AT140860B - Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und ähnliche Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und ähnliche Flüssigkeiten.

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AT140860B
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Description


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 der mit Dampf gespeist wird, der entweder von der   Dampfmaschine   kommt oder auch direkt vom Dampfkessel. Der letztere hat gewöhnlich einen   Druek von Ï bis f ; Atm. *   bei dem ersteren entspricht der Druck in der Regel nur einer Wassersäule von 3 bis 4, höchstens 5 m. Wenn der   Erhitzungsapparat'mit so-   genanntem Wasserverschluss versehen ist, herrscht in ihm praktisch genommen   atmosphärischer   Druck. 



  Da nun der Dampf bei Eintritt in den Apparat vom Leitungsdruek. ganz gleich, ob dieser 6   oder nur 0'3/,'   über   Atmosphärendruck   liegt, zu dem im Dampfraum des   Erhitzuna'sapparates   herrschenden niedrigen Druck herunterexpandiert, tritt bekanntlich leicht   rberhitzung   ein, und der Dampf tritt deshalb in den Apparat mit einer Temperatur, die höher ist, als wenn sie gesättigt wäre.

   Dies ist eine   Fngelegenheit.   denn bei Erhitzung von Milch und ähnlichen empfindlichen Flüssigkeiten versucht man zu vermeiden, dass die Flüssigkeit mit allzu warmen Metallteilen in   Berührung     kommt, was teils Koehgesehmack   in der Milch verursachen kann oder sonst die   Milch schädigt, teils ein Absetzen von   festen Bestandteilen verursacht, was die Reinigung des Apparates erschwert. 



   Cm diese Nachteile zu beseitigen, hat man schon gewisse Verfahren vorgeschlagen, z. B. die Regelung der Dampfmenge, um dadurch die Spannung auf einer vorher eingestellten Höhe zu halten, wobei aber die Höhe dieser Temperatur keine Rolle spielt, ja eine   möglichst   hohe Temperatur sogar erwünscht war. Anderseits hat man auch schon versucht, den Dampf abzukühlen, benutzte aber hiezu eine von kühleren Dampf umgebene Rohrschlange. Hiebei bildete sich aber in der Rohrschlange ein flüssiges Kondensat, das mit auf die   Heizflächen   gelangte und die bekannten Nachteile verursachte. Auch das Einspritzen von Wasser in den Heizdampf hat mau vorgeschlagen. was aber ebenfalls aus naheliegenden Gründen wenig zweckmässig ist.

   Der Wasserzusatz   beeinträchtigt   den   Wärmeaustausch   und durch   das einge-   spritzte Wasser kann es ausserdem zum Absetzen von   Schlamm     und Kesselstein   auf den Heizflächen kommen. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird die   t'berhitzun ? des Dampfes dadurch beseitigt, dass   dieser vor Eintritt in den Dampfraum mit einer grösseren Menge gesättigten oder sogar feuchten Dampfes gemischt wird, der für diesen Zweck geeignet beim Ablauf für Dampfwasser entnommen werden kann. 
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 Wasserdampf, wodurch sich eine   kräftige   WärmeÜbertragung ergibt und die Temperatur des Dampfes ist milde. Ein Absetzen von Kesselstein und Schlamm an den   Heizflächen   ist völlig ausgeschlossen. 
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 Vorschlägen. Die Einmischung des Dampfes geschieht geeignet mit Hilfe eines sogenannten Dampfstrahlsaugers, der an dem Dampfeinlauf des   Erhitzungsapparates angebracht   ist und durch den der Verbrauchsdampf eingeleitet wird.

   Ein solcher Dampfstrahlsauger ist bekanntlieh mit   Expansionsmlmdsttiek   und einem   l\1ischungsmundstÜck   versehen. Da der Verbrauchsdampf im ersteren zu dem   im Dampfraum   des Apparates herrschenden Druck expandiert, saugt er den feuchten Dampf mit sieh. mischt sich im anderen   Mundstück   mit diesem und geht infolgedessen mit herabgesetzter Temperatur zum Dampfraum ab.

