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Vorrichtung zum Aussondern von Metallscheiben, wie z. B. Münzen.
Es ist bereits bekannt, Metallelemente, insbesondere von Seheibenform, wie z. B. Münzen, nach ihrer Zusammensetzung zu sortieren, indem man diese ein magnetisches oder magnetelektrisches Feld zu durchlaufen zwingt, das in den Elementen während des Laufes Wirbelströme erzeugt, deren Wechselwirkung zusammen mit dem Feld den Lauf des Elementes mehr oder minder hemmt, u. zw. je nach der Zusammensetzung und der Art des Metalles bzw. der Legierung. Die Verschiedenheit der am Ende der Prüfbahn den verschiedenen Elementen innewohnenden Bewegungsenergie wird dann der eigentlichen Aussonderung dienstbar gemacht. Diese Aussonderung kann nun z.
B. dadurch vorgenommen werden, dass die Scheibe nach Verlassen der Prüfeinrichtung gegen eine Prallfläche stösst und von dieser wegschnellt, worauf sie, wenn sie eine bestimmte Zusammensetzung hat, durch ein Fenster in die Einnahmevorrichtung gelangt, während alle Scheiben anderer Zusammensetzung vom Fenster ferngehalten werden. Die Aussonderung kann jedoch auch auf andere Weise vorgenommen werden. Es hat sich nun durch praktische Versuche herausgestellt, dass die Einrichtung, die auf den Lauf der Scheibe einwirkt, eine ganz bestimmte Ausbildung haben muss, sollen die Prüfergebnisse auf Genauigkeit Anspruch erheben können.
Die Einwirkung eines einzigen Magneten auf die an ihm vorbeilaufenden Scheiben genügt dabei nicht. Es werden deshalb erfindungsgemäss entlang der Laufbahn der Metallelemente mehrere, in einer Flucht liegende Einzelmagnete angeordnet, deren Pole, durch besondere feldfreie Räume voneinander getrennt, die Bahn zu beiden Seiten umfassen. Dadurch werden auf die vorbeilaufenden Scheiben Einzelimpulse ausgeübt, die in rascher Aufeinanderfolge auf die Scheiben einwirken und die selektive Wirkung der Vorrichtung erhöhen, wodurch erst die Gewähr für ein sicheres Funktionieren gegeben ist. Hiebei sind die einzelnen Pole oberhalb des Scheibenschwerpunktes entlang der Bahn angeordnet und dabei so gross bemessen, dass am Rand der Metallscheibe ein feldfreier Teil verbleibt.
Ferner sind die Magnete zu einer konstruktiven Einheit vereinigt, die als Ganzes für sich im Prüfraum einstellbar ist.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, wobei die Fig. 1 schematisch die Prüfbahn in Seitenansicht darstellt, während die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie a-b, der Fig. 1 veranschaulicht und die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie c-d der Fig. 1 darstellt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen. Einzelheiten.
Gemäss Fig. 1 der Zeichnung müssen die Metallelemente 1 von Seheiben oder Blättehenform im Kanal 2 vorerst ein magnetisches Vorfeld der Magnete 3 durchlaufen, die eine Aussonderung von rein ferromagnetischem Material durchführen müssen. An den Kanal 2 schliesst sich zweckmässig ein Vertikalkanal 4 an, in den der freie Arm 5 eines ausschwingbaren, bei 6 angelenkten Kniehebels 6, der durch ein Gewicht 7 belastet ist, hineinragt.
Beim Durchfallen des Kanales 4 schiebt die Scheibe 1 den Arm 5 beiseite, der beim Auftreffen der Scheibe 1 auf den schrägen Ablaufboden 4'" ein seitliches Abrollen so lange verhindert, bis die Münze zur Ruhe gekommen ist, worauf der Arm 5 durch das Gewicht 7 in seine Ausgangslage zurückschwingt. Das Metallelement beginnt also von da ab lediglich unter dem Einfluss seines Eigengewichtes und der Neigung der Bahn 8, 8'" seinen Weiterlauf.
Es tritt nun mit vorher bestimmter Geschwindigkeit in den Bereich eines Magnetfeldes ein, das erfindungsgemäss aus mehreren hintereinander angeordneten, zweckmässig möglichst gleich ausgebildeten Einzelmagneten 11 mit den Polen 10, 10 besteht, die als Elektro oder permanente Magneten ausgebildet sein können, wobei jedoch zwischen den Polen 10, 10 benachbarter Magnete erfindungsgemäss feldschwache bzw. feldfreie Zonen 12 vorgesehen sind. Die Magnete sind beidseits der Bahn angeordnet. Die Bahnwände für die Metallelemente bestehen im Bereich der Magnetpole aus dünnen Messingstreifen.
Die Pole 10 der Magnete haben, wie die Fig. 3
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und 4 zeigen, eine solche Höhe und sind so über dem Mittel der Metallscheiben angeordnet, dass sich die Wirbelströme in der Metallscheibe selbst schliessen können, wie dies in Fig. 4 durch striehlierte Linien 14 angedeutet ist.
Am Ende der Magnetfelder sind nun die Metallelemente je nach ihrer metallischen Beschaffenheit verschieden stark abgebremst. Das Metallelement verlässt die Bahn bei 15 und kann im freien Fall auf die entsprechend ausgebildete Prallfläche 16 eines im Raume nach mehreren Richtungen hin einstellbaren Organes treffen, wodurch es einen Rückstoss erhält, der es durch ein gleichfalls im Raum nach mehrfachen Richtungen einstellbares Fenster 18 in einen vorbereiteten Behälter schleudert. Die gekreuzten Pfeile in der Zeichnung versinnbildlichen die Ebenen, in der die Teile einstellbar sind. Während die Schar der
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Metallelemente werden gerade so gebremst, dass sie die richtige Geschwindigkeit und den richtigen Rück- stoss erhalten.
Die Prallfläche kann, wie Fig. 5 zeigt, konkav, konvex oder eben ausgebildet sein, wodurch man eine besonders selektive Differenzierung der Rückstossrichtung erzielen kann.
Das wichtigste Anwendungsgebiet für das erfindungsgemässe Verfahren und dessen Einrichtung ist die Münzprüfung-fur selbstkassierende-Vorrichtungen.
Die Lage des Kanals und seine Neigung richtet sich nach den praktischen Erfordernissen ; der Prüfkanal kann auch vertikal angeordnet sein. Die Magnete können zu einer konstruktiven Einheit verbunden sein, die zweckmässig im Raum zwecks Korrigierung der Lage des magnetischen Feldes mehrfach einstellbar ist.
Auch das Fenster 18 kann zur Ermöglichung von Toleranzen, die sich aus der Wurfhöhe der Metallscheiben ergeben, bezüglich der Fensterweite verändert werden.
Das Organ 17 ist aus gehärtetem Stahl. Das Aufprallen der Metallscheiben auf dieses Organ 17 stellt sich als Härteprüfung dar, indem zweckmässig nur mit Prägung versehene Metallscheiben die Härte
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PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zum Aussondern von Metallscheiben, wie z. B. Münzen, die beim Durchlaufen eines magnetischen Feldes auf einer geneigten Bahn durch Wirbelströme gebremst werden, wodurch ihre Bewegungsenergie mehr oder minder gehemmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass an der Laufbahn für die Metallelemente mehrere in einer Flucht liegende Einzelmagnete angeordnet sind, deren Pole, durch besondere feldfreie Räume getrennt, die Bahn zu beiden Seiten umfassen.