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Eimrictung zur Zeiehengebung mittels elektriseher Wellen.
Die Erfindung bezieht sieh auf Systeme zur Zeichengebung mittels elektriseher Wellen, insbesondere Hoehfrequenzsysteme für die Radiotelegraphie, Radiotelephonie, unbeschadet, ob diese Systeme mit elektrischen Leitungsanordnungen und Verbindungen zwischen den zeichengebenden Stationen oder drahtlos arbeiten.
Bei solchen Systemen wird eine Mehrzahl von Verbindungen dadurch hergestellt, dass eine Mehrzahl von Trägerwellen mit verschiedenen Träger-oder Grundfrequenzen verwendet wird und die Zeichen dadurch bewirkt werden, dass die Amplituden der Trägerwellen geändert werden oder diese unterbrochen werden oder die Grundfrequenz derselben etwas geändert wird.
Im allgemeinen wird vorausgesetzt, dass zur Herstellung einer einwandfreien Verbindung die Resonanzvorriehtungen über einen weiten Bereich abgestimmt sein müssen, d. h. auf eine Mehrzahl der Trägerfrequenz zugeordneter Frequenzen in gleicher Weise ansprechen müssen.
Die Erfindung besteht nun in der Verwendung einer Resonanzvorrichtung, die mit modulierten Wellenformen zusammenarbeitet und einen hohen Selektivitätsgrad jener Ordnung besitzt, der durch eine piezoelektrische Vorrichtung oder eine noch höhere Selektivität erhalten'A erden kann.
Normal wird die Selektivität durch Reduktion der Dämpfung verbessert. Wenn jedoch die Dämpfung so weit vermindert wird, dass die geforderte Selektivität erreicht ist, tritt ein Phänomen in Erscheinung, das als Beharrung der Schwingung bezeichnet werden soll und worunter verstanden wird die Fortdauer der Schwingung in einer Resonanzschwingungsvorrichtung nachdem die die Schwingung hervorrufende Erregung bereits abgeklungen ist. Es ist augenscheinlich, dass dieser Beharrungszustand um so grösser ist, je niedriger die Dämpfung der Resonanzsehwingungsvorrichtung ist und dass für Tele-
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einwandfrei oder auch nur befriedigend auf die Zeichenwechsel am ersten Sender anspricht, da die durch ein Zeichen hervorgerufene Schwingung so lange bestehen bleibt (beharrt), bis das nächste Zeichen bereits einlangt.
Bei Zeichengebungssystemen mit elektrischen Wellen und insbesondere bei Hochfrequenzüber- tragung ist es von überragender Wichtigkeit, den Wirkungsgrad des Empfängers aufreehtzuerhalten, was eine hohe Selektivität bedingt ; gleichzeitig ist jedoch die Aufrechterhaltung einer hohen Zeichengebungsgeschwindigkeit erforderlich, und im Falle der Radiotelephone ist es auch erforderlich, im Empfänger eine genaue Wiedergabe des an den Sender übergebenen Zeichens zu erhalten.
Zweck der Erfindung ist nun, ein System zu schaffen, in welchem diese wünschenswerten Eigensehaften hinsichtlich Selektivität und Wirkungsgrad vereint sind mit der Möglichkeit, hohe Telegraphiergeschwindigkeiten und günstige Lautwiedergabe bei Telephonieempfang zu erreichen.
Die Erfindung besteht in weiterer Folge darin, dass die Dämpfung der verwendeten Resonanzvorrichtung geringer ist, als dies normal für die genaue Wiedergabe der Zeichen erforderlich ist, und die Energie in dieser Resonanzvorrichtung derart gesteuert wird, dass eine genaue Wiedergabe eintritt. Die Dämpfung, die im vorstehenden als geringer, als normal zur genauen Wiedergabe erforderlich, gekennzeichnet wurde, ist eine solche, dass eine Verzerrung der Zeichen infolge des Beharrungsvermögens eintritt, und für eine Sehwingungsvorrichtung charakteristisch, die geringen positiven, null oder sogar negativen
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die Vorrichtung durch das nächstfolgende Zeichen neuerlich erregt wird.