   Dieses Verfahren kann mit Vorteil bei   allen Arten Dampferhitzern   angewandt werden, wo man eine unnötig hohe Temperatur des Dampfes zu vermeiden sucht, und ist von besonders grosser Bedeutung, 

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 rates ein Vakuum aufrecht gehalten werden, das in solchen Fällen, wo der Apparat mit Hochdruckdampf gespeist wird, dadurch bewirkt werden   kann, dass   die Energie des Dampfstrahles in einem geeignet konstruierten Dampfstrahlejektor ausgenutzt wird. In solchen Fällen dagegen, wo Wärmedampf vorliegt, u. zw. in Form von sogenanntem Abdampf mit einem absoluten Druck von nur   1'5 kg pro Kubikzentimeter   oder weniger, kann ein ausreichendes Vakuum auf diesem Wege nicht erhalten werden.

   Es hat sich dabei als zweckmässig erwiesen, eine solche Anordnung anzuwenden, wie sie schematisch auf der   beigefügten  
Zeichnung gezeigt wird, die einen senkrechten Schnitt durch den Apparat darstellt. Die Anordnung besteht aus einem Milcherhitzer 1. einer Zentrifugalpumpe 2, mit dazugehörigem Wasserbehälter : ; und   Wasserstrahlsauger < 1   und einem Dampfstrahlsauger 5. Der Erhitzer, der von   allgemein üblicher Kon-   
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 läufen 8 und Abläufen 9 für Dampf, respektive Kondenswasser versehen sind.

   Die Rohre 6 sind an ihren Enden   mit. \nschlüssen (auf   der   Zeichnung   nicht gezeigt) versehen. so dass sie eine   zusammenhängende   
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 entsteht durch die   Rohrleitung- 12, 10.   9 ein starkes Saugen vom   Dampfmantel/und   infolgedessen nimmt der Dampfstrahl einen ganzen Teil des von 7 kommenden feuchten und abgekühlten Dampfes auf. Dadurch wird der Uberhitzung entgegengewirkt, die bei der Expansion des Dampfes in J entsteht und   in @ tritt   eine Dampfmischung ein. die keine höhere Temperatur hat als die   Sättigungstemperatur   des Dampfes bei dem in 7 herrschenden Unterdruck. Das bei   Abkühlung   des Dampfes gegen die Rohre 6   entstehende   
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   abzugehen.   



   Während in einem gewöhnlichen Erhitzungsapparat die Temperatur im Dampfmantel nie unter   1000   ist, gewöhnlich noch einige Grad höher, liegt die Dampftemperatur bei der oben beschriebenen   An-   ordnung nur so viel über der   Erhitzungstemperatur wie zur Überführung   der Wärme unter den vorliegenden 
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 temperatur von   630 einer Dampf temperatur   von   H7   bis   () 8 : entspricht   und eine   Erhitzungstemperatllr     von 85  einem Wärmegrad bei dem eintretenden Dampf von weniger als 90 .

   Dies gilt für Wärmeflächen   der   Grössenanordnung,   wie sie bei   gewöhnlichen     Milcherhitzern     vorkommt.   Wird die   Wärmefläche ver-   
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   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur   Abkühlung   von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und   ähn-   liche   Flüssigkeiten,   um beim Pasteurisieren von Milch und   ähnlichen empfindlichen Flüssigkeiten durch   Erhitzen vermittels Dampfes, der von einem höheren zu einem   im Wärmedampf herrschenden Unter-   druck expandieren muss, die Dampftemperatur herabzusetzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf nach der Expansion aber vor Eintritt in den Heizraum durch   Mischung   mit einer geeigneten   Menge ent-   wässerten und entlüfteten Dampfes gesättigt und gekühlt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Erhitzer (1), einen oder mehrere 1Vassersh"ahlsauger (1), die mit Hilfe einer Zirkulationspumpe (2) und eines Wasserbehälters (3) im Dampfraum des Erhitzers Unterdruck hervorrufen, und einen oder mehrere Dampfstrahlsauger (5), durch die der Verbrauchsdampf eingeleitet und zu dem im Dampfraum herrschenden Unterdruck expandiert wird. ferner den zusammen mit dem Kondensat abgehenden feuchten Dampf aufsaugt und dadurch bis auf möglichst niedrige Übertemperatur über Erhitzungstemperaturabgekühltwird.
AT140860D 1932-01-30 1933-01-05 Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und ähnliche Flüssigkeiten. AT140860B (de)

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