AT128573B - Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle.

Info

Publication number
AT128573B
AT128573B AT128573DA AT128573B AT 128573 B AT128573 B AT 128573B AT 128573D A AT128573D A AT 128573DA AT 128573 B AT128573 B AT 128573B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sulfur
cyano
gases
compounds
passed
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hans Walter G M B H
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Walter G M B H filed Critical Hans Walter G M B H
Application granted granted Critical
Publication of AT128573B publication Critical patent/AT128573B/de

Links

Landscapes

  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung hoehaktiver Adsorptionskohle. 



   Es ist bekannt, dass man hochaktive Adsorptionskohle aus kohlenstoffhaltigen Stoffen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, insbesondere Holz, herstellen kann, indem man diese mit Cyanverbindungen, komplexen Cyanverbindungen oder Rhodansalzen mit oder ohne Zusatz von Alkali-oder Erdalkalisalzen vermischt (imprägniert) und dann unter   Luftabschluss   glüht. Die genannten Verbindungen und Salze sind jedoch nur zu hohen Preisen im Handel erhältlich. 



   Anderseits weiss man, dass   Leucht-und Kokereigas im   rohen Zustande durch   Hydrocyan-,   Sulfocyanverbindungen und organische Schwefelverbindungen verunreinigt ist und dass es mit Hilfe poröser Kohle, wie Fichten-oder Lindenholzkohle, von diesen Verunreinigungen befreit werden kann. 



   Nach der Erfindung sollen nun solche Gase, die Schwefel und Stickstoff vorzugsweise als Cyanoder Sulfoeyanwasserstoff enthalten, zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle verwendet werden, indem man sie von verkohlten oder teilweise verkohlten porösen Stoffen, insbesondere Holzkohle, aufnehmen lässt und diese dann in an sich bekannter Weise bei   Luftabschluss,   gegebenenfalls unter Durchleiten von Wasserdampf, hocherhitzt. 



   Zur   Ausführung   des Verfahrens wird beispielsweise rohes Steinkohlengas nach der Kondensation des Teeres und Abscheidung des Ammoniaks durch einen Behälter geleitet, der mit   verkohlter   oder teilweise verkohlter Holzkohle gefüllt ist. Um die im Rohgas enthaltenen Dämpfe zu verflüssigen und abzuscheiden, kann man das Gas auch durch eine Tiefkühlanlage strömen lassen. Das in der einen oder andern Weise vorgereinigte Gas wird von der Holzkohle aufgenommen. Vorteilhaft werden mehrere Behälter hintereinander geschaltet, um die Adsorption ohne Unterbrechung durchführen zu können. Das Adsorptionsvermögen der porösen Holzkohle gegenüber den Cyangasen usw. kann man durch vorheriges Imprägnieren dieser Kohlen mit Alkali-oder Erdalkalisalzen steigern. Dazu sind Carbonate, Sulfide, Thiosulfate u. dgl. geeignet. 



   Die mit   Cyan-, Sulfocyan-und Schwefelgasen   beladene Kohle wird dann bei   200-3000 langsam   erhitzt, gegebenenfalls unter Durchleiten von Wasserdampf, und anschliessend etwa 20 Minuten lang bei etwa   800  unter Luftabschluss geglüht. Zweckmässig   wird die Kohle mit den gegebenenfalls zugesetzten Alkali-oder Erdalkalisalzen vor dem Erhitzen fein gemahlen. 



   Man kann das Verfahren auch so ausführen, dass man die ganz oder teilweise verkohlten Ausgangsstoffe mit cyanhaltigen Verbindungen imprägniert und dann Gase durchleitet, die schwefelhaltig sind. Desgleichen kann man die Ausgangsstoffe mit Schwefel oder mit schwefelhaltigen Verbindungen imprägnieren und dann Gase durchleiten, die stickstoffhaltig, vorzugsweise cyanhaltig sind. Gegebenenfalls kann man die durch die Kohle zu leitenden   schwefel-und cyanhaltigen   Gase dadurch gewinnen oder anreichern, dass man   Cyan-oder Rhodanverbindungen vergast   oder vernebelt. 



   Schliesslich kann man das Verfahren noch dadurch vereinfachen und beschleunigen, dass man das Durchleiten der Gase gleichzeitig mit dem Erhitzen und Glühen der Kohle vornimmt. 



