durch die Feder 27 in ihre frühere Stellung zurückgedreht. 

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   Die Zeitdauer des Einbrennens hängt davon ab, während welcher Zeit das Uhrwerk bzw. die Zeiteinstellvorrichtung den Arm 39 in jene Lage sich drehen lässt, dass seine Rolle 40 an den Hebelarm 34   stösst.   Das Uhrwerk bzw. die Zeiteinstellvorrichtung selbst bewegt nicht den Arm 39, denn dies bewirkt mittels der Feder 42 der Arm 41 ; das Uhrwerk bremst im Gegenteil die Verdrehung des Arms   39,   u. zw. dadurch, dass die Zahnräder des Uhrwerkes in ein auf die Welle 38 des Arms 39 gekeiltes Zahnsegment eingreifen. Durch entsprechende Einstellung des Arms 47 wird das Mass des Brennens geregelt, d. h. die   Ganggeschwindigkeit   des Arms 39 eingestellt. Diese Einstellung ist ganz unabhängig davon, ob die 
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 gekeilte Zahnsegment frei zurück und übt auf die Zahnräder des Uhrwerkes keine drehende Wirkung aus.

   Infolge der Führung der Scheibe 12 in lotrechter Richtung berühren Scheibe und Stempelteller einander genau auf ihrer ganzen Fläche und die im Kopf 19 befindliche Feder 18 sorgt dafür, dass bei verschieden starken Schriftstücken das Schriftstück gleichmässig an den Stempelkörper gedrückt wird. 



   Die Zeiteinstellvorrichtung kann auch statt eines Uhrwerkes eine beliebige andere mechanische oder mit Luftdruck oder mit elektrischem Strom betätigte Antriebsvorrichtung sein. 



   Die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung weicht nur darin von der vorerläuterten Ausführungsform ab, dass die mit der Asbestplatte 11 versehene Unterlagsscheibe 12 ortsfest ist und dass der Heizkörper bzw. der dort angebrachte   Stempelkörper   4 in lotrechter Richtung verschiebbar ist. 



  Zu diesem Zwecke sind am Gehäuse des Heizkörpers die parallelen Führungsarme 50 gelenkig befestigt, welche Arme gleichzeitig auch an der Wand des Behälters 1 gelenkig gelagert sind. Die Spindel 13 ragt nicht aus der Unterlagsscheibe, sondern aus dem Gehäuse des Heizkörpers heraus und das Ende 19 des Hebelarms 16 sitzt auf dieser Spindel. Die Feder 18 ist zwischen dem   Kopf teil 19   des Arms 16 und dem Gehäuse des Heizkörpers angeordnet und um die Spindel   7. 3 gewickelt. Im   übrigen ist die Zeiteinstellvorrichtung und die mit dieser verbundene Auslösvorrichtung dieselbe wie bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und   2,  
Die Ausführungsform gemäss Fig. 6 weicht nur darin von der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und 2 ab, dass die Zeiteinstellvorrichtung elektrisch betätigt wird.

   Zu diesem Zwecke ist der mit einer Rolle 40 versehene und um die Welle 38 sich drehende Arm. 39 als Weicheisenkern des Elektromagneten 51 ausgebildet. In die Leitung des Elektromagneten ist ein Kontakt 52 eingeschaltet, der durch einen bekannten bimetallischen Arm   53   betätigt wird. Die Leitung dieses Arms ist über den Widerstand 54 mit dem Kontakt 55 verbunden. Der auch in den Fig. 1 und 2 dargestellte Arm   2. 3   besitzt einen auch die Welle 25 überragenden Fortsatz   23',   an dem der eine Pol des Kontaktes 55 befestigt ist. Sonst ist die zwischen den   Arm : 39   und die Unterlagsscheibe geschaltete Antriebsvorrichtung dieselbe wie bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und 2. 



   Wird die Kurbel 49 nach unten gedreht, so wird die Unterlagsseheibe in der schon bekannten Weise an den Stempelkörper   4   gepresst und der Stromkreis über den Kontakt 55 geschlossen. Das erhitzte
Bimetall des Armes 5. 3 biegt sich infolge seiner bekannten Eigenschaft um den Punkt 56 und drückt die Pole des Kontaktes 52 aneinander, so dass der Stromkreis des Elektromagneten 51 über diese geschlossen wird. Der Elektromagnet reisst nun den   Arm. 39 an sich, stösst dessen   Rolle 40 an den Hebelarm S und macht hiemit in der schon beschriebenen Weise die Welle 15 frei, so dass die Unterlagsseheibe in ihre frühere Lage zurückkehrt.

   Sobald der Kontakt zwischen den Polen 55 unterbrochen ist, ist auch der über den Arm   53 führende   Stromkreis unterbrochen, der Arm kühlt sich ab und biegt sich in die lotrechte Lage zurück. Hiedurch wird beim Kontakt 52 auch der Stromkreis des Elektromagneten 51 unterbrochen und es kehrt auch der Arm 39 in seine frühere Lage zurück. Die einzelnen Organe werden in ihre ursprüngliche Lage durch bekannte Federn   zurückgeführt,   welche Federn auf der Zeichnung nicht dargestellt sind. Die Zeitdauer des Brennens kann durch entsprechende Einstellung des Widerstandes 54 geregelt werden, durch den erzielt werden kann, dass sich der   Arm-M   innerhalb kürzerer oder längerer Zeit erwärmt und den Kontakt nach kürzerer oder längerer Zeit betätigt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Brennstempelvorriehtung, insbesondere zur Stempelung von Briefmarken, Stempelmarken und Schriftstücken, mit Stempelkörper und Unterlagsseheibe, die durch einen Hebel in einer Führung bis zur Anpressung einander genähert und in dieser Lage während einer vorher bestimmten Zeit gehalten werden, wobei einer dieser Teile mit dem Heizkörper versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des Hebels   (16)   eine mittels einer Hebelübersetzung (20, 22, 2.

     durch Niederdrücken   eines Handgriffes (49) betätigte Klinke   (29)   angeordnet ist, die mit einer durch eine mechanische, pneumatische, elektrische oder elektromagnetische Zeitdauereinstellvorriehtung geregelten Auslöseinrichtung verbunden ist, die die Berührung zwischen dem Stempelkörper   (4)   und der   Unterlagsseheibe     (12)   nach Ablauf der festgelegten Zeitdauer, unabhängig von der Lage des Handgriffes, aufhebt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (16) auf eine unter Federwirkung stehende Welle (15) aufgekeilt ist und eine ihn betätigende Klinke durch den einen Arm (29) eines unter Federwirkung stehenden zweiarmigen Hebels (28, 29) gebildet wird, welche Klinke <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 EMI4.2
AT142265D 1934-07-11 1934-07-11 Brennstempelvorrichtung, insbesondere zur Stempelung von Briefmarken, Stempelmarken und Schriftstücken. AT142265B (de)

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