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Selbsttätiger Leistungsregler für Kolbenverdichter.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung des durch das Patent Nr. 127182 geschützten selbsttätigen Leistungsreglers für Kolbenverdichter, bei dem jedem Saugventil zwei Magnetspulen zugeordnet sind, die durch ein in Abhängigkeit von der Drehbewegung des Verdichters angetriebenes Schaltorgan an eine Stromquelle derart angeschlossen werden, dass eine der Spulen ständig und in gleicher Richtung vom Strom durchflossen ist. Zum Unterschiede vom Stammpatente wird jedoch die zweite Spule nicht ab- oder zugeschaltet. sondern gleichfalls wie die erste Spule ständig an die Stromquelle angeschlossen, vom Strom aber abwechselnd in gleicher oder entgegengesetzter Richtung durchflossen, so dass sich die Anziehungskraft der Spulen summiert oder aufhebt.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass an der Stromquelle stets die gleiche Anzahl von Spulen angeschlossen ist, wodurch Stromstösse und Funkenbildungen gänzlich vermieden sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch dargestellt.
Jedem Saugventil des Kolbenverdichters sind zwei Spulen 1, 2 zugeordnet, von denen die Spule 2 jeweils ummagnetisiert wird. Sie wirken wie beim Stammpatent auf einen nicht dargestellten Anker, der über ein Gestänge auf die Saugventilplatte einwirkt. Die Spule 1 ist einerseits an den positiven Pol der Stromquelle 3, anderseits über eine Leitung 4 an einen festen Kontakt 5 angeschlossen, der von einer halbkreisförmigen Kontaktfläche 6 einer Scheibe 7 bei deren Umlauf abgetastet wird. Die Scheibe 7 hat die gleiche Umlaufzahl wie der Verdichter. so dass sie gegebenenfalls auf seiner Kurbelwelle angeordnet sein kann. Sie weist eine im verschiedenen Radialabstand angeordnete, gegenüber der Kontaktfläche 6 voll versetzt angeordnete zweite halbkreisförmige Kontaktfläche 8 auf.
Um die Antriebswelle der Scheibe 6 ist ein Doppelarm 9 um 1800 verschwenkbar angeordnet, der an seinen freien Enden je drei Kontakte 10, 11, 12 bzw. 13, 14, 15 aufweist. Die Kontakte 10, 11 und 13, 14 sind durch biegsame Leitungen mit feststehenden Kontakten 5, 16 bzw. 17, 18 verbunden. Die Kontakte 5, 16 sind somit den Kontakten 10, 11 der Kontakifläche ss, die Kontakte 17, 18 den Kontakten 13, 14 der Kontaktfläche 8 zugeordnet, wobei die Kontakte 5, 16 und 17, 18 einander diametral gegenüber liegen. Der Kontakt 16 ist über die Spule 2 mittels einer Leitung 19 mit dem Kontakt 17 und einem Kontakt 20 verbunden. Vom negativen Pol der Stromquelle 3 führt eine Leitung 21 zum Kontakt 18 und zu einem Kontakt 22.
Die Kontakte 20 und 22 sind der Kontaktfläche 6 bzw. 8 zugeordnet und liegen gleichfalls einander diametral gegenüber.
Der Kontakt 15 ist durch eine Leitung 23 mit dem Kontakt 5 in Verbindung. Die Kontakte 5, 16, 22 und 17, 18, 20 bilden demnach zwei um 1800 zueinander versetzt angeordnete, feststehende und die Kontakte 10, 11, 12 und 13, 14, 15 zwei gemeinsam um 180 verstellbare Bürstenhrücken.
In der voll gezeichneten Stellung des Armes 9 werden die Spulen beim Vorbeigang der Kontaktflächen wie folgt gesteuert. Beim Auftreffen der im Uhrzeigersinn umlaufenden Scheibe auf die Kontakte 5, 16 fliesst der Strom von der Stromquelle über die Spule 1, Kontakte 5, *) Erstes Zusatzpatent Nr. 129528.
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10, 11, 16 zur Spule 2, den Kontakt 17, den durch die Kontaktflächen kurz geschlossenen Kontakten 13, 14 und den Kontakt 18 über die Leitung 21 zum negativen Pol der Stromquelle. Die beiden Spulen sind bei diesem Stromverlauf gleichnamig magnetisiert und ziehen den auf das Saugventil einwirkenden Anker unter Öffnung des Ventils an. Dieser Zustand bleibt so lange bestehen, bis die Kontaktfläche 6 die Kontakte 10, 11 und die Kontaktfläche 8 die Kontakte 13, 14 verlässt.
Der Stromverlauf ist hierauf folgender : Von der Stromquelle 3 in gleicher Richtung über die Spule 1 zum Kontakt 15 des Armes 9, die Kontaktfläche 6 zum Kontakt 20 und in entgegengesetzter Richtung durch die Spule 2 zum Kontakt 12 sowie über die Kontaktfläche 8 zum Kontakt 22 und zur negativen Klemme. Die Spulen sind jetzt ungleichnamig magnetisiert und heben sich in ihrer Wirkung auf, so dass das Ventil durch die Ventilfeder geschlossen wird. Je weiter der Arm 9 mit seinen Bürstenbrücken 10, 11, 12 und 13, 14, 15 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird und sich dabei der strichpunktiert gezeichneten Stellung nähert, umso länger sind die beiden Spulen gleichnamig magnetisiert und die Ventile geöffnet. Die strichpunktiert gezeichnete Stellung des Armes 9 entspricht dem Leerlauf des Verdichters.
Die Erfindung lässt verschiedene Abänderungen in den Schalteinrichtungen sowie in der Anordnung der Spulen zu. So könnten gegebenenfalls auch drei Spulen vorgesehen sein, von denen eine immer gleichsinnig durchflossen, die beiden andern abwechselnd als gleichnamige oder ungleichnamige Spulen angeschlossen werden, um die Wirkung der ersten Spule entweder zu verstärken oder aufzuheben. Die Scheibe 7 könnte auch durch eine Walze ersetzt sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Leistungsregler für Kolbenverdichter nach Patent Nr. 127182, bei dem jedem Saugventil zwei Magnetspulen zugeordnet sind, die durch ein in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Verdichterwelle angetriebenes Schaltorgan an eine Stromquelle derart angeschlossen sind, dass eine der Spulen ständig und in gleicher Richtung vom Strom durchflossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spule gleichfalls ständig an die Stromquelle angeschlossen ist, die Stromrichtung in dieser Spule aber gegenüber jener der ersten Spule gleich oder entgegengesetzt ist.