AT140397B - Verfahren zur partiellen Hydrolyse von herzwirksamen Glucosiden. - Google Patents

Verfahren zur partiellen Hydrolyse von herzwirksamen Glucosiden.

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AT140397B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 wirksame Glucoside enthalten,   Fermente vorkommen konnten,   die einen Teil des Zuckers aus Glucosiden abzuspalten imstande wären. 



   Es wurde nun gefunden. dass bei den 1   @igitalisarten   (wie z. B.   Digitalis purpurea. Digitalis lanata usw.)   und bei der Meerzwieel (Seilla maritima) Enzyme vorkommen, die Herzglueoside dieser Drogen partiell zu hydrolysieren und unter geeigneten Bedingungen einen Teil des Zuckers der Glucosidmoleküle abzuspalten vermögen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach die   partielle Zuekerabspaltung   
 EMI1.3 
 zuckerreichere Herzglueoside in glueosefreie Glueoside überzuführen, sei es, dass man den Vorgang sich während der Extraktion oder auch schon vor dieser unter geeigneten Bedingungen abspielen lässt. sei es. dass man von bereits isolierten reinen   Glucosiden in Mischung   oder reinen   Einzelindividuen   ausgeht. 



   Das Verfahren ermöglicht es daher. zu einer Reihe neuer herzaktiver   Glueoside   zu gelangell. 



   Verwendet man als Ausgangsprodukte die genuinen Glueoside aus Digitalis lanata, so erhält man   z.   B. folgende neue Glucoside :
Aus glucosehaltigem genuinem Glucosid A as Digitalis lanata wird ein neues Glueosid erhalten. 
 EMI1.4 
 praktisch   unlöslich   in Wasser. Die Elementaranalyse ergab
C =   63#0 bis 64#0% und H = 8#0 bis 8#5%.   



  Bei der Laktontitration verbrauchten   0#076 g Substanz 1#9 cm3 1/10 n Lauge, worauf sich ein Molekular-   gewicht von etwa 800 ableitet. Bei der sauren Hydrolyse liefert die Substanz etwa 46% Aglueon (Digi-   toxigenin),     etwa 5500 Digitoxose   und etwa   7#5% Essigsäure. Die Spaltung erfolgt nach   der Gleichung 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Bei vorsichtiger Behandlung mit verdünnten Alkalien wird nur die Essigsäure abgespalten und man erhält Gitoxin neben essigsaurem Alkali nach der Gleichung 
 EMI2.1 
 
Das Glucosid C kristallisiert aus   verdünntem   Alkohol in glänzenden, rechteckigen   Täfelchen.   Es ist ziemlich leicht löslich in Methanol und Äthanol und schwer löslich in Chloroform.

   In Äther ist es äusserst schwer löslich und in   Wasser praktisch unlöslich.   Die Elementaranalyse ergab   C = 62#0 -62#8% und   H   = 7'8-8'3%.   Bei der   Laktontitration verbrauchten 0#192 g Substanz 4#4 cm3 1/10 n Lauge, woraus   sich ein Molekulargewicht von etwa 854 ableitet. Bei der sauren Hydrolyse liefert die Substanz etwa 47% Digoxigenin, etwa 54% Digitoxose und etwa 7% Essigsäure. 



   Die Spaltung erfolgt nach der Gleichung 
 EMI2.2 
 



   Das bis jetzt unbekannte   Proseillaridin   A ist aus einem Molekül Seillaridin A und   einem molekül   Rhamnose aufgebaut und wird durch die Hydrolyse mit Säure leicht in diese beiden   Spaltstiieke gespalten.   die beide kristallisiert erhalten werden. 
 EMI2.3 
 1. l Chloroform aufgenommen. wobei das Proscillaridin A in Lösung geht. Die filtrierte Lösung wird im   Vakuum   eingedampft und der Riiekstand aus Methanol zuerst   durch Wasserzusatz ausgefällt, filtriert   
 EMI2.4 
 schaften des Proscillaridins A. 



   Das im vorliegenden Beispiel verwendete Enzympräparat wurde auf folgende Weise dargestellt :
2 kg frische   Meerzwiebeln werden   zerkleinert und mit 81 Wasser, das mit Thymol gesättigt wird. 



    14 Tage   lang stehengelassen, wobei Autolyse eintritt. Dann wird durch ein Tuch koliert und ausgepresst. 



  Das Kolat wird durch ein Talkfilterfiltriert. wobei diesich auf der   Talkoberfläche festsetzende,   verstopfende Schicht von Zeit zu Zeit abgekratzt wird. Das abgekratzte Material enthält das wirksame Enzym stark angereichert. Es wird gesammelt, zuerst mit Wasser. dann mit Alkohol gewaschen und rasch getrocknet. 



   Beispiel 3 : 10kg frische Blätter von Ditialis purpurea werden fein zerkleinert, mit Essigester über-   @schichtet und so drei bis vier Tage lang der Einwirkung des in der Droge enthaltenen Enzyms unterworfen.   



  Dann werden 8 kg fein pulverisiertes   Ammonsulfat   zugesetzt. die Masse gut vermischt und ausgepresst. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 


AT140397D 1932-07-22 1933-07-18 Verfahren zur partiellen Hydrolyse von herzwirksamen Glucosiden. AT140397B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3361630A (en) * 1963-11-02 1968-01-02 Knoll Ag Cardiac glycoside

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