DE529944C - Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus mit Wasser abbindenden und erhaertenden Massen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus mit Wasser abbindenden und erhaertenden Massen

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DE529944C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/40Moulds; Cores; Mandrels characterised by means for modifying the properties of the moulding material
    • B28B7/46Moulds; Cores; Mandrels characterised by means for modifying the properties of the moulding material for humidifying or dehumidifying
    • B28B7/465Applying setting liquid to dry mixtures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Formkörpern aus mit Wasser abbindenden und erhärtenden blassen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus mit Wasser abbindenden und erhärtenden Massen.
  • Bekannt ist die Herstellung von flachen Platten und von zylindrischen rohrförmigen Körpern, indem die erhärtenden Massen, wie z. B. Zement, samt den Zuschlagstoffen mit Wasser gemischt werden und die so entstehenden schlammartigen Massen in die Formvorrichtung eingeführt werden.
  • Bekannt ist auch die Beschleunigung der Erhärtung von schon fertigen Beton- oder Asbestzement-Körpern durch eine Wasser-oder Dampfdruckbehandlung.
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Beeinflussung des Abbindens bei Gemischen aus Zement und Zuschlagstoffen, also auf die Beeinflussung eines Vorganges, der dem Erhärten der Massen vorausgeht. Dadurch wird erreicht, daß man die verschiedensten und kompliziertesten Körper, wie z. B. Rohrfassonstücke und ähnliches, herstellen kann, was bis jetzt mit anderen Verfahren entweder unmöglich war oder zu keinen praktisch brauchbaren Erzeugnissen führte.
  • Unter anderen erreicht man mit diesem Verfahren eine fast vollkommene Wasserundurchlässigkeit; inAsbestzementrohrfassonstücken hat man nach 2q. Stunden und qo Atmosphären Wasserdruck keine Porosität bemerken können.
  • Erfindungsgemäß werden die aus einem Gemisch von Zement und Zuschlagstoffen, vorzugsweise Faserstoffen, bestehenden Rohstoffe in eine Preß- oder Stampfform in trockenem Zustande oder mit solchem Feuchtigkeitsgehalt, daß ein elastisches Nachgeben der Fasern vermieden wird, eingefüllt und in ihr verdichtet. Darauf wird das Abbinden und Erhärten der Massen entweder durch unter Druck in die Preßform eingeführtes Wasser oder durch Eintauchen der Form in Wasser bewirkt.
  • Als Rohstoffe werden also Mischungen benutzt, welche aus Zement und Zuschlagstoffen, z. B. Metallzuschlag, Hartstoff beliebiger Art, insbesondere aber Faserstoffen, bestehen. Gegebenenfalls können die Körper mit .einer Armierung ausgestattet werden.
  • Das Rohgemisch wird in trockenem Zustande bzw. nur leicht angefeuchtetem und gut durchgemischtem Zustande in eine Stampf-. oder Preßform eingefüllt und verdichtet, erst dann wird das zur Abbindung notwendige Wasser zugeführt. Dies geschieht in der Weise, daß z. B. durch geeignete, in der Stanze angebrachte Löcher Wasser -unter Druck eingelassen wird, vorzugsweise gleichmäßig verteilt auf. die ganze innere und -äußere Oberfläche des in Bildung begriffenen Gegenstandes. Das Wasser durchzieht die zwischen den Stempeln befindliche Mischung völlig und bewirkt das Abbinden und den Beginn der Erhärtung. Nach einer gewissen Zeit wird die vorzugsweise aus mehreren Teilen bestehende Form der Stanze geöffnet und der Gegenstand herausgenommen. Bei Körpern, welche eine Armierung erhalten sollen, wird man diese zweckmäßig in die Stanze einbringen, bevor das trockene Gemisch eingefüllt wird.
  • In den beiliegenden Zeichnungen ist beispielsweise angedeutet, wie erfindungsgemäß ein rohrförmiger Körper herzustellen ist.
  • Fig. i stellt einen Längsschnitt durch den entsprechenden Teil der Stanze bzw. Presse dar, Fig. 2 einen Querschnitt des oberen Teiles. In der Fig. i stellt a einen inneren zylindrischen hohlen Kern dar, der von einem zylindrischen Außenmantel b umgeben ist. Der Außenmantel besteht aus zwei Teilen, welche mit den üblichen Mitteln, Flanschen o. dgl. verbunden sind.
  • Der Zwischenraum zwischen Mantel und Kern (c der Fig. z) wird entsprechend der Dicke der Wandung des herzustellenden Rohres gebildet. d stellt die W asserzuflußleitung dar, die an das eine Ende des zylindrischen Kernes angeschlossen ist, das andere bleibt natürlich hermetisch geschlossen. Die im zylindrischen Hohlkern a angeordneten Löcher e gestatten dem Wasser den Zutritt zu dem Zwischenraum c.
  • Zur Anfertigung des Rohres wird 'der Zwischenraum c zwischen Mantel und Kern mit dem Rohmaterial im trockenen Zustande gefüllt und das Material zusammengepreßt. Es wird dann Wasser durch die Leitung d unter Druck zugeführt und nach einiger Zeit der fertige Formkörper aus der Form herausgenommen.
  • Statt das Wasser durch die Löcher oder Schlitze, die in der Wandung des zylindrischen Hohlkernes angebracht sind, einzulassen, kann man es auch durch Löcher o. dgl., welche in der Außenwand angebracht sind, eintreten lassen. In diesem Falle müßten diese noch von einer anderen Wand umgeben sein, so daß ein Wassersack gebildet wird, der dann unter Druck gebracht wird. Es ist auch möglich, sowohl von innen wie von außen Wasser zuzuführen.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren können die verschiedensten Gegenstände hergestellt werden. . Außer Rohren beispielsweise auch Spezialteile, wie gebogene kurze dicke Stücke, Verbindungen usw., ferner auch Ziegel in den verschiedensten Formen, Platten u. dgl., also allgemein Formkörper der beliebigsten Art. Gerade. die Herstellung komplizierterer Formkörper, die bisher häufig ein ungenügendes Ergebnis lieferte, wird durch die vorliegende Erfindung bedeutend verbessert.
  • Statt besonderer Anordnungen für die Zuführung des Wassers zu der verpreßten Masse kann auch so gearbeitet werden, daß die Stanze bzw. die Form mit dem Material in Wasser eingetaucht wird. Hierbei ist natürlich Vorsorge zu treffen, daß das Wasser an möglichst viel. Stellen in das zusammengepreßte Material eindringen kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Formlingen aus mit Wasser abbindenden und erhärtenden Massen, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem Gemisch von Zement und Zuschlagstoffen, vorzugsweise Faserstoffen, bestehenden Rohstoffe in eine Preß- oder Stampfform in trockenem Zustand oder mit solchem Feuchtigkeitsgehalt, daß ein elastisches Nachgeben der Fasern vermieden wird, eingefüllt und in ihr verdichtet werden, worauf das Abbinden und Erhärten der Masse entweder durch unter Druck in die Preßform eingeführtes Wasser oder durch Eintauchen der Form in Wasser erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Metalleinlagen o. dgl., die vorzugsweise vor dem Einbringen der Rohstoffe in die Form eingesetzt werden.
DE1930529944D 1930-02-03 1930-05-02 Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus mit Wasser abbindenden und erhaertenden Massen Expired DE529944C (de)

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