Erfindungsgemäss sind bei einem System zur Zeichengebung mittels elektrischer Wellen (Hochfrequenzzeiehengebung) Resonanzschwingungsvorriehtungen vorgesehen, die eine geringe Dämpfung und eine Selektivität jener hohen Ordnung besitzen, die mittel resonanzpiezoelektriseher Vorrichtungen erreicht werden kann, wobei mit diesen Resonanzvorrichtungen Einrichtungen zusammenwirken, mittels welcher periodisch oder in vorbestimmten Zeitpunkten durch Erregung hervorgerufene Schwingungen rasch unterbrochen werden können. Durch diese Einrichtungen kann die hohe Selektivität der Resonanzschwingungsvorrichtungen mit geringer Dämpfung voll ausgenutzt werden, während anderseits die Beharrung der Schwingung nach Aufhören der Erregung auf ein Minimum vermindert wird.
Eine Möglichkeit, um Schwingungen zu unterbrechen (auszulöschen), besteht in der Erregung mit verkehrter Phase in aufeinanderfolgenden Zeiträumen. Es kann eine Hochfrequenzenergiequelle vorgesehen sein, deren zwei Phasen einander entgegengesetzt sind und welche beiden Phasen der Resonanzschwingungsvorrichtung zugeführt werden. Eine dieser Energiephasen wird dann aktiv gemacht, wenn eine Erregung der Resonanzschwingungsvorrichtung erforderlich ist, während die andere Phase nur dann wirksam gemacht wird, wenn eine durch die Erregung hervorgerufene Schwingung ausgelöscht werden soll. Die Erregungszeiträume in den beiden Phasen müssen natürlich nicht gleich gross sein, sondern hängen in weitem Masse von der Charakteristik der Schwingungsvorrichtung ab.
Das Hemmen der Schwingung (Auslöschen) wird periodisch oder rhythmisch mit einer Frequenz vorgenommen, die geringer ist als die Träger-oder Grundfrequenz, jedoch hoher als irgendeine zur Zeichengebung verwendete Frequenz, beispielsweise die Punktfrequenz in der Morsetelegraphie oder die Modulationsfrequenzen in der Telephonie oder ähnlichen Zeichengebungssystemen. Bei Anwendung der Erfindung auf Trägerwellentelephonie kann sowohl Amplituden-als auch Frequenzenmodulation angewendet werden.
Die Erfindung kann sowohl auf den Geber oder den Empfänger eines elektrischen Hochfrequenzzeichengebungssystems oder auf beide Anwendung finden.
In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein einfacher Kreis. Fig. 2 zeigt die Kurven, längs welcher die Energie in typischen Schwingungsvorriehtungen mit verschiedener Dämpfung ansteigt bzw. fällt. Die Fig. 3,4 und 5 zeigen Kurven, mittels welcher die Steuerung der Schwingungsvorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt wird. Fig. 6 zeigt einen Empfänger gemäss der Erfindung und Fig. 7 einen Geber. Die Fig. 8 und 9 zeigen Diagramme.
In Fig. 1 ist 10 eine Schwingungsenergiequelle o (elektrischer Energie), mittels welcher die Zeichengebung bewirkt wird. Diese Schwingungsquelle ist mittels Spulen 11 und 12 an einem Resonanzschwingungskreis 13 angeschlossen. Die Anordnung der Spulen 11 und 12 ist derart, dass die beiden resultierenden einlangenden Ströme im Schwingungskreis 13 entgegengesetzt gerichtete Phase besitzen.
Der Schwingungskreis 13 enthält ein piezoelektrisches Krystall U, nutteis welches ein hoher Grad von Selektivität erhalten wird. Durch bekannte Mittel, beispielsweise einen Taster 14 (die Ventile und Abstimmvorrichtungen sind nicht dargestellt), wird Energie dem Schwingungskreis 13 durch die Spule 11 zugeführt, wenn der Apparat erregt werden soll, und die andere Spule 12 dient zum Abdämpfen (Auslöschen) der durch die Spule 11 hervorgerufenen Schwingungen in den Zwisehenperioden.
Die Umkehr der Phase der Erregung kann dadurch erhalten werden, dass die Erregerfrequenz um ein geringes geändert wird und gleichzeitig Zwischenschwingungsvorrichtungen verwendet werden, die scharf auf die mittlere Erregerfrequenz abgestimmt sind.
