AT104110B - Verfahren zur Erzeugung wasserbeständiger Briketts aus Brennstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung wasserbeständiger Briketts aus Brennstoffen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzeugung wasserbeständiger Briketts aus Brennstoffen, Es sind Verfahren zum Brikettieren bekannt, bei welchen das Brikettgut in seiner ganzen Menge bis auf Schweltel11peratur erhitzt und demselben von aussen kein Mittel, welches die Brikettierfähigkeit herbeiführen oder verbessern soll, zugeführt wird. Damit ist naturgemäss ein bedeutender Wärmeaufwand für Erhitzung und Überhitzung des Brikettgutes verbunden. Bei einem andern Verfahren zur Erzielung fester Briketts wird ebenfalls das Brikettgut selbst, u. zw. unter Druck erhitzt bis zu einer Temperatur, bei welcher Schwelgase aus dem Material eben zu entweichen beginnen. Auch sind Verfahren bekannt, nach welchen das Brikettgut mit heissen Kohlendestillaten fremder Herkunft auf verschiedene Weise und zu verschiedenem Zwecke getränkt wird. Eines derselben erhitzt durch heisse Rohgase von 600'bis 1000 C das Brikettgut, um unerwünschte rauch-und russbildende Bestandteile der Kohle, wie Wasser, Stickstoff, Kohlensäure, Schwefel und leichte Destillate, auszutreiben, wobei das Brikettgut eine Erhitzung auf 3000 C erfährt, bei unterbrochener Gaszufuhr und Drucksteigerung in Schwellung kommt und sich Paraffine bilden und niederschlagen, die im Vereine mit den vorher zugekommenen Kohlendestillaten die Heizkraft erhöhen sollen. Ein anderes Verfahren bezweckt die Anreicherung von Bindemitteln in dem Brikettgute aus den heissen, hindurchgeführten Rohgasen, wobei das Brikettgut ebenfalls so hoch erhitzt wird, dass sich Leichtdestillate des Teeres sowie permanente Gase darin nicht aufhalten können, sondern nur solche Schwerdestillate, die einer Bindewirkung fähig sind. Es findet hier eine teilweise Destillation des durch Rohgase zugeführten Teeres in dem dazu hocherhitzte Brikettgute selbst statt, um den Teer entsprechend einzudicken. Dieses Verfahren ist naturgemäss für nicht-oder schlechtbindende Kohlen gedacht und benötigt an Schwelgut zum"Tränken"und Erhitzen das Mehrfache des Brikettgutes. Gegenüber allen andern Verfahren ist der Hauptzweck des vorliegenden : Die wirtschaftliche Herstellung von Briketts aus bindefähigem Brennstoff, welcher keine wasserbeständigen Briketts ergeben würde, unter geringstem Gas-und Wärmeaufwande durch Beschwelung, d. h. unter Verwendung geringster Mengen Schwelgutes aus fremdem Material, so dass die so hergestellten Briketts wasserbeständig sind, ohne dass künstliche Bindung herangezogen werden muss. Dem Erfindungsgedanken liegen Versuchsergebnisse zugrunde, die beweisen, dass man nur dann mit geringsten Mengen des zugesetzten fremden Mittels auskommt, wenn man es in Dampf-bzw. Gasform in das vorgetrockneteBrikettgut einführt, u. zw. nicht um eine Bindewirkung zu erzielen, zu der eine ganz bedeutende Anreicherung des Mittels im Gute notwendig wäre, sondern lediglich zur Erzielung der Wasserbeständigkeit der Briketts aus solchen Brennstoffen, welche von Natur aus bindefähig sind. Bei von Natur aus nicht oder nicht hinreichend bindefähigem Gute genügt dann im Anschluss an dieses Verfahren die Einbringung geringster Mengen von Bindemitteln, um auch die erforderliche Bindefähigkeit zu erreichen. Bei dem neuen Verfahren werden gas-und dampfförmige Kohlendestillate in nur geringster Menge EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Dämpfen einen feinen Niederschlag auf der ganzen Oberfläche jedes festen Teilchens unter Eindringen in die Poren verursacht, so dass die Benetzung nur hauchartig zu erfolgen braucht, um nach entsprechender Pressung ein wasserbeständiges Brikett zu ergeben. Die Temperatur des Brikettgutes darf dabei nur. wenig steigen, damit permanente Gase und Leichtdestillate aus den Poren nicht ausgetrieben werden, denn diese sind es, welche die beabsichtigte Wirkung verursachen. Hiezu genügt eine sehr geringe Menge von Schwelgut und darf auch nur ein geringer Prozentsatz hievon aufgewendet werden, da sonst die vorhandene Bindefähigkeit gestört würde. Das Brikettgut wird vor dem Zusammenbringen mit den Schwelgasen oder Dämpfen unter die mittlere'Luftfeuchtigkeit deshalb abgetrocknet, damit es durch deren Kondensate sozusagen wirkungsvoll EMI2.1 beständigkeit des Briketts erreicht werden soll. Es wird daher dem Brikettgute vor der Einwirkung. der Schwelgase oder-dämpfe das in demselben enthaltene Wasser unter Vermeidung höherer Temperaturen bis auf praktisch 5 bis 10% entzogen, um das Absorptionsvermögen für die Aufnahme an Gasen und Dämpfen herbeizuführen und damit die beabsichtigte Wirkung aus der Beschwelung zu erzielen. Diese Wirkung ist daraus erklärlich, dass bekanntlich wasserfreie oder wasserarme Kohle sich mit der Zeit auch aus der Luft mit Feuchtigkeit bis zum Luftsättigungsgrade anreichert. Es. besteht also ein gewisses Absorptionsvermögen, das mit dem Luftsättigungsgrade. EMI2.2 gute ausserordentlich gleichmässig verteilt wird. Solche Dämpfe oder Gase werden bei vorliegendem Verfahren durch Destillation von Teer oder Teerprodukten, wie Hartpech od. dgl., erzeugt, es können aber auch Schwelgase aus gleichem Material wie das Brikettgut selbst, aus anderer, auch minderwertiger, aber zweckmässig bitumenreieher Kohle, oder sonst verkohlbaren Stoffen, wie Holz, bituminösem Schiefer, Rohöl, Naphtharückständen u. dgl. Verwendung finden. Um die sonstige Aufbereitung des Brikettgutes und dessen Eigenschaften nicht zu schädigen, ist EMI2.3 EMI2.4
Claims (1)
- getrennten Apparaten, unabhängig von der üblichen Vortrocknung des Brikettgutes, erfolgt.3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem mit den Destillationsdämpfen benetzten Brikettgut vor dem Brikettieren den Schwelldämpfen nicht ausgesetzte Brennstoffe zugesetzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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