AT130208B - Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Alkalisierungsflüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Alkalisierungsflüssigkeiten.

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AT130208B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erhöhung der   Netzlähigkeit   von   Alkalisierungsflüssigkeiten.   



   Im Stammpatent Nr. 116037 und dem ersten Zusatzpatent Nr. 122472 sind Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Merzerisierlaugen beschrieben, gemäss welchen dem alkalischen Medium Gemische von Phenolen und hydrierten aromatischen Verbindungen oder Gemische von Phenolen, hydrierten Phenolen und aliphatischen Alkoholen, aliphatisch-aromatischen Alkoholen, Ketonalkoholen oder Gemische solcher in geringer Menge zugesetzt werden. Diese Zusätze bewirken eine bemerkenswerte Erhöhung des Netzvermögen von Alkalisierungsflüssigkeiten, z. B. Merzerisierlaugen. 



   Bei der weiteren Ausbildung dieser Verfahren wurde gefunden, dass sich die   Netzfähig-   keit von   Alkalisierungsflüssigkeiten   noch weiter verbessern lässt, wenn man ihnen Gemische zusetzt, die sich sowohl von den im Stammpatente Nr. 116037 beschriebenen, als auch von den im ersten Zusatzpatent Nr. 122472 angeführten Mischungen dadurch unterscheiden, dass sie ausser den Phenolen Verbindungen der aliphatisch-aromatischen Reihe enthalten, welche ihrer chemischen Natur nach sowohl Äther und Alkohole zugleich sind.

   Die Konstitutionsformel aller dieser Verbindungen enthält die Gruppierung   R-O-R1   ein oder mehrere Male, wobei R Alkyl, Aralkyl, Aryl, Alkyliden, Aralkyliden, Alkylen, Aralkylen oder Arylen und   R1   Alkyl, Aralkyl, Alkyliden, Aralkyliden, Alkylen oder Aralkylen bedeuten und mindestens einer dieser Reste   Rund R1   eine oder mehrere freie, aliphatisch gebundene Hydroxylgruppen enthält. Solche Verbindungen sind z. B. die Mono (Alkyl-, Aralkyl-, Aryl)   äther   der Glykole und Poly- 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 wobei n und m ganze Zahlen bedeuten. 



   Zur Ausführung des Verfahrens eignen sich am besten Gemische aus   98-GO0/0   Phenolen und insgesamt   2-400/0   der genannten Verbindungen bzw. Gemischen dieser, womit nicht gesagt sein soll, dass auch Mischungen mit weniger als   60 % PhenolgehaU unwirksam   sind. 



   *) Erstes Zusatzpatent Nr. 122472. 

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  Ebenso können selbstverständlich statt der fertigen Gemische auch deren Bestandteile einzeln in beliebiger Reihenfolge den Laugen zugesetzt werden. 



   Verglichen mit dem im Stamm-und ersten Zusatzpatent beschriebenen   Gemischen   sind die neuen Kombinationen bedeutend-wirksamer. Die Netzwirkung ist im bei der Merzerisation in Betracht kommenden Temperaturbereich konstanter und bleibt beim offenen Aufbewahren der Laugen bedeutend länger erhalten, ferner tritt bei Verwendung von Laugen über   350 Bé   keine Verminderung der Netzwirkung infolge Bildung von Ausscheidungen oder Trübungen ein. 



   Beispiel 1 : Zu einer Merzerisierlauge von   380 Bé   werden   1'1   Gewichtsprozente eines 
 EMI2.1 
 befähigt wird, rohe, unentschlichtete Baumwollgewebe momentan zu durchdringen. Vergleicht man mit Lauge, welche gleiche Mengen der entsprechenden Mischungen von Phenol mit technischem Methylcyclohexanol bzw. Benzylalkohol enthalten, so zeigt sich, dass solche Laugen ungleichmässig und viel langsamer netzen. Ausserdem beginnen sie schon nach einigen Minuten reichlich feste Substanzen auszuscheiden, im Gegensatz zu der ersten, welche sich bei längerem Aufbewahren weder in ihrer Beschaffenheit noch in ihrer Wirkung ändert. 



   Beispiel 2 : Einer Merzerisierlauge von   280 Bé   wird 1 Gewichtsprozent einer Mischung aus 92 Gewichtsprozenten eines technischen Xylenolgemisches und 8 Gewichtsprozente Diäthylen- 
 EMI2.2 
 für trockene, unentschlichtete Rohbaumwollgewebe und Garne. Sie ändert sich bei   mehrtägigem   offenem Aufbewahren weder in ihrer Beschaffenheit noch in ihrer Wirkung und eignet sich daher vorzüglich zum Merzerisieren von   Rohbaumwollwaren.   



