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Spielzeuggeleise für Uhrwerkseisenbahnen, bei welchen beim Befahren bestimmter Stellen des Geleises eine elektrische Stromquelle durch die Räder der Lokomotive zum Betätigen verschiedener Apparaturen, wie Lampen usw., geschlossen wird, sind nicht mehr neu.
Das nachstehend beschriebene Spielzeuggeleise bezweckt nun. die Wirkung einer solchen Stromquelle auf eine beliebig gewählte Strecke zwischen den bis nun in Verwendung stehenden üblichen Blechgeleisen verlängern bzw abgrenzen zu können, je nachdem man eines oder mehrere der hier beschriebenen Geleise zwischen die üblichen Blechgeleise einfügt.
Die Konstruktion des Spielzeuggeleises, durch welches obiger Zweck erreicht wird, ist folgende :
Die beiden Schienen des Geleises sind gegeneinander und gegen die Nachbargeleise vollständig isoliert, u. zw. in der Weise, dass erstens die Schienen auf Holzschwellen (Fig. 1 A, B, C der Zeichnung) angeschraubt sind ; hiedurch ist die gegenseitige Isolierung gegeben ; zweitens jede Schiene an zwei Stellen-zu Anfang und am Ende-durch ein Holzisolierstück durchbrochen ist, wodurch die Isolierung gegen die Nachbargeleise erzielt wird.
Die beiden durch das Holzstück isolierten Enden der Schiene, welche gleichfalls auf den beiden äusseren Schwellen A und C mittels Blechfortsätzen des Schienenfusses angeschraubt sind (Fig. 1 Pi und V2), dienen nur dem Zwecke der Verbindung mit dem Nachbargeleise (dem gewöhnlichen Blechgeleise), welche durch das Einführen der Schienenzungen in die entsprechenden gegenüberliegenden Taschen geschieht.
An das Holzisolierstück (Fig. 1, i), welches als Bestandteil der Schwelle bei der Fabrikation derselben mit herausgearbeitet werden kann, wird das Verbindungsstück V1 auf der einen Seite und die Schiene Sels, au der andern Seite derart angelegt, dass die innere abgerundete Kante des Isolierstücke, welches die gleiche Höhe wie die Schienenoberfläche hat, genau mit der Metallschiene abschneidet und so das reibungslose Darübergleiten der Räder ermöglicht. An Stelle des genannten Isolierliolzstückes könnte man auch zwischen die Schiene Schi und das Verbindungsstück V1 ein Zäpfchen aus Holz oder Hartgummi einschieben bzw. einzwängen, wie ein solches in Fig. 2 dargestellt ist.
Zum Zwecke der festen Verbindung zweier Geleise der beschriebenen Art ist an der Schwelle A (Fig. 1) das Häkcken Ai angebracht, welches in die entsprechende Klammer s an der zugekehrten Schwelle des Nachbargeleises eingehakt wird. Die Klammer s ist auf der Schwelle C der Zeichnung ersichtlich.
Um die Verbindung der üblichen Blechgeleise mit dem hier dargestellten Geleise zu festigen, ist an den äusseren Seitenflächen der Schwellen A und C gegenüber der ovalen Öffnung in der Eisenschwelle der üblichen Blechschiene (Fig. 1, e) ein entsprechend langes Häkchen y angebracht. Die Schwelle A bzw. C ist an der Befestigungsstelle des Häkchens etwas ausgestemmt, so dass das Häkchen in die Schwelle eingebettet ist. Das Häkchen selbst schnappt bei Drehung um 900 gleich der Klinge eines Taschenmessers in die ovale Öffnung e ein.
Die Isolierung des in der Zeichnung dargestellten Geleises gegen ein ebensolches Nachbargeleise wird in der Weise aufgehoben. dass die mit dz bezeichneten Häkchen in die Ösen o hineingedrückt bzw. hineingekeilt werden. Die Häkchen sind an den Blechfortsätzen des Schienenfusses angeschraubt, die Ösen durch Wölbung des Fortsatzes. in der Stelle r der Zeichnung gebildet.
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Zur besseren Demonstration des Verwendungszweckes ist das in der Zeichnung dargestellte Geleise mit einer einfachen Schaltvorrichtung in der Art versehen, dass an der Stelle le, der Schwelle A eine Klemme angebracht ist, welche auf dem Blechfortsatz b aufsitzend in das Holz geschraubt ist. Dite klemmens ist auf einen Blechstreifen aufgesetzt, welcher unter der Holzschwelle von der Schiene Sch2 herübergeführt ist. Wird nun an diese Schaltvorrichtung beispielsweise eine Taschenbatterie angeschlossen und ein elektrisches Lämpchen (Fig. 1, L) so eingeschaltet, dass der Draht d2 des Lämpchen mit der Klemme lu2, der Draht it dem Batterepol.
JPa verbunden und das mit der Klemme ! cl, verbundene Messingband M auf den-Batteriepol ? i aufgesetzt wird, dann schliesst die über das Geleise fahrende Lokomotive mit ihren durch die Metallachse verbundenen Rädern den Stromkreis und das Lämpchen brennt. Solches ist in mancherlei Form bekannt.
Der Zweck des hier beschriebenen Geleises ist nun der, die Strecke, auf welcher die Räder der Lokomotive bzw. der Waggons den Stromkreis schliessen und die Wirkung der Stromquelle eintritt, beliebig zu verlängern bzw. abzugrenzen, indem eine entsprechende Anzahl solcher Geleise-mit oder ohne Schaltvorrichtung-aneinander geschlossen werden, wobei man ihre gegenseitige Isolierung, wie vorbeschrieben, aufhebt. Die Isolierung an den beiden äusseren Enden gegen die üblichen Blechgeleise bleibt natürlich immer aufrecht. Erwähnt sei, dass zwischen zwei Geleise der beschriebenen Art noch einfachere Geleise eingefügt werden können, welche nämlich nur gegeneinander durch Holzschwellen isoliert sind, während die Isolierung. gegen die Nachbargeleise entfallen kann.