AT130556B - Schaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung. - Google Patents

Schaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung.

Info

Publication number
AT130556B
AT130556B AT130556DA AT130556B AT 130556 B AT130556 B AT 130556B AT 130556D A AT130556D A AT 130556DA AT 130556 B AT130556 B AT 130556B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
switching
differential gear
switch
stop
relay according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Mohr
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT130556B publication Critical patent/AT130556B/de

Links

Landscapes

  • Retarders (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sehaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung. 



   Es ist vorgeschlagen worden, beispielsweise die Spannung eines Starkstromnetzes dadurch jeweils auf einen bestimmten Wert einzuregulieren, dass man die Spannungsreguliervorrichtung von einem Schaltrelais folgender Zusammensetzung steuern lässt. Der erste Teil eines Differentialgetriebes betätigt einen die Reguliereinrichtung einschaltenden Schalter, der zweite Teil des Differentialgetriebes wird von einem   E2-Zähler   in der einen Richtung, der dritte Teil von einem Vergleichswerk, z. B. von einem Synchronkleinmotor, in entgegengesetzter Richtung angetrieben. Beim normalen Wert der Netzspannung läuft der   E2-Zähler   und der Synehronkleinmotor gleich schnell, der erste Teil des Differentialgetriebes bleibt somit in Ruhe.

   Je nachdem nun die Spannung steigt oder fällt, läuft der   E2-Zähler   schneller oder langsamer als das Vergleiehswerk, und der erste Teil des Differentialgetriebes wird in der einen oder andern Richtung betätigt und veranlasst eine Verstellung der Reguliereinrichtung im einen oder andern Sinne. 



   Trotz dieser einfachen und übersichtlichen Wirkungsweise haben bisher derartige Schaltrelais nicht Eingang in die Praxis gefunden, da man bei ihrer konstruktiven Durchbildung auf geradezu unüberwindliche Schwierigkeiten stiess. Die Relais bewirkten schon bei geringen Schwankungen der Netzspannungen meist ein wildes Hinauf-und Hinabregeln der Spannung, so dass im Endergebnis die Span-   nungsschwankungen   viel   unerträglicher   waren als beim Fortlassen des Relais. Bei Einstellen des Relais auf grössere Trägheit durch entsprechende Wahl der Übersetzungsverhältnisse ergab sich aber der Nachteil, dass das Relais auf geringe Spannungsschwankungen überhaupt nicht ansprach, bei stärkeren Span-   nungsschwankungen   aber in ganz unregelmässigen, schwer beherrschbaren Zeitabständen.

   Die Verhältnisse wurden schon wesentlich gebessert, als durch einen neueren Vorschlag je ein getrenntes Schaltrelais für Spannungserhöhung und Spannungserniedrigung verwendet wurden. Erst dadurch war es möglich, die Ansprechzeit der Relais zu beherrschen und auf eine bestimmte Abhängigkeit von der Grösse der Spannungsschwankung einzustellen. 



   Die Erfindung hat den Zweck, ein vollkommen sicheres Arbeiten der Relais auch unter ungünstigsten Betriebsverhältnissen zu erzwingen. Erfindungsgemäss sind die Kraftleitungen zwischen dem Differentialgetriebe und dem umlaufenden Messwerk bzw. Vergleichswerk frei von selbstsperrenden Getriebeteilen, insbesondere von Schneckengetrieben. Dies bietet den erheblichen Vorteil, dass bei Differenzen in den   Drehgeschwindigkeiten zwischen Messwerk und Vergleichs erk über   das Differentialgetriebe ein Dreh-   momentausgleieh   möglich ist, sobald der mit dem ersten Teil des Differentialgetriebes gekuppelte Schaltteil eine seiner Endstellungen erreicht hat.

   Dadurch wird ein starkes Andrücken dieses Teils an seine Endanschläge, das sonst eine erhebliche Steigerung der Zahndrücke im Getriebe zur Folge hatte, vermieden, und erst dadurch erhalten das Messwerk und das Vergleichswerk die für ein zuverlässiges Arbeiten erforderliche Bewegungsfreiheit und Entlastung. 



   Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung dargestellten Schemas näher erläutert werden.
Von dem Differentialgetriebe ist der Teil 1 über die Rutschkupplung 10 mit dem Schaltarm 11 verbunden. Der Teil 2 wird in der einen Richtung von dem   E2-Zähler   20, der Teil 3 in entgegengesetzter Richtung von dem Synchronkleinmotor 30 angetrieben. Die Kraftleitungen sind frei von selbstsperrenden Getrieben. 



   Auf der Welle des Schaltarms   11   sitzt das Ritzel 12, das das Segment 13 gegen die Wirkung der Feder 14 in der Richtung der Einschaltbewegung,   Pfeil 15, zou   drehen sucht. Fest auf der Schaltarmwelle ist ausserdem das eine Ende der Blattfeder 16 und das eine Ende des Bleches 17 aus unter 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beibehaltung der Formänderung biegsames Material angebracht. Die Blattfeder 16 legt sich mit einer gewissen Vorspannung gegen den Anschlag 18 des Schaltarms   11,   während zwischen ihr und dem An-   schlagbleeh   17 ein gewisser Zwischenraum freigelassen ist. An der Blattfeder ist der aus magnetisch leitfähigem Material bestehende Anker 19 angebracht, auf den der ringförmige und geschlitzte Dauermagnet 190 einwirkt.

