AT139670B - Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststeinmassen. - Google Patents
Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststeinmassen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststeinmassen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststeinmassen, bei dem die formbare Masse während des Abbindens Erschütterungen durch Vibratoren ausgesetzt wird, und bezweckt, solchen Formkörpern eine gleichmässige Struktur, Porenfreiheit sowie eine ausserordentliche Dichte zu verleihen und dadurch die Festigkeit zu erhöhen und die Elastizität zu steigern. Die Erschütterungen wurden bisher in der Weise hervorgerufen, dass Schwingungerzeuger in die formbare Masse eingetaucht und parallel zu sieh selbst darin verschoben werden oder dass der Schwingungserreger an der Formwand befestigt wurde. Die in einer bestimmten Richtung wirkenden Erschütterungen sind zwar an sich geeignet, das Gefüge der formbaren Masse zu verbessern, doch wird diese Wirkung dadurch beeinträchtigt, dass durch solche gleichgerichtete Erschütterungen eine unerwünschte Verlagerung von in dem plastischen Brei schwebenden, spezifisch schwereren Füllstoffen eintritt, wodurch die Struktur ungleichmässig wird, die Festigkeit leidet und die Bildung von Hohlräumen (Luftblasen) begünstigt wird. Des weiteren ist es auch bekannt, dass die an der Form angeordneten Vibratoren gleichzeitig in verschiedenen Richtungen zur Wirkung gebracht werden, die in einer oder mehreren parallelen Ebenen liegen. Die Erfindung besteht nun darin, diese Vibratoren in den Achsenrichtungen eines räumlichen Koordinatensystems gleichzeitig zur Wirkung zu bringen. In diesem Falle lagern sich die Füllstoffe gleichmässig und vollkommen dicht in der Masse, da die noch vorhandenen Luftbläschen nach oben gepresst werden. Bei der Erzielung der bestmöglichen Wirkung ist es auch von Bedeutung, dass die Stösse der Vibratoren mit möglichst geringen Verlusten durch die Form auf die formbare Masse übertragen werden, was erfindungsgemäss dadurch erreicht wird, dass die Formen frei schwebend aufgehängt werden. Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine Anordnung bei Behandlung eines Betonbalkens mit winkelförmigem Querschnitt, Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Balkens samt Armierung und Fig. 3 einen Querschnitt durch die Formwand. Die aus Blech bestehende Form 1 zur Herstellung des Balkens ist mittels Ketten frei aufgehängt. An dem breiten Flansch der Form sind aussen mittels Winkeln 2 zwei Vibratoren 3 in zueinander senkrechten Richtungen befestigt, die den Begrenzungslinien der Formwand gleichgerichtet sind. An dem andern Flansche der Form ist ein weiterer Vibrator in der Richtung der dritten Koordinatenachse befestigt. Die Vibratoren sind an Pressluftleitungen 4 angeschlossen, die von einer gemeinsamen Zuführungsleitung 5 abzweigen. Die Grösse der Vibratoren richtet sich nach den Abmessungen des zu behandelnden Formkörpers. Bei eisernen Formen empfiehlt es sich, in jeder Richtung nur einen Vibrator anzuordnen, da zwei oder mehrere gleichgerichtete Vibratoren in ihrer Wirkung durch Interferenzerscheinungen gestört werden können. Bei hölzernen Formen, welche die Schwingungen eher dämpfen, können mit Vorteil auch mehr als drei Vibratoren angebracht werden. Zum Ableiten des überschüssigen Wassers können die Formwände aus perforiertem Blech 6 bestehen, das an der Innenseite mit Faserstoff, wie z. B. dichter Jute 7, bespannt ist (Fig. 3). Wie Versuche ergeben haben, sind die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung behandelten Formkörper infolge der in den Richtungen eines räumlichen Koordinatensystems wirkenden, durch freie Aufhängung der Form weniger gedämpften Stösse durchwegs von gleichmässiger Beschaffenheit. Sie weisen ein ausserordentlich dichtes Gefüge auf, so dass das Verfahren insbesondere bei dünnwandigen, der Form nach stark gegliederten sowie mit starken Armierungen versehenen Formkörpern sehr vorteilhafte Anwendung finden kann,
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststein- massen, bei dem die formbare Masse während des Abbindens Erschütterungen durch Vibratoren ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibratoren nach den Achsenrichtungen eines räumlichen Koordinatensystems zur Wirkung gebracht werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibratoren auf eine frei schwebend aufgehängte Form zur Wirkung gebracht werden. EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT139670T | 1932-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT139670B true AT139670B (de) | 1934-12-10 |
Family
ID=3640804
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT139670D AT139670B (de) | 1932-10-04 | 1932-10-04 | Verfahren zur Vergütung des Gefüges von Formkörpern aus Zement, Beton oder Kunststeinmassen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT139670B (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749042C (de) * | 1941-10-01 | 1944-07-29 | Verfahren zum Vorbereiten einer Betonmischung zum Einformen an der Baustelle | |
| DE748359C (de) * | 1941-07-12 | 1944-11-01 | Verfahren zur Herstellung von wasserarmem Beton hoher Frueh- und Endfestigkeit | |
| DE1063510B (de) * | 1955-04-29 | 1959-08-13 | Boerge Flamand | Mit einem oder mehreren Schwingungs-erzeugern verbundene Betongiessform fuer Rohre und dergleichen Teile |
| DE1075488B (de) * | 1960-02-11 | |||
| DE1145981B (de) * | 1961-03-06 | 1963-03-21 | Didier Werke Ag | Verfahren zum Herstellen von feuerfesten Steinen, insbesondere Stahlmantelsteinen oder anderen ummantelten Formstuecken |
-
1932
- 1932-10-04 AT AT139670D patent/AT139670B/de active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075488B (de) * | 1960-02-11 | |||
| DE748359C (de) * | 1941-07-12 | 1944-11-01 | Verfahren zur Herstellung von wasserarmem Beton hoher Frueh- und Endfestigkeit | |
| DE749042C (de) * | 1941-10-01 | 1944-07-29 | Verfahren zum Vorbereiten einer Betonmischung zum Einformen an der Baustelle | |
| DE1063510B (de) * | 1955-04-29 | 1959-08-13 | Boerge Flamand | Mit einem oder mehreren Schwingungs-erzeugern verbundene Betongiessform fuer Rohre und dergleichen Teile |
| DE1145981B (de) * | 1961-03-06 | 1963-03-21 | Didier Werke Ag | Verfahren zum Herstellen von feuerfesten Steinen, insbesondere Stahlmantelsteinen oder anderen ummantelten Formstuecken |
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