DE656302C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgefaessen mit weitem Koerper und rohrfoermigem Hals - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgefaessen mit weitem Koerper und rohrfoermigem Hals

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DE656302C
DE656302C DED67367D DED0067367D DE656302C DE 656302 C DE656302 C DE 656302C DE D67367 D DED67367 D DE D67367D DE D0067367 D DED0067367 D DE D0067367D DE 656302 C DE656302 C DE 656302C
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/20Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
    • C03B23/207Uniting glass rods, glass tubes, or hollow glassware
    • C03B23/213Joining projections or feet
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
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    • C03B23/07Re-forming tubes or rods by blowing, e.g. for making electric bulbs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgefäßen mit weitem Körper und rohrförmigem Hals Die bekannten Serum- oder Kolbenampullen bestehen aus einem weiten Gefäß, und einem engeren zylindrischen, nicht wie bei den Spießampullen spitz zulaufendem Halsteil. Die Herstellung dieser Ampullen erfolgte bisher in der Weise, daß man an einem Rohr von der Weite des Ampullenkörpers durch Ausziehen eine Schulter formt, diese durch Abtrennen des Spießes öffnet, worauf unmittelbar in die Schulteröffnung das Halsrohr eingeschmolzen wird. Die Folge des Formens der Schulter an dem weiten Rohr durch Ausziehen ist, daß das Glas an dieser Stelle geschwächt wird. Schmilzt man nun das geschwächte Ende an das eigentliche Halsrohr an, so entstehen erstens Spannungen. iund zweitens kommen häufig Löcher, Blasen und Risse vor, so daß später die gefüllten Ampullen nicht verwendet werden können, weil durch diese Öffnungen und Risse Luft an das in der Ampulle befindliche Arznei- oder Heilmittel herangekommen ist. Man ist daher dazu übergegangen, die Kolbenampullen aus einem Rohr von einem dem Halse entsprechenden Durchmesser herzustellen, indem man den weiten Körper in eine Form geblasen hat, so daß das engere Rohr den Hals ergab. Auch hierbei wird natürlich der weitere Körper in der Wandung schwächer ausfallen, als das eigentliche Halsrohr, d. h. er wird unerwünscht schwachwandig sein.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet deingegenüber ein Verfahren, bei welchem keine nennenswerten Schwächungen an der Verbindungsstelle des engen mit dem weiten Rohre eintreten und bei Herstellung dieser Verbindung die Schulter nicht in bedenklicher Weise wiedererhitzt wird. Das Verfahren besteht darin, daß an dem weiten Rohrteil durch Umformung des weiten Rohres selbst, und zwar durch Verengung unter Mitwirkung von Formwerkzeugen ein hals gebildet wird, dessen Wandung fast derjenigen des ganzen Körpers, zum mindesten der des Ansatzrohres entspricht.
  • Die Erzeugung dieses Halses an dem weiten Körperteil kann in an sich bekannter Weise durch Einfallenlassen in der Flamme, Einengwerkzeuge o. dgl. erfolgen. Man kann z. B. auch mittels eines Dornes eine Erhöhung aus dem Boden herausdrücken, die geöffnet wird, und dann an die Ausstülpung das Halsrohr anschmelzen.
  • Man kann ferner nach erfolgtem Anschmelzen des Halsrohres an den Hals des weiten Teiles in üblicher Weise die Ansatzstelle verblasen, eine Form über die Anschmelzstelle bringen und unter gleichzeitigem Einblasen von Luft eine glatte Verschmelzung und Ausblasung erzielen. In der Form kann auch eine Erhöhung ängebrächt sein, welche in der Nähe der Anschmelzstelle eine Ringwulst erzeugt, die ein leichtes Abbrechen des Halsteiles ermöglicht.
  • Zweckmäßig ist es, beim Zusammenschmelzen des Halsteiles des weiten Körpers mit dem Halsrohr eine Zieh- und Stauchbewegung beider Teile auszuführen, damit eine innige Verbindung der beiden Teile erfolgt. Ebenso ist es vorteilhaft, sowohl das Halsende als auch das Ansatzrohr aufzutellern, weil dann das Zusammenschmelzen leichter vonstatten geht.
  • Das Verfahren ist aus der Zeichnung ersichtlich.
  • Abb. i zeigt das weite Glasrohr über der Brennerflamme, das in Abb. 2 an dem offenen Ende in bekannter Weise durch ein Werkzeug verengt wird. In Abb. 3 ist die Verengung, wie beispielsweise bei der Herstellung von Ampullen-an sich bekannt, durch Ausstülpen des geschlossenen Rohrendes gebildet, nachdem nötigenfalls durch längeres Erhitzen des Bodens daran eine Verstärkung der Wandung hervorgebracht worden ist. Der überschüssige Teil wird etwa auf der Linie a-b abgetrennt, während in Abb. q. an einem Doppelstück gleichzeitig für beide Gefäße unter Erhaltung ausreichender Wandstärke'eine Verengung erzeugt ist, welche dann geteilt wird. In Abb. 5 wird das Zusammenschmelzen und in Abb.6 das Verblasen der Ansatzstelle unter Zuhilfenahme einer Form gezeigt.
  • Abb.7 ist die Vorderansicht, Abb. 8 die Draufsicht einer automatischen Maschine.
  • Die Arbeitsweise gemäß der Erfindung ist folgende: Das weite Glasrohr i, welches mit der Hand oder durch eine Vorrichtung gedreht und am Ende durch den Brenner 2 erhitzt wird, wird dann durch ein Formwerkzeug 3 oder eine Formzange zu einem Halse von im wesentlichen den Abmessungen des anzusetzenden Halsrohres umgestaltet.
