DE632819C - Verfahren und Vorrichtung zum Einschmelzen eines Entlueftungsroehrchens in ein geschlossenes Glasgefaess, insbesondere einen Gluehlampenkolben, durch Quetschen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einschmelzen eines Entlueftungsroehrchens in ein geschlossenes Glasgefaess, insbesondere einen Gluehlampenkolben, durch QuetschenInfo
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Description
Das Einschmelzen eines Entlüftungsröhrchens in ein geschlossenes Glasgefäß, etwa
einen Glühlampenkolben, durch. Quetschen hat man schon auf die mannigfachste Art vorgenommen,
und zwar auch schon in der Weise, daß der Gefäßhals bis zum Erweichen erhitzt und durch Quetschen mit einem i9i sein Inneres
eingeführten Entlüftungsröhrchen vereinigt wird. Da letzteres hierbei unzulässig
erwärmt und leicht deformiert wird, hat man bisher in das Entlüftungsröhrchen vorübergehend,
und zwar vor dem Quetschvorgang, einen metallischen Dorn eingeführt oder aber auch Druckluft eingeblasen. In Verbindung
ig mit der Verwendung von Dornen ist auch
schon vorgeschlagen worden, diese sowie das Entlüftungsröhrchen durch Druckluft zu kühlen.
Die Erfindung bezweckt, dieses Einschmelzen von Entlüftungsröhrchen durch Quetschen
unter Fortfall besonderer Dorne oder Druckluftquellen sicherer durchzuführen und gleichzeitig
auch zu vereinfachen. Zu diesem Zweck wird zuerst nur der Gefäßhals für sich allein
bis zum Erweichen erhitzt, das Entlüftungsröhrchen dagegen unterhalb des Gefäßrandes
außerhalb der Erhitzungszone gehalten, worauf sodann das Entlüftungsröhrchen konzentrisch
in den ' Gefäßhals eingeschoben und schließlich der erweichte Gefäßhals an das
kühlgehaltene, seine Form beibehaltende Entlüftungsröhrchen ohne Dorne angequetscht
wird.
Auf der Zeichnung ist eine zur Ausführung des neuen Verfahrens geeignete Maschine in
Abb. ι im Grundriß und in
Abb. 2 in senkrechtem Schnitt dargestellt.
Abb. 3 zeigt einen Haltekopf der Maschine in einer anderen Arbeitsstellung.
Abb. 4, 5 und 6 veranschaulichen an einem von einem Haltekopf getragenen Gefäß den
Einschmelzvorgang in aufeinanderfolgenden Arbeitsstellungen der Maschine.
Abb. 7, 8 und 9 zeigen Einzelheiten der Maschine.
Der Drehtisch 1 der schrittweise umlaufenden Maschine ist in üblicher Weise in dem
Maschinengestell 2 gelagert und erhält mittels eines Maltesergetriebes 3 einen schrittweisen
Drehantrieb. Am Rand des Tisches sind eine Anzahl Halteköpfe 4 vorgesehen, die bei jedem
Stillstand des Tisches in eine bestimmte Arbeitsstellung gelangen. In jedem Haltekopf 4
ist eine Hülse 5 eingesetzt, die unter Zwischenschaltung eines Kugellagers auf dem
Haltekopf 4 aufruht. Am unteren Ende des
Stange 30 in ihrer tiefsten Lage, wie aus Abb. 2 ersichtlich ist. Bei der hierauf einsetzenden
Umdrehung der Scheibe gelangt zu-
scheibe7ist je?ih d6nArbeitsstellungenCbis^ifachst der Daumen 31 unter die Stange 30, so 65
(Abb. 1) der Maschine vorgesehen. Jede ^|i'-£. i»rß HiVsa ^ίη^η im-r«»™ TTnVi unsfnhrt wni-ιρϊ
