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Verfahren, um die spitzenlosen Kolben oder Birnen ausgebrannter elektrischer Glühlampen wieder verwendenzukönnen.
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Von den bisher vorgeschlagenen Verfahren, die Birnen ausgebrannter elektrischer Glühlampen wieder zu verwenden, ist das dem Anmeldungsgegenstand nächstkommende das Folgende :
Statt die Lampen mit einem normalen Halsteil anzufertigen, in den das normale, das Glühfaden-
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statt des normalen Füssehens ein solches nebst Glühfadentraggestell und Glühfaden eingesetzt werden. das in diesen Halsteil vollständig hineinpasst, und dieses Füsschen sollte mit dem unteren Rand an den unteren Rand des Halsteiles eingeschmolzen werden. Nach dem Durchbrennen. des Glühfadens sollte
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Auch dieser Vorschlag fand keinen Eingang in die praxis. weil die Herstellung der neuartigen Füsschen zu kostspielig war, weil ferner die Anfertigung und Bereithaltung von brauchbaren Ersatzfüsschen auf Schwiergkeiten stiess und endlich weil solche Lampen in die gebräuchlichen normalisierten Sockel nicht
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nach Fig. 7 dargestellt. Fig. 9 zeigt die an den. Arbeitsplätzen b und e des Tsiches nach Fig. 7 voresehene Einrichtung. Fig. 10 zeigt eine solche Einrichtung in ihrer Stellung auf dem Arbeitsplatz d. Fig. 11 zeigt die Stellung der Einrichtung auf ihrem Wege vom Arbeitsplatz d zum Arbeitsplatz e.
In Fig. 12 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Einrichtung bei derjenigen Stellung veranschaulicht, die sie auf dem Arbeitsplatz e einnimmt. In den Fig. 13, 14 und 15 sind die einzelnen sielt in der Stellung e abspielenden Arbeitsvorgäne veranschaulicht. In den Fig. 16 und 17 ist ein weiteres Verfahren zur Entfernung des Fadenträgers aus dem Lampenkolben veranschaulicht. In Fig. 18 ist ein Arbeitstisch
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der Fadenträger aus dem Lampenkolben entfernt wird. Der Arbeitsplatz entspricht dem Platz e der Fig. 7. In den Fig. 24, 25 und 26 sind den Verfahrensabschnitten nach den Fig. 9,10 und 11 ähnliche Arbeitsvorgänge veranschaulicht.
Fig. 27 zeigt den Arbeitsvorgang, wie er sich auf dem in Fig. 23 ver- anschaulichten Arbeitsplatz abspielt. In den Fig. 28,29 und 30 sind die auf dem Arbeitsplatz nach Fig. veranschaulichten Verfahrensmassnahmen dargestellt. Fig. 31 zeigt das Endergebnis eines etwas abge-
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der Kolben auf seinem Wege zwischen den Arbeitsplätzen e und f bzw. den Plätzen g und h dargestellt ist. Die Fig. 41 zeigt einen Kolben in Seitenansicht mit eingeschmolzenem Fadenträger nach Beendigung der in den Fig. 35-40 veranschaulichten Verfahrensmassnahmen. In Fig. 42 ist eine fertige, nach dem neuen Verahren wiedergewonnene Lampe veranschaulicht.
Wie bereits ausgeführt worden ist, kann das neue Verfahren bei einigen Lampentypen durchgeführt werden, ohne dass der Sockel von dem Kolben entfernt zu werden braucht. Diese Verfahrensmassnahme ist nur bei einigen Lampenarten unbedingt erforderlich. Sie wird aber zweckmässig doch bei der Ver-
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des neuen Verfahrens ist daher dieser Verfahrensschritt mit vorgesehen. Auf der Zeichnung sind zur Verdeutlichung der Erfindung auch einige der Einrichtungen mit veranschaulicht worden, die bei Durch- ührung des neuen Verfahrens zweckmässig Anwendung finden.
Selbstverständlich ist diese Erfindung @ber nicht auf die Anwendung dieser Einrichtungen beschränkt.
