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Bei mannigfache Konstruktionen besteht die Aufgabe, zwei Maschinenteile, welche um die gleiche Achse schwingende Bewegungen solcher Art ausführen, dass sie sich hiebei innerhalb gewisser Grenzen nähern oder voneinander entfernen, gegen ein. Medium dichtend zu verbinden. Hiebei können die Maschinenteile beliebige Gestalt haben. Das Medium, gegen welches abgedichtet werden soll, kann ebenfalls verschiedenartig sein, beispielsweise Schüttgut, Wasser, Öl. Flüssigkeiten, Luft, Gas, Dämpfe usw.
Bisher wurde diese Aufgabe beispielsweise so gelöst, dass man die beiden bewegten Systeme mit einem dritten derart in Verbindung brachte, dass dieses innerhalb der gegebenen Bewegungsgrenzen sich den Bewegungen der beiden Systeme anpassen konnte, mit ihnen dabei in fester dichtender Verbindung blieb und für das Medium selbst undurchlässig war. Als solche hiefür geeignete Ausführungen gelten Bälge aus Leder, imprägnierter Leinwand, Gummi usw. In anderer Form bewirken bei bestimmten Ausführungsformen das gleiche Platten aus Leder, Leinwand, Gummi usw.
Eine andere Lösung besteht darin, dass man zwei zylindrisch gebogene BIeohstreifen (Zylinderachse in der Gelenkachse) dichtend aneinander schleifen lässt.
Die erste Lösung krankt zweifellos an Ermüdungserscheinungen des dichtenden Elementes, welches bei der zweiten Lösung wieder Verschleiss erfährt.
Es gibt Fälle, in denen man mit den bisherigen Methoden das Auslangen insofern nicht findet, als die bisher bekannten Dichtungsmaterialien, sei es infolge von Ermüdungserscheinungen, sei es durch Abnutzung, zu rasch zugrunde gehen. Aus diesem Grunde wurde die nachstehend beschriebene, elastische metallische Abdichtung erfunden, bei welcher die früher erwähnten Mängel dadurch vermieden erscheinen, dass weder ein Biegen noch ein Schleifen, sondern ein federndes Abwälzen von Dichtungslippen stattfindet.
Als Anwendungsbeispiel für die Erfindung ist in der Zeichnung die Abdichtung zweier Siebbandelermente dargestellt. Je zwei benachbarte Bandelcmente führen um ein sie verbindendes Gelenk Sohwingbewegungen aus, (la sie innerhalb des ganzen Systems einmal in gestreckter Lage aufwärts wandern, dann um eine Trommel herumbewegt werden und jenseits der Trommel wieder gestreckt abwärts wandern. Hiebei legen sie einen Teil des Weges in der Luft, einen Teil des Weges im Wasser zurück. Während des ganzen, durch das Wasser führenden Weges müssen alle Elemente gegeneinander abgedichtet sein.
An jedes Bandelement sind an seinen zur Gelenkaehse parallelen Seiten Abdichtelemeute derart angebracht, dass sie einerseits dauernd und dicht am Siebbandelement befestigt sind, anderseits das gegenüberstehende, am Nachbarelement angebrachte und federnd ausgeführte Abdichtelement längs einer zur Gelenkachse Parallelen dichtend berühren, so dass an dieser Stelle kein Durchtritt des Mediums zwischen den beiden Bandelementen erfolgen kann. Es ist dabei möglich, die Metallfedern längs der ganzen Seitenlänge ungeteilt zu lassen oder sie geteilt auszuführen, um ihnen innerhalb gewisser Grenzen selbständige Beweglichkeit zu geben. Ebenso kann man die Dichtung Metall auf Metall vornehmen oder die Berührungsflächen mit Weichdichtungen versehen.
Es ist auch ohne weiteres möglich, die beiden einander berührenden Abdichtelemente an ihren freien Kanten dauernd und auch dicht, aber nachgiebig zu verbinden.
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Das Material, aus dem die Metallfeder hergestellt werden, wird entsprechend den kon- struktiven Erfordernissen verschieden sein können, beispielsweise Stahl, Messing und andere nicht rostende Legierungen.
In der Zeichnung sind fünf Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es sind in den Fig. 1-5 mit Al das begrenzende Randeisen des jeweiligen linken Siebbandelementes, mit A2 das begrenzende Randeisen des jeweiligen rechten Siebbandelementes bezeichnet, mit B die Gelenkachse, um welche die Teile Al und A2 schwingen, bezeichnet und mit c die Schrauben, Nieten oder sonstigen Befestigungsmittel bezeichnet, mit welchen die Abdichtelemente d, f, g, h, j, Je, 0 auf den Teilen bzw. A2 befestigt sind.
In Fig. 1 ist am Teile Ai ein starres Blech d befestigt, dessen eine Kante zugeschärft ist und mit der Gelenkachse B zusammenfällt ; an die zugeschärfte Kante legt sich federnd ein Blech f dichtend an, welches auf dem Teile A2 befestigt wird.
In Fig. 2 sind auf den Teilen Al und A2 spiegelbildlich gleich ausgeführte, federnde Abdichtelemente g befestigt, welche sich federnd und dichtend in einer Parallelen zurch Achse B aneinanderlegen.
In Fig. 3 sind die an den Teilen Al und A2 befestigten, federnden und spiegelbildlich gleich ausgeführten Abdichtelemente h an ihren sich federnd und dichtend gegeneinanderlegenden Enden durch Aufbiegen derart geformt, dass sich die Abdichtelemente A während der um die Achse B schwingenden Bewegung der Teile-41 und A2 aneinander abwälzen.
In Fig. 4 ist ein starres Blech & auf Al befestigt, dessen eine Kante zugeschärft ist und mit der Achse B zusammenfällt. Auf A2 ist ein federndes Blech j befestigt, an dessen einem Ende ein Streifen l aus weichem Dichtungsmaterial (Gummi, Blei usw. ) mittels Nieten oder Schrauben ru befestigt ist, welcher sich unter dem Druck des federnden Bleches j an die zugeschärfte Kante vom Bleche k anlegt.
Gemäss Fig. 5 sind die auf den Teilen und A2 befestigten Abdichtelemente o federnd und spiegelbildlich gleich ausgeführt und legen sich mit einer Zwischenlage p aus weichem Dichtungsmaterial federnd aneinander, wobei der Streifen p und die Abdichtelemente o mittels Nieten q derart nachgiebig miteinander verbunden sind, dass die Teile o und p wohl in ihrer Lage gehalten, an ihrer Relativbewegung zueinander während der schwingenden Bewegung von Al und A2 aber nicht gehindert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Abdichtung zwischen zwei benachbarten, um eine gemeinsame Achse schwingenden Maschinenteilen mittels besonderer Abdichtungselemente, dadurch gekennzeichnet, dass jede der verschieden geformten oder spiegelbildlich gleich ausgeführten Abdichtungselemente mit seinem zugehörigen schwingenden Maschinenteil fest verbunden ist und sich dichtend gegen das auf dem andern schwingenden Maschinenteil befestigte Abdichtelement legt, ohne während der schwingenden Bewegung auf dem auf dem andern Maschinenteil befestigten Abdichtelement zu gleiten.