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Pinzette für Sehönheitspflege.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Pinzette für Schönheitspflege, welche insbesondere auch zum Formen von Augenbrauen durch das Entfernen von überflüssigem Haaren gut geeignet sein soll.
Bisher wurden für das Formen von Augenbrauen die überflüssigen Haare mittels von Hand betätigter Pinzetten oder kleiner Zangen herausgerissen. Das Herauszupfen der einzelnen Haare dauerte längere Zeit und war schmerzhaft und unbequem. Eine gewisse Verbesserung hinsichtlich rascheren und schmerzfreieren Arbeitens bedeuten solche Vorrichtungen, bei welchen, wie z. B. nach dem österr.
Patent 122676, die Pinzetten oder Zangen nach dem Ergreifen des Haares durch Federkraft zurückschnellen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird das Formen von Augenbrauen mittels einer mechanischen Vorrichtung ausgeführt, welche vollständig selbsttätig wirkt und einfach und billig in der Herstellung ist. Dies wird dadurch erreicht, dass die zwei Finger der Pinzette, welche dazu bestimmt sind, ein Haar zu ergreifen, herauszuzupfen und freizugeben, durch einen Motor hin und her bewegt werden. Mit dieser
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werden können.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäss ausgeführte Vorrichtung (Pinzette) zum Ausreissen von Haaren zusammen mit den diese Vorrichtung betätigenden Antriebsmitteln in Seitenansicht. Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die Vorrichtung. Fig. 3 ist ein anderer Längsschnitt durch dieselbe Vorrichtung.
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die das Haar fassenden Finger in einer zurückgezogenen Stellung dargestellt sind. F g. ss ist ein Querschnitt längs der Linie 6-6 der Fig. 2. Fig. 7 ist ein Querschnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 2. Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandfs. Fig. 9 ist ein Querschnitt längs der Linie 9-9 der Fig. 8 und Fig. 10 eine Endansieht auf die in Fig. 8 dargestellte Ausführungsform.
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Haaren mit 11 bezeichnet.
Diese Vorrichtung weist ein rohrförmiges, längliches Gehäuse 12 auf, welches aus einem beliebigen geeigneten Material hergestellt werden kann. Die Vorrichtung ist vorzugsweise derart ausgeführt, dass sie leicht mit einer Hand gehalten werden kann. Ein Ende des rohrförmigen Gehäuses 12 ist mittels einer Platte. M geschlossen. Die Platte 13 ist mit einem Flans (li 14 versehen, welcher die Form eines Ringes hat und an der inneren Seitenfläche der Platte J. 3 angebracht ist. Der Durchmesser des Flansches 14 wird derart gewählt, dass derselbe in das offene Ende des hohlen Gehäuses 12 eingeführt werden kann (Fig. 4).
Die Platte 13 ist mit dem Ende des Gehäuses 12 durch Stifte 15 auswechselbar verbunden, wobei diese Stifte durch übereinanderliegende Öffnungen hindurchgehen, mit welchen das Gehäuse 12 und der Flansch 14 versehen sind. Die äusseren Enden der Stifte 15 verstrecken sich über die Aussenfläche des Gehäuses 12 hinaus für Zwecke, welche nachstehend erläutert werden.
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Zutritt zu den verschiedenen, innerhalb des Gehäuses 72 angeordneten Teilen der Vorrichtung zu gestatten, was später ausfÜhrlicher beschrieben wird.
Ein Gleitstück. M ist innerhalb des rohrförmigen Gehäuses 12 gleitbar angeordnet und trägt an seinem vorderen Ende ein Fingerpaar 19, 20. Der Finger 19 ist an der oberen Hälfte des Gleitstiiekes 18 befestigt und erstreckt sich durch eine,. in der oberen Hälfte der Platte. M vorgesehene Öffnung M. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ragt der Finger 19 um eine gewisse Strecke aus der Platte 7. 3 heraus. Der Finger 20 ist schwenkbar in bezug auf den Finger 19 und wird mittels eines von dem Gleitstiiek 18 gegetragenen Zapfens 22 gehalten. Er erstreckt sich durch eine in der unteren Hälfte der Platte 13 vorhandene Öffnung 23 und ragt über die gleiche Entfernung wie der Finger 19 aus der Platte 1 : ; heraus.
