DE596276C - Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrfoermigen Hohlkoerpern aus Glas - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrfoermigen Hohlkoerpern aus GlasInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/30—Details of blowing glass; Use of materials for the moulds
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- C03B9/3663—Details thereof relating to internal blowing of the hollow glass
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Description
- Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrförmigen Hohlkörpern aus Glas Die Erfindung bezweckt, beiderseits offene Glashohlkörper, insbesondere Rohrstücke aus Glas, auf einer der bekannten Glasformmaschinen, z. B. auf einer Flaschenblasemaschine, herzustellen. Die meisten Versuche, derartige Maschinen zur Anfertigung von Glasröhren zu verwenden, scheiterten daran, daß sich beim Aufblasen des Külbels in der Fertigform ein Boden bildete, der nach Entfernen des fertiggeblasenen Rohres aus der Form abgesprengt werden muß.
- Bei einer bekannten Arbeitsweise wird das von einer Vorform gebildete Külbel mittels zweier Dorne mit einer durchgehenden Öffnung versehen und darauf nach Entfernen der Dorne in einer Fertigform durch Einblasen von Preßluft von oben und von unten her aufgeblasen. Hierbei legt sich das Glas. an die Innenwandung der Form.
- Demgegenüber wird gemäß der Erfindung der rohrförmige Hohlkörper unmittelbar aus einem in einer selbsttätig arbeitenden Glasformmaschine erzeugten Külbel gewonnen, das anschließend in derselben Maschine durch Einblasen von- Preßluft von oben und von unten her zum Rohr aufgeblasen wird. Eine besonders gleichmäßige Ausbildung des Glasrohres wird erzielt, wenn zu Beginn des Formungsvorganges in den Külbelboden ein Düsenstock eingeführt wird, durch den die zum Aufblasen des Külbels dienende Preßluft in die formbare Glasmasse eintritt. Zweckmäßig sind die Luftaustrittsöffnungen des Düsenstockes über dessen ganze in das Külbel hineinragende Länge verteilt, so daß sich einige dieser Öffnungen nach der Einführung des Düsenstockes in das- Külbel unmittelbar über dem Boden der Fertigform befinden. Hierdurch wird die Bildung eines Bodens bzw. unerwünschter Verdickungen an dem unteren Ende des Glasrohres besonders zuverlässig verhindert.
- Die Einführung des Düsenstockes in das Külbel wird erleichtert, wenn das außerhalb der Form befindliche Ende des Düsenstockes mit einem durch Preßluft steuerbaren Kolben verbunden ist. Zweckmäßig sind in diesem Steuerkolben Kanäle vorgesehen, die in der inneren Betriebsstellung des Düsenstockes mit der Preßluftzuführung in Verbindung stehen. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Preßluft erst dann in das Külbel eingeführt wird, wenn der Düsenstock vollständig in das Külbel eingedrungen ist. Um die zur Bewegung des Steuerkolbens für den Düsenstock verwendete Preßluft auch gleich zur Formung des Külbels ausnutzen zu können, ist in der Wandung des Zylinders für den Steuerkolben eine Umführungsleitung vorgesehen, die in der inneren Betriebsstellung des Düsenstockes bzw. seines Steuerkolbens deren Kanäle mit der Preßluftzuführungsleitung verbindet.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Einrichtung veranschaulicht.
- In Fig. x ist eine Fertigform in senkrechtem Längsschnitt veranschaulicht, und Fig. 2 zeigt den unteren Teil dieser Fertigform in größerem Mäßstabe.
- Die vorteilhaft bei einer der üblichen Glasformmaschinen, z. B. einer Flaschenblasemaschine, Anwendung, die beispielsweise mehrere um eine Mittelachse kreisende Tragarme für die Formsätze aufweist.
