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Vorrichtung zur Regelung von Betriebsgrössen.
Im Patent Nr. 126 474 ist eine Vorrichtung beschrieben, bei welcher die Vergleichsglieder einer Vergleichsanordnung durch Impulse angetrieben werden. In den Fig. 5 und 6 des Stammpatentes ist eine derartige Anordnung dargestellt, bei der zwecks Rückführung der Vergleichsanordnung die Geschwindigkeit der Vergleichsglieder durch eine Zusatzgeschwindigkeit so verändert wird, dass die die Regelbewegung auslösende gegenseitige Lage der beiden Glieder wieder aufgehoben wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein besonderes Verfahren, um den Vergleiehsgliedern eine Zusatzgeschwindigkeit zu erteilen.
Gemäss der Erfindung wird ein besonderer Antriebsmotor verwendet, der gegebenenfalls über ein Differentialgetriebe auf eines der Vergleichsglieder einwirkt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abbildung dargestellt. Es sei angenommen, dass irgend zwei Grössen miteinander verglichen und ein Regelvorgang ausgelöst werden soll, sobald eine Differenz zwischen den beiden Grössen, z. B. zwischen zwei Leistungen oder zwei Frequenzen (Ist-und Sollwertfrequenz) vorhanden ist.
Mit 1 und 2 sind die beiden Vergleichsglieder bezeichnet. Das Vergleichsglied 1 wird von dem Z-Ankersystem 3 derart in Umdrehung versetzt, dass seine Umlaufsgeschwindigkeit der einen der zu vergleichenden Grössen proportional ist, die beispielsweise über die Leitung 4 auf das Z-Ankersystem, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Fernmessgerätes, einwirkt. Die zweite der zu vergleichenden Grössen treibt über das Z-Ankersystem 5 das Vergleichsglied 2 an. Stimmen die Umlaufsgeschwindigkeiten der Glieder 1 und 2 miteinander überein, so findet keine Berührung zwischen einem der Kontakte 6 oder 7 und dem Vergleichsglied 1 statt. Das Vergleichsglied 1 ist an dem einen Pol der Batterie 8 angeschlossen, deren anderer Pol mit den Wicklungen der Relais 9 und 10 verbunden ist.
Die andern Enden der Wicklungen dieser Relais sind mit den Kontakten 6 und 7 verbunden. Die Relais 9 und 10 betätigen die Kontakte 11 und 12, durch die der eigentliche Regelvorgang ausgelöst wird. Die zugehörige Regelanordnung ist aber der Übersichtlichkeit halber weggelassen. Die Relais 9 und 10 besitzen die Selbsthaltekontakte 13 und 14, die über den Schleifring 15 mit dem mit dem Vergleichsglied 1 starr umlaufenden Arm 16 verbunden sind. Der Arm 16 trägt einen Kontaktfinger 17, der auf der Kontaktscheibe 18 schleift, die mit dem Vergleichsglied 2 umläuft. Die Kontaktseheibe 18 trägt einen Schleifring 19, der an einer Stelle mit einer Unterbrechung versehen ist. Der Kontaktfinger 17 ist so angeordnet, dass er in der Nulllage der Vergleichsglieder 1 und 2 mit dem Ring 19 nicht in Berührung steht.
Die Relais 9 und 10 tragen ferner die Kontakte 20 und 21, die den Stromkreis des Antriebsmotors 22 schliessen. Die Kontakte 20 und 21 sind an zwei Feldwicklungshälften dieses Motors derart angeschlossen, dass der Motor mit verschiedenen Drehrichtungen umläuft, je nachdem, welcher der Kontakte 20, 21 geschlossen ist. Der Antriebsmotor 22 wirkt über das Sonnenrad 23 des Differentialgetriebes 24 auf das Vergleichsglied 2 ein, dem Zusatzgeschwindigkeit erteilt wird. wenn der Motor 22 umläuft. Das Z-Ankersystem 5 treibt das Vergleichsglied 2 über das Sonnenrad 23 an. Das Planetenrad 26 sitzt auf einem mit der Antriebswelle für das Vergleichsglied 2 verbundenen Arm.
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Die Anordnung wirkt in folgender Weise. Stimmen die zu vergleichenden Grössen nicht miteinander überein, so kommt das Vergleichsglied 1 mit einem der Kontakte 6 oder 7 in Berührung. Es sei angenommen, dass eine Berührung zwischen dem Vergleichsglied 1 und dem Kontakt 6 stattfindet. In
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Das Relais 9 zieht also seinen Anker an. Dadurch wird der Selbsthaltekontakt 13 geschlossen, über den die Wicklung des Relais 9 auch nach dem Öffnen des Kontaktes zwischen dem Vergleichsglied 1 und dem
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Minuspol der Batterie 8.
Da das Relais 9 auch den Kontakt 20 schliesst, gerät der Motor 22, der über die Feldwicklungshälfte 29 Strom erhält, in Umlauf. Die Drehrichtung ist so gewählt, dass die Umlaufsgeschwindigkeit des Vergleichsgliedes 2 vermindert wird, wenn die Vergleichsglieder in der durch die Pfeile 30 angedeuteten Richtung umlaufen. Wenn nun die Vergleichsglieder 1 und 2 ihre gegenseitige Normallage erreicht haben, so hört die Berührung zwischen dem Schleifring 19 und dem Kontaktfinger 17 auf. Dadurch wird der Selbsthaltestromkreis des Relais 9 unterbrochen, so dass es seinen Anker loslässt. Damit kehrt die Anordnung in ihre Ruhelage zurück.
Kommt der Vergleichsarm 1 mit dem Kontakt 7 in Berührung, so wiederholt sich das eben beschriebene Spiel nur mit dem Unterschied, dass dann das Relais 10 anspricht, das den Motor 22 über die Wicklung 31 erregt und in der umgekehrten Richtung in Gang setzt, wie in dem vorher beschriebenen Fall.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Regelung von Betriebsgrössen, bei der ein Zwischenglied in Abhängigkeit von dem augenblicklichen Wert der Betriebsgrösse angetrieben und die Regelbewegung vom Unterschied der Geschwindigkeit des Zwischengliedes und eines Vergleichsgliedes abgeleitet wird, nach Patent Nr. 126474, bei der den Vergleichsgliedern bei jeder Regelbewegung vorübergehend eine Zusatzgeschwindig- keit erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzgeschwindigkeit den Vergleichsgliedern durch einen besonderen Antriebsmotor mitgeteilt wird, der beispielsweise unter Zwischenschaltung eines Differentialgetriebes auf eines der Vergleichsglieder einwirkt.