AT137955B - Verfahren zur Herstellung eines Zwickelbeilaufes für elektrische Kabel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Zwickelbeilaufes für elektrische Kabel.

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  Verfahren zur Herstellung eines Zwickelbeilaufes für elektrische Kabel. 



   Um bei elektrischen Kabeln, insbesondere bei Mehrleiterkabeln, ohne metallisierte Adern ein homogenes Zwickeldielektrikum zu erhalten, ist es notwendig, auch die Spitzen der Zwickel vollkommen mit Beilaufmaterial zu füllen. Mit dem bisher üblichen Beilauf, der aus Papierkordel bestand, wurde dies jedoch nur unvollkommen erzielt ; die Spitzen des Zwickels blieben zumeist unausgefüllt. Dies rührt daher, dass die Kordel nicht nachgiebig genug ist, um in die feinen Zwickelspitzen völlig hineingedrückt zu werden. 



   Man hat auch bereits vorgeschlagen, einen Zwickelbeilauf zu verwenden, der aus Papierbahnen besteht, die durch einen Nippel geführt und zusammengedrückt werden. Diese   zusammengedrückten   Papierbahnen geben jedoch auch keinen geeigneten Zwickelbeilauf, da sie keinen Drall haben. Infolgedessen ist der Beilauf zu locker und hat zu wenig inneren Halt, so dass der Beilauf beim Verseilen des Mehrleiterkabels vor dem Einlauf in den Verseilnippel aufspringt und sich teilweise auf die Kabelader selbst legt, so dass einmal der Zwiekelraum ungenügend gefüllt wird und sich zum andern keine glatte   Kabeloberfläche   ergibt. 



   Diese Nachteile werden durch Verwendung eines Zwickelbeilaufes vermieden, der gemäss der Erfindung dadurch hergestellt wird, dass ein aus einer ebenen Bahn, insbesondere aus Papier bestehendes und, vorzugsweise in angefeuchtetem Zustande, in Walzenform aufgewickeltes Beilaufmaterial in axialer oder annähernd axialer Richtung aus einer der Stirnflächen der ruhenden Walze hervorgezogen wird, so dass sich die Beilaufmaterialbahn von der Innenseite der Walze abwickelt und so einen Drall erhält, den man   mit "natÜrlichem Drall" bezeichnen   kann. Diesen natürlichen Drall kann man noch durch einen künstlichen Drall vergrössern, indem man die Walze umlaufen lässt.

   Um ein genügend starkes Seil zu erhalten, können mehrere Walzen aus Faserstoffbahnen, vorzugsweise aus Papierbahnen, in axialer Richtung hintereinander angeordnet werden, von deren Innenseite die Bahnen in axialer Richtung so abgezogen werden, dass die von den vorhergehenden Walzen abgezogenen verdrallten und ein Seil bildenden Faserstoffbahnen durch die folgenden Walzen in axialer Richtung hindurchgezogen werden, so dass sich die von diesen Walzen abgezogenen Bahnen um das Seil herumlegen. Als Kern kann man auch eine Hanfoder Papierkordel verwenden und diese durch die Walzen hindurchziehen, wobei sich die von jeder Walze abgezogene Bahn um die Kordel bzw. um die durch die Faserstoffbahnen der vorhergehenden Walzen eingehüllte Kordel herumlegt.

   Mehrere derartige Seile können dann in einer Verseilmaschine zu einem Seil so zusammengefasst und gepresst werden, dass sie die Zwickelform erhalten. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfindung schematisch dargestellt. Darin sind 1 die in den nicht dargestellten Verseilkorb eingesetzten Walzen aus vorzugsweise in feuchtem Zustand aufgewickelten Papierbändern, aus deren Stirnflächen die Papierbänder 2 herausgezogen werden. Die Bänder erhalten dadurch einen natürlichen Drall und werden über eine am Verseilkorb der Verseilmaschine befestigte   Führung 3 durch Nippel   zum Auflaufpunkt 5 geführt, an dem sie in die Zwickelräume der verseilten Adern eines Mehrleiterkabels eingelegt werden. Hinter einer Anzahl der Walzen 1 sind weitere Papierwalzen 6 angeordnet.

   Die aus den Stirnflächen dieser Walzen herausgezogenen Bänder 7 sind durch die Walzen 1 in axialer Richtung hindurchgezogen, so dass sich die von den letzteren Walzen abgezogenen Bahnen um die verdrallten Bahnen der Walzen 6 herumlegen. 

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   Es hat   sicir herausgestellt, dass   ein nach diesem Verfahren hergestellter Zwickelbeilauf auch die feinsten Spitzen des Zwickelrauines ausfüllt, insbesondere wenn das zum Aufbau des Beilaufs dienende Faserstoffmaterial in angefeuchtetem Zustand in das Kabel einläuft. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Zwickelbeilaufes für elektrische Kabel, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus einer ebenen Bahn, insbesondere aus Papier bestehendes und, vorzugsweise in angefeuchtetem Zustande, in Walzenform aufgewickeltes Beilaufmaterial in axialer oder annähernd axialer Richtung aus einer der Seitenflächen (Stirnflächen) der Walze herausgezogen wird, so dass sich die Beilaufmaterialbahn von der Innenseite der Walze abwickelt und einen Drall erhält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Walze, von der eine Faser- EMI2.1
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Walzen aus Faserstoffbahnen in axialer Richtung hintereinander angeordnet sind, aus denen die Faserstoffbahnen von der Innenseite der Walzen so abgezogen werden, dass sich die Bahnen der folgenden Walzen um die von den vorhergehenden Walzen abgezogenen Bahnen herumlegen.
    4. Elektrisches Kabel mit einer nach den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellten Zwickelausfüllung. EMI2.2
AT137955D 1931-06-22 1932-06-21 Verfahren zur Herstellung eines Zwickelbeilaufes für elektrische Kabel. AT137955B (de)

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