Haltekopfes 4 ist eine Scheibe 6 befestigt, die in jeder Arbeitsstellung in Anlage an ein Antriebsrad
7 kommt. Eine solche Antriebs-
triebsscheibe 7 besitzt ein Kettenrad 8, | mittels eines geeigneten Kettenantriebes (niö|
gezeigt) in ständiger Umdrehung gehalten wird. Die Hülse 5 trägt an ihrem oberen Ende
zwei aufwärts gerichtete Streben 9, die ihrerseits eine Buchse 10 tragen, in welcher ein
Einsatzblock 11 gelagert ist. An der Buchse 10 sind ferner zwei Quetschbacken 12 in üblicher
Weise angelenkt. In der Hülse 5 ist eine für die Steuerung der Quetschzange dienende Stange 13 geführt, die mit einem Querstück
14 auf der- Hülse 5 aufliegt. An dem Querstück 14 sind mittels Schlitze 16 und Bolzen
16' zwei Lenker 15 angeschlossen, die andererseits
mit den Quetschbacken 12. verbunden sind. Zufolge der Schlitze 16 in den Lenkern 15 kann die Stange 13 mit dem Querstück 14 ein kurzes Stück angehoben werden,
ohne die Quetschbacken zu beeinflussen. Das Z5 Querstück 14 trägt ferner eine Mittelstütze 17,
deren Ende zurückgebogen ist und einen Bolzen 18 trägt. Der Bolzen 18 besitzt an seinem
unteren sowie an seinem oberen Ende einen Bund und steht unter der Wirkung einer Feder
19, die zwischen seinem oberen Bund und dem Ende der Stütze 17 eingesetzt ist. Zufolge
der Feder 19 wird der Bolzen 18 normalerweise
in seiner Hochlage gehalten. Das zu bearbeitende Glasgefäß 21 wird mittels
Klammern 20 des Haltekopfes in axialer Verlängerung über der Buchse 10 gehalten.
Die Vorrichtung ist in den Arbeitsstellungen C,D,E,F,GtH mit Brennern 22,23,24,
25, 26 und 27 ausgestattet. In der Stellung E sind große Doppelbrenner vorgesehen, da hier
die Erweichung des Halses des Glasgefäßes 21 für die Herstellung der Quetschstelle bewirkt
werden muß.
In der Arbeitsstellung E befindet sichinnerhalb
des Maschinengestells 2 eine Einrichtung für das Anheben der Stange 13. Diese Einrichtung
besteht aus einer umlaufenden Scheibe 29, die auf einer senkrechten Welle
28 befestigt ist und ihren Antrieb von dem Maltesergetriebe erhält, und zwar derart, daß
bei jedem Stillstand des Tisches 1 die Scheibe
29 eine vollständige Umdrehung ausführt. Auf dem Rand der Scheibe 29 ruht eine Hubstange
30 mit einer Rolle auf. Die Scheibe 29
ist ferner etwas über den halben Umfang mit einem Daumen 31 von geringer Höhe und anschließend
daran mit einem kurzen Daumen von beträchtlich größerer' Höhe ausge-•
stattet.
Bei Einlangen eines Haltekopfes 4 des Tisches in die Stellung E befindet sich die Hubdiese
einen kurzen Hub ausführt, wobei Iidie Steuerstange 13 mit anhebt. Eine Verstellung
der Lenker 15 erfolgt bei diesem Anheben
der Stange 13 nicht, da die Zapfen 16' des Querstückes 14 in den Schlitzen 16 der
Lenker 15 gleiten. Nach. Durchlauf des Daumens
31 unter der Hubstange 30 gelangt dann der hohe Daumen 32 zur Wirkung, der die
Stangen 30 und 13 weiter anhebt, wodurch die Lenker 15 und damit die Quetschbacken 12
betätigt werden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Herstellung eines Quecksilberschalters beschrieben.