In Fig. 2 sind auf einer Zeitachse 0-X die Amplituden im Schwingungskreis dargestellt. Drei Kurven 16,17 und 18 zeigen das Ansteigen und Abfallen der Energie in drei typischen Kreisen, von welchen der der Kurve 18 zugeordnete die geringste Dämpfung besitzt. Wenn für die Zwecke gemäss der Erfindung Vorrichtungen verwendet werden, die eine Charakteristik nach der Kurve 18 besitzen, ist die Zeit, die zum Abklingen der durch die Erregung hervorgerufenen Schwingung erforderlich ist, vorausgesetzt, das nur Eigendämpfung wirksam ist, viel grösser als die zwischen aufeinanderfolgenden Zeichen verfügbare Zeit, insbesondere bei Zeichengebung mit hoher Geschwindigkeit, und deshalb ist eine Steuerung der Energie im Schwingungsapparat unbedingt notwendig.
Wenn beispielsweise bei Erregung der Vorrichtung die Energie bis zum Punkt 38 der Kurve 18 die Zeit von 0-39 zur Erregung für das Abklingen infolge der Eigendämpfung erforderlich macht, ist diese Zeit wesentlich grosser, als erlaubt. Durch Steuerung der Energie kann jedoch diese Zeit auf einen genügend kleinen Wert 0-40 herabgesetzt werden.
Diese Steuerung wird durch periodische Umkehr der Erregerphase bewirkt, d. h. es wird nur gestattet, dass die Energie in der Vorrichtung während 50 Perioden zunimmt und hierauf in einem weiteren Zeitraum von beispielsweise 50 Perioden durch Erregung mit verkehrter Phase reduziert wird.
In Fig. 3 sind Kurven dargestellt, welche den Phasenwechsel zeigen, der entweder am Übertrager oder am Empfänger bewirkt wird. In dieser Figur sind die verschiedenen Werte der Energie als Ordinaten in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt. Die Kurven stellen die Umhüllende der Trägerwellenenergie
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dar und zeigen abwechselnde Perioden 19 und 20 an, zwischen welehen eine Phasenverschiebung der Träger- welle von ungefähr 1800 besteht, die beispielsweise mittels des Schalters M und der Spulen 11 und 12 in Fig. 1 erzeugt wird, derart, dass in den Perioden 19 und 20 die Trägerwelle entgegengesetzte Phase aufweist. Der resultierende Effekt besteht darin, dass eine hohe Selektivität und/oder ein gering gedämpfter Schwingungserzeuger erhalten wird.
In den Fig. 4 und 5 sind Kurven dargestellt, welche die
Umhüllende der Empfangsenergie bilden, in welcher die Amplituden der im Resonator sich aufbauenden Energie als Ordinaten in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen sind. Die Energie baut sich während einer Periode 19 (Fig. 3) auf und wird während der folgenden Periode 20 von entgegengesetzter Phase unterdrückt, derart, dass eine Aufeinanderfolge von Impulsen 21 entsteht, deren Längen einander gleich sind und gleich sind der Summe aus einer positiven Periode 19 und einer negativen Periode 20, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Diese Impulse 21 werden also durch das Ansteigen und Abfallen der Energie in der Schwingungsvorrichtung gebildet, die wieder jeder positiven Erregung 19 und der folgenden negativen Erregung 20 entspricht.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde angenommen, dass der Schwingungapparat keinen oder nur geringen positiven Widerstand aufweist, so dass bei gegebenen Perioden 19 und 20 von gleicher Dauer die Energien der Sehwingungsvorriehtung am Ende jedes Impulses 21 Null werden.
Die Sehwingungsvorrichtung kann negativen Widerstand auf eisen, und in diesem Fall ist die durch die negativen Steuerimpulse hervorgerufene Dämpfung ungenügend, um die Vorrichtung am Ende jedes Impulses 21 in den Ruhestand zu bringen, vorausgesetzt, dass die Perioden 20 und 19 einander gleich sind. In diesem Falle steigen die Amplituden der Impulse 21 an, bis sie einen Maximalwert erreichen, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Der Minimalwert der Impulse 21 wird in der Schwingungsvorrichtung aufrechterhalten, und die durch die Trägerwelle hervorgerufenen Änderungen sind diesem Wert überlagert.
