AT141884B - Trockenbeizmittel. - Google Patents

Trockenbeizmittel.

Info

Publication number
AT141884B
AT141884B AT141884DA AT141884B AT 141884 B AT141884 B AT 141884B AT 141884D A AT141884D A AT 141884DA AT 141884 B AT141884 B AT 141884B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
pickling
water
mercury
talc
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Meyer Ludwig Chem Fab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Meyer Ludwig Chem Fab filed Critical Meyer Ludwig Chem Fab
Application granted granted Critical
Publication of AT141884B publication Critical patent/AT141884B/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Trorkenheizmittel.   



   Es ist bekannt, das Stäuben von Trockenbeizmitteln durch Zusatz von Ölen zu verhindern. 



    Dieser Ölzusatz wirkt dann   störend auf die   fungieide Wirkung des Beizmittels,   wenn das in ihm ent- 
 EMI1.1 
 einen Restbefall. 



   Der Grund ist der, dass die Einwirkung des Quecksilberehlorids durch die wasserunlösliche Ölhaut teilweise verhindert wird. 
 EMI1.2 
 Temperatur das Zweieinhalbfache seines Gewichtes an Wasser aufnehmen unter bildung einer salbenartigen stabilen Masse, die für den gedachten Zweck besonders geeignet ist. 



   Folgende Beizmittel wurden hergestellt : 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> 5% <SEP> Quecksilberchlorid
<tb> 2% <SEP> Wollfett
<tb> 3%. <SEP> Wasser
<tb> 90% <SEP> Talkum.
<tb> 



  2. <SEP> 5% <SEP> Quecksilberchlorid
<tb> 4% <SEP> Isocholesterin
<tb> 91% <SEP> Talkum.
<tb> 



  3. <SEP> 5% <SEP> Quecksilberchlorid
<tb> 5% <SEP> Lanolin
<tb> 90% <SEP> Talkum.
<tb> 



  4. <SEP> 5% <SEP> Quecksilberchlorid
<tb> 3% <SEP> Isoeholesterin
<tb> 3%, <SEP> Wasser
<tb> 90% <SEP> Talkum.
<tb> 



  5. <SEP> 50, <SEP> 0 <SEP> Quecksilberchlorid
<tb> 4% <SEP> Lecithin
<tb> 910'Talkum.
<tb> 
 



   Steinbrandkranker Weizen. im   Verhältnis 2   : 1000 gebeizt, wurde   vollständig     entbrandet.   Das Stäuben des Beizmittels, das bei den beschriebenen quecksilberhaltigen Beizmitteln besonders lästig ist, wurde vollständig unterbunden. 



   Es wurde weiterhin gefunden, dass der beanspruchte Zusatz noch von besonders günstiger Wirkung   in bezug auf die Haftfähigkeit ist. kann der Zusatz ohne Verminderung der fungieiden Wirkung noch vermehrt werden, bis man eine bröckelige Masse erhält. Es zeigte sich nämlich, dass der Beiz-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Vorgang in den bekannten Troekenbeizapparaten nicht von der feinen Verteilung des Beizmittel abhängt, sondern ein Anreibevorgang ist ; das Beizmittel wird nicht auf die Körner aufgestäubt, sondern an die Körner angerieben. Auf diese Weise gelang es, nicht nur mehr Beizmittel auf die Körner zu bringen.. sondern auch den Beizvorgang zweckentsprechend auszuführen.

   Es wird durch die Bewegung der Beiztrommel nicht immer wieder Beizmittel von den Körnern abgestäubt, sondern das Beizmittel verteilt sich gleichmässig fortschreitend gemäss dem Fortschreiten des Anreibevorganges. 



   Bei Gegenwart geringer Mengen   wasserlöslicher     fungieider   Stoffe bieten die beanspruchten Zusätze den Vorteil, dass man das Fungicid in Wasser lösen, den Zusatz hinzufügen und mit dem Gemisch das Füllmittel nach und nach imprägnieren kann. Das zugefügte Wasser wirkt nicht störend auf die Gewichtsverhältnisse ein, da es mit dem beanspruchten Stoff stabil verbunden ist. 