Die mit einer Glasumkleidung versehenen Stromzuführungsdrähte 33 werden in
der Entnahmestellung A oder in der Beschikkungsstellungß
der Maschine in die Buchse 11 des Haltekopfes 4 eingesetzt. Sodann wird ein
Entlüftungsröhrchen 34 aus Glas in den Einsatzblock
11 derart eingesetzt, daß es mit seinem
unteren Ende auf dem oberen Bund des Bolzens 18 aufruht, während sein oberes Ende
mit der Stirnfläche des Einsatzblockes 11 bündig liegt. Hierauf wird ein Glaskolben 21 mittels
Haltebacken 20 des Kopfes 4 über der Buchse 10 in Stellung gebracht, wie Abb. 1
und 2 zeigen. Sobald ein derart beschickter Haltekopf 4 der Maschine in die Arbeitsstellung
C gelangt, wird seine Scheibe 6 durch die daselbst befindliche Antriebsscheibe 7 in Umdrehung
versetzt. Gleichzeitig wirken die Brenner 22 auf den Hals des Glasgefäßes 21
ein. Diese Erhitzung wird in der folgenden Arbeitsstellung D fortgesetzt, wo die Brenner
23 gleichfalls auf den Hals des Glasgefäßes einwirken, dn dieser Arbeitsstellung nehmen
alle Teile des Haltekopfes bzw. des herzustellenden Schalters die aus der Abb. 2 ersichtlichen
Stellungen ein. Der untere Hals des Glasgefäßes 21 erhält durch die Brenner 24
eine sehr starke Erhitzung, so daß schließlich die erhitzte Gefäßstelle erweicht wird, die sich
sodann unter der Wirkung der Oberflächenspannung etwas zusammenziehen wird. Zu gleicher Zeit wirkt der Daumen 31 auf die
Hubstange 30 ein, so daß die Steuerstange 13 um einen kurzen Betrag angehoben wird. Wie
bereits erwähnt, übt der erste Hub der Stoßstange 13 keine Wirkung auf die Stellung der
Lenker 15 und der Quetschbacken 12 aus, so
daß letztere in Ruhe verbleiben. Bei diesem ersten Anheben der Stange 13 wird auch der
Bolzen 18 unter Mitnahme des Röhrchens 34 mit angehoben, so daß sein oberer Bund an
der Buchse 10 zur Anlage kommt unter geringfügigem Zusammendrücken der Feder 19. Das
obere Ende des Röhrchens 34 ist somit in die
Erweichungszone des Gefäßes 21 gelangt, wie
aus Abb. S ersichtlich. Die Erhitzung des unteren Halses des Glasgefäßes 21 wird noch
einige Sekunden hindurch fortgesetzt, wobei. gleichzeitig das obere Ende des Röhrchens 34
so weit erwärmt wird, daß seine Verbindung mit dem Glasgefäß vor sich gehen kann. Sodann
gelangt der Daumen 32 unter die Hubstange 30, wodurch letztere und die Stange 13
weiter angehoben werden. Bei diesem zweiten Hub der Stange 13 werden die Lenker 15 auswärts
und somit die angeschlossenen Quetschbacken 12 einwärts geschwungen. Gleichzeitig
ist die Mittelstütze 17 mit angehoben worden,
ig doch verbleiben hierbei der Bolzen 18 und das
Röhrchen 34 in Stellung, da nur die Feder 19 etwas mehr zusammengedrückt wird (Abb. 3).
Am Ende ihrer Einwärtsbewegung drücken die Quetschbacken 12 den erweichten Hals
des Glasgefäßes 21 zusammen, wie gleichfalls
aus Abb. 3 ersichtlich ist. Da das Röhrchen 34 verhältnismäßig kühl bleibt, so sind die
Quetschbacken 12 nicht imstande, beim Zusammendrücken der erweichten Glasmasse
auch die Röhrchenwandung zu schließen, so daß das Röhrchen erhalten bleibt und die erweichte
Glasmasse des Gefäßes 21 an seiner Außenfläche angeschmolzen wird. Da der
Daumen 32 rasch unter der Hubstange 30 durchläuft, wird letztere sofort nach dem Hochheben
freigegeben, so daß auch die Stange 13^
absinken kann, wobei die Lenker 15 und die Quetschbacken 12 in ihre Ruhelage gelangen.
