AT135532B - Verfahren zur Erzeugung von Draht aus Mischkristall bildenden Aluminiumlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Draht aus Mischkristall bildenden Aluminiumlegierungen.

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AT135532B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von Draht aus Mischkristall bildenden Aluminiumlegierungen. 



   Die für die Technik wichtigen Eigenschaften der Metalle, nämlich Festigkeit und Leitfähigkeit werden bekanntlich durch eine bestimmte Behandlung bei gewissen Temperaturen verändert. So nimmt die Festigkeit von Gussstücken durch eine Warmbehandlung zu. Auch gezogene, gewalzte oder geschmiedete Materialien lassen sich bekanntlich härten, wenn sie vor der Wärmehärtung durch ein Glühverfahren weich gemacht worden sind. 



   Diese Verfahren zur Warmhärtung sind besonders bei der Herstellung von Materialien aus Aluminium und aus Aluminiumlegierungen wichtig geworden. So wird z. B. die Festigkeit und die Leitfähigkeit derjenigen Aluminiumlegierungen, welche Mischkristall bildende Komponenten, wie Magnesium, Silizium usw. enthalten, erhöht, wenn das Walz-oder Pressmaterial in einer möglichst dicht unter dem Soliduspunkt der betreffenden Legierung gelegenen Temperatur abgeschreckt, dann auf   Fertigmass   gezogen und schliesslich bei einer unterhalb   2500 C liegenden   Temperatur so lange angelassen wird. bis die gewünschte Leitfähigkeit erreicht ist. Die Temperatur, bei der dabei das Material abgeschreckt wird, liegt bei etwa 550  C, also bedeutend über der Walz-oder Presstemperatur.

   Bei diesem Verfahren werden im allgemeinen folgende Werte erreicht : Für die Zugfestigkeit   31'5     kg/lI1m2   und für die Leitfähigkeit 30. 



   Nun ergibt bekanntlich für hochleitfähige,   vergütbare   Aluminiumlegierungen eine Festigkeit von 30 bis 32   kg/mm2 und   eine Leitfähigkeit von 32 und darüber das Optimum insofern, als man mit Leitungen aus derartigem Material am wirtschaftlichsten bauen kann, wie Dr. H. Bohner in der AluminiumZeitschrift April/Mai 1929 berichtet. Eine Steigerung der Festigkeit auf Kosten der Leitfähigkeit ist danach von Nachteil, da mit übermässig steigender Festigkeit bei völliger Ausnutzung dieser Festigkeit der Kostenanteil der Abspannmaste, die ja den ganzen Zug der Leitungen aufzunehmen haben, an den Kosten der   Gesamtstrecke   derartig gross wird, dass die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage in Frage gestellt wird. 



   Erfindungsgemäss lassen sieh für gewalztes oder gepresstes Aluminiummaterial, das aus den obengenannten Aluminiumlegierungen besteht, jene theoretisch günstigsten Werte bei folgendem Verfahren erzielen, das überdies den Vorzug eines wesentlich einfacheren Arbeitsprozesses hat. 



   Das warmgewalzte oder gepresste Material wird ohne vorherige Abschreckung bei einer unterhalb 250  C liegenden Temperatur angelassen, darauf kalt gezogen und   schliesslich   nach dem Kaltziehen wieder bei einer unterhalb   2500 C   liegenden Temperatur angelassen. 



   Bei diesem Verfahren ergibt sieh eine höhere Leitfähigkeit als bei den bekannten Herstellungprozessen. Denn das Material nimmt im allgemeinen die Leitfähigkeit von 32 bei einer durchschnittlichen Festigkeit von   32 kg/mm2 an,   wie aus nachstehenden Beispielen zu ersehen ist. 



   Diese Beispiele, die in der ersten Tabelle wiedergegeben sind, zeigen, dass sich bei dieser kombinierten thermischen und mechanischen Behandlung eine höhere Leitfähigkeit ergibt, als bei den bekannten Verfahren. 



   Die zweite Tabelle gibt eine Zusammenstellung von Werten wieder, die bei solchen Leitungen festgestellt worden sind, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren angefertigt wurden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beispiele : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Leitfähigkeit
<tb> Legierung <SEP> Behandlung <SEP> des <SEP> Walzdrahtes <SEP> m <SEP> Festigkeit <SEP> Dehnung
<tb> Ohm/mm2 <SEP> kg/mm2
<tb> 0'55%} <SEP> Ig. <SEP> 5000 <SEP> C <SEP> geglüht <SEP> und <SEP> abgeschreckt <SEP> 31-4 <SEP> 35-4 <SEP> 5
<tb> 0#7 <SEP> % <SEP> Si.
<tb> 



  Walzdraht <SEP> angelassen <SEP> auf <SEP> 150  <SEP> C <SEP> 33#3 <SEP> 31#8 <SEP> 5
<tb> 0#3% <SEP> Mg. <SEP> 500  <SEP> C <SEP> geglüht <SEP> und <SEP> abgeschreckt <SEP> 30#9 <SEP> 34#8 <SEP> 6
<tb> 0#7% <SEP> Si.
<tb> 



  Walzdraht <SEP> angelassen <SEP> auf <SEP> 150  <SEP> C <SEP> 32-2 <SEP> 33-9 <SEP> 5-5
<tb> Leitfähigkeit <SEP> Festigkeit
<tb> Legierung <SEP> Durch- <SEP> Dehnung
<tb> messer <SEP> m <SEP> %
<tb> pro/kg <SEP> kg/total <SEP> kg/mm2
<tb> Ohm/mm2
<tb> 0#5% <SEP> Mg. <SEP> 2#03 <SEP> 9#60 <SEP> 32#2 <SEP> 106 <SEP> 32#7 <SEP> 4
<tb> 0-6% <SEP> Si. <SEP> 2-02 <SEP> 9-80 <SEP> 32-7 <SEP> 104 <SEP> 32-5 <SEP> 5
<tb> 2#03 <SEP> 9-60 <SEP> 32-2 <SEP> 104 <SEP> 32-1 <SEP> 5
<tb> 2-02 <SEP> 9#80 <SEP> 32#7 <SEP> 100 <SEP> 31#5 <SEP> 5
<tb> 2-62 <SEP> 5-70 <SEP> 32-5 <SEP> 172 <SEP> 31-9 <SEP> 4
<tb> 2#62 <SEP> 5#64 <SEP> 32#9 <SEP> 173 <SEP> 32#1 <SEP> 5
<tb> 


Claims (1)

  1. EMI2.2 Verfahren zur Erzeugung von Draht aus Mischkristall bildenden Aluminiumlegierungen unter Anwendung einer kombinierten thermischen und mechanischen Arbeitsweise, dadurch gekennzeichnet, dass das warmgewalzte oder warmgepresste Material bei einer unterhalb von 2500 C liegenden Temperatur angelassen und darauf in bekannter Weise einer Kaltreckung und einem Anlassen bei einer unterhalb 250 C liegenden Temperatur unterworfen wird.
AT135532D 1930-07-07 1930-07-07 Verfahren zur Erzeugung von Draht aus Mischkristall bildenden Aluminiumlegierungen. AT135532B (de)

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