   Im Hubweg der Blattfeder 16 ist der die Reguliereinriehtung steuernde Schalter 160 angebracht. Die eine Endstellung des Schaltarms 11 und der Blattfeder 16 ist durch die Lage des Schalters 160 und des Dauermagnets 190 bestimmt, die andere Endstellung durch den Anschlag 110 auf der mittels der Marke 111 einstellbaren Skalenscheibe 112, die drehbar und gleichachsig zur Welle des Schaltarms 11 gelagert ist. 



   Das Getriebe arbeitet auf folgende Weise : Je nachdem die Drehzahl des Antriebswerkes 20 oder 30 überwiegt, wird der Teil 1 des Differentialgetriebes und der Schaltarm 11 im Sinne des Pfeiles 15 oder im entgegengesetzten Sinne bewegt. Wird er aus der gezeichneten Stellung im Sinne des Pfeiles 15 angetrieben, so wird bei einer bestimmten Annäherung des Ankers 19 an den Luftspalt im Dauermagnet 190 die Blattfeder 16 unter Überwindung der Vorspannung von dem Anschlag 18   ruekartig   abgehoben und schliesst den Schalter 160, der mittels   Schaltschütz   die Reguliereinriehtung betätigt.

   Entsprechend einem älteren Vorschlag wird dabei gleichzeitig das die Bewegung im Sinne des Pfeiles 15 hervorrufende Antriebswerk, also entweder 20 oder 30, kurzzeitig ausgeschaltet, so dass also der   Sehaltarm 12 kurz nach   dem Kontaktschluss vorübergehend   rückläufig   bewegt wird. Bei dieser Bewegung wird die Blattfeder 16 durch das Blech 17 zunächst gekrümmt, da der Anker 19 vorerst noch durch den Dauermagnet 190 festgehalten wird. Erst wenn die durch die Krümmung erzeugte elastische Kraft der Feder die Zugkraft des Magnets überwiegt, wird der Anker 19 losgerissen, und die BlÅattfeder 16 schnellt gegen den Anschlag 18 zurück. Dadurch wird der Schalter 160 ruckartig geöffnet.

   War die Regulierung ausreichend, so bleibt der Schaltarm 11 in Ruhe, war sie nicht ausreichend, so wird er neuerdings im Sinne des Pfeiles 15 gegen den Schalter 160 bewegt und bewirkt einen neuen Reguliervorgang. Ist eine Spannungsregelung im entgegengesetzten Sinne, z. B. eine Spannungserhöhung, erforderlich, so legt sich der Schaltarm 11 gegen den Anschlag 110. Das Relais bleibt also in Ruhe. Eine starke Anpressung des Armes an den Anschlag wird dadurch verhütet, dass sieh die Drehmomente der Antriebswerke 20, 30 wegen Fehlens selbstsperrender Getriebe über das Differentialgetriebe 1, 2,3 hindurch entsprechend ausgleichen. Dadurch wird eine unzulässige, die Messgenauigkeit störende Abbremsung der Werke 20 und 30 verhütet.

   Diese sind also ohne weiteres in der Lage, bei   Spannungsregulierungen   im ursprünglichen Sinne, also beispielsweise bei Spannungserniedrigungen, sofort den Arm 11 wieder in Richtung des Pfeiles 15 in Bewegung zu 
 EMI2.1 
 bewirkt ein zweites entsprechend gebautes Sehaltrelais, das entweder durch Vertauschen der Antriebswerke 20 und 30 oder der durch den Schalter 160 und den Anschlag 110 gegebenen Endstellung aus dem dargestellten Relais abgeleitet werden kann. 



   Die Kraft der auf das Segment 13 einwirkenden Feder ist derart eingestellt, dass sie zur Überwindung der Zahnreibung im Differentialgetriebe 1-3 ausreicht. Durch diese, auf den Schaltarm 11 einwirkende Zusatzkraft wird die sogenannte Zahnluft in dem Differentialgetriebe ausgeglichen. Dies bietet den erheblichen Vorteil, dass die Ansprechzeit des Relais besser beherrscht werden kann. Die Ansprechzeit kann durch Verdrehen der   Skalenseheibe   112, also durch Verstellen des Anschlages 110 bequem geregelt werden. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   : 
1. Sehaltrelais, insbesondere zum Regulieren der   Netzspannung,   bei dem ein Schalter durch zwei in entgegengesetztem Sinne umlaufende Messgeräte über den dritten Teil eines Differentialgetriebes   betätigt wird,   dessen erster Teil von dem im einen Sinne umlaufenden Messgerät, Zähler (20), und dessen zweiter Teil von dem im entgegengesetzten Sinne umlaufenden Messgerät, Vergleichswerk (30), angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Getriebe versehene Kraftleitung zwischen dem Differentialgetriebe (1-3) und den Antriebsvorrichtungen (20 und 30) frei von selbstsperrenden Getrieben ist.

