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Baumschere.
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ist, wird der Hebelmechanismus zwecks Beeinflussung des Steuerschiebers 16 derart betätigt, dass das Druckmittel den Hauptkolben im Sinne des Pfeiles f antreibt, zu welchem Zweck die Druckluft dem unteren Teil des Zylinders 12 durch das Fenster 18 und die Leitung 22 zugeführt wird. Der Kolben 11 wird schnell im Sinne des Pfeiles f nach aufwärts getrieben, wodurch das bewegliche Schneidmesser 1 vorschnellt und den Ast, der sich gegen das Gegenmesser 6 abstützt, abschneidet.
Der Rückgang des Schneidmessers 1 wird durch Verschiebung des Schiebers 16 in entgegengesetztem Sinne bewirkt, wo-
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und die Leitung 21 in Verbindung gesetzt, das im Unterteil des Zylinders 12 enthaltene Druckmittel ausgestossen und gleichzeitig der obere Teil des Zylinders 15 an die Druckluftquelle durch die Leitung 26, Schieberkammer 24, die schmäle Öffnung 20 und die Leitung 23 angeschlossen wird. Der Kolben 13 und dessen Messer 1 bewegen sich infolgedessen nach abwärts. Es ist ersichtlich, dass die Verwendung des Hilfskolbens 13 von geringem Durchmesser und die Einführung des Druckmittels durch ein Fenster 20 von geringem Querschnitt einen raschen Rückgang des Messers verhindert und somit Stösse am Hubende vermeidet.
Die Entlüftung des im Zylinder 15 enthaltenen Druckgases wird bei der nächsten Betätigung des Schiebers bewerkstelligt, wodurch der Zylinder 15 mit der Aussenluft durch die Leitung 23, die Schieberkammer 28, das vollständig geöffnete Fenster 20 und die Leitung 21 in Verbindung gesetzt wird.
Es ist ersichtlich, dass das Messer 1 eine grosse Geschwindigkeit vor dem Schnitt erreicht und infolge des wesentlichen Gewichtes des Kolbens 11 das Ganze eine wesentliche lebendige Kraft besitzt, wodurch der Schnitt glatt vor sich geht. Schliesslich könnte man auch eine vollständig selbsttätige Steuerung ausbilden mittels einer Einrichtung, welche bei pneumatischen Niet-und Bohrmaschinen bekannt ist.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 5,6 und 7 wird der Hilfskolben 13 durch das Ende der Kolbenstange 10 des Arbeits- oder Hauptkolbens 11 selbst gebildet. Die Austrittsöffnungen 27 für das im Zylinder 12 beim Krafthub des Kolbens 11 verdichtete Druckmittel sind derart angeordnet, dass sie durch den Kolben 11, wie Fig. 6 zeigt, abgeschlossen werden, bevor er das Ende seines Hubes erreicht.
Hiedurch wird in der Kammer 30, welche zwischen der oberen Fläche des Kolbens 11 und der Wand des Zylinders 12 liegt, ein Luftpolster geschaffen, welcher die Stösse am Ende des Krafthubes aufhebt. Der Kolben bewegt sich durch die Wirkung des verdichteten Druckmittels, welches auf die obere Fläche des Hilfskolbens 13 wirkt, zurück. Dieser Rücklauf wird durch den Polster der in der Kammer 30 verdichteten Luft bis zu dem Augenblick unterstützt,) n welchem der Kolben 11 die Öffnungen 27 eröffnet, welche die Kammer 30 mit der Aussenluft verbinden. An der Decke der Kammer 30 ist ein Ventil 33 vorgesehen, welches einen Kanal 32 derart verschliesst, dass ein Unterdruck vermieden wird. wenn der Luftpolster bei verlängertem Aufenthalt des Kolbens am Hubende schon zerstört sein sollte.
Die Arbeitsweise der Schere ist wie folgt : Wenn der Kolben 11 in der in Fig. 5 gezeichneten Stellung ist, tritt wenn der Schieber 16 nach aufwärts bewegt wird, das Druckmittel durch den Kanal 22 zur Unterseite des Kolbens 11 und bewegt ihn nach oben. Sobald der Kolben 11 die in Fig. 6 gezeigte Zwischenstellung erreicht, werden die Gasaustrittsöffnungen 27 geschlossen und wird das Gas in der Kammer 30 verdichtet, wobei das Ventil 33 den Kanal 32 durch seine Federung und den Druck des Gases in der Kammer 30 geschlossen hält.
Der Kolben 11 wird gebremst und gelangt dann in die in Fig. 7 geneigte Lage. am Ende seines Vorlaufes. Der Schieber 16 wird nun so umgesteuert, dass er in die in Fig. 7 gezeichnete Stellung gelangt, bei welcher das Druckgas durch den Kanal 23 geführt wird, auf die obere Fläche des Hilfskolbens 13 wirkt und die beweglichen Teile in die untere Lage zurückbewegt, was so lange durch Entspannung des Luftpolsters in der Kammer 30 unterstützt wird, bis der Kolben 11 die Öffnungen 27 freigibt, welche die Kammer 30 bei normaler Arbeitsweise mit der Aussenluft verbinden. Hat der Kolben 11 lange in der Endlage verweilt, so kann der Luftpolster in der Kammer 30 bereits zerstört sein. Beim Rücklauf des Kolbens 11 entsteht dann in der Kammer 30 ein Unterdruck, der der Rücklaufbewegung des Kolbens entgegenwirkt.
Das den Kanal 32 schliessende Ventil 33 öffnet sich aber unter der Wirkung dieses Unterdruckes und verbindet die Kammer 30 mit der Aussenluft, bis der Kolben 11 die Öffnungen 27 eröffnet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 wirkt die Schere nicht durch Stoss, sondern abscheren. Das bewegliche Messer 1 befindet sich hier gleich vom Anfang an in unmittelbarer Nähe des Hakens 7 (Fig. 4), wobei der Kolben wesentlich leichter als bei der ersten Ausführungsform sein kann, da die Erzielung einer wesentlichen lebendigen Kraft nicht erforderlich ist. Ferner wird nur ein einziger Zylinder mit einem einzigen Kolben benötigt, welcher dann doppeltwirkend ist. Der Zutritt des Druckmittels erfolgt in an sich bekannterweise abwechselnd zu jeder Kolbenseite, um dessen Hin-und Herbewegung zu bewirken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Baumschere, bei welcher ein hin und her bewegtes Schneidmesser mit einem festen, hakenförmigen Gegenmesser zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Schneidmesser (1, 2) unmittelbar durch einen Druckmittelmotor betrieben wird, dessen Steuerung mit Hilfe eines von Hand aus betätigten, an sich bekannten Steuerschiebers (16) erfolgt.