Selbstverständlich müssen die Perioden 19 und 20 der Erregung des Schwingungsapparates in entgegengesetzt gerichteten Phasen nicht unbedingt einander gleich sein, sondern sie können in geeigneter Weise entsprechend den elektrischen Kennlinien des Schwingungskreises, beispielsweise der Dämpfung, geändert werden. Wenn beispielsweise die Sehwingungsvorrichtung einen geringen positiven Widerstand hat, dann braucht die Periode 20 nicht so lange als die Periode 19 sein, um die Vorrichtung am Ende jedes Impulses 21 in den Ruhezustand zu bringen.
Im Betriebe werden die Modulationszeichen sowohl bei der Telephonie als auch bei der Telegraphie der Trägerwelle überlagert und da die Phasenweehselfrequenz höher ist (meistens sogar sehr viel höher) als die Modulationszeichenfrequenz, so dass jeder Modulationszeichenstoss aus einer Mehrzahl von Impulsen 21 (Fig. 4 und 5) besteht, werden die Zeichen einwandfrei empfangen.
In den Fig. 8 und 9 ist nun schaubildlich die Wirkung veranschaulicht, die in einer hochselektive Resonanzvorrichtung (z. B. Quarzkristall) des Empfängers durch Signale oder Zeichen hervorgerufen wird, welche periodisch am Sender oder an einem Teil des Empfängers, der der selektiven Vorrichtung vorhergeht, in der Phase umgekehrt werden. Die Fig. 8 zeigt die allgemeine Form von Telephoniezeichen mit modulierter Amplitude, wie sie in der hochselektive Vorrichtung hervorgebracht m erden.
Die Impulse 21 m erden gebildet von einer Periode 19, in welche die aufgenommenen Schwingungen 40 sich bis zu einem solchen Wert aufbauen, der dem modulierten Zeichen entspricht, und einer folgenden Periode 20 entgegengesetzter Phase, in w elcher die aufgenommene Energie der hoehselektiven Vorrichtung zugeführt wird, in" escher die Schwingungen wieder auf Null reduziert werden. Die Kurve 40 stellt somit die Modulationsfrequenz der Zeichen dar. In ähnlicher Weise zeigt Fig. 9 die Verhältnisse für Telegraphie oder Punktzeichen, die durch die Rechtecke 42 veranschaulicht sind. Jedes Rechteck umfasst eine Mehrzahl von Impulsen 21 der Trägerwelle 40, wobei jeder Impuls durch aufeinanderfolgende Perioden 19 und 20 entgegengesetzter Phase hervorgerufen wird.
Die Phasenumkehr erfolgt wieder in der vorbesehriebenen Weise.
Bei Anwendung der Erfindung auf einen Empfänger ist bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungbeispiel ein Antennensystem 30 mit den Steuerelektroden und den Kathoden zweier Ventile 31 und 32 parallel geschaltet. Die Anoden dieser beiden Ventile können durch Spulen 33 und 34 mit den entgegengesetzten Elektroden eines piezoelektrischen Kristalls 35 verbunden sein, der genau auf die Trägeroder Grundfrequenz für die Zeichengebung, beispielsweise 105 oder O", abgestimmt ist. Die Anoden sind waiters mit den entgegengesetzten Enden einer Induktanz 36 verbunden, deren Mittelpunkt mit dem positiven Pol einer Batterie 38 verbunden ist, deren negativer Pol mit den Kathoden der Ventile in Verbindung steht.
Die Induktanz 36 ist mit einer lokalen Weehselstromquelle 37 mit einer Frequenz von vorzugsweise 15000-20000 Perioden im Falle der Hoehfrequenztelephonie gekuppelt. Bei der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung ist eines der Ventile wirksam w ährend einer halben Periode des lokalen Wechselstromes, und das andere Ventil arbeitet während der anderen halben Periode dieses Stromes. Je nach Wunsch können Steuerbatterien in den Anodenstromkreis der Ventile eingeschaltet werden, so dass die Arbeitsperioden der beiden Ventile ungleich lang dauern. Die Hochfrequenzpotential- änderungen an den Anoden der beiden Ventile besitzen die gleiche Phase, sind jedoch jenen des piezoelektrischen Kristalls entgegengesetzt.