Die freien Enden der Finger 19 und 20 sind nahe beieinander angeordnet und sind in bezug auf einander derart bewegbar, dass sie aneinandergedrückt werden und ein Haar fassen können, welches dann auf die noch zu beschreibende Weise herausgezupft wird.
Das Gleitstück 18 ist mit einer axialen Bohrung 24 versehen, in welche das freie Ende des ein Stück mit der Platte 1.'3 bildenden Führungsstiftes 25 eingeführt wird. Der Führungsstift 25, welcher zur Führung der Finger-M und 20 während ihrer hin und her gehenden Bewegung dient. kann aber auch mit der Platte 1.'3 auf eine andere beliebige Weise verbunden werden. Ein Teil 26 des Fingers 2n erstreckt sich nach hinten über den Zapfen 22 hinaus und ist mit zwei gabelförmigen, in einem gewissen Abstand voneinander angeordneten Enden 27 versehen (Fig. 4). Die Enden 27 sind mit je einem Schlitz 28 versehen, welcher unter einem schiefen Winkel in bezug auf die Längsrichtung des Fingers 20 verläuft.
Ein durch ein Gelenk 30 getragener und querliegender Stift 29 ; befindet sich innerhalb der Schlitze 28. Der Stift 29 wirkt mit den Schlitzen 28 auf die Weise zusammen, dass, wenn das Gelenk 30 in der Längsrichtung bewegt wird, der Finger 20 um seinen Zapfen 2Z geschwenkt wird, mit dem Ergebnis, dass der
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wird, je nach der Bewegungsriehtung des Gelenkes 30.
Das Gleitstück 18 ist ferner mit Vorsprüngen 31 versehen, welche an gegenüberliegenden Seiten des Gleitstückes 18 angeordnet sind und sich seitlich beinahe bis zu den inneren Flächen des rohrförmigen Gehäuses 12 erstrecken. Die Vorsprünge 37 sind mit axialen Bohrungen 32 versehen, innerhalb
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Innenflächen des Gehäuses 12 gedrückt werden.
Die Federn.'33 mÜssen eine derartige Stärke haben, dass zwischen den Reibungsstücken 34 und den Wandungen des Gehäuses 12 genügend Reibung entsteht, damit die relative Bewegung des Fingers 19 in bezug auf den Finger 20 vor der gemeinsamen Be-
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und 20 zuerst derart in bezug auf einander bewegt, dass sie ein Haar fassen können : dann werden die beiden Finger 19 und 20, während sie dieses Haar festhalten, zusammen und gleichzeitig in der Längsrichtung bewegt, mit dem Ergebnis, dass das Haar herausgezupft wird. Die Druckkraft der Federn J bestimmt den Druck der beiden zusammenwirkenden Finger auf das Haar, welches durch diese Finger herausgezupft wird, so dass man diesen letzteren Druck beliebig dadurch ändern kann, dass man verschiedene Federn verwendet.
Auch nachdem die beiden Finger 19 und 20 in die innerste Endlage gelangt sind, werden sie zuerst voneinander bewegt, wodurch das herausgerissene Haar freigegeben wird, und erst dann gemeinsam vorwärts bewegt, bis sie in ihre vorderste, wirksame Endlage gelangen. Es ist natürlich möglich, andere Mittel zu gebrauchen, um der Hin- und Herbewegung des Stückes 18 einen Widerstand zu leisten. Beispielsweise kann das Gewicht des Stückes 18 derart vergrössert werden. dass die
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sich nach vorn erstreckenden Lappen. 37 versehen, welche in einem gewissen Abstand voneinander angeordnet sind, wie in Fig. 3 dargestellt. Ein Hebel 38 befindet sich zwischen den beiden Lappen 37. Die Lappen 37 und der Hebel 38 sind mit nebeneinanderliegenden Öffnungen versehen, in welchen ein Stift 39 liegt, wobei der Hebel 38 um den Stift 39 schwenkbar ist.
Der Hebel. 35 hat zwei Enden 40, und eines dieser Enden 40 ist mit einem gabelförmigen Ende des Gelenkes 30 an der Stelle 41 (Fig. 2 und 5) schwenk-
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Die Fläche 45 kommt mit den Enden der Stifte r in Berührung und bewegt diese Stifte nacheinander.
