DE76804C - Scharfe Patrone, deren Hülse aus der Länge nach gegeneinander verschiebbaren Theilen zusammengesetzt ist - Google Patents

Scharfe Patrone, deren Hülse aus der Länge nach gegeneinander verschiebbaren Theilen zusammengesetzt ist

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DE76804C
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DE
Germany
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cartridge
case
chamber
powder
piece
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Application number
DENDAT76804D
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English (en)
Original Assignee
E. RUBIN, Artillerie-Officier, in Thun, Schweiz
Publication of DE76804C publication Critical patent/DE76804C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • F42B5/34Cartridge cases with provision for varying the length
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/067Mounting or locking missiles in cartridge cases
    • F42B5/073Mounting or locking missiles in cartridge cases using an auxiliary locking element

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
zusammengesetzt ist.
Bei einer Patrone mit einer Ladung von bestimmter Explosionsarbeit ist die im Moment der Entzündung der Ladung auf das Geschofs wirkende Gasspannung abhängig von der Gröfse des Raumes der Patronenhülse, in dem die Ladung zur Vergasung gelangt, und vom Quer-. schnitt des Geschosses. Wenn einerseits dieser Raum und andererseits dieser Querschnitt klein sind, dann können die Explosionsgase nur gering und langsam expandiren, so dafs der Anfangsdruck zu einer gefahrdrohenden Höhe aufsteigen kann, weshalb man bei den üblichen Patronen hinsichtlich der Gröfse der Ladung an eine Grenze gebunden ist.
Demgegenüber ist bei der vorliegenden Patrone mit sogenannter Expansionspatrdnenhülse die Anwendung beträchtlicher Ladungen mit ihren in der Erzielung entsprechend gröfserer Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses liegenden Vorzügen, bei kleinem Geschofskaliber dadurch ermöglicht, dafs bei ihr der Entzündungs- oder Laderaum sich im Moment der Explosion der Ladung und infolge derselben vergröfsern kann und dadurch jene Expansion der Gase ermöglicht wird, welche nöthig ist, um den bei der Explosion auftretenden Druck in den gebotenen Grenzen zu halten. Diese Patronenhülse wirkt also gewissermafsen als Buffer.
Auf beiliegender Zeichnung sind einige Ausführungsformen der vorliegenden Patrone veranschaulicht. Die Patronenhülse besteht aus zu einander axial verschiebbaren Theiien, von welchen der hintere, a, mit dem Patronenboden und der Zündkapsel b versehen ist und bei geladenem Gewehr in einem ihn dicht umschliefsenden Theil des Patronenlagers im Gewehrlauf unverrückbar festliegt, während sich der vordere Theil c, in welchem das Geschofs d eingebettet ist, und event, auch ein oder mehrere Zwischentheile e, Fig. 5, im Patronenlager unter dem Druck der entzündeten Ladung nach vorn verschieben können; zu diesem Zweck mufs das Patronenlager im Gewehrlauf, wie die Fig. 2 und 4 veranschaulichen, vor den beweglichen Theiien und ihrem Querschnitt entsprechend um ein Stück fortgesetzt sein, dessen vordere Absatzbegrenzung den Hub der beweglichen Theile begrenzt.
Die Vereinigung jedes vorderen Theiles mit dem sich anschliefsenden hinteren geschieht, wenn einer der möglichen Ausführungsarten gemäfs letzterer den ersteren umfafst, dadurch, dafs der äufsere Theil nach Einschiebung des inneren leicht konisch gepreist und so befähigt wird, den eingeschobenen Theil festzuhalten.
Vor dem Schufs befindet sich die Patrone im zusammengeschobenen Zustand, wie er durch sämmtliche Figuren, aufser Fig. 3, veranschaulicht wird. Infolge. der Zündung der Ladung verschiebt sich jeder bewegliche Theil, so weit es ihm das Patronenlager gestattet, nach vorn, wodurch jene in der Einleitung angedeutete Vergröfserung des Ladungsraumes der Patrone geschaffen und die mit ihr Hand in Hand gehende Expansion der Gase zur Regelung des Anfangsdruckes ermöglicht wird. Fig. 3 zeigt hinsichtlich der in. den Fig. 1 und 2 gegebenen Patrone die Lage der Hülsentheile

Claims (2)