Bei Tätigkeit nur eines Ventils werden Schwingungen in dem piezoelektrischen Kristall erzeugt, welche Schwingungen abgeschwächt und gelöscht werden, während jener Zeit, in weleher das zweite Ventil in Tätigkeit ist.
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Der piezoelektrische Kristall stellt eine hoch selektive Resonanzvorrichtung dar und spricht nur auf jene Frequenzen an, die der Freqenz, auf welche er abgestimmt ist, nahe benachbart sind. Infolgedessen haben ankommende Zeichenfrequenzen, die von dieser Frequenz verschieden sind, keine oder nur sehr geringe Wirkung auf den Kristall, und der Empfänger ist infolge der Anordnung dieses Kristalls hoch selektiv. Da jedoch die Schwingungen im Kristall periodisch gelöscht werden, ist der Empfänger nicht mit jenen Nachteilen behaftet, die aus der Beharrung der Schwingung resultieren. Eine oder beide der Spulen, die in Serie mit dem Kristall liegen, können mit einem Detektor und einem Empfänger gebräuchlicher Type gekuppelt sein.
In Fig. 6 ist die Weehselstromquelle 37 zur Erzeugung der Phasendifferenz an den Anodenkreis der Ventile 31 und 32 angeschlossen, obwohl sie natürlich auch mit den Gitterkreisen gekoppelt sein kann.
Obwohl bei den beschriebenen Ausführungsformen ein piezoelektriseher Kristall in Verbindung mit einer Vorrichtung mit einem niederen Dekrement verwendet wird, können auch andere äquivalente Mittel Verwendung finden, beispielsweise ein thermionisches Ventilsystem, das mit geringer Dämpfung ausgestattet ist oder sogar einen negativen Widerstand infolge Ausnutzung der Reaktion besitzt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist die Erfindung auf einen Sender für Telegraphie oder Telephonie angewandt. Es sind zwei Schwingungskreise 20 und 21 vorgesehen, die auf die Grundoder Trägerfrequenz abgestimmt sind und die Ausgangskreise zweier thermiomscher Ventile 22 und 23 bilden, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass die Kreise in entgegengesetzter Phase erregt werden.
Die Eingangskreis 24 der Ventile sind in beliebiger Weise mit der zur Zeichengebung dienenden Hochfrequenzenergiequelle gekuppelt.
Die beiden Schwingungskreise 2C und 21 sind durch Spulen 25 und 26 elektromagnetisch mit einem Kreis 27 gekoppelt, der durch eine Steuerfrequenz von ungefähr 15000-20000 Perioden mit Energie gespeist wird. Die Anordnung ist so getroffen, dass die beiden Sehwingungskreise 20 und 21 entgegengesetzt moduliert werden, d. h. wenn die Amplitude des einen Schwingungskreises ihr Maximum erreicht hat, besitzt die Amplitude des andern Schwingungskreises ihr Minimum und umgekehrt.
Die resultierende Strahlungsenergie wechselt rhythmisch in der Phase, und infolge der Verwendung einer Steuerfrequenz mit ungefähr 15000-20000 Perioden liegen diese rhythmischenphasenänderungen über der Hörbarkeitsgrenze. Die erhaltene Verstärkung kann wunschgemäss beliebig hoch getrieben werden.
Die Sehwingungskreise können selbst Strahlungssysteme sein oder können mit einem oder mehreren solcher Systeme gekoppelt sein. Wenn ein einziges Strahlungssystem verwendet wird (bei 28), werden jene Schwingungen, die durch eine Halbperiode der Steuerfrequenz erzeugt werden, rasch gelöscht durch die Erregung des andern Schwingungskreises während der zweiten Halbperiode.
Die Sehwingungskreise 20 und 21 können auch zur Speisung zweier gesonderter, voneinander entfernter Strahlungssysteme dienen, und in diesem Fall werden die Schwingungen, die durch ein Strahlungssystem erregt werden, bekämpft durch eine nachfolgende Schwingungsreihe des andern Strahlungssystems, die in bestimmten Richtungen in bezug auf die Stellung der Strahlungssysteme verläuft. Diese Strahlungsysteme können Richtungsantennen sein.
