AT134038B - Verfahren zur Herstellung von Fibroinlösungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fibroinlösungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstelung von Fibroinlösungen. Bei der Herstellung von Lösungen von Fibroin in Auflösungen von hydratisierten Salzen ist es erwünscht, mit möglichst geringen Salzmengen auszukommen. Ferner ist es zur Verhinderung des thermischen Abbaus der Eiweisssubstanzen notwendig, erhöhte Temperaturen zu vermeiden. EMI1.1 hydratisierten Salz verwendet. sondern dass man Lösungen anwendet, die zwei oder mehr hydratisierte Salze nebeneinander enthalten. Lässt man auf Naturseide in bekannter Weise Natriumrhodanidlösung einwirken, so zeigt sieh, EMI1.2 in Lösung zu bringen, muss man sogar eine bei 80-1000 gesättigte Lösung bei dieser hohen Temperatur auf die Seide einwirken lassen. EMI1.3 rhodanid oder Magnesiumrhodanid schon bei Zimmertemperatur, also bei etwa 25 , vollständig in Lösung zu bringen oder zu einer in Wasser löslichen Paste zu verquellen, wenn man mit einer Lösung arbeitet, die neben Natriumrhodanid oder neben Magnesiumrhodanid noch mindestens ein anderes hydratisiertes Salz, wie Bariumrhodanid oder Lithiumrhodanid, enthält, oder auch wenn man Rhodanide der beiden Kationen Na und Mg zusammen in einer Lösung auf Fibroin einwirken lässt. Diese Wirkung von gemischen Salzlösungen tritt also nicht nur ein durch Zusatz einer kleinen Menge eines schon bei niedriger Temperatur Seide lösenden Salzes, z. B. Lithiumrhodanid oder Bariumrhodanid, zu einem nur bei höherer Temperatur und in höherer Konzentration lösenden Salz, z. B. Natriumrhodanid, sondern wird sogar durch eine geeignete Mischung zweier Salze erreicht, die beide, allein angewandt, nur bei höherer Temperatur und in höherer Konzentration Seide lösen, wie z. B. Magnesiumrhodanid und Natriumrhodanid oder Natriumrhodanid und Manganrhodanid bzw. Natriumrhodanid und Zinkrhodanid. Dabei ist es nicht notwendig, dass die Lösungen der hydratisierten Salze gesättigt sind. Auch bei Verwendung von zwei oder mehreren hydratisierten Salzen bei der Auflösung von Fibroin ist die nach österr. Patentschrift Nr. 132027 eintretende Wirkung von Säureamiden festzustellen. Praktisch lässt sich das Verfahren so ausführen, dass man entweder die Seide in die Lösung, die zwei oder mehrere hydratisierte Salze enthält, einbringt und stehenlässt oder dass man die Seide in der einen Salzlösung anquellen lässt und dann die andere oder die andern Komponenten hinzufügt. Es ist hiebei nicht notwendig, dass die verwendeten Mengen der einzelnen Salze in einem bestimmten mole- EMI1.4 Doppelsalz allein der dargestellte Effekt erreicht. Ob der beobachtete Löseeffekt auf die Bildung von Doppelsalzen in der Salzlösung, die ein gesteigertes Lösevermögen für Fibroin besitzen, zurückzu- führen ist, ist für die Erfindung unerheblich. In der vorstehenden Beschreibung ist das Wort"hydratisiert"gleichbedeutend mit"hydrati- sierend". <Desc/Clms Page number 2> Beispiele : 1. In eine Lösung, bestehend aus 5 Volumteilen 57%iger NaSCN-Lösung und 5 Volumenteilen 42% iger Mg (SCN) z-Lösung, wird ein Gewichtsteil entbastete Naturseide eingetragen. Nach zwanzigstündigem Stehen bei Zimmertemperatur (etwa 25 ) ist die Lösung eingetreten. Ganz anders verhalten sich die Lösungen von Natriumrhodanid oder von Magnesiumrhodanid. wenn jedes Salz für sich angewandt wird. Es ist z. B. nicht möglich, 1 g entbastete Naturseide in 10 cm3 einer 57% igen Losung von Natriumrhodanid oder in 10 cm3 einer Lösung von 42%igem Mg (SCN) z bei EMI2.1 temperatur ist Lösung vorhanden. 5. In ein Gemisch von 8 Volumteilen 57% iger NaSCN-Lösung und 2 Volumteilen 57% iger LiSCNLösung werden 1'5 Gewichtsteile Seide eingetragen. Im Verlauf eines Tages geht die Seide in eine Paste EMI2.2 6. In 10 Volumteilen einer 51% igen Losung des Doppelsalzes NäsMg (SCN) 4 werden 2 Gewichtsteile Seideabfälle eingeknetet. Die Masse wird 15-20 Stunden auf 250 gehalten und von Zeit zu Zeit durchgeknetet. Ist nach 15-20 stündigem Stehen völlige Lösung eingetreten, so wird die Lösung nach Filtration und Dialyse in bekannter Weise zur Herstellung von Spinnlösungen oder plastischen Massen verwendet. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Fibroinlösungen in hydratisierten Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fibroin mit Mischungen hydratisierter Salze behandelt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fibroin mit Lösungen von Doppelsalzen behandelt.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass neben den hydratisierten Salzen Säureamide zugegeben werden.
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