   In allen Fällen erhält man eine hochaktive wohlfeile Adsorptionskohle, die neben dem ausserordentlich hohen   Adsorptionsvermogen   und einer grossen Adsorptionsgeschwindigkeit auch eine sehr gute Ultraporosität aufweist, so dass sie mit Vorteil zum Entfärben und Adsorbieren von Gasen verwendbar ist. Das Neue und Wesentliche des Verfahrens besteht darin, dass zur Aktivierung von Kohle an Stelle der teuren Cyan-und Rhodansalze des Handels Cyan-und Sulfoeyangase verwendet werden. Insbesondere finden die bei der Herstellung von Leueht-und Kokereigas als Nebenprodukte vorhandenen   Cyan-und Sulfoeyangase   eine vorteilhafte Verwendung, wobei diese Gase gleichzeitig von ihren unerwünschen Beimengungen gereinigt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle aus kohlenstoffhaltigen Materialien durch Glühen mit Aktivierungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man verkohlte oder teilweise verkohlte poröse Stoffe, insbesondere Holzkohle, zuerst in an sich bekannter Weise Gase aufnehmen lässt, die Schwefel und Stickstoff, vorzugsweise als Cyan- oder Suliocyanwasserstoff, enthalten und sie dann bei Luftabschluss, gegebenenfalls unter Durchleiten von'Wasserdampf, hocherhitzt und glüht.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die verkohlten oder teilweise verkohlten Ausgangsstoffe mit Alkali-oder Erdalkalisalzen imprägniert, bevor man sie die Gase zur Aktivierung aufnehmen lässt.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die verkohlten Ausgangsstoffe mit cyanhaltigen Verbindungen imprägniert und dann Gase durehleitet, die schwefelhaltig sind.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die verkohlten Ausgangsstoffe mit Schwefel oder mit schwefelhaltigen Verbindungen imprägniert und dann Gase durchleitet, die stickstoffhaltig, vorzugsweise cyanhaltig sind.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man durch die verkohlten oder teilweise verkohlten Ausgangsstoffe schwefel-und cyanhaltige Gase durchleitet, die gegebenenfalls durch Vergasen oder Vernebeln von Cyan-oder Rhodanverbindungen erhalten werden können.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man durch die verkohlten Ausgangsstoffe ungereinigtes Leucht-oder Kokereigas durchleitet, das dabei gleichzeitig von Schwefelund Cyan-bzw. Rhodanverbindungen gereinigt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die schwefel-und ryanhaltigen Gase an Schwefel und Cyan bzw. Sulfocyan anreichert, was gegebenenfalls durch Vergasen oder Vernebeln von Cyan-oder Rhodanverbindungen geschehen kann.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,. dass man das Durchleiten der Gase gleichzeitig mit dem Erhitzen bzw. Glühen vornimmt.
AT128573D 1931-01-24 1931-01-24 Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle. AT128573B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT128573T 1931-01-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT128573B true AT128573B (de) 1932-06-10

Family

ID=3635707

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT128573D AT128573B (de) 1931-01-24 1931-01-24 Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT128573B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT128573B (de) Verfahren zur Herstellung hochaktiver Adsorptionskohle.
DE10028654A1 (de) Herstellung von Aktivkohle mit erhöhter katalytischer Aktivität
DE1594674A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeloxiden aus solche enthaltenden Gasen
DE1669318A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefeldioxyd aus schwefeldioxydhaltigen Gasen und Mittel hierzu
DE531965C (de) Verfahren zur Erzeugung von Huettenkoks
AT145851B (de) Verfahren zur Erzeugung eines Mischgases aus Destillationsgas und Wassergas.
DE353856C (de) Verfahren zum Absorbieren von Gasen und Daempfen
DE344877C (de) Verfahren zur Gewinnung von Saeuren
DE374220C (de) Verfahren der trockenen Destillation bitumenhaltiger Kohlen
DE929265C (de) Verfahren zur Entfernung der im Koksofengas und anderen technischen Gasen vorhandenen organischen Schwefelverbindungen
DE861898C (de) Verfahren zur Wassergaserzeugung aus einer Mischung von Brennstoffen und Erzen
DE657067C (de) Gewinnung von Wasserstoff oder an Wasserstoff angereichertem Gas aus technischen Gasen, wie Koksofengas
DE338829C (de) Verfahren zur Darstellung von Schwefel aus Schwefelwasserstoff enthaltenden Gasen
DE528502C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Schwefelwasserstoffgas oder Gemischen von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxydgas in beliebigem Verhaeltnis aus Schwefelerzen, schwefelhaltigen Mineralien oder elementaren Schwefel enthaltenden Stoffen
DE555003C (de) Herstellung von Wasserstoff
DE504021C (de) Stadtgaserzeugung aus Schwelgasen bituminoeser Brennstoffe
DE727874C (de) Herstellung von Kohlenstoffoxysulfid
DE695272C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffoelen aus festen, nicht schmelzbaren kohlenstoffhaltigen Stoffen
DE603864C (de) Verfahren zum Reinigen von Kohlendestillationsgasen von Ammoniak
DE579650C (de) Verfahren zur katalytischen Behandlung von Entgasungsprodukten fester Brennstoffe jeder Art
DE841316C (de) Verfahren zur Herstellung von Gasruss
AT128826B (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Schwefelwasserstoffgas oder Gemischen von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxydgas.
AT109706B (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung eines flüssigen Brennstoffes.
AT104110B (de) Verfahren zur Erzeugung wasserbeständiger Briketts aus Brennstoffen.
DE647519C (de) Verfahren zur Behandlung und Umwandlung von Tieftemperatur-Teerdampf-Gas-Gemischen