Die Erfindung ist insbesondere anwendbar auf Systeme, bei welchen Frequenzmodulation vorgesehen ist und bei welchen die Modulation innerhalb jener Frequenzen vorgenommen wird, auf w eiche ein piezoelektrisches Kristall anspricht, d. i. bei ungefähr 20 Perioden. Im Betriebe wird kontinuierlich Wellenenergie von einem Geber ausgesandt, und mittels der Sprache oder einer andern Art Zeichen- änderung wird die Frequenz der kontinuierlichen Wellenenergie innerhalb enger oben angegebener Grenzen geändert.
Die Energie, deren Frequenz moduliert wurde, wird in der Phase periodisch umgekehrt, u. zw. entweder am Geber oder am Empfänger. Mit dem in Fig. 6 dargestellten Empfänger können positive oder negative Erregungen gemäss Fig. 3 und Zeichenimpulse nach Fig. 4 erhalten m erden. Für Telephoniezwecke soll die Frequenz dieser Impulse 10000 Perioden übersteigen.
Die Modulation der übertragenen Energie bewirkt Änderungen nach oben und unten von deren Frequenz, beispielsweise während 10 Perioden bei einer Zeichengebungsfrequenz von beispielsweise 1000.
Der piezoelektrische Kristall des Empfängers ist mit Rücksicht auf die Mittelfrequenz der Schwingungenergie eingestellt und so, dass bei Änderung dieser Frequenz durch Modulation der piezoelektrische
Kristall über einen mehr oder minder grossen Bereich je nach Modulation anspricht. Das Ansprechen des Kristalls folgt so den Änderungen des Zeichens, und infolgedessen steigt oder fällt die Amplitude der in Fig. 4 dargestellten Impulse in Abhängigkeit von der Modulation bei einer einzigen Frequenz.
Es wird bemerkt, dass zwecks Empfanges der frequenzmodulierten Zeichen, deren Modulations- bereich entsprechend dem piezoelektrischen Kristall sehr eng ist, der Empfänger sehr genau auf diese geringen Frequenzänderungen ansprechen muss. D urch die vorliegende Erfindung wird solch ein Empfänger geschaffen, der eine hohe Selektivität besitzt und trotzdem betriebsfähig ist, weil die Beharrung der
Schwingung infolge des niederen Dekremente des Empfängers genau und wirksam gesteuert wird.
Es ist zu bemerken, dass an. Stelle des erfindungsgemäss verwendeten piezoelektrischen Kristalls, auch ein Ventilsystem verwendet werden kann, das beispielsweise infolge der Reaktion einen sehr kleinen positiven Widerstand und vorzugsweise null oder negativen Widerstand besitzt.
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht begrenzt auf die besondere Verwendung der Wellenenergie in umgekehrter Phase zur Zeiehengebungsenergie, um die letztere in der beschriebenen Weise zu steuern. Beispielsweise könnte die erforderliche Dämpfung der Schwingungen in Abhängigkeit von der Bewegung eines Tasters hervorgerufen werden, ähnlieh wie dies bei der Verstärkung von Unterwasserzeiehen geschieht.
Die Erfindung ist auf jede Art von Wellenübertragung, gleichgültig, ob elektriseh oder akustisch und mit oder ohne Draht und mit Audio-oder höheren Frequenzen, anwendbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Zeichengebung mittels elektrischer Wellen, dadurch gekennzeichnet, dass am Empfänger eine Resonanzvorrichtung von geringer Dämpfung angeordnet ist, so dass die Eingangsschwingungen aufrechterhalten werden und dass die der Resonanzvorrichtung zugeführte Energie entweder am Übertrager oder am Empfänger periodisch geändert wird, u. zw. mit einer von der Modulationsfrequenz abweichenden Frequenz, derart, dass den während einer Periode hervorgerufenen und beharrenden Schwingungen durch die Eingangssehwingungen von verschiedener Phase in der nächstfolgenden Periode entgegengewirkt wird.