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der mit Dampf gespeist wird, der entweder von der Dampfmaschine kommt oder auch direkt vom Dampfkessel. Der letztere hat gewöhnlich einen Druek von Ï bis f ; Atm. * bei dem ersteren entspricht der Druck in der Regel nur einer Wassersäule von 3 bis 4, höchstens 5 m. Wenn der Erhitzungsapparat'mit so- genanntem Wasserverschluss versehen ist, herrscht in ihm praktisch genommen atmosphärischer Druck.
Da nun der Dampf bei Eintritt in den Apparat vom Leitungsdruek. ganz gleich, ob dieser 6 oder nur 0'3/,' über Atmosphärendruck liegt, zu dem im Dampfraum des Erhitzuna'sapparates herrschenden niedrigen Druck herunterexpandiert, tritt bekanntlich leicht rberhitzung ein, und der Dampf tritt deshalb in den Apparat mit einer Temperatur, die höher ist, als wenn sie gesättigt wäre.
Dies ist eine Fngelegenheit. denn bei Erhitzung von Milch und ähnlichen empfindlichen Flüssigkeiten versucht man zu vermeiden, dass die Flüssigkeit mit allzu warmen Metallteilen in Berührung kommt, was teils Koehgesehmack in der Milch verursachen kann oder sonst die Milch schädigt, teils ein Absetzen von festen Bestandteilen verursacht, was die Reinigung des Apparates erschwert.
Cm diese Nachteile zu beseitigen, hat man schon gewisse Verfahren vorgeschlagen, z. B. die Regelung der Dampfmenge, um dadurch die Spannung auf einer vorher eingestellten Höhe zu halten, wobei aber die Höhe dieser Temperatur keine Rolle spielt, ja eine möglichst hohe Temperatur sogar erwünscht war. Anderseits hat man auch schon versucht, den Dampf abzukühlen, benutzte aber hiezu eine von kühleren Dampf umgebene Rohrschlange. Hiebei bildete sich aber in der Rohrschlange ein flüssiges Kondensat, das mit auf die Heizflächen gelangte und die bekannten Nachteile verursachte. Auch das Einspritzen von Wasser in den Heizdampf hat mau vorgeschlagen. was aber ebenfalls aus naheliegenden Gründen wenig zweckmässig ist.
Der Wasserzusatz beeinträchtigt den Wärmeaustausch und durch das einge- spritzte Wasser kann es ausserdem zum Absetzen von Schlamm und Kesselstein auf den Heizflächen kommen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die t'berhitzun ? des Dampfes dadurch beseitigt, dass dieser vor Eintritt in den Dampfraum mit einer grösseren Menge gesättigten oder sogar feuchten Dampfes gemischt wird, der für diesen Zweck geeignet beim Ablauf für Dampfwasser entnommen werden kann.
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Wasserdampf, wodurch sich eine kräftige WärmeÜbertragung ergibt und die Temperatur des Dampfes ist milde. Ein Absetzen von Kesselstein und Schlamm an den Heizflächen ist völlig ausgeschlossen.
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Vorschlägen. Die Einmischung des Dampfes geschieht geeignet mit Hilfe eines sogenannten Dampfstrahlsaugers, der an dem Dampfeinlauf des Erhitzungsapparates angebracht ist und durch den der Verbrauchsdampf eingeleitet wird.
Ein solcher Dampfstrahlsauger ist bekanntlieh mit Expansionsmlmdsttiek und einem l\1ischungsmundstÜck versehen. Da der Verbrauchsdampf im ersteren zu dem im Dampfraum des Apparates herrschenden Druck expandiert, saugt er den feuchten Dampf mit sieh. mischt sich im anderen Mundstück mit diesem und geht infolgedessen mit herabgesetzter Temperatur zum Dampfraum ab.
Dieses Verfahren kann mit Vorteil bei allen Arten Dampferhitzern angewandt werden, wo man eine unnötig hohe Temperatur des Dampfes zu vermeiden sucht, und ist von besonders grosser Bedeutung,
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rates ein Vakuum aufrecht gehalten werden, das in solchen Fällen, wo der Apparat mit Hochdruckdampf gespeist wird, dadurch bewirkt werden kann, dass die Energie des Dampfstrahles in einem geeignet konstruierten Dampfstrahlejektor ausgenutzt wird. In solchen Fällen dagegen, wo Wärmedampf vorliegt, u. zw. in Form von sogenanntem Abdampf mit einem absoluten Druck von nur 1'5 kg pro Kubikzentimeter oder weniger, kann ein ausreichendes Vakuum auf diesem Wege nicht erhalten werden.
Es hat sich dabei als zweckmässig erwiesen, eine solche Anordnung anzuwenden, wie sie schematisch auf der beigefügten
Zeichnung gezeigt wird, die einen senkrechten Schnitt durch den Apparat darstellt. Die Anordnung besteht aus einem Milcherhitzer 1. einer Zentrifugalpumpe 2, mit dazugehörigem Wasserbehälter : ; und Wasserstrahlsauger < 1 und einem Dampfstrahlsauger 5. Der Erhitzer, der von allgemein üblicher Kon-
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läufen 8 und Abläufen 9 für Dampf, respektive Kondenswasser versehen sind.
Die Rohre 6 sind an ihren Enden mit. \nschlüssen (auf der Zeichnung nicht gezeigt) versehen. so dass sie eine zusammenhängende
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entsteht durch die Rohrleitung- 12, 10. 9 ein starkes Saugen vom Dampfmantel/und infolgedessen nimmt der Dampfstrahl einen ganzen Teil des von 7 kommenden feuchten und abgekühlten Dampfes auf. Dadurch wird der Uberhitzung entgegengewirkt, die bei der Expansion des Dampfes in J entsteht und in @ tritt eine Dampfmischung ein. die keine höhere Temperatur hat als die Sättigungstemperatur des Dampfes bei dem in 7 herrschenden Unterdruck. Das bei Abkühlung des Dampfes gegen die Rohre 6 entstehende
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abzugehen.
Während in einem gewöhnlichen Erhitzungsapparat die Temperatur im Dampfmantel nie unter 1000 ist, gewöhnlich noch einige Grad höher, liegt die Dampftemperatur bei der oben beschriebenen An- ordnung nur so viel über der Erhitzungstemperatur wie zur Überführung der Wärme unter den vorliegenden
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temperatur von 630 einer Dampf temperatur von H7 bis () 8 : entspricht und eine Erhitzungstemperatllr von 85 einem Wärmegrad bei dem eintretenden Dampf von weniger als 90 .
Dies gilt für Wärmeflächen der Grössenanordnung, wie sie bei gewöhnlichen Milcherhitzern vorkommt. Wird die Wärmefläche ver-
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PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Abkühlung von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und ähn- liche Flüssigkeiten, um beim Pasteurisieren von Milch und ähnlichen empfindlichen Flüssigkeiten durch Erhitzen vermittels Dampfes, der von einem höheren zu einem im Wärmedampf herrschenden Unter- druck expandieren muss, die Dampftemperatur herabzusetzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf nach der Expansion aber vor Eintritt in den Heizraum durch Mischung mit einer geeigneten Menge ent- wässerten und entlüfteten Dampfes gesättigt und gekühlt wird.