- Mittels einer Vorform o. dgl. wird aus der Glasschmelze ein Külbel i herausgehoben, das von der Kopf- oder Mündungsform 2 gehalten und in die Fertigform 2 eingeführt wird, deren Hohlraum der Außenwandung des herzustellenden Rohrstückes entspricht. Die Mündungsform 2 wird oben durch den sog. Blaskopf 4 abgeschlossen, in dem ein Zuführungskanal 5 für die Preßluft vorgesehen ist. Dieser Kanal 5 steht durch eine in einer $lasglocke 6 vorgesehene Bohrung 7 mit dem Hohlraum 8 des Blaskopfes in Verbindung, so daß die in diesem Raum eingeführte Preßluft auf das obere, von der Mündungsform 2 umschlossene Ende des Külbels i einwirken kann. Um die Einleitung des Formungsvorganges zu erleichtern, weist das Külbel i am oberen Ende bereits eine Aussparung g auf. Die vorstehend beschriebenen Einzelheiten sind bei Glasblasemaschinen bekannt. Das untere Ende io des Külbels i reicht annähernd bis auf den Boden ii der Fertigform 3. Dieser Boden ii ist nach Art einer Stopfbüchse ausgebildet, in der ein rohrförmiger Düsenstock 12 in Richtung der Längsachse der Fertigform 3 verschiebbar gelagert ist. Aus Fig. 2, die den Düsenstock 12 in seiner inneren Endlage veranschaulicht, ist zu erkennen, daß der Düsenstock allseitig eine Reihe von Öffnungen 13 aufweist, durch die Preßluft hindurchtreten kann. Das untere, aus der Fertigform 3 herausragende Ende des hohlen Düsenstockes 12 ist mit einem Kolben 14 verbunden, der in einem Zylinder 15 verschiebbar gelagert ist. Der Kolben 14 teilt den Innenraum des Zylinders 15 in zwei Kammern 16 und 17 auf, an die sich die Leitungen 18 und ig zur Zu- bzw. Abführung von Preßluft anschließen. Je nachdem, welche der beiden Leitungen 18 bzw. ig mit der Preßluftquelle in Verbindung gesetzt wird, bewegt sich der Kolben 14 nach oben oder nach unten. An den Bewegungen des Steuerkolbens 14 nimmt der Düsenstock 12 also teil.
- An dem äußeren Umfang des Steuerkolbens 14 ist eine Ringnut 2o vorgesehen, die einerseits durch radiale Bohrungen 21 hindurch mit der Innenbohrung 22 des Düsenstockes 12, andererseits in der oberen, in Fig. 2 veranschaulichten Endlage des Külbels durch eine Umführungsleitung 23 mit dem Zylinderraum 17 in Verbindung steht.
- In die mit dem Kanal 5 des Blaskopfes 4 in Verbindung stehende Preßluftzuführungsleitung sowie in die Leitungen 18 und ig sind auf der Zeichnung nicht veranschaulichte Ventile eingeschaltet, die mittels umlaufender Nocken o. dgl. steuerbar sind und im Arbeitstakte der Glasformmaschine die Leitungen 5, 18 und ig mit der Preßluftquelle verbinden bzw. von ihr abschalten.
- Die Arbeitsweise der neuen Einrichtung ist folgende Nachdem das Külbel i mit Hilfe der Mündungsform 2 in die Fertigform überführt worden ist, werden die Steuerventile in den Preßluftleitungen 18, ig selbsttätig so geschaltet, daß die Leitung ig mit der Preßluftquelle, die Leitung 18 mit der Außenluft in Verbindung steht. Durch die in die Kammer 17 eintretende Preßluft wird der Steuerkolben 14 nach oben bewegt und damit auch das obere Ende des Düsenstockes 12 in das untere Külbelende io hineingedrückt. In dem Augenblick, in welchem der Steuerkolben seine obere, in Fig. 2 veranschaulichte Endlage erreicht hat, gelangt die Preßluft durch den Umführungskanal23, die Ringnut 2o und die Kanäle 21: in die mittlere Bohrung 22 des Düsenstockes, aus dem sie im Bereiche des unteren Külbelendes io durch die Bohrungen 13 austritt. Hierbei wird das untere Külbelende aufgeblasen und gegen die Innenwandung der Fertigform 3 gepreßt. Nach Maßgabe der weiteren Luftzufuhr legen sich dann auch die oberhalb des Düsenstockes befindlichen Glasteile des Külbels an die Innenwandung der Form 3 an. Gleichzeitig preßt die durch den Blaskopf 4 von oben her eingeführte Druckluft die Külbelmasse auseinander und gegen die Formwandung. Auf diese Weise wird die Glasmasse des Külbels durch die von oben und unten zugeführte Preßluft auf der ganzen Höhe der Pertigform gleichmäßig gegen deren Innenwandung geblasen, so daß bei Beendigung des Blasvorganges ein rohrförmiger Glaskörper 24 erzeugt ist, der keine Bodenwandung besitzt, ohne daß es der vorherigen Erzeugung eines Külbels mit durchgehender Öffnung bedarf.
