AT128877B - Verfahren zur Darstellung von 1-1-Phenyl-2-methylaminopropanol-(1). - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-1-Phenyl-2-methylaminopropanol-(1).

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  Verfahren zur Darstellung von l-l-Phenyl-2-methylaminopropanol- (1). 



   Das aus der Droge gewonnene natürliche Ephedrin   [1-1-Phenyl-2-methylaminopropanol- (1) ] liess   sich synthetisch bisher nur in der Weise herstellen, dass man das nach verschiedenen bekannten Verfahren (s. z. B. A. 470 [1929] 157 ; Patentschrift Nr. 115643 ; B. 62 [1929] 1142 ff.) synthetisch herstellbare racem. Ephedrin z. B. mittels   d-oder 1-Weinsäure   in seine optischen Isomeren spaltete (A. 470 [1929] 157 ; britische Patentschrift Nr. 297385). 



   Es ist jedoch kein Verfahren bekanntgeworden, nach welchem   1-1-Phenyl-2-methylamino-   propanol- (1) auf unmittelbarem Wege synthetisch dargestellt werden kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass man mit guten Ausbeuten unmittelbar zum 1-1-Phenyl-2-methyl-   aminopropanol- (l)   gelangt, wenn man   1-11-0xy-12-oxo-1-propylbenzol   nach bekannten Verfahren in Gegenwart von Methylamin der Reduktion unterwirft. 



   Das hiezu verwendete l-Phenylacetylcarbinol erhält man nach Neuberg (Bio. Z. 115 [1921] 282 ; 128 [1922] 610 ; C. 1921, III, 44 ; 1922, III, 275) durch Vergären von   Zuckerlösungen   mit Hefe in Gegenwart von Benzaldehyd. Nach erfolgter Vergärung werden aus der filtrierten Gärflüssigkeit die entstandenen   Gärungsprodukte,   welche das optisch aktive Ketol enthalten, durch Extraktion isoliert. Der so gewonnene Extrakt wird entweder unmittelbar als solcher oder das aus diesem in reiner Form abgeschiedene Ketol in Gegenwart von Methylamin reduziert. 



   Diese unmittelbare Synthese des 1-Ephedrins hat den Vorzug, dass kein therapeutisch wertloses d-Ephedrin anfällt, wie es bei den bekannten Verfahren, bei welchen racem. Ephedrin in seine optisch aktiven Komponenten gespalten wird, der Fall ist. 



   Es ist zwar schon bekannt, Aminoalkohole durch Reduktion von Gemischen, welche Oxyketone enthalten, in Gegenwart von Aminen herzustellen (B. 61   [1928] 1682).   Diese Methode wurde jedoch bisher zur Darstellung des   1-1-Phenyl-2-methylaminopropanols- (1) noch nicht   angewendet. 



   Beispiel 1 : 120 g des durch Ätherauszug gewonnenen Gärungsproduktes lässt man ohne weitere Reinigung in eine Lösung von 10 g Methylamin in 500   cm3 Äther   in Gegenwart von 20 g aktiviertem Aluminium unter Rühren im Verlaufe von 2 Stunden eintropfen. Gleichzeitig lässt man   2030Wasser   tropfenweise zufliessen ; die sofort heftig einsetzende Reaktion wird zeitweilig durch Kühlung gemässigt. 



  Nach beendigter Reduktion wird der filtrierten ätherischen Lösung die entstandene optisch aktive Base mit verdünnter Säure entzogen. Die Aufarbeitung erfolgt in bekannter Weise. 



   Man erhält das Hydrochlorid des 1-1-Phenyl-2-methylaminopropanols- (1) vom F = 214 , welches die aus der Literatur bekannte Linksdrehung zeigt. Die Ausbeute beträgt je nach Art des verwendeten   Ausgangsstoffes 25--45 g Hydrochlorid.   



   Beispiel 2 :   360 g   des in Beispiel 1 verwendeten Ätherauszuges werden unter vermindertem Druck destilliert. 300 g der bei   100-150'unter   14 mm Druck übergehenden Fraktion werden in Gegenwart von kolloidalem Platin (70 cm3   1   ige Lösung) und 85 g 33% iger Methylaminlösung der katalytischen Reduktion unterworfen, wobei es vorteilhaft ist, etwas Äther zuzusetzen. Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme wird die ätherische Lösung mit Salzsäure ausgeschüttelt und das   1-1-Phenyl-2-methyl-   aminopropanol- (1) in bekannter Weise isoliert. Die Ausbeute an Hydrochlorid beträgt 110 g. 



   Beispiel 3 :   100 g nach   Neuberg isoliertes   1-11-0xy-12-oxo-1-propylbenzol   werden in   200en3   Äther gelöst, mit 75 g 33% iger Methylaminlösung versetzt und etwa eine halbe Stunde lang geschüttelt, wobei unter Wärmeentwicklung Kondensation stattfindet. Anschliessend wird in Gegenwart von 70   cm.   



    1% tiger   kolloidaler Platinlösung mit Wasserstoff reduziert. 



   Die Aufarbeitung geschieht nach Beispiel 2. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung eines Aminoalkohols durch Reduktion eines Gemisches aus einem Oxyketon mit einem Amin, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Gewinnung von 1-1-Phenyl-2-methyl-   aminopropanol- (1) 1-11-0xy-12-oxo-1-propylbenzol   mit Methylamin kondensiert und der gleichzeitigen oder   nachträglichen   Reduktion unterwirft. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Destillate oder Auszüge von 1-11-0xy-12-oxo-1-propylbenzol enthaltenden Gemischen, die bei der Vergärung von Zuckern oder zuckerhaltigen Produkten in Gegenwart von Benzaldehyd gewonnen werden, als Ausgangsstoffe verwendet. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT128877D 1930-04-08 1931-03-09 Verfahren zur Darstellung von 1-1-Phenyl-2-methylaminopropanol-(1). AT128877B (de)

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