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Einrichtung zur Materialuntersuchung mittels Röntgenstrahlen, insbesondere von Käselaiben.
Es sind Einrichtungen in Gebrauch, bei denen technische Erzeugnisse in einer Strahlenrichtung von unten nach oben durchleuchtet werden. Auf solche Schaupulte muss das zu durchleuchtende Objekt aufgelegt und, wenn es grösser ist, entsprechend verschoben werden, damit die einzelnen Teile der Reihe nach auf dem Leuchtsehirm zu sehen sind. Ist das zu durchleuchtende Objekt ziemlich gross und leicht zu beschädigen, so ist diese Methode nur mit grosser Vorsicht, Mühe und grossem Zeitverlust anwendbar.
Erfindungsgemäss wird das Durchleuchtungsverfahren dadurch wesentlich erleichtert, dass der zu untersuchende Gegenstand, als welcher im folgenden als Beispiel ein Käselaib angenommen werden soll, auf eine Drehscheibe aufgelegt wird, die waagrecht oder gegebenenfalls auch schräge sein kann, unter Umständen auch von der waagrechten in die Schräglage übergeführt oder auch abgenommen werden kann.
Hat man einmal den Käselaib auf diese Scheibe aufgelegt, so kann man ihn ohne weitere Unbequemlichkeit, Kraftanwendung und ohne Zeitverlust bewegen. Um diese leichte Beweglichkeit für eine Durchleuchtung aller Objektteile gut ausnutzen zu können, wird weiters erfindungsgemäss die Röntgenröhre unterhalb der Drehscheibe angebracht. Selbstverständlich muss die Auflagefläche aus einem für Röntgenstrahlen gut durchlässigen Material bestehen, z. B. aus einer Sperrholzplatte oder einer Platte aus dünnem Aluminiumblech. Solche Platten sind wenig widerstandsfähig, und daher wird erfindungsgemäss diese Platte durch einen Raster aus mechanisch widerstandsfähigem Material gestützt. Dieser Raster braucht. für Röntgenstrahlen nicht gut durchlässig zu sein ; es zeichnen sich eben an einzelnen Stellen mehr oder minder dicke Striche ab.
Besonders wenig störend wirken diese Striche, wenn erfindungsgemäss der Raster laut Fig. 1 aus zwei ineinanderliegenden, am besten konzentrischen Ringen besteht, die durch radial verlaufende Streben verbunden sind, wobei eine Strebe zur Renntliehmaehung einer Umdrehung besonders gestaltet sein kann.
Bringt man erfindungsgemäss über der Röhre eine solche Blende (Fenster) an, die den Röntgenstrahlenkegel bis auf einen radialen (eventuell diametralen) Schlitz ausblendet, und eine Einrichtung, die den Leuchtschirm längs dieses Schlitzes parallel zur Drehseheibe verschieben lässt, so kann man sämtliche Teile des auf der Drehscheibe liegenden Objektes (Käselaibes) durch Drehen derselben und durch Verschieben des Leuchtschirms mühelos durchleuchten.
Der Antrieb der Scheibe kann manuell, motorisch oder wahlweise motorisch erfolgen. Mit Vorteil wird man den Antrieb reversierbar gestalten. Auch die Bewegung des Leuchtschirms kann abhängig oder unabhängig von der Drehung der Scheibe erfolgen. Im ersteren Fall kann es so eingerichtet werden, dass bei einmaligem Durchlaufen des ausgeblendeten Schlitzes die Scheibe eine oder mehrere Umdrehungen macht. Vorteilhaft wird man einer durchlaufenden Bewegung des Leuchtschirmes so viele Umdrehungen der Scheibe zuordnen, als dem Scheibenradius Leuehtschirmhöhen entsprechen.
Da die Umlaufgeschwindigkeit, bei konstantem motorischem Antrieb, gegen das Zentrum der Scheibe abnimmt, kann in Abhängigkeit von der Bewegung des Leuchtschirms ein Regler den Motor beeinflussen.
Die Erfindung sei im folgenden an einem Ausführungsbeispiel (Fig. 2) näher erläutert.
Auf Füssen 1 befindet sich ein Ring 2, auf welchem eine Drehscheibe 8, bestehend aus einem Raster nach Fig. 1 und einer Sperrholzplatte 4 drehbar gelagert ist. Auf diese wird das Objekt (Käselaib)
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aufgebaut. Sämtliche erwähnten Teile sind mit einem Kasten 5 aus geerdetem Metall oder aus entsprechendem Isoliermaterial gegen unfreiwillige Berührung hochspannungsführender Teile geschützt.
Dieser Kasten kann so eingerichtet sein, dass bei dessen Öffnung die Primärleitung unterbrochen wird. Ferner kann ein Strahlenaustrittsfenster 6 aus entsprechend durchlässigem Material vorgesehen und. wie bereits erwähnt, über der Rohre 7 eine geeignete Sehlitzblende 8 angebracht werden. Das Grund-
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geblendeten Schlitz beweglich ist. Der Leuchtschirm selbst ist mit entsprechendem Bleischutz 12 umgeben und führt bei seinen Bewegungen zwangsläufig eine Bleigummibahn 13 mit sich. Auch sonst ist für erforderlichen Schutz gesorgt.'Damit die Durchleuchtung der verschiedenen Dicke der Käselaibe angepasst werden kann, lässt sich der Leuchtschirm auch in vertikaler Richtung verschieben.
Um zu vermeiden, dass beim Wechseln des Käselaibes dieser beschädigt wird, können die zwei Ausleger samt Leuchtschirm seitlich bei gleichzeitiger zwangsweiser Ausschaltung oder Abblendung der Röhre weggesehwenkt oder aufgeklappt werden.
Oft wird es vorkommen, dass der Raum, in dem die Käselaibuntersuchungen vorgenommen werden sollen, nicht gut verdunkelt werden kann. In diesem Fall kann ein Kryptoskop über dem Leuchtsehirm vorgesehen werden.
Der Fokusleuchtschirmabstand wird vorteilhaft ziemlich gross gewählt, um eine Beurteilung der natürlichen Grosse der Käselöcher, denen käsereitechnisch Bedeutung zukommt, zu gestatten. Das könnte unter Umständen eine etwas zu unbequem Haltung des Beobachters zur Folge haben, welchem Umstand durch einen geeignet angebrachten Spiegel, der jedoch im Ausführungsbeispiel einfachheitshalber nicht dargestellt ist, abgeholfen werden kann. Ebenso kann auch eine Einrichtung zum Ersatz des Leuchtschirmes durch den photographischen Schichtträger vorgesehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Materialuntersuehung mittels Röntgenstrahlen, insbesondere von Käselaiben, dadurch gekennzeichnet, dass als Auflagefläche für den zu untersuchenden Körper eine Drehscheibe dient.