   Schrumpfdiagramm, erhalten nach der in Melliands Textilberichten, Band IX, Septernber 1928, Seite 762/763, von K. Landolt beschriebenen Methode mit Rohperlgarn 3/2 : 
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 ursprünglichen Länge an. Netzversuche mit trockenen Rohpopeline- und Rohzwirngeweben:
Die   Rohgewebe   netzen sich im Moment des Auflegens auf die Lauge momentan und vollkommen gleichmässig durch, sinken nach   5-9   Sekunden darin unter und schrumpfen rasch und intensiv ein. 



   Beispiel 3 : Eine Lauge von   300 Bé, welcher   man   1'2   Gewichtsprozente eines Gemisches aus 3 Teilen technischen Xylenolgemisches und 1 Teil des Guajacoläthers des   äthylenglykol   von der Formel 
 EMI2.5 
 (hergestellt aus Guajacolnatrium und   Äthylenchlorhydrin)   zugesetzt hat, besitzt eine gute Netz-. 
 EMI2.6 
 zugesetzt. Die klare Flüssigkeit besitzt eine hervorragende Netz-und Schrumpfwirkung für trockene Rohbaumwollgewebe und Garne, behält dieselbe bei längerem offenem Aufbewahren fast unver- ändert bei und eignet sich deshalb vorzüglich zum Rohmerzerisieren. 



   Schrumpfdiagramm, erhalten nach der in Melliands Textilberichten, Band IX, September 1928, Seite 762/763, von K. Landolt beschriebenen Methode mit Rohperlgarn 3/2 : 
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 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Die Gewebe netzen sich im Moment des Auflegens auf die Lauge sofort vollkommen gleichmässig durch, sinken innerhalb 12-14 Sekunden darin unter und schrumpfen rasch und intensiv ein. 



   Beispiel 5 : Eine Lauge von 32  Bé, welche 0-8 Gewichtsprozente einer Mischung aus 9 Teilen technischen Xylenolgemisches und 1 Teil des Acetals, welches durch Kondensation von Cyclohexanon mit Glycerin gewonnen werden kann und folgender Formel entspricht : 
 EMI3.1 
 enthält, besitzt eine ausgezeichnete, bei längerem offenem Aufbewahren unverändert bleibende   Netz-und Schrumpfwirkung   für Rohbaumwollgewebe und Garne und eignet sich daher vorzüglich zum Rohmerzerisieren. 



     Schrumpfdiagramm,   erhalten nach der in Melliands Textilberichten, Band IX, September 1928, Seite 762/763, von   K.   Landolt beschriebenen Methode mit Rohperlgarn 3/2 : 
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 Netzversuche mit Rohgeweben :

  
Die Rohgewebe netzen sich im Moment des Auflegens auf die Lauge momentan und vollkommen gleichmässig durch, so dass sie innerhalb 10-15 Sekunden darin untersinken und rasch und intensiv einschrumpfen. 



   Beispiel 6 : Man setzt zu einer Lauge von   300 Bé 1'2 Gewichtsprozente   eines Gemisches aus 85 Gewichtsprozenten technischen Xylenolgemisches und 15 Gewichtsprozenten Glyzerin-   &alpha;-monoxylenyläthers   (hergestellt durch Umsatz von   Glycerin-a-monochlorhydrin   mit Natrium-   xylenolat),   wodurch sie die Fähigkeit erlangt, Rohbaumwollgewebe und Garne momentan und vollkommen gleichmässig zu durchdringen. Da sich die Wirkung der Lauge bei längerem offenem Aufbewahren kaum merklich ändert, eignet sie sich vorzüglich zum Merzerisieren von gänzlich unvorbehandelten Baumwollgarnen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Abänderung des Verfahrens zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Alkalisierungsflüssigkeiten nach dem Stammpatent Nr. 116037 sowie dem ersten Zusatz Nr. 122472, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle der dort beschriebenen Gemische Mischungen anwendet. welche ausser Phenolen solche Verbindungen der aliphatisch-aromatischen Reihe enthalten, welche ihrer chemischen Natur nach sowohl Äther und Alkohole zugleich sind und deren Konstitutionsformel die Gruppierung   R-O-R1   ein oder mehrere Male enthält, wobei R Alkyl, Aralkyl, Aryl, Alkyliden, Aralkyliden, Alkylen, Aralkylen oder Arylen und R1 Alkyl, Aralkyl, Alkyliden, Aralkyliden, Alkylen oder Aralkylen bedeuten und mindestens einer dieser Reste Rund Rl eine oder mehrere freie, aliphatisch gebundene Hydroxylgruppen enthält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Gemischen aus etwa 98-60 /o Phenolen und 2-40"/o der genannten Verbindungen bzw. von deren Gemischen, von denen man 0'5-2 /o, bezogen auf das Gewicht der Lauge, zusetzt.
AT130208D 1926-10-29 1930-06-10 Verfahren zur Erhöhung der Netzfähigkeit von Alkalisierungsflüssigkeiten. AT130208B (de)

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