Der Haltekopf 4 gelangt sodann in die Arbeitsstellung F, wo die Quetschstelle des
Glasgefäßes mittels der Brenner 25 weiter erhitzt wird, um ein Entstehen von Spannungen
sicher zu verhindern. Da in dieser Stellung kein Druck mehr auf das angeschmolzene
Röhrchen 34 ausgeübt wird und da ferner dieses auch nicht bis zum Erweichen erhitzt wurde,
so bleibt seine Hohlform erhalten. In der nächsten Arbeitsstellung G erhält die Quetschstelle
durch die Brenner 26 noch eine geringere Erwärmung, um ein rasches Abkühlen derselben zu verhindern. In der letzten Arbeitsstellung//
ist nur noch ein solcher Brenner 27 vorgesehen, der auf die Verbindungsstelle des Röhrchens 34 mit der angeschmol-
go zenen Glasmasse gerichtet ist, um an dieser
Stelle eine vorzeitige Abkühlung zu verhindern. Die Quetschbacken können üblicherweise
mit ebenen Arbeitsflächen versehen werden. In manchen Fällen, namentlich wo es sich um das Einschmelzen von verhältnismäßig
dicken S tromzuführungs drähten und eines Entlüftungsröhrchens handelt, kann den
Quetschbacken die aus den Abb. 8 und 9 ersichtliche Form gegeben werden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Einschmelzen eines Entlüftungsröhrchens in ein geschlossenes
Glasgefäß, insbesondere einen Glühlampenkolben, durch Quetschen unter Beibehaltung
der Rohrform des Entlüftungsröhrchens, dadurch gekennzeichnet, daß
zuerst nur der Gefäßhals für sich allein bis zum Erweichen erhitzt, das Entlüftungsröhrchendagegen
unterhalb des Gefäßhalsrandes außerhalb der Erhitzungszone gehalten wird, worauf sodann das
Entlüftungsröhrchen konzentrisch in den Gefäßhals eingeschoben und schließlich der erweichte Gefäßhals an das seine
Form beibehaltende Entlüftungsröhrchen ohne Dorn angequetscht wird.
2. Schrittweise umlaufende Maschine z.ur Durchführung des Verfahrens zum Einschmelzen
eines Entlüftungsröhrchens in ein geschlossenes Glasgefäß, insbesondere
einen Glühlampenkolben, nach Anspruch 1, unter Benutzung einer Anzahl an einem
Drehtisch angebrachter, mit einer Quetschzange ausgestatteter Halteköpfe für das
Glasgefäß, die Stromzuführungsdrähte und das Entlüftungsröhrchen, gekennzeichnet
durch eine in jedem Haltekopf (4) senkrecht verschiebbar gelagerte, als Auflage für das einzuschmelzende Entlüftungsröhrchen
(34) dienende Stange (13), die mit der Quetschzange (12, 12) unter Belassung
von Spiel gekuppelt ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Entlüftungsröhrchen
(34) in einer Buchse (10) des Haltekopfes (4) geführt ist und auf einem an
die Unterseite der Buchse (ro) anschlagenden Bund eines in der senkrecht verschiebbaren
Steuerstange (13) lose geführten, unter Federwirkung stehenden
Bolzens (18) ruht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US708676A US2020729A (en) | 1934-01-27 | 1934-01-27 | Method of and apparatus for sealing vitreous bodies |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=24846756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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| DE (1) | DE632819C (de) |
| FR (1) | FR784661A (de) |
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| US2844919A (en) * | 1951-03-21 | 1958-07-29 | Gen Electric | Quartz-to-metal foil press seal |
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| US2965698A (en) * | 1956-08-30 | 1960-12-20 | Gen Electric | Quartz tube pinch seal |
-
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-
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- 1935-01-26 GB GB2635/35A patent/GB430716A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| US2020729A (en) | 1935-11-12 |
| GB430716A (en) | 1935-06-24 |
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