- Nach Beendigung des Blasvorganges werden die in den Preßluftleitungen befindlichen Steuerventile selbsttätig so umgeschaltet, daß die Preßluftzufuhr durch die Kanäle 5 und ig unterbrochen und die Leitung ig mit der Außenluft in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig wird die Leitung 18 mit der Preßluftquelle verbunden, so daß nunmehr der Steuerkolben 14 und damit der Düsenstock 12 in die in Fig. i veranschaulichte untere Endstellung überführt werden.
- An Stelle der auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsform könnte natürlich die Einrichtung auch so getroffen sein, daß vor Beginn des Blasvorganges auch von oben her in das Külbel i ein Düsenstock eingeführt wird, dessen Bauart etwa derjenigen des Düsenstockes 12 entspricht.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Blasen von rohrförmigen Hohlkörpern aus Glas, bei welchem in ein Külbel von oben und von unten her Preßluft eingeblasen wird, unter deren Einfluß sich das Glas gegen die Innenwandung einer Form legt, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Hohlkörper unmittelbar aus einem in einer selbsttätig arbeitenden Glasformmaschine erzeugten Külbel gewonnen wird, das anschließend in derselben Maschine durch Einblasen von Preßluft von oben und von unten her zum Rohr aufgeblasen wird.
- 2. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch einen zu Beginn des Formungsvorganges in das Külbelende einfuhrbaren Düsenstock (r2), durch den die zum Aufblasen des Külbels dienende Preßluft in die formbare Glasmasse eindringt.
- 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer Leitung (zg) zur Zuführung der in das Külbel (z) einzublasenden Preßluft verbundene Düsenstock (r2) in dem Boden (zz) der Form (3) längsverschiebbar gelagert ist.
- 4. Maschine nach den Ansprüchen :z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftaustrittsöffnungen (z3) des Düsenstockes (i2) über dessen ganze in das Külbel (z) hineinragende Länge verteilt _sind.
- 5. Maschine nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das außerhalb der Form (3) befindliche Ende des Düsenstockes (z2) mit einem durch Preßluft steuerbaren Kolben (z4) verbunden ist.
- 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Steuerkolben (z4) für den Düsenstock (r2) Kanäle (2o, 21) vorgesehen sind, die in der inneren Betriebsstellung des Düsenstockes bzw. seines Steuerkolbens mit der Preßluftzuführung (zg) in Verbindung stehen.
- 7. Maschine nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des Zylinders (z5) für den Steuerkolben (r4) eine Umführungsleitung (23) vorgesehen ist, die in der Betriebsstellung des Düsenstockes (z2) bzw. seines Steuerkolbens deren Kanäle (2o bis 22) mit der Preßluftzuführungsleitung (rg) verbindet. B. Maschine nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bewegung des .Düsenstockes (z2) und zum Aufblasen des Külbels (x) dienende Preßluft durch Ventile regelbar ist, die im Arbeitstakt der Glasformmaschine mittels umlaufender Nocken gesteuert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA66053D DE596276C (de) | 1932-05-26 | 1932-05-26 | Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrfoermigen Hohlkoerpern aus Glas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA66053D DE596276C (de) | 1932-05-26 | 1932-05-26 | Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrfoermigen Hohlkoerpern aus Glas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE596276C true DE596276C (de) | 1934-05-03 |
Family
ID=6944008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA66053D Expired DE596276C (de) | 1932-05-26 | 1932-05-26 | Verfahren und Maschine zum Blasen von rohrfoermigen Hohlkoerpern aus Glas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE596276C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2993879A1 (fr) * | 2012-07-30 | 2014-01-31 | Pochet Du Courval | Procede et installation de fabrication d'un article creux en verre presentant une repartition interieure de verre specifique |
| US10392287B2 (en) | 2012-09-21 | 2019-08-27 | Pochet Du Courval | Machine for manufacturing a hollow article made of thin glass |
-
1932
- 1932-05-26 DE DEA66053D patent/DE596276C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2993879A1 (fr) * | 2012-07-30 | 2014-01-31 | Pochet Du Courval | Procede et installation de fabrication d'un article creux en verre presentant une repartition interieure de verre specifique |
| WO2014019893A1 (fr) * | 2012-07-30 | 2014-02-06 | Pochet Du Courval | Procédé et installation de fabrication d'un article creux en verre présentant une répartition intérieure de verre spécifique |
| US10294138B2 (en) | 2012-07-30 | 2019-05-21 | Pochet Du Courval | Method and equipment for manufacturing a hollow glass article having a specific inner glass distribution |
| US10392287B2 (en) | 2012-09-21 | 2019-08-27 | Pochet Du Courval | Machine for manufacturing a hollow article made of thin glass |
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