Der Nocken 44 ist frei auf einer Hohlwelle 46 gelagert, die sieh in der Längsrichtung erstreckt und in den Lagern 47, welche in Abstand voneinander innerhalb des Gehäuses 12 angeordnet sind, drehbar
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seinem vorderen Ende innerhalb der Hohlwelle 46 erstreckt. An diesem Ende des Drehkörpers 49 befindet sich ein Schlitz 50. in welchem ein mit dem Nocken 44 festverbundener Keil 51 liegt. Ein Rohr 52 dient zum Schutz des Kabels 48 und des Drehkörpers 49. Das Rohr ? ist mit einem Flansch -53 versehen,
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nacheinander hin und her in ihrer Längsrichtung bewegt.
Die Geschwindigkeit des Motors J4 kann mittels eines Reglers-M geregelt werden, so dass die Finger 19 und 20 mit einer beliebigen erwünschten Kraft und Geschwindigkeit hin und her bewegt werden können. Eine Leitung 56, welche mit
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dieselbe Weise wie die bereits beschriebene Vorrichtung, obwohl die Mittel, durch welche die Finger 19 und 20 bewegt werden, etwas anders sind. Nach dieser zweiten Ausführungsform werden die Finger 19 und 20 in ihrer ursprünglichen vorderen Lage mittels einer schraubenförmigen Feder 58 gehalten.
Die Feder 58 umschliesst eine innerhalb eines Gehäuses 60 gleitbar angeordnete Stange 59. Das Gehäuse 60 ist am hinteren Ende des rohrförmigen Gehäuses 1 : Z mittels der Kappe 16 befestigt. Ein Ende der Feder 58 drückt gegen die danebenliegende innere Endfläche des Teiles 60. während das entgegengesetzte Ende der Feder 58 gegen einen Ansatz 64 drückt, der aus einem Stück mit der Stange 49 gebildet ist.
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gesetzten Richtung entgegen der Wirkung der Feder 58 bewegen kann. Das entgegengesetzte Ende des Kabels 65 wird erfindungsgemäss mit dem Motor J4 mittels eines Exzenters verbunden, wobei dieser
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während eines gewissen Bruchteiles einer Anderumdrehung gezogen werden kann.
Der Finger 19 ist an dem Gleitstücke 18 mittels Schrauben 66 befestigt. Um die Schrauben 66 aus dem Stück 18 zu entfernen, ist es notwendig, den Stift 67, um welchen der Finger : 20 schwenkbar ist. aus dem Gleitstück 1'
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welcher eine Röhre J10 angeordnet ist. Innerhalb der Röhre 70 befindet sich eine einzige Schraubenfeder 71, deren beide Enden gegen die Reibungskörper 72 drücken.
Die Reibungskörper 72 drücken ihrerseits gegen die danebenliegenden Wandungen des rohrförmigen Gehäuses 12,
Um die Ansführungsformen des Erfindungsgegenstandes betätigen zu können, ist es notwendig. den Motor 54 einzuschalten, welcher dann entweder das biegsame Kabel 48 in Drehung versetzt oder das biegsame Kabel 65 in seiner Längsrichtung hin und her bewegt, je nachdem, ob es sich um die erste oder die zweite Ausführungsform handelt.
Es ist festgestellt worden, dass die Finger 19 und : 20 am besten bei einer Geschwindigkeit von 1300 Umdrehungen pro Minute des biegsamen Kabels betätigt werden, obwohl natürlich die Umdrehungszahl beliebig sein kann.
Da die erfindungsgemäss ausgeführten Vorrichtungen bei sehr hoher Geschwindigkeit betrieben werden. so ist es ohne weiteres ersichtlich, dass die einzelnen Haare so schnell herausgerissen werden. dass das Verfahren beinahe schmerzlos ist und z. B. das Herausreissen von iiberflüssigen Haaren der Augenbrauen innerhalb weniger Minuten ausgeführt werden kann.
An dem vorderen Ende der Vorrichtung 11 kann eine Kappe 73 3 angebracht werden, welche den Zweck hat, die Finger 19 und, 20 zu sehüzten und eine Beschädigung derselben zu vermeiden, falls z. B. die Vorrichtung 11 fallengelassen wird. Die Kappe 7,,'kann mittels Schlitzen und Stiften 1 ; 3. wie in Fig. 2 dargestellt, oder einfach durch Reibung (Fig. 8) festgehalten werden.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist durch die dargestellten Ausfüngsformen nicht erschöpft. Es ist möglich, an diesen letzteren verschiedene Änderungen vorzunehmen, ohne dabei vom Wesen der Erfindung abzuweichen.