Claims (1)

  1. 2. Schaltrelais nach Anspruch 1, bei dem der den Schalter betätigende, von dem ersten Teil des Differentialgetriebes angetriebene Teil nur in der einen Endstellung einen Schalter betätigt, in der andern Endstellung hingegen auf einem Anschlag ruht, dadurch gekennzeichnet, dass auf den ersten Teil (1) des Differentialgetriebes eine Zusatzkraft (Segment 13 und Feder 14) in Richtung der Schaltbewegung (Pfeil 15) einwirkt, von solcher Grösse, dass sie die Reibungswiderstände des Differentialgetriebes (1-3) zwecks Ausgleich der Zahnluft überwinden kann.
    3. Schaltrelais nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den Schalter (160) angreifende Teil (16) mit einem gewissen Leergang (zwischen den Anschlägen 17 und 18) von einem mit dem ersten Teil (1) des Differentialgetriebes gekuppelten Schaltarm (11) angegriffen wird und einen Anker aus magnetisch leitfähigem Material trägt, der in der einen Endstellung, in der der Schalter (160) betätigt wird, von einem Magneten (geschlitzter Dauermagnetring 190) angezogen wird 4.
    Schaltrelais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der den Schalter betätigende Teil aus einer Blattfeder (16) besteht, die sich mit einer gewissen Vorspannung gegen denjenigen <Desc/Clms Page number 3> Anschlag (18) des mit dem ersten Differentialgetriebeteil (1) verbundenen Schaltarmes (11) legt, von dem bei Annäherung des Ankers (19) an den Dauermagnet (190) die Blattfeder (16) abgehoben wird.
    5. Schaltrelais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Anschlag (17), der bei der rückläufigen Bewegung des Armes (11) den Anker (19) vom Dauermagnet (190) losreisst, aus einem, im wesentlichen unter Beibehaltung der Formänderung, biegsamen, an dem einen Ende fest mit dem Schaltarm (11) verbundenen Teil (Blech) besteht.
    6. Schaltrelais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dsss der Anschlag (110), gegen den sich der Schaltarm (11) in der einen Endstellung legt, einstellbar, insbesondere drehbar um die Drehachse des Schaltarms auf einer Skalenscheibe (112) angebracht ist. EMI3.1
AT130556D 1930-06-23 1931-06-01 Schaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung. AT130556B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE130556X 1930-06-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT130556B true AT130556B (de) 1932-11-25

Family

ID=5663693

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT130556D AT130556B (de) 1930-06-23 1931-06-01 Schaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT130556B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT130556B (de) Schaltrelais, insbesondere zum Regulieren der Netzspannung.
DE6930577U (de) Kupplungsmotor.
DE644563C (de) Schaltrelais zum Regeln einer Betriebsgroesse, insbesondere zum Regeln der Netzspannung
CH150447A (de) Vorrichtung zum Einregulieren einer elektrischen Grösse auf einen bestimmten Wert.
DE565801C (de) Regelungsgetriebe, insbesondere fuer Turbinen
DE1138908B (de) Winde
DE467985C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Einregelung stroemender Medien
DE523399C (de) Steuerventilanordnung fuer Fernsteuerungen
DE2039156A1 (de) Mechanische UEbertragungsvorrichtung mit vom uebertragenen Drehmoment ausgeloester,Automatischer Auskupplung
DE159270C (de)
AT139017B (de) Steuerung für eine Kraftübertragung mit latenter Kraftquelle.
DE583587C (de) Fernsteuerung fuer Apparate, die stufenweise zu verstellen sind, wie Induktorregler, Schaltwalzen u. dgl.
AT239045B (de) Einrichtung zum Betätigen schwerer, auf- und niederverstellbarer Stoffhalteteile bei Spezialnähmaschinen
DE600478C (de) Schaltungsanordnung zur Feststellung des vorzeichenrichtigen Unterschiedes von Zeigerstellungen
DE229561C (de)
DE519843C (de) Aussenband-Reibungskupplung
DE578576C (de) Bremsregler mit axial verschiebbarer Lagerung, insbesondere fuer Stromstosssender inFernsprechanlagen
AT201927B (de) Zentrifugalleistungsregler, insbesondere für Dieselmotoren
DE557819C (de) Vorrichtung zum Einregulieren einer Betriebsgroesse, insbesondere einer Netzspannung
DE928812C (de) Vorrichtung an Drehmoment-UEbertragungsanlagen, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE576941C (de) Steuerung fuer Foerdermaschinen in Leonardschaltung
DE426808C (de) Vorrichtung zum Einstellen der Bewegungsgeschwindigkeit eines Kinofilms
DE741013C (de) Mit einer Feinregeleinrichtung ausgeruesteter elektrischer Hubwerksantrieb fuer Hebezeuge
DE322175C (de) Motorisch angetriebene mechanische Bremse mit einstellbarem Bremsdruck
DE1426554B1 (de) Vorrichtung zur hilfsweise manuellen Betaetigung eines drehbaren,durch einen Drehstellmotor angetriebenen Stellorgans