   An Stelle von Quecksilberchlorid können andere fungicide Substanzen oder   Mischungen derselben :   verwendet werden, wie die weiteren Beispiele zeigen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 6. <SEP> 10% <SEP> o-Oxyphenyl-Quecksilberchlorid
<tb> 4% <SEP> Lanolin
<tb> 86% <SEP> Talkum.
<tb> 



  7. <SEP> 8% <SEP> Anhydrid <SEP> des <SEP> Oxyphenyl-Quecksilberhydroxyds
<tb> 16% <SEP> in <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Phenol <SEP> gebracht
<tb> 5% <SEP> Leeithin
<tb> 71% <SEP> Kaolin.
<tb> 



  8. <SEP> 10% <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> Cyan-Quecksilberkresols
<tb> 10% <SEP> Wasser
<tb> 5% <SEP> Isocholesterin
<tb> 75% <SEP> Talkum.
<tb> 



  9. <SEP> 10% <SEP> Natriumsalz <SEP> des <SEP> p-Oxyphenyl-Quecksilberacetats
<tb> 5% <SEP> Wollfett
<tb> 85% <SEP> Talkum
<tb> 10. <SEP> 20% <SEP> Kupferäthylsulfat
<tb> 10% <SEP> Wollwachs
<tb> 70% <SEP> Talkum
<tb> 11. <SEP> 5% <SEP> fethylquecksilbernitrat
<tb> 5% <SEP> Lecithin
<tb> 90% <SEP> Kaolin.
<tb> 
 



     Steinbrandkranker   Weizen wird durch Behandlung mit den genannten Desinfektionsmitteln, vorzugsweise im Verhältnis 2 : 1000, vollkommen entbrandet. Seine Keimkraft beträgt zwischen   9899Es,   während der ersten fünf Tage, ohne dass dabei Sporenkeime beobachtet wurden. Die genannten Desinfektionsmittel sind staubfrei und zeigen ganz ausgezeichnete Haftfähigkeit. Sie wirken nicht nur gegen Steinbrand (tilletia tritici), sondern auch gegen andere Samenkrankheiten, wie die Streifenkrankheit der Gerste (helminthosporium gramineum)   u.   a. 



   Setzt man den oben genannten Zubereitungen Arsenverbindungen zu, so wird ihre Wirksamkeit besonders gegen Phoma betae erheblich   verstärkt.   



   Allen genannten Mischungen können andere inerte Substanzen oder auch andere Fungicide, wie Kupfercarbonat, Kupferehlorid und   ähnliche   Stoffe sowie Stimulationsmittel, wie   Manganchlorid   u.   dgl.,   zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Trockenbeizmittel, gekennzeichnet durch Beimischung von wasseraufnahmefähigen Lipoiden, die gegebenenfalls mit soviel Wasser, wie sie aufzunehmen imstande sind, versetzt werden.
AT141884D 1933-03-22 1934-03-22 Trockenbeizmittel. AT141884B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE141884T 1933-03-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT141884B true AT141884B (de) 1935-05-25

Family

ID=34257416

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT141884D AT141884B (de) 1933-03-22 1934-03-22 Trockenbeizmittel.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT141884B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT141884B (de) Trockenbeizmittel.
AT205800B (de) Pilz- und Insektenbekämpfungsmittel, insbesondere Saatbeizmittel
DE1210620B (de) Fungitoxische Mittel
AT156370B (de) Mittel zur Saatgutbeizung und Holzkonservierung.
AT209333B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitro-furfuryliden-hydrazinen
DE1567157C3 (de) Carbonsäurehydrazide, Verfahren zu deren Herstellung, sowie deren Verwendung als Saatgutbehandlungsmittel
DE739575C (de) Trockenbeizen von Saatgut
DE876020C (de) Fluessige Saatgutbeizmittel
DE881884C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
AT117504B (de) Saatguttrockenbeize.
AT159641B (de) Saatgutbeize.
AT336953B (de) *01insektizide und akarizide zusammensetzungen
DE523219C (de) Saatgutbeizmittel
DE2163381A1 (de) Herbizide Komposition
AT236702B (de) Fungizide Mittel
DE696522C (de) Trockenbeizmittel
DE2512940C2 (de) N-Benzoyl-N-halogenphenyl-2-aminopropionsäure-ester, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE537512C (de) Saatgutbeizmittel
DE2054235A1 (de) Oximdenvate und deren Verwendung als Fungizide
AT165086B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Thiouracile
DE510411C (de) Saatguttrockenbeize
AT228559B (de) Bakterizide, fungizide und insektizide Mittel
AT206590B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen am Indolstickstoff substituierten Derivaten der Lysergsäure-Reihe
DE1022218B (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Thiosalicylsaeure
DE831785B (de) Saatgutbeizmittel