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Arbeitsplatz a der Maschine nach Fig. 7 folgendermassen eingespannt : Der Glaskolben wird so weit abgesenkt, bis er auf den Haltegliedern 64 aufruht ; die Zuführuugsdrähte 70 werden dann zwischen eine schwenkbare Klemmplatte 72 und einen abgeflachten Teil eines Rohres 74 eingeklemmt, das sich nach unten und durch die Rohrachse. 58 hindurch erstreckt. Das Rohr 74 ist innerhalb der Rohrachse M
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den Arbeitsplätzen t und c spielt sich also eine Vorwärung ab, die das Glas nicht so weit erweicht, dass das Rohr 74 nach unten fallen konnte.
Auf dem Arbeitsplatz d liegt der Kopf 76 des Rohres 74 unmittelbar über dem höchsten Teil ? einer Nochenbahn 84. Die Erhitzung des Glases auf diesem Arbeitsplatz mit Hilfe einer grossen Anzahl von Brennern erweicht das Glas derart, dass das Rohr bis auf den Nocken-
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den \rbeitsplatz d, so ist der erweichte und gestreckte Teil 90 des Kolbens verhältnismässig dünn : es wird daher im Innern des Glaskolbens ein leichter Luftüberdruck erzeugt, um zu verhindern, dass diese dünne Wandung nach innen zusammenfällt, und um zu erreichen, dass sie sich sogar etwas nach aussen
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gegenüberliegenden Brennen 96 ausgehen, gegen die verhältnismässig dünne erweichte Zone 90 des Glaskolbens gerichtet.
Gleichzeitig kommt das Rohr 7-J mit einem weiten Luftzuführungsrohr 98 in
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so dass der Fadenträger vollends von dem Kolben entfernt wird.. Auf dem Arbeitsplatz y werden der Kolben und der alte Fadenträger entfernt, so dass die Einrichtung auf dem Arbeitsplatz @ einen neuen Glaskolben aufnehmen kann.
Im allgemeinen genügt die oben beschriebene Verfahrensweise, um die Kolben so zu gestalten, dass sie neue Fadenträger aufzunehmen vermögen ; hin und wieder wird sich jedoeh darunter ein Kolben befinden, dessen Halsteil nicht stark genug aufgeweitet worden ist, um einen neuen Fadenträger aufzunehmen, wie dies beispielsweise bei dem in Fig. 20 veranschaulichten Kolben der Fall ist. Ein solcher
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lichten Weise erfolgen. Bei dieser Einrichtung wird der Sockelteil des Kolbens längs einer Linie 100 mittels eines Diamanten 101 abgeschnitten. Anschliessend wird der Kolben längs dieser Schnittlinie beispielsweise mittels eines elektrisch beheizten Drahtes M3 erhitzt, um von dem Kolben den Teil abzuschneiden oder wegzubrechen, der den Fadenträger hält.
Der so vorbehandelte Kolben besitzt etwa die in Fig. 20 veranschaulichte Gestalt.
In den Fig. 18-22 sind diejenigen Verfahrens Vorgänge veranschaulicht, die dazu dienen. den
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ausgeführt. der mit Einrichtungen, beispielsweise einem Riemen 107 und Trägern 109, ausgerüstet ist, die dazu dienen, mehrere Glaskolben mit naeh oben gerichteten offenen Halsteilen aufzunehmen und in Umlauf zu setzen. Der Arbeitstisch wird absatzweise gedreht, so dass die Kolben nacheinander den
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mit Hilfe von Brennern 111 erhitzt. An den Arbeitsplätzen d und e sind Formwerkzeuge 112 vorgesehen. die in das Innere der Kolben hineinragen und gegen die Wandung des Kolbenhalses derart gedrückt werden, dass diese Wandung bei der Drehung des Kolbens nach aussen gepresst wird. Auf diesen \rbeits-
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ist.
Das auf dem Arbeitsplatz (1 verwendete Werkzeug dient zur Vorformung, während das auf dem Arbeitsplatz c vorgesehene Werkzeug die Fertigformung bewirkt. Wie aus Fig. 19 zu erkennen ist. erhalten die Werkzeuge ihre verschiedenen Bewegungen selbsttätig und im gleichen Arbeitstakt mit
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vorrichtungen zusammenwirken. Das Ergebnis dieser Arbeitsvorgänge ist in Fig. 22 veranschaulicht: der hier dargestellte Glaskolben besitzt einen Halsteil, der so geformt ist, dass er einen neuen Fadenträger aufnehmen kann.