  1. zu einander und im Patronenlager nach erfolgtem Schufs; das Geschofs, welches im Moment der Zündung die Bewegung des vorderen Theiles c theilt, hat den Lauf verlassen.
    Durch Aenderung der Tiefe der durch entsprechende Verlängerung des Patronenlagers geschaffenen Bahn für die beweglichen Theile der Hülse kann die Gröfse der ' ermöglichten Expansion der Gröfse der Ladung angepafst werden, womit also ein Regulirungsmittel geboten ist. Die Construction Fig. 4 weicht dadurch von der in Fig. 1 gegebenen ab, dafs das Bodenstück α kurz, das die Kugel aufnehmende Kopfstück c aber mit einem entsprechend langen Schaft und statt der rechtwinklig absetzenden Schulter mit einer nach einem Konus verlaufenden versehen ist. Bei der in Fig. 6 gegebenen Construction ist auch das Bodenstück mit einer Schulter versehen. Bei Patronen, welche nach Art der Fig. 5 aus mehr wie zwei Hülsentheilen zusammengesetzt sind, ist das Kopfstück c natürlich zum Zwischenstück e und dieses, wenn aufser ihm kein weiteres Zwischenstück vorhanden ist, zum Bodenstück α verschiebbar. Die in Fig. 7 gegebene Construction bietet gegenüber den bereits beschriebenen den Vortheil, dafs der äufsere Durchmesser der Patronenhülse nach vorn gleichmäfsig konisch, d. h. ohne Absatz, verläuft, also auch ein Patronenlager von gleichmäfsiger absatzloser Bohrung möglich ist.
    Hat das verwendete Schiefspulver die Form von kleinen Blättchen, Cylinderchen, Körnern oder dergleichen, so kann es durch den Hals der Hülse, nach Zusammensetzung derselben aus den Theilen, eingeschüttet werden. Aber auch Schiefspulver in einer Form, welche diese Einführung durch den Hals nicht gestattet, kann bei vorliegender Patrone verwendet werden, wenn es nämlich in das Bodenstück derselben vor Einsetzung des Kopfstückes c bezw. der Zwischenstücke e eingebracht wird. Solche Formen sind Scheibchen mit einem Durchmesser bis zur lichten Weite der Hülse, ferner Bündel bildende Stäbchen u. dergl. Dieselben werden benutzt, wenn eine Verkleinerung der Anfangsspannung erreicht werden soll, da das Pulver in solcher compacten Form nicht mit einem Mal in seiner ganzen Masse, sondern nach und nach entzündet wird und also auch anfänglich gleichsam wie eine geringere Ladung wirkt.
    Ein solches Pulver wirkt also in gleicher Weise regulirend wie die Ausziehbarkeit der Expansionshülsen. Bei Anwendung von solchen nachwirkenden Pulverformen kann die Patronenhülse, wie. üblich, auch für ein schliefsendes Patronenlager verwendet werden; in diesem Falle dient die Construction der mehrtheiligen Hülse lediglich dazu, die Pulverkörper in die Hülse zu bringen und abzuschliefsen. Fig. 8 veranschaulicht eine solche Patrone. Das Pulver ist hier in Form von Scheibchen eingeführt. Damit die Zündung nur beim obersten derselben beginnen kann, ist der ganze Satz von einem Röhrchen f durchsetzt, welches sich an die Zündkapsel der Patrone anschliefst.
    Das beschriebene System bietet den Vortheil, dafs die Patronen, da sie erst im Moment des Schusses ihre volle Länge annehmen, im Verhältnifs zur angewendeten Ladung kürzer ausfallen, als es bei gewöhnlicher Einrichtung zulässig ist, was ein leichteres Verpacken ermöglicht.
    Da ferner Kopfstück und Bodenstück, sowie die etwa verwendeten Zwischenstücke von einander getrennt sind, können sie auch ohne Weiteres aus verschiedenen Materialien, die der Bestimmung jener Theile am besten entsprechen, hergestellt werden. '
    Noch sei erwähnt, dafs das Geschofs der geladenen Patrone im Geschofslager des Patronenlagers nicht schliefsend liegt, so dafs dasselbe erst nach erfolgter Anfangsbewegung in die Züge eingreift. Dieses Eingreifen geschieht ungefähr in dem Augenblick, wo der mit dem Geschofs verbundene Theil der Hülse durch die Explosionsgase mit dem Geschois die Anfangsbeschleunigung erhält. Durch den Anschlag der mit dem Geschofs verbundenen Patronenhülse im Patronenlager wird diese Hülse verhindert, sich mit dem Geschofs weiter zu bewegen.
    PateNT-AνSprüche:
    ι. Eine scharfe Patrone, deren Hülse aus der Länge nach gegen einander verschiebbaren Theilen zusammengesetzt ist, um im Augenblick der Explosion die Vergröfserung des Explosionsraumes durch Verschiebung der Theile zu ermöglichen.
  2. 2. Zur Verwendung der unter 1. gekennzeichneten Patronenhülse ein Gewehrpatronenlager, welches um ein Stück länger ist, als die eingeführte Patronenhülse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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