  • Der Hals wird durch Umformung -des weiten Rohres so lang gemacht, daß beim Ansetzen des Halsrohres die Schulter nicht mehr in bedenklicher Weise erhitzt wird. An diesen Hals q. wird das Ansatzrohr 5 nach Erhitzung durch einen Brenner aasgeschmolzen. Die Haltevorrichtung 6 für das weite Rohr und die Haltevorrichtung 7 für das engere Ansatzrohr werden über die Zahnräder 8, 8', 9, 9' in der bei Maschinen zum Verarbeiten von Glasrohren zu Ampullen üblichen Art mit gleicher Winkelgeschwindigkeit durch die Welle io gedreht. Die Welle io besitzt eine Längsnut i i, durch welche bei Drehung der Welle das mit Keil versehene Zahnrad g', welches auf der Welle io verschiebbar ist, mitgenommen wird. Die Verschiebung der Haltevorrichtung 7 erfolgt durch die Kurvenscheibe 12 über den Hebel 13 und die Lasche 4. Diese Verschiebung ist erforderlich für die Verbindung der Rohrkörper miteinander sowie um die Zusammenschmelzstelle zu stauchen oder zu dehnen und um die Glaskörper in und aus den Haltevorrichtungen zu bringen.
  • Durch das beim Zusammenschmelzen von Glasrohren an sich bekannte Stauchen und Ziehen der Zusammenschmelzstelle erfolgt eine innige Verbindung beider Rohrteile. Die Zusammenschmelzstelle wird dann verblasen, indem eine Blasdüse 15 abdichtend gegen das Rohrende geführt und Luft eingeblasen wird. Das Verblasen kann frei oder auch unter Verwendung einer Form erfolgen, und es ist zweckmäßig, die Blasform auch auf die benachbarten Teile der Zusammenschmelzstelle auszudehnen. Eine gespannte Umfangstelle, welche später das Abtrennen des Halses erleichtert, kann gleichzeitig oder auch anschließend vorbereitet werden.
  • In den Abb. 7 und 8 ist das Verfahren dargestellt unter Benutzung einer selbsttätigen Maschine der für die Verarbeitung von Glasrohren bekannten Art zur Ausführung des beschriebenen Verfahrens. Um die Mittelachse 20 sind acht Haltevorrichtungen 2.1 angeordnet, welche durch die mit Brennern und Werkzeugen versehenen Arbeitsstellen I bis VIII bewegt werden. Nach Erhitzung des Rohrkörpers 22 wird in Arbeitsstelle II durch das Werkzeug 23 die Einengung 24 erzeugt, worauf in Arbeitsstelle V das Ansatzrohr 25 durch die gegenüberstehende Haltevorrichtung 26 bis zum Zusammenschmelzen genähert wird. In Arbeitsstelle VI wird über die Schmelzstelle eine Blasform 27 gebracht und durch die Leitung 28 und Düse 29 Luft eingeblasen. Nach Abkühlen der Schmelzstelle wird der fertige Körper aus den Haltevorrichtungen enfernt, und der Arbeitsgang wiederholt sich in der beschriebenen Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Herstellung von Glasgefäßen mit weitem Körper und rohrförmigem Halse, z. B. sog. Kolbenampullen, durch Ansetzen eines engeren Halsrohres an das weitere, den Ampullenkörper bildende Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Körperrohr ohne Abziehen eines Endstücks durch Erhitzen und Einwirkung von Formwerkzeugen zu einem Halse von dem Durchmesser und der Wandstärke des Halsrohres möglichst angenäherten :#£bmessungen und bemessener Länge umgeformt und an diese Verengung das Halsrohr angeschmolzen «#ird, worauf vorzugsweise die Ansatzstelle verblasen wird. -. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformung des Körperrohrs zu einem Halse der gewünschten Abmessung in der Weise geschieht, daß das zunächst geschlossene Ende des Körperrohrs von innen durch einen der Halsweite im Durchmesser entsprechenden Dorn ausgestülpt und die Ausstülpung geöffnet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet, daß die Ansatzstelle während des Verblasens in eine Form eingeschlossen wird. 4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von um eine Mittelachse umlaufenden Haltevorrichtungen für das weite Körperrohr, eine gleichachsig zu diesen in der Umlaufbahn angeordnete Haltevorrichtung für das engere Ansatzrohr und eine in der Umlaufbahn angeordnete Vorrichtung zum Verengen der Ansatzstelle des weiten Körperrohrs.
DED67367D 1934-01-27 1934-01-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgefaessen mit weitem Koerper und rohrfoermigem Hals Expired DE656302C (de)

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DED67367D Expired DE656302C (de) 1934-01-27 1934-01-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasgefaessen mit weitem Koerper und rohrfoermigem Hals

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DE (1) DE656302C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121777B (de) * 1953-08-24 1962-01-11 Dichter E H Jakob Dr Ing Verfahren zum splitterfreien Herstellen einer Fuelloeffnung an im wesentlichen zylindrischen Spiessen geschlossener Ampullen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121777B (de) * 1953-08-24 1962-01-11 Dichter E H Jakob Dr Ing Verfahren zum splitterfreien Herstellen einer Fuelloeffnung an im wesentlichen zylindrischen Spiessen geschlossener Ampullen

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