AT129787B - Verfahren zur Herstellung von Raketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Raketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke.

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  Verfahren zur Herstellung von Raketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke. 



   Pulverraketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke, sind bisher in der Weise hergestellt worden, dass die Treibladung, massiv oder teilweise mit einer Durchbohrung, der   sogenannten "Seele" versehen,   in eine Hülse aus Pappe, Kupfer, Stahl oder dgl. eingepresst wird. Da die Schubleistung einer Rakete im   m wesentlichen   von der Grösse der   sekundlich   ausströmenden Gasmenge analog der Grösse der jeweiligen Brandfläche abhängig ist, bewirkt   die "Seele",   die zylindrisch gestuft oder konisch u. dgl. sein kann, eine bedeutend stärkere Treibkraft als eine massiv gepresste Rakete.

   Der Wirkungsgrad aber selbst der bestausgeführten Seelenrakete stellt nur einen Teil seines   Höchstwertes   dar, weil einerseits der freie Raum der Seele für die Füllung verlorengeht und weil anderseits das Abbrennen des grössten Teiles der Ladung zu plötzlich und des restlichen massiven Teiles (der Zehrung) zu langsam erfolgt. Diese Mängel zu beseitigen, ist Zweck des vorliegenden Verfahrens, dessen Wesen darin besteht, dass das Pulver der eigentlichen Ladung unter hohem Druck eingepresst wird und die Seele ebenfalls gleichzeitig oder nachtäglich mit Pulver gefüllt wird, das unter geringem, gleichmässigem oder ungleichmässigem Druck eingepresst ist.

   Durch die Ausfüllung der Seele in gleicher oder ungleicher Dichtigkeit kann die Brandfläche und somit die   sekundliche     Ausströmungsgeschwindigkeit   der Treibgase geregelt, somit der Wirkungsgrad der Rakete beträchtlich erhöht werden. Ferner wird durch die Erfindung ermöglicht, Raketen bedeutend grösseren Kalibers und bedeutend grösserer Längen anzufertigen, da bei solchen Raketen mit ungefüllter Seele einerseits durch zu grosse Brandfläche Explosion eintreten kann oder die Ausströmöffnung der Rakete unverhältnismässig weit sein muss, anderseits bei zu grosser Zehrung eine zu geringe Sehubkraft auftritt. 



   Auf der Zeichnung ist das Ausführungsbeispiel einer Rakete nach dem Verfahren dargestellt. 



   Das Ausführungsbeispiel zeigt eine Rakete a, die in einem Flugkörper b, der strichliert angedeutet ist, eingesetzt ist. Diese Rakete besteht aus der Hülse   c,   der fest eingepressten Pulverladung d und der Seele e. Am vorderen Ende der Ladung ist ein Verzögerungsmittel   f   eingesetzt, an welches sich der Ab-   schlussdeckel   g anschliesst. Dieser   Abschlussdeckel   hat eine Bohrung h, die zu einer Rückstossladung i führt. 



   Nach dem Verfahren wird die Hülse   c,   nachdem die Verzögerungsladung f eingesetzt ist, mit Treibpulver fest gefüllt und gleichzeitig oder hierauf die Seele hergestellt, die gleichzeitig oder später unter leichtem Druck mit Pulver ausgefüllt wird, wobei, um ein mehr oder weniger schnelles Abbrennen der Rakete herbeizuführen, die Pulverladung der Seele stellenweise unter festerer Pressung geschehen kann. 



  Ist beispielsweise angenommen, dass die Rakete am Anfang und in der Mitte langsam brennen soll, so wird man hier die Pulverladung der Seele unter stärkerem Druck zusammenpressen. Das gleiche kann natürlich auch auf andern Stellen geschehen. Um die Flugkraft der Rakete vollständig auszunützen, wird das Seelenpulver gegen das Bodenende der Rakete zu immer schwächer eingepresst, wodurch eine stetige Vergrösserung der Brandfläche und somit der sekundlich ausströmenden Gasmenge erzielt wird ; eine etwaige Kompression der Verbrennungsgase im ausgebrannten Teil der Hülse (wegen nicht genug raschen   Austrittes   derselben aus der Hülse) ist somit verhütet. Durch die Anordnung des Verzögerungsmittels   y ird der Rakete die volle Ausnutzung ihrer Beschleunigung ermöglicht.

   Nachdem das Verzögerungs-   mittel f abgebrannt ist, wird durch die Bohrung   h   des   Abschlussdeckel   g die   Rückstossladung   i explosionsartig in Brand gesetzt, wobei sieh diese Explosion in dem freien Raum k des Flugkörpers b auswirkt und die Raketenhülse hiedurch auswirft.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Raketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke, bei denen das Pulver der Treibladung unter hohem Druck eingepresst ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele ebenfalls, gleichzeitig oder nachträglich, mit Pulver angefüllt wird, das unter geringerem gleichmässigem oder ungleichmässigem Druck eingepresst wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver der Seele nach dem Boden- ende der Rakete zu immer schwächer eingepresst ist. EMI2.1
AT129787D 1931-05-19 1931-05-19 Verfahren zur Herstellung von Raketen, insbesondere für flugtechnische Zwecke. AT129787B (de)

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