Selbstverständlich ist das neue Verfahren anwendbar auf Kolben der verschiedensten Form und
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kurzen Hals hat. Der erste Kolben kann gemäss dem neuen Verfahren in verschiedener Weise behandelt werden, selbst ohne den Sockel 121 zu entfernen ; es wird in diesem Falle der Halsteil bei 123 abgeschnitten.
Der übrigbleibende Glaskolben kann dann ähnlich behandelt werden wie der in Fig. 12 veranschaulichte Kolben, u. zw. so, wie dies im nachstehenden beschrieben wird. Bei der Verarbeitung des Kolbens 1 hingegen muss der Kolben dicht neben der Stelle 125 aufgeschnitten werden. an welcher der Fadenträger mit dem Kolbenhals verschmolzen ist. Der Halsteil muss dann so gestreckt werden, dass seine Länge im wesentlichen der des ursprünglichen Glaskolbens entspricht. Dies erfordert eine besondere Behandlung entsprechend der nachstehend beschriebenen Ausführungsfrom des neuen Verfahrens.
Bei dieser Aus* führunsform werdebn heissere und schmälere Flammen benutzt, um den Schneidvorgang zu bewerkstelligen, als sie während des Streckens des Halses zur Anwendung gelangen. Die einzelnen Verfahrensabschnitte und ein Teil der hiezu benötigten Einrichtung sind in den Fig. 23-30 veranschaulicht.
Die Behandlung erfolgt zweckmässig auf einem Arbeitstisch, der ähni'ch ausgebildet ist wie der
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abwechselnd angeordneter Düsen l, 27 und 7. ? 9 besitzt, die aus einem Rohr 7. 37 mit Gas gespeist werden.
Die Brennerdiisen 7,'2 ? * entsprechen den Brennerdüsen des Arbeitsplatzes (1'. Ihre Aufgabe besteht darin. den Kolbenhals während des Aufsehneidens und Abrundens heiss und formbar zu halten. Die Brenner-
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Brenner werden für gewöhnlich aus der Leitung 7. 37 gespeist. Die Sauerstoffzufuhr aus der Leitung 7. 3-3 wird nur während des Schneidvorganges freigegeben.
Die sich auf dem Arbeitsplatz e' (Fig. 23 und 27) abspielender Vorgänge sind in den Fig. 28, 29
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werden könnte ; bei der weiter oben beschriebenen Verfahrensweise verbleibt der Halsteil. M7 jedoch in der für die-weitere Verarbeitung günstigen Lage.
Wie bereits hervorgehoben worden ist, dient das neue Verfahren dazu, eine Lampe zu erzeugen, die nahezu vollständig mit der ursprünglichen Lampe übereinstimmt und auch im wesentlichen die gleiche Länge besitzt wie diese Lampe. Vorstehend ist derjenige Teil des neuen Verfahrens beschrieben worden, durch den die Glaskolben der durchgebrannte Lampe wiedergewonnen werden. Anschliessend sollen die Massnahmen erörtert werden, die nötig sind, um neue Fadenträger in die so gewonnenen Glaskolben einzusehmelzen. Dieser Abschnitt des Verfahrens ist in den Fig. 35-40 der Zeichnung veranschaulicht.
Das Zusammenschmelzen der einzelnen Teile erfolgt zweckmässig auf einem Arbeitstisch 141, der ähnlich wie der in Fig. 7 veranschaulichte Arbeitstisch ausgebildet ist. Tragglieder M-, die an dem Arbeitstisch vorgesehen sind, dienen dazu, die Kolben mit nach unten gerichteter Öffnung festzuhalten.
Es sind Hilfseinrichtungen vorgesehen, um die Glaskolben in ununterbrochenen Umlauf zu setzen. Der Arbeitstisch wird absatzweise gedreht, um die Kolben von dem Arbeitsplatz a, an welchem sie in die Maschine eingesetzt werden, schrittweise über die Stationen b-h zu führen. Ein rohrförmiges Halteglied 5, das für gewöhnlich auf einem unterhalb der Tragarme vorgesehenen Anschlag 141 aufruht, dient zur Aufnahme des mit dem Kolben zu verschmelzenden Fadenträgers 149. Die einzelnen Verfahrensabschnitte ergeben sich aus der in den Fig. 35-40 dargestellten Seitenansicht der Vorrichtungen.
Auf dem Arbeitsplatz a werden in jede Vorrichtung jeweils ein Traggestell und ein Glaskolben eingesetzt. Das Entlüftungsrohrchen oder der Haltestab j'H des Fadenträgers wird in das Rohr 145 eingeführt und darauf der Kolben über den Fadenträger gestülpt, so dass er, wie dies in Fig. 35 veranschaulicht ist, von dem Halter 143 aufgenommen wird. Bei der ersten Drehbewegung des Arbeitstisehes läuft das untere Ende 153 des Rohres 145 auf eine Nockenbahn 155 auf, so dass der Fadenträger in die richtige Stellung innerhalb des Glaskolbens überführt wird. Auf den Arbeitsplätzen bund c wird der Kolbenhals mit Hilfe von Brennern 151 vorgewärmt. Eine schärfere Erhitzung wird durch einen Brenner 15. 9 bewirkt, der am Arbeitsplatz cl aufgestellt ist.
Die von diesem Brenner erzeugten Flammen werden so gegen das Kolbenende gerichtet, dass dieses sich unter der Einwirkung des Flammendruckes nach innen einbiegt, u. zw. in Richtung auf das Tellerfüsschen 161 des Fadenträgers, wie dies aus Fig. 37 zu erkennen ist. Am Ende dieses Verfahrensabschnittes kommen der Kolbenhals und das TelIerfüsschen miteinander in Berührung. Auf dem Arbeitsplatz e wird eine erheblich stärkere Hitze durch einander gegenüber angeordnete Brenner 163 erzeugt.
Die Flammen dieser Brenner sind so gerichtet, dass das Kolbenende und das Tellerfüssehen zusammengeschmolzen und vollständig miteinander verbunden werden, wie dies aus Fig. 38 zu erkennen ist ; gleichzeitig'wird auf diesem Arbeitsplatz der Teil des Kolbenhalses, der den Sockel aufnehmen soll, hinreichend erhitzt, um ihn auf diese Weise für den Formungsvorgang geeignet zu machen, der sich anschliesst, wenn der Kolben den Arbeitsplatz p verlassen hat (Fig. 39).
Verlässt der Kolben den Arbeitsplatz e, so fällt das Ende zum des Rohres 145 um die Höhe des in Fig. 39 veranschaulichten Ansatzes 156 der Nockenbahn nach unten, was zur Folge hat, dass der den Sockel aufnehmende Teil 164 des Kolbenhalses gestreckt und geformt wird. Dieser Verfahrensvorgang dient nicht nur dazu, diesen Teil des Kolbens zu formen, damit er den Sockel 169 aufnehmen kann, sondern er hat auch den Zweck, Spannungen auszugleichen, die sich gegebenenfalls durch das Erhitzen und Formen des Kolbenhalses in diesem gebildet haben.
Auf den Arbeitsplätzen f und g findet mittels der Brenner 165 und 167 eine schwächere Erhitzung statt. Der Brenner 165 dient dazu, das zugesehmolzene Ende der Lampe abzurunden und nachzuformen.
Die Aufgabe des Brenners 167 besteht darin, das äussere Ende der Lampe zu erhitzen, damit der anschliessende Ziehvorgang durchgeführt werden kann. Die Flammen 167 beaufschlagen den Glaskolben etwas oberhalb der Ebene des Tellerfüssehens. Der letzte Arbeitsvorgang wird an dem Glaskolben durchgeführt, während der Kolben den Arbeitsplatz g verlässt. In diesem Augenblick verlässt das Ende 15. 3 des Rohres 145 die Nockenbahn. Da das Rohr an dem Röhrchen oder Stab 151 der Lampe angreift, zieht das Gewicht des Rohres die heisse Sehmelzstelle nach unten bzw. vom Glaskolben ab, wie dies in Fig. 40 dargestellt ist. Dieser Vorgang dient dazu, die Spannungen in der Schmelzstelle zu beseitigen ; er beeinflusst jedoch nicht den bereits abgekühlten, zur Aufnahme des Sockels dienenden Teil 164 des Kolbenhalses, der bereits in dem zuvor beschriebenen Arbeitsgang geformt worden war.
Die Lampe wird dann durch das Röhrchen 151, das durch das Tellerfüssehen hindurchragt und bei 152 in das Kolbeninnere einmündet (Fig. 35), entlüftet. Anschliessend wird das Röhrchen 151 abgeschmolzen und der Sockel 169 aufgebracht. Die fertige Lampe (Fig. 42) entspricht im wesentlichen der ursprünglichen Lampe.
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