AT131606B - Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen.

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  Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus   Polyvinylharzcn.   



   Bekanntlich ist es vor einigen Jahren gelungen. das Spritzgussverfahren, das bis dahin nur mit leicht schmelzenden Metallen ausgeübt worden war. auch auf plastische Massen aus Cellulosederivaten zu übertragen. 
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 in welchen sie zu   Formstücken   erkalten. 



   Dieses Verfahren hat sich in der Praxis. insbesondere zur Herstellung von Apparateteilen für die   Elektrotechnik, ausgezeichnet bewährt,   ist aber bisher auf plastische Massen aus   Cellulosederivaten beschränkt geblieben.   Es ist bisher nicht gelungen. andere organische Produkte. selbst solche, welche sich in   Pressformen   leicht verarbeiten lassen. nach dem Spritzgussverfahren weiterzuverarbeiten. Insbesondere gilt dies von den   bekannten   in der   Presstechuik viel benutzten   Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd. beispielsweise dem unter der Marke   #Bakelit" bekannten Kunstharz   oder den aus Harnstoff und Formaldehyd erhaltenen Kunstharzen. 



   Um so überraschender ist die das Verfahren gemäss   der Erfindung begründende Fes@-   stellung, dass   solche Kunstharze, welche durch Polymerisation von Vinylprodukten entstanden   sind. sich für das Spritzverfahren ausgezeichnet eignen. Diese polymerisierten   Vinylprodukte   entstehen aus aliphatischen oder aromatischen Substanzen, welche die Vinylgruppe CH2=CR enthalten, wobei   R   sowohl Wasserstoff als auch ein Aryl oder Alkyl sein kann oder aber Substitutionsprodukte derselben. Derartige Verbindungen. wie z. B.

   Polyvinylacetat, Polyvinyl-   benzol (Polystyrol), polymere Methylenketone, wie Methylenaceton, Polyakrylsäureester, sind ohne   weiteres geeignet. die   Cellulosederivate im Spritzverfahren zn ersetzen,   sofern sie thermoplastische Eigenschaften besitzen. Wenn diese letzteren Eigenschaften zu gross   sind. d. h. wenn   die   Polymerisationsprodukte   einen zu grossen Weichheitsgrad oder einen zu niedrigen Schmelzpunkt 
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 gegebenenfalls in Anwesenheit von katalytisch wirkenden Kondensationsmitteln geschehen kann. 



   Sind umgekehrt die Polymerisationsprodukte zu hart und   zu wenig plastisch (z. B.   infolge   zu weit vorgeschrittener Polymerisation),   so   können   sie zweckmässig unter Zusatz von   Weichmascungsmitteln gegebenenfalls unter Beimischung von Füllstoffen verspritzt werden. 



  Besonders günstig hat sich zur Einstellung auf gewisse gewünschte Eigenschaften (z. B. Erhöhung   der Elastizität. Verminderung der Sprödigkeit. Aufhebung des Haftens an den Metallteilen u.   dgl.)   eine Vermischung   verschiedener Polyvinylprodukte miteinander   oder aber auch eine Mischung der monomeren Vinylprodukte. wie Vinylacetat. mit polymeren Produkten der   gleichen   oder andern Art oder auch die Mischung verschiedener Polymerisationsstufen miteinander bewährt. 



  Hiebei hat sich gezeigt, dass man durch solche Mischung auch die Transparenz der Formstücke beeinflussen und ohne Zusatz von unlöslichen Füllstoffen nur durch Mischung verschiedener 
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 erzeugen kann. Im allgemeinen zeichnen sich die nach dem Spritzgussverfahren aus Polyvinyl-n hergestellten Gebilde durch hohe Transparenz, hohen   Glanz, grosse Oberflächenhärte, grosse   Wasserfestigkeit und hohes   Isolationsvermögen   aus. Das neue Spritzmaterial ist infolgedessen geeignet. in sehr vielen Fällen nicht nur die Spritzmassen aus Cellulose, sondern auch andere   Materialien. wie Celluloid. Hartgummi, Bakelit und   vor allem die unter der   Marke Pollopas *   bekannten Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte zu ersetzen. 



   Die Tatsache. dass sich   die Polyvinylprodukte   verspritzen lassen.   d. Ii.   dass man sie - ohne zu erstarren-durch die   Spritzkanäle hindurchpressen kann, während   sie aber in den Hohlformen sofort erstarren und als fertig geformte Gegenstände kontinuierlich aus der 
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 vornehmlich in Lösungen für Lackzwecke benutzt oder in bekannter Weise nach dem Pressverfahren zu   Formstücken   verarbeitet (österr. Patent Nr. 117866).

   Die Polyvinylprodukte können   gegebenenfalls mit Kunstharzen sowie auch mit Naturharzen, ferner   mit Farbstoffen, Füllstoffen aller Art verarbeitet werden, vor allem aber mit   Erweichungsmitteln, durch welche ihre-   mechanischen Eigenschaften beeinflusst werden können und als welche sich beispielsweise weniger   hochpolymerisierte   oder abgebaute. d. h. partiell verseifte Polyvinylprodukte eignen. 



     Natürlich   ist es auch möglich. Vinylprodukte zu benutzen, welche in irgendwelcher Weise 
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 durch   katalytische Prozesse, durch   ein Härtungsverfahren oder durch irgendwelche ändern physikalischen, chemischen oder physikalisch-chemischen Prozesse verändert sind. 



   Beispiel : 100 Teile Polyvinylacetat werden in 300 Teilen Methylenchlorid gelöst, der Lösung 40 Teile Zinkweis und 20 Teile Baryt hinzugefügt und dann die Mischung in einem Knetapparat bis zur Homogenität verarbeitet. Hierauf wird das Lösungsmittel abgetrieben, die Masse in einem Walzenstuhl zu einer dünnen Platte ausgewalzt und bei etwa   1000 getrocknet,   bis das Lösungsmittel vollkommen verdunstet ist. Nach dem Erkalten wird die Masse mechanisch zerkleinert. so dass sie ein grobkörniges Pulver bildet, und dieses wird in einen zylinderförmigen. heizbaren Druckapparat eingefüllt, dessen Kolben und gegebenenfalls auch dessen Wände teilweise mit Wasserkühlung versehen sind, um auf diese Weise   durch   Abkühlung das Hatten der geschmolzenen Masse am Metalle aufheben zu können.

   Letztere wird dann durch die Düsen, welche sich am Boden des Zylinders befinden, in Hohlformen eingespritzt, welche durch entsprechende Kanäle mit den   Zylinderdüsen   in Verbindung stehen. In diesen Formen erhärtet die Masse durch Abkühlung, welche ebenfalls   durch Wasserkühlung der Formenwände   bewirkt werden kann, und wird dann aus den Formen ausgestossen. 



   Es ist naturgemäss nicht notwendig, die   Polyvinylverbindungen aufzulösen und dann erst   mit etwaigen Zusatzprodukten zu bearbeiten, sondern die Verarbeitung kann auch ohne die Verwendung von Lösungsmitteln, mit Hilfe von heissen Walzen oder durch jede andere Art der Plastifizierung, durch Wärme, Quellungsmittel, Behandlung mit Dämpfen, mechanische 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen, dadurch gekennzeichtx.', dass man thermoplastische polymerisierte Vinylprodukte erwärmt und in heissplastischem Zustande- EMI2.4
AT131606D 1930-12-16 1931-06-25 Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Polyvinylharzen. AT131606B (de)

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