AT132391B - Verfahren zur Herstellung eines streufähigen, im Boden langsam zersetzlichen Düngemittels. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines streufähigen, im Boden langsam zersetzlichen Düngemittels.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die in der Zuckerfabrikation in grossen Mengen anfallende Melasse wird bisher haupt- sächlich als Futtermittel verwendet, ohne dass es möglich ist, die Gesamtmenge auf diese Weise nutzbringend abzusetzen. Melasse, wie sie in den Zuckerfabriken als Abfallprodukt gewonnen wird, hat zirka 80 % Trockensubstanz. das heisst 50% Zucker, 20% organische Nichtzuckersubstanz und 10 o/n anorganische Salze. Wegen dieses grossen Gehaltes an organischen Stoffen und Salzen ist schon wiederholt die Möglichkeit untersucht worden, die Melasse als Düngemittel zu verwenden. Dies erschien aber nicht ratsam, weil der leichtlösliche Zucker durch die atmospärischen Niederschlige schnell und nahezu wirkungslos in die tieferen Bodenschichten geschlämmt wird. In der britischen Patentschrift Nr. 10685s ist bereits ein Verfahren beschrieben, Melasse mit Karbonaten der Erdalkalimetalle und einer Bakterienkultur zu vermischen. Nach der französischen Patentschrift Nr. 365421 soll zunächst auch Melasse durch Zusatz von gebranntem Kalk ein Saccharat gebildet werden, das dann durch Zuführung von Kohlendioxyd vollständig zersetzt wird, bevor das Erzeugnis als Düngemittel verwendet wird. Nach den Verfahren dieser Patentschriften ist im zur Verwendung gelangenden Düngemittel kein Zucker an Kalk als schwerlösliches Saccharat gebunden ; es wurde von den damaligen Erfindern nicht erkannt. dass es möglich ist. ein schwerlösliches Saccharat zur Düngung zu benutzen, welches erst allmählich durch die Wirkung der Bodenbakterien zer- setzt wird. EMI1.2 fähige Form übergeführt wird. Ein Teil des gebrannten Kalkes verbindet sich mit dem Zuckergehalt der Melasse in an sich bekannter Weise. Ein anderer Teil des Kalkes wird durch den Wassergehalt der Melasse und gegebenenfalls durch die geringe Menge des hinzugefügten Wassers gelöscht. entzieht also der Melasse ihren Wassergehalt und bewirkt so die Erstarrung zu einer harten rnahlfÅahigen EMI1.3 Kalkgehalt verwendet werden soll. Der wesentlichste Vorteil des nach der vorliegenden Erfindung hergestellten Düngemittels EMI1.4 beim Wachstum unserer Kulturpflanzen eine ausserordentliche Rolle. Bakterien können aber nicht nur von anorganischen Salzen leben, sondern bedürfen organischer Substanz. Wird die organische Substanz des vorliegenden Düngers durch die Bakterientätigkeit zersetzt. so ist immer so viel Kalk vorhanden, um die von den Bakterien produzierten Säuren zu binden. also EMI1.5 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 entzogen wird, wird durch den nach vorliegendem Verfahren hergestellten Kalkmelassedünger der Wirtschaft wieder zugeführt. da sich in der Melasse und in den Rübenblättern, die bekanntlich in der Landwirtschaft als Futter verwendet werden. die Gesamtmenge an Kali befindet. Das neue Düngemittel kann in beliebigen Mischungen mit anderen Düngemitteln verwendet werden. Es können bei oder nach der Herstellung auch andere Substanzen. wie Sägemehl. Holzmehl, hinzugefügt werden. Ausführungsbeispiel 1 : 100 Ay Melasse werden auf 80 erwärmt und mit 80 kg feingepulvertem, gebranntem Kalk 2 bis 3 Minuten lang verrührt. Die'Masse ist alsdann vollständig erstarrt. Sie wird nach dem Erkalten pulverisiert. Ausführungsbeispiel 2 : 100 r Melasse werden mit 25 kg Wasser vermischt, auf 80 erwärmt und dann mit 100 kg gebranntem Kalk wie oben behandelt. Ausführungsbeispiel 3: 200 kg Melasse werden unverdünnt auf Siedetemperatur gebracht und mit 100 kg gemahlenem Ätzkalk verrührt. Es tritt nach wenigen Sekunden eine stürmische Reaktion unter Wärmeentwicklung ein. Nach vollendeter Reaktion ist die Masse zähflüssig : sie ist nach dem Erkalten hart. porös und mahlfähig.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : EMI2.2
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| AT132391T | 1932-01-23 |
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| AT132391B true AT132391